TV21 Gespräche
Menschen aus Wien und Niederösterreich im Gespräch. TV21 spricht mit Bürgermeisterinnen, Unternehmern, Vereinsobleuten und Menschen, die ihre Region prägen – ausführlich, in Ruhe und ohne Zeitdruck. Jede Folge dauert rund 30 Minuten. Die Gespräche gibt es auch als Video auf tv21.at. TV21 ist ein regionales Medienangebot mit Redaktionen in Wien und Niederösterreich. Mehr unter tv21.at und tv21.wien.
Krebs als Pointe: Provokation und Verantwortung bei oe24
Ein Kommentar über die Grenzen politischer Zuspitzung und die Verantwortung eines Fernsehsenders. - Anlass: In einer Sendung bei oe24TV wird die Krebserkrankung des Finanzministers mit den Belastungen des SPÖ-Vorsitzes verglichen. - Im Mittelpunkt steht die Frage, warum der Kommentar darin keine legitime politische Zuspitzung, sondern eine Grenzüberschreitung sieht. - Frühere Beschimpfungen des Vizekanzlers und eine anschließende Entschuldigung bilden den Hintergrund der Kritik. - Der Kommentar richtet den Blick besonders auf die Senderverantwortung: Welche Grenzen sollte ein Medienanbieter selbst setzen, auch wenn Empörung Aufmerksamkeit bringt? - Format: Einführung und redaktioneller Kommentar, kein Interview.
Marterbauers Krebserkrankung und die Grenzen des Boulevards
Ein Kommentar über journalistische Verantwortung zwischen legitimer Politikkritik und dem Respekt vor einem erkrankten Menschen. In diesem Kommentar geht es um: - Markus Marterbauers öffentlich gemachte Krebserkrankung und seinen Wunsch nach einem fairen, respektvollen Umgang damit. - Die Kritik des TV21-Chefredakteurs an der Darstellung Marterbauers als möglichem Retter der SPÖ in „Fellner Live“. - Die Grenze zwischen legitimen Fragen zu Amtsbelastung und Parteiführung und der politischen Instrumentalisierung einer Erkrankung. - Journalistische Verantwortung für Wahrheit und Menschenwürde – auch im Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Reichweite.
Krankheit ist kein Material – wenn Boulevard die Grenze überschreitet
TV21-Chefredakteur Robert Ebhart kritisiert, wie die Krebserkrankung von Finanzminister Markus Marterbauer in die Debatte um die SPÖ-Führung hineingezogen wurde, und fragt, wo Berichterstattung endet und Ausbeutung beginnt.
Kreiskys früher Weg: Ein Film als Warnung vor dem Zerfall der Demokratie
von Robert Ebhart In dieser Folge sprechen wir über Harald Sicheritz’ neuen Film „Bruno – Der junge Kreisky“. Der Kinofilm erzählt von den politischen Lehrjahren des späteren Bundeskanzlers Bruno Kreisky: einem jungen Mann aus gutbürgerlichem, jüdisch geprägtem Elternhaus, der seinen Weg in die Sozialdemokratie findet. Wir blicken auf die prägenden Ereignisse seiner Jugend: den Brand des Justizpalasts, die gewaltsame Niederschlagung der Proteste, den Tod von Demonstranten und die Katastrophe des Aufstands von 1934. Der Film zeigt auch Kreiskys politische Verfolgung unter dem Dollfuß-Regime und später unter den Nationalsozialisten. Dabei wird deutlich: Diese Geschichte ist keine reine Histo...
Das Ende von Ardo – wer trägt die Verantwortung?
Das Ende von Ardo in Groß-Enzersdorf wirft viele Fragen auf. Das Werk wird geschlossen. Arbeitsplätze gehen verloren. Für zahlreiche Bauernfamilien im Marchfeld fällt ein wichtiger Abnehmer für ihr Gemüse weg. Ardo verweist auf den hohen Investitionsbedarf und die wirtschaftlichen Bedingungen am Standort. Aber ein Werk wird nicht von heute auf morgen alt. Warum wurde nicht früher investiert? Welche Rolle spielen Produktionskosten in anderen europäischen Ländern? Und was bedeutet diese Schließung für Beschäftigte, Landwirtschaft und die regionale Versorgungssicherheit? In meinem neuen TV21-Kommentar geht es um Verantwortung — jene des Konzerns, aber...
Umbruch ist nicht Untergang
Umbruch ist nicht Untergang – Die Welt wirkt unsicherer: Krieg in Europa, geopolitische Spannungen, wirtschaftlicher Druck und die Sorge, dass frühere Gewissheiten verloren gehen. Viele Menschen fragen sich deshalb, ob dieses Jahrzehnt überhaupt noch besser werden kann. In dieser Podcastfolge geht es um eine andere, realistischere Perspektive: Ja, wir erleben einen tiefen Umbruch. Alte Sicherheiten tragen nicht mehr wie früher, Europa muss sich bei Sicherheit, Energie, Wirtschaft und Demokratie neu aufstellen. Doch ein Umbruch ist kein vorbestimmter Niedergang. Wir sprechen über Zuversicht ohne Illusionen: Warum es wichtig ist, Risiken klar zu benennen, ohne der Angst das letzte Wort zu überlass...
Medienfinanzierung – Empörung rechnet sich
Warum Boulevard-Medien in Österreich Geld verdienen und unabhängiger Journalismus leer ausgeht
In Österreich verdienen jene Medien am besten, die dem demokratischen Diskurs am wenigsten geben. Krone, Heute und oe24 machen mit einem Geschäftsmodell Gewinn, das auf Empörung und Herabwürdigung setzt. Gleichzeitig fallen kleine, unabhängige Redaktionen durch jedes Förderraster.
Das Medienförderungsgesetz ist ein Anfang, aber die Hürden sind so hoch angesetzt, dass gerade Online-Journalismus regelmäßig leer ausgeht. Wer klein ist und unabhängig bleiben will, finanziert das aus eigener Kraft – oder gar nicht.
In dieser Folge geht es um die Mecha...
Neue Episode
Die Rechnung kommt später
Warum Politik mit der Angst kurzfristig funktioniert — und wer sie am Ende bezahlt
Man braucht kein Konzept. Man braucht keinen Plan. Man braucht nur einen Schuldigen. Angst ist die billigste Form von Politik. Sie ist schnell, sie kostet nichts, und sie wirkt sofort. Der Preis wird erst später fällig — meistens dann, wenn niemand mehr zahlen will. Die Geschichte hat diese Rechnung mehrfach aufgemacht. Spanien vertrieb seine Juden und seine Morisken und verlor mit ihnen Handwerk, Handel und die Netzwerke, die ein Weltreich zusammengehalten hatten. Frankreich vertrieb die Hugenotten und schenkte Preußen einen Teil seiner gewerblichen Elite. Deutsch...