Gute Nacht mit Fridolin
Der Podcast zum Einschlafen für Erwachsene: jeden Abend eine neue Einschlafgeschichte, mit ruhiger, tiefer Stimme, ohne Spannungsbogen und mit langen Pausen. Kostenlos, werbefrei, zum Hören und Nachlesen.
Einschlafgeschichte: Das Feste bleibt, das Flüssige läuft ab
Einschlafgeschichte über den Käse: ein alter Keller mit gewölbter Decke, Regale aus Holzbrettern und darauf Laibe, die über hundert Kilogramm wiegen. Diese Folge folgt einem Satz: das Feste bleibt, das Flüssige läuft ab. Wir hören, warum ein Enzym aus dem vierten Magen eines Wiederkäuers reicht, um sechshunderttausend Teile Milch dick zu legen und am Ende fast nicht mehr im Käse zu stecken, wieso sechzig Prozent Fett weniger Fett bedeuten können als fünfundvierzig, warum die Emmentaler-Laibe so groß sind (der Zoll ging nach der Stückzahl, nicht nach dem Gewicht), dass man die Löche...
Einschlafgeschichte: Ein Ton im Nebel
Einschlafgeschichte über den Rothirsch: ein Waldrand im Nebel, ein Tier, das steht und prüft, und ein Geweih, das jedes Jahr neu wächst. Wir hören, warum ein Tier vier bis fünf Kilogramm Knochen in fünf Monaten aufbaut und sie im Februar einfach fallen lässt, wieso der Bast beim Wachsen empfindlich ist und danach abgerieben wird, was ein Leittier tut, das niemanden zwingt (und trotzdem alle folgen), warum ein Kräftemessen in der Brunft nach so festen Regeln läuft, dass es keiner allein anfangen kann — und dass in den großen Höhlenbildern Südwesteuropas v...
Einschlafgeschichte: Blau geschrieben, schwarz geworden
Einschlafgeschichte über die Tinte: ein Glas, das fast schwarz aussieht, ein Federhalter — und ein Satz, der die ganze Sache erklärt. Man schreibt blau, und am nächsten Tag ist es schwarz. Wir hören, warum die Eisengallustinte erst an der Luft ihre endgültige Farbe bekommt, wozu man ihr überhaupt einen Farbstoff zusetzt (nur damit man der eigenen Hand folgen kann), was ein Gallapfel ist und warum ein Baum ihn für ein Insekt baut, wie ein Kolben aus Gummi und ein gebogenes Blech aus einem Federhalter ein Gerät machten, das man nicht mehr in ein Glas tauchen mu...
Einschlafgeschichte: Das Seil zieht, der Pylon drückt
Einschlafgeschichte über die Hängebrücke: eine Fahrbahn, unter der nichts ist als Wasser, und zwei Türme, über deren Spitzen ein Seil läuft. Diese Folge folgt einem Satz: das Seil zieht, der Pylon drückt. Wir hören, was in dem Betonklotz steckt, der beide Enden festhält (bei einer Brücke in Dänemark hundertzweiundzwanzig mal fünfundfünfzig Meter Grundfläche und dreiundsiebzig Meter hoch), warum ein Tragseil kein Seil im gewohnten Sinn ist, sondern tausende Drähte nebeneinander, wieso man beim Bauen Draht für Draht über das Wasser zieht, was der Durchhang mit der Höhe der Türm...
Einschlafgeschichte: Das Holz trägt, die Füllung füllt
Einschlafgeschichte über das Fachwerkhaus: dunkle Linien, helle Flächen — und ein Grundsatz, der alles erklärt. Das Holz trägt, die Füllung füllt nur. Wir hören, warum in diesen Häusern fast keine Nägel aus Eisen stecken, sondern Nägel aus Eiche, die sich in einem absichtlich zu kleinen Loch verkeilen, wozu man Zeichen in jeden einzelnen Balken kerbt (und warum man so ein Haus deshalb umziehen kann), wie ein Zimmermann den Bauplan in echter Größe auf den Werkstattboden riss, wieso man ab dem Mittelalter jedes Geschoss als eigenes Kästchen baute und das obere darum übe...
Einschlafgeschichte: Wasser geht weg, Salz bleibt
Einschlafgeschichte über die Salzgewinnung: eine zehn Meter hohe Wand aus Dornen, über die Salzwasser rieselt, damit ein Teil davon verdunstet — Wasser geht weg, Salz bleibt zurück. Wir hören, warum in Ortsnamen wie Halle, Hallstatt und Schwäbisch Hall das Salz noch steckt, wie Archäologen die zerbrochenen Tongefäße alter Siedereien nennen, warum das Salz im Boden ein Meer ist, das vor zweihundertfünfzig Millionen Jahren eintrocknete und später in Säulen wieder nach oben stieg, welche fünf Bedingungen eine Meersalzanlage braucht (und warum ein einziger Regenschauer die Arbeit von Wochen auflöst) — und dass vom ganzen Salz n...
Einschlafgeschichte: Ein Trog und ein Rohr
Einschlafgeschichte über Brunnen: ein Trog aus Stein, ein Rohr, und Wasser, das nicht aufhört — auch wenn niemand da ist. Wir hören, warum das Wort «Brunnen» eigentlich «der Aufwallende» bedeutet und mit «brennen» verwandt ist, wie Jäger und Sammler in Brandenburg mit einem Schildkrötenpanzer Wasser schöpften, was ein Brunnen von einer Zisterne unterscheidet (der eine holt von unten, die andere sammelt von oben), warum in Versailles die Brunnenwärter mit Pfeifsignalen arbeiteten, weil das Wasser nie für alle Fontänen reichte, und von einem Springbrunnen in Wien, der mit seinen Wasserstrahlen das ganze Jahr abzählt: Tage, Wo...
Einschlafgeschichte: Ein Ton über dem Tal
Einschlafgeschichte über das Alphorn: ein langes Rohr aus Holz, das man kilometerweit hört — und das trotzdem ein Blechblasinstrument ist. Wir hören, warum das am Mundstück und an der Tonerzeugung liegt und nicht am Material, wieso ein Instrument ohne Züge und Ventile nur sechzehn Töne hat und was das «Alphorn-Fa» damit zu tun hat, wie über siebzig Stunden Handarbeit nötig sind, um einen Baumstamm auf sechs bis acht Millimeter Wandstärke auszuhöhlen, warum in alten Kuhreihen die Namen einzelner Kühe stehen, und dass die frühesten Belege für das Wort «jodeln» gar nicht aus den A...
Einschlafgeschichte: Zwei Pfeifen und ein Gong
Einschlafgeschichte über die Kuckucksuhr: zwei kleine Pfeifen, zwei Blasebälge und ein Rad, das sie nacheinander anhebt — daran hängt der ganze Ruf. Wir hören, warum der Kuckuck kein Vogel ist, sondern ein hoher und ein tiefer Ton im richtigen Abstand, wie eine Scheibe mit zwölf Stufen die Stunden zählt, ohne eine einzige Zahl im Werk zu haben, warum die ersten Holzuhren im Schwarzwald entstanden (es war nicht der Erfindergeist, es war das Zunftrecht), und wie ein Architekt achtzehnhundertfünfzig die Fassade eines Bahnwärterhäuschens nahm und daraus die Form machte, die man heute überall kennt. Diese...
Einschlafgeschichte: Links eine Reihe, rechts eine Reihe
Einschlafgeschichte über Alleen: zwei Reihen Bäume in immer gleichen Abständen, Kronen, die sich über dem Weg berühren, und ein Weg, der schmaler wird, je weiter man schaut — aber nur scheinbar. Wir hören, warum der Schatten die Straße an heißen Tagen um bis zu fünfundzwanzig Grad kühler macht, wie die Winterlinde ihren Nektar vor allem abends abgibt, warum junge Eichen ihre welken Blätter über den Winter behalten, und gehen die vermutlich älteste Allee der Welt ab: zweieinhalb Kilometer gerade Linie in Salzburg. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für di...
Einschlafgeschichte: Die Scheibe dreht sich
Einschlafgeschichte über Keramik: eine Scheibe, die sich dreht, zwei Hände, die dabei fast stillstehen, und ein Handwerk, an dem sich nichts beschleunigen lässt. Wir sehen zu, wie ein Klumpen Ton zu einer Wand hochgezogen wird, gehen die drei Stufen des Trocknens durch — lederhart, lufttrocken, brennreif, geprüft mit der Zunge — und schauen in einen Ofen, der langsam heiß und noch langsamer wieder kalt werden muss. Am Ende geht es ins Kannenbäckerland, zu blau-grauen Krügen mit einer Glasur aus Salz. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich bereitsteht. Quelle: Dieser Text ba...
Einschlafgeschichte: Eine Kabine hinauf, eine hinunter
Einschlafgeschichte über Seilbahnen: ein Tragseil, das sich nicht bewegt, ein Zugseil, das umläuft, und Rollen mit einer Rille aus Gummi, die eine Fahrt so eigenartig weich machen. Wir schauen der Predigtstuhlbahn in Bad Reichenhall zu, die seit neunzehnhundertachtundzwanzig auf demselben Seil fährt, fahren mit einer Bahn unter dem Dorf Serfaus, die auf Luftkissen schwebt, und hören, wohin bei einer Bergbahn in Graubünden der Strom eigentlich geht. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich bereitsteht. Quelle: Dieser Text basiert auf den Wikipedia-Artikeln «Seilbahn» (https://de.wikipedia.org/wiki/Seilbahn), «Luftseilbah...
Einschlafgeschichte: Ein Gang um den Klosterhof
Einschlafgeschichte über Klöster: ein gedeckter Gang, der im Viereck um einen Hof führt, ein Speisesaal, ein Schlafsaal, ein Brunnen in der Mitte — und eine Bibliothek, in der alle Buchrücken auf denselben Ton gebracht sind. Wir gehen durch drei Häuser: Müstair in Graubünden mit seinen Fresken aus der Zeit um achthundert, Stift Melk auf dem Felsen über der Donau, und das evangelische Kloster Amelungsborn, wo ein Kiesweg den Kreuzgang zeigt, den es nicht mehr gibt. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich bereitsteht. Quelle: Dieser Text basiert auf den Wikip...
Einschlafgeschichte: Unter der Kuppel der Sternwarte
Einschlafgeschichte über Sternwarten: hell gestrichene Kuppeln, die sich drehen, und ein Fernrohr, das nicht auf dem Boden des Hauses steht, sondern auf einem eigenen Pfeiler bis hinunter in den Fels — damit kein Schritt im Saal das Bild verwackelt. Wir schauen in drei alte Volkssternwarten in Berlin, Zürich und Wien, hören, warum die Kuppel weiß gestrichen ist, und lassen uns Zeit. Denn das Beobachten ist vor allem ein Warten. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich bereitsteht. Quelle: Dieser Text basiert auf den Wikipedia-Artikeln «Sternwarte» (https://de.wikipedia.org/wiki/Sternwarte), «Archenhold-Sternwarte» (https://de.wi...
Einschlafgeschichte: In der Lebzelterei
Einschlafgeschichte über die Lebzelterei — und darüber, dass Lebkuchenbäcker früher oft zugleich Kerzenzieher waren, weil Honig und Wachs aus denselben Stöcken kommen. In Österreich sind die beiden Lehrberufe bis heute einer. Wir stehen in einer Werkstatt mit geschnitzten Holzformen auf dem Tisch, sehen einem Teig zu, der Monate lang kühl steht und dabei von selbst arbeitet, backen auf hauchdünnen Oblaten aus der Klosterbäckerei und kommen an Nürnberg, am Basler Läckerli und an einem Geschäft in der Innsbrucker Pfarrgasse vorbei. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich bereits...
Einschlafgeschichte: Warum Holzbrücken ein Dach haben
Einschlafgeschichte über gedeckte Holzbrücken und darüber, warum sie ein Dach haben: nicht für die Leute, die hinübergehen, sondern für das Holz darunter. Was trocken bleibt, hält Jahrhunderte. Wir stehen in einem hölzernen Gang über einem Fluss, schauen einem Joch beim Rammen zu, gehen über den Steg zwischen Rapperswil und Hurden, wo seit mehr als viertausend Jahren an derselben Engstelle gebaut wird, über die längste gedeckte Holzbrücke Europas in Bad Säckingen und über die Holzbrücke bei Essing, die sich in einer weichen Welle über den Kanal legt. Diese Folge wurde vollautomat...
Einschlafgeschichte: Ein Jahr am Rebhang
Einschlafgeschichte über die Arbeit am Rebhang: einen kurzen, krummen Stamm aus altem Holz, Reihen aus Draht und Stehern, den Schnitt im Winter und das Geschein, aus dem später eine Traube wird. Wir gehen über einen Hang am Abend, schauen den Reben in ihre Teile und den Wörtern des Handwerks nach — Einstricken, Gipfeln, Ausgeizen — und kommen an der Hochschule Geisenheim, an der Lehranstalt in Klosterneuburg und an der Forschungsanstalt Agroscope vorbei. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich bereitsteht. Quelle: Dieser Text basiert auf dem Wikipedia-Artikel «Weinbau» (https://de.wikipedia.org/wiki/Weinbau...
Einschlafgeschichte: Die stille Ordnung der Bibliotheken
Einschlafgeschichte über die Ordnung in einer Bibliothek: die Nummer, die jedem Buch seinen Platz gibt, Schubladen voller handbeschriebener Karten und Regale auf Schienen, die nachts ein wenig auseinanderfahren, damit Luft zwischen die Bücher kommt. Wir gehen durch einen langen Raum bei Nacht, hinunter ins Magazin und wieder hinauf in den Lesesaal — vorbei an der Servicestelle der Universitätsbibliothek Greifswald, am Zettelkatalog der Universitätsbibliothek Graz und an einer sehr frühen Softwarebibliothek in Dresden. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich bereitsteht. Quelle: Dieser Text basiert auf den Wikipedia-Artikeln «Bibliothek» (https://de.wikipedia...
Einschlafgeschichte: Die Zither, ein Brett voller Saiten
Einschlafgeschichte über die Zither: ein flacher Kasten, der auf dem Tisch liegt, mit fünf Saiten über einem Griffbrett und mehr als dreißig freien Saiten daneben. Wir gehen zurück bis zu einem Jungen, der sich Saiten auf eine Dachschindel zog, hören vom Scheitholt und von der Scherrzither, die im Allgäu beinahe verschwunden wäre, und begleiten einen Zithervirtuosen bis an den Fuß der Pyramiden. Am Ende liegt das Instrument wieder still auf dem Tisch. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich bereitsteht. Quelle: Dieser Text basiert auf den Wikipedia-Ar...
Einschlafgeschichte: Wie ein Schiff durch die Schleuse steigt
Einschlafgeschichte über Schleusen: eine Kammer aus Beton, ein Tor an jedem Ende und dazwischen ein Frachtschiff, das langsam nach oben kommt, weil das Wasser steigt. Wir schauen einer Schleusung von Anfang bis Ende zu, hören von Sparbecken, Stemmtoren und einem Antrieb, der seine Kraft aus dem Gefälle selbst zieht, und gehen zurück bis zu den hängenden Toren, mit denen im zehnten Jahrhundert alles anfing. Ein paar Minuten, in denen niemand etwas tun kann außer warten. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich bereitsteht. Quelle: Dieser Text basiert auf dem W...
Einschlafgeschichte: Vom langen Rühren der Schokolade
Einschlafgeschichte über Schokolade: eine körnige braune Masse, die stundenlang in einem flachen Bottich gerührt wird, bis sie glatt ist. Wir schauen dem Conchieren zu, das ein Berner Fabrikant an einem Dezemberabend erfand, gehen den Weg vom Walzwerk übers Temperieren bis zur fertigen Tafel und erfahren, warum Schokolade genau bei Körperwärme schmilzt. Ein Vorgang, den man nicht beschleunigen kann. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich bereitsteht. Quelle: Dieser Text basiert auf den Wikipedia-Artikeln «Schokolade» (https://de.wikipedia.org/wiki/Schokolade), «Schweizer Schokolade» (https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Schokolade...
Einschlafgeschichte: Hohe Bäume und viel Platz dazwischen
Einschlafgeschichte über Streuobstwiesen: hochstämmige Obstbäume, weit auseinander im hohen Gras, unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Sorten. Fridolin erzählt, warum auf einem Hektar nur sechzig bis einhundertzwanzig Bäume stehen statt dreitausend wie in einer Plantage, wie die Bäume an Hängen den Boden halten und die Luft zwischen Schatten und Sonne austauschen, und er liest die Namen alter Apfelsorten vor — Bohnapfel, Rote Sternrenette, Horneburger Pfannkuchenapfel. Dazu der Pomologen-Verein, der aufgeschrieben hat, wie man einen grosskronigen Obstbaum schneidet, und die Gemeinde Wolfurt in Vorarlberg, wo jemand einmal achtzehntausend Bäume gezählt hat. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert...
Einschlafgeschichte: Ein Weg hinauf und ein Tor am Ende
Einschlafgeschichte über Burgen — nicht über das, was dort gekämpft wurde, sondern über das, was gebaut wurde. Fridolin geht am Abend einen schmalen Weg bergauf und erzählt von Ringmauer, Mantelmauer und Schildmauer, vom Bergfried, in dem nie jemand wohnte, und vom Palas mit seinem grossen Saal, den man nur im Sommer benutzte, weil er sich nicht heizen liess. Dazu der Munot über Schaffhausen, die Burg Hochosterwitz in Kärnten mit ihren vierzehn Torbauten hintereinander und die Festung Ehrenbreitstein über Koblenz, die aus den Steinen ihrer Vorgängerin entstand. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dic...
Einschlafgeschichte: Zwei Schienen, näher beieinander
Einschlafgeschichte über Schmalspurbahnen: Gleise, die enger liegen als die üblichen eintausendvierhundertfünfunddreißig Millimeter, und kleine Wagen, die sich in jede Kurve legen. Fridolin erzählt, dass am Anfang nicht die Berge standen, sondern schlicht das Geld, wie ein ganzer Normalspurwagen huckepack auf einem Rollwagen mitfährt und warum die kleinste Wagenbreite sich einmal an der Größe einer Kuh bemessen hat. Dazu die Harzer Schmalspurbahnen, die Waldenburgerbahn im Baselbiet, die nach hundert Jahren ihre Spur ein Stück weiter aufgemacht hat, und die Zillertalbahn in Tirol. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich berei...
Einschlafgeschichte: Häuser, die umgezogen sind
Einschlafgeschichte über Freilichtmuseen: Häuser, die abgetragen, Balken für Balken nummeriert und an einem neuen Ort wieder aufgerichtet wurden. Fridolin erzählt vom Kulturlandschaftsprinzip, nach dem ein Haus auch die passende Umgebung bekommt, von den Zierfarmen des achtzehnten Jahrhunderts, von Skansen in Stockholm als Ausgangspunkt für alle europäischen Freilichtmuseen und von den einhundertzehn Gebäuden auf dem Ballenberg, dem Seitental von Stübing bei Graz und dem Museumsdorf Cloppenburg. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich bereitsteht. Quelle: Dieser Text basiert auf den Wikipedia-Artikeln «Freilichtmuseum» (https://de.wikipedia.org/wiki/Freilich...
Einschlafgeschichte: Ein Abend im botanischen Garten
Einschlafgeschichte über botanische Gärten: Kieswege zwischen rechteckigen Beeten, an jeder Pflanze ein kleines Schild mit zwei Namen, und Gewächshäuser, in denen es die ganze Nacht warm bleibt. Fridolin erzählt, wie aus klösterlichen Kräutergärten Heilpflanzengärten wurden, warum in Basel die Wege selbst die Grenzen zwischen den Pflanzenfamilien markieren, wie der Wiener Garten am Rennweg zu seinen elftausendfünfhundert Arten kam und wie ein längst ausgestorben geglaubter Baum von der Osterinsel in einem deutschen Beet überlebt hat. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich bereitsteht. Quelle: Dieser...
Einschlafgeschichte: Das leise Leben der Schmetterlinge
Einschlafgeschichte über Schmetterlinge: Flügel aus lauter einfarbigen Schuppen, die dachziegelartig übereinanderliegen, ein Saugrüssel aus zwei Halbröhrchen und ein Leben in vier Gestalten. Fridolin erzählt vom Ei, das nachdunkelt, weil die Raupe darin schon durchscheint, von den Fühlern, mit denen Falter über weite Strecken riechen, und von der Glaskuppel des Papioramas in Kerzers, dem Schmetterlinghaus im Wiener Burggarten und den vier Millionen Faltern in den Laden des Museums für Naturkunde in Berlin. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich bereitsteht. Quelle: Dieser Text basiert auf den Wikipedia-Artikeln «Schmetterling...
Einschlafgeschichte: Die Briefmarke und ihr gezackter Rand
Einschlafgeschichte über die Briefmarke: ein Tisch am Abend, ein Umschlag, ein Rechteck aus Papier mit gezacktem Rand. Im Kern ist eine Briefmarke nur eine Quittung – alles andere kam später dazu. Wir hören, warum der Rand gezackt ist und wie eine Lochmaschine das Zerschneiden ablöste, vom Schwarzen Einser aus Bayern, von der Basler Taube und von Marken aus Holz, Stoff und Kunstleder. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich bereitsteht.
Quelle: Dieser Text basiert auf dem Wikipedia-Artikel «Briefmarke» (https://de.wikipedia.org/wiki/Briefmarke), Lizenz CC BY-SA 4.0 (https://creativecom...
Einschlafgeschichte: Die Orgel und ihr Wind
Einschlafgeschichte über die Orgel: eine leere Kirche am Abend, ein Gehäuse aus Holz auf der Empore – und ein Instrument, bei dem kein Ton angeschlagen, sondern angeblasen wird. Jede Pfeife kann genau einen einzigen Ton, darum werden Orgeln so gross. Wir hören von den Kalkanten, die zu zwölft die Bälge traten, von Registern, die man zieht und abstösst, und von der Orgel im Dom zu Passau mit ihren siebzehntausendneunhundertvierundsiebzig Pfeifen. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich bereitsteht. Quelle: Dieser Text basiert auf dem Wikipedia-Artikel «Orgel» (https://de.wikipedia.org...
Einschlafgeschichte: Der Ameisenstaat ohne Anführerin
Einschlafgeschichte über die Ameisen: ein Hügel aus Nadeln am Waldboden, in dem es leise raschelt, und ein Volk, das ganz ohne Anführerin auskommt. Denn eine Königin herrscht nicht – gesteuert wird alles über Reize, die eine Schwelle überschreiten. Wir hören von Duftspuren, die sich selbst verstärken, von Nestern aus Karton und aus Seide, von einer Ameisenstrasse über zweihundert Meter und von einem Volk, das in einer Eichel wohnt. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich bereitsteht. Quelle: Dieser Text basiert auf dem Wikipedia-Artikel «Ameisen» (https://de.wikipedia.org/wiki/Ameisen), L...
Einschlafgeschichte: Ein Millimeter im Jahr — das Moor
Einschlafgeschichte über das Moor: ein Boden, der unter jedem Schritt nachgibt, und Moose, die Wasser halten wie ein Schwamm. Ein Hochmoor wächst einen einzigen Millimeter im Jahr – wer auf fünf Metern Torf steht, steht auf fünftausend Jahren. Wir gehen den Wegen des Wassers nach, von den Quellmooren bis zu den Kondenswassermooren der österreichischen Alpen, und hören von Rothenthurm, von Torfkähnen bei Worpswede und von Bohlenwegen, die seit Jahrtausenden im Nassen liegen. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich bereitsteht. Quelle: Dieser Text basiert auf dem Wikipedia-Artikel «Moor» (https://de.wik...
Einschlafgeschichte: Wie aus Sand Glas wird
Einschlafgeschichte über das Glas: heller Sand, etwas Salz und ein paar Steine, die bei vierzehnhundert Grad zu etwas werden, durch das man hindurchsehen kann. Wir stehen nachts in einer Glashütte, hören vom Gemengeteppich und von der Läuterung, von Fensterglas, das auf flüssigem Zinn ganz von selbst eben wird, und von einer grossen Linse, die ein ganzes Jahr braucht, um abzukühlen. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich bereitsteht. Quelle: Dieser Text basiert auf den Wikipedia-Artikeln «Glas» (https://de.wikipedia.org/wiki/Glas) und «Floatglas» (https://de.wikipedia.org/wiki/Floa...
Einschlafgeschichte: Wie Papier entsteht
Einschlafgeschichte über das Papier: Millionen feiner Pflanzenfasern, die im Wasser schwimmen, bis ein Sieb sie zu einem Blatt sammelt. Wir besuchen die alten Papiermühlen am Bach, hören von der Erfindung am chinesischen Kaiserhof, von Wasserzeichen, die man nur gegen das Licht sieht, und von Fasern, die fünf- bis sechsmal zu neuem Papier werden dürfen. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich bereitsteht. Quelle: Dieser Text basiert auf dem Wikipedia-Artikel «Papier» (https://de.wikipedia.org/wiki/Papier), Lizenz CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de). Der bearbeitete Text steht...
Einschlafgeschichte: Karst – wenn das Wasser nach innen geht
Einschlafgeschichte über den Karst: eine Hochfläche aus hellem Kalkstein, Rinnen im Fels, runde Mulden in der Wiese – und obwohl es viel regnet, ist kein Bach zu hören. Wir stehen abends auf einer solchen Platte und schauen uns an, wie Regenwasser mit einem Gas aus der Luft eine schwache Säure bildet, die Stein löst und forträgt. Dazu die Landschaft zwischen Ljubljana und Triest, die dem Phänomen den Namen gab, die Wörter Dolina, Polje, Ponor und Hum, die aus der Nachbarschaft in die Fachsprache wanderten, der Grottenolm in den unterirdischen Flüssen Sloweniens, Tropfsteine, die wachsen...
Einschlafgeschichte: Gewölbe – Steine, die sich gegenseitig halten
Einschlafgeschichte über Gewölbe: eine gemauerte Decke, die sich über deinem Kopf wölbt, und Steine, die sich gegenseitig halten, weil jeder von ihnen drückt. Wir stehen abends in einem kühlen Keller und schauen uns an, warum in einem Gewölbe keine Zugkräfte auftreten, was der Gewölbeschub ist und wieso ein flaches Gewölbe stärker zur Seite schiebt als ein hohes. Dazu die Kettenlinie, die man mit einer hängenden Kette findet, die alten Namen für jedes Stück einer Decke – Wangen, Kappen, Gratbögen, Tiercerons –, die Kraggewölbe der Steinzeit, und schließlich der Moment, in d...
Einschlafgeschichte: Die Gotthardbahn und ihre Läutewerke
Einschlafgeschichte über die Gotthardbahn: eine Strecke, die sich in Schleifen und Kehrtunneln einen Berg hinaufwindet, und kleine Häuschen am Gleis, in denen jemand wohnte, der jeden Tag die Schienen abging. Wir stehen abends an einem Hang im Tessin, neben einem Casello mit einem Läutewerk an der Wand – dreimal drei Schläge kündigten einen Zug nach Süden an, zweimal zwei einen nach Norden. Wir fahren die zweihundertsechs Kilometer von Immensee bis Chiasso ab, sehen die Kirche von Wassen dreimal aus drei Höhen, hören warum der Tunnel im Berg ein flaches Dach hat, und erfahren, wie ein Ge...
Einschlafgeschichte: Der Kompass und die ruhige Nadel
Einschlafgeschichte über den Kompass: eine flache Dose mit einer Nadel darin, die sich dreht, hin und her pendelt und dann einfach stehen bleibt. Wir sitzen abends an einem Tisch und schauen uns an, warum die Nadel nicht genau nach Norden zeigt, was Missweisung und Inklination bedeuten und wieso im Norden der Erde eigentlich ein magnetischer Südpol liegt. Dazu der Südweiser der chinesischen Seeleute, ein Denkmal in Amalfi für einen Erfinder, den es vielleicht nie gab, Rubin und Saphir als Lager für eine Nadel, ein Schiff, das sich einmal ganz herumdreht, damit ein Instrument sich beruhigt – und zum...
Einschlafgeschichte: Die ruhige Ordnung der Eisenbahn
Einschlafgeschichte über die Eisenbahn: zwei Streifen aus Stahl, die überall auf der Welt gleich weit auseinanderliegen, und ein Wort, das ursprünglich nicht den Zug meinte, sondern den Weg. Wir stehen abends an einem kleinen Bahnhof und schauen uns an, warum die Spurweite eintausendvierhundertfünfunddreißig Millimeter beträgt, wie aus Holzgleisen im Bergwerk der eiserne Weg wurde und wieso die Bahn unsere Uhren geordnet hat. Dazu Schotter, Schwellen und Kleineisen, Bahnhöfe vom Kopfbahnhof bis zum Reiterbahnhof, der Blockabschnitt, in dem immer nur ein Zug sein darf, und der Bildfahrplan, auf dem ein ganzer Betriebstag zu einem Muster aus sch...
Einschlafgeschichte: Das milchige Band der Milchstraße
Heute Abend liegen wir auf einer Wiese, weit weg von allen Lichtern, und schauen auf das blasse Band, das sich quer über den ganzen Himmel legt. Wir schauen uns an, warum es milchig aussieht und nicht aus einzelnen Sternen besteht, wie es zu seinem Namen kam – über eine griechische Sage von verschütteter Milch, das Rückgrat der Nacht der San und die Säule der Herrlichkeit der Manichäer –, und wie aus dem Band im Laufe der Jahrhunderte eine Scheibe wurde, dann eine Spirale und schließlich eine Balkenspirale mit Halo. Dazu wandernde Spiralarme, in denen die Sterne nur zu Gast...
Einschlafgeschichte: Das langsame Leben der Moose
Heute Abend geht es um ein grünes Polster auf einem alten Stein im Wald. Wir schauen uns an, warum Moose klein bleiben, wie sie mit dem ganzen Körper trinken und weshalb sie einfach warten, wenn kein Regen kommt – manche von ihnen jahrelang, eines in der Antarktis sogar eintausendfünfhundert Jahre. Dazu Sporen, die weiter fliegen als die Art selbst, Moose unter durchsichtigen Quarzsteinen in der Wüste und eine Gattung, die Linné nach dem Schlaf benannt hat. Diese Folge wurde vollautomatisch produziert – damit jeden Abend eine neue Folge für dich bereitsteht. Quelle: Dieser Text basiert auf dem Wikipe...