Hasse mit Liebe
Prada, Priestly und ich (oder: Warum wir The Devil Wears Prada lieben)
Miranda Priestly ist zurück. Und gefühlt die ganze Welt freut sich darüber.
«The Devil Wears Prada 2» läuft in den Kinos — und Kerstin nimmt das zum Anlass, um über einen Film zu sprechen, der eine ganze Generation geprägt hat. Sie erzählt von 2006, einer Zeit ohne Instagram, ohne Influencer, ohne Algorithmus. Und von ihren eigenen Jahren bei einem Lifestyle-Magazin, bei dem die Chanel-Boots für umsonst leider ausblieben — aber der eine oder andere Andy-Sachs-Moment definitiv nicht.
Dazu fragt sie: Warum hat dieser Film eine solche Anhängerschaft? Was stimmt laut ehemaligen Assistentinnen...
Weekend: Love Is Blind oder was wirklich blind macht (mit Andrea Jansen)
Eigentlich war das Thema schon abgehakt. Aber als Kerstin Hasse mit Andrea Jansen vor ein paar Wochen über «Love is Blind» redete, merkten sie: Da ist noch so viel mehr. Also haben sie nochmal die Mikros eingeschaltet – kein Plan, kein Skript, einfach eine ausgedehnte Plauderrunde.
Sie reden über Reality TV, über Stereotypen, über Andreas Zeit als «Joya rennt» – und darüber, was diese Formate eigentlich über uns als Gesellschaft erzählen.
Das hier ist ein Experiment. Ein erstes HML Weekend-Spezial. Mal schauen, was draus wird.
Lasst uns wissen, was ihr denkt!
Catch-up-Culture (oder: Wenn wir Freundschaften wie Termine behandeln)
Kennt ihr das: Ihr habt Freundinnen und Freunde, mit denen ihr gerne Zeit verbringt – aber irgendwie hat sich im Alltag eingebürgert, dass diese Zeit einem Meeting gleicht. Die Traktanden werden über einen Milchkaffee abgearbeitet: Beziehung, Arbeit, Kinder, Ferien. Was gibts Neues? Man rattert durch, zahlt, umarmt sich – und hat das Gefühl, auf dem neuesten Stand zu sein. Aber hat man wirklich Zeit miteinander verbracht? In dieser Episode spricht Kerstin Hasse über das Phänomen der Catch-up Culture – und die Frage, wie wir aus dieser Update-Spirale wieder herausfinden. Dazu: ein kritischer Blick auf das Zürcher Sechseläuten und die Frage...
Ich wünschte, ich wüsste weniger (oder: Ruiniert uns zu viel Wissen die Kinderfrage?)
Kerstin weiss zu viel – das soll kein Klagelied sein, sondern eine echte Diagnose ihrer Generation. In dieser Folge spricht Kerstin Hasse mit der Unternehmerin und Podcasterin Andrea Jansen über die Frage: Ruiniert uns das Wissen über Mutterschaft die Naivität, die man vielleicht braucht, um Ja zu Kindern zu sagen?
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 2024 hat die Schweiz mit 1,29 Kindern pro Frau die tiefste Geburtenrate seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht. Und der Wunsch nach Kindern schwindet – besonders bei den 20- bis 29-Jährigen. Hängt das vielleicht auch damit zusammen, dass wir heute so gut informiert sind wie...
Frau, Leben, Freiheit (oder: Gibt es Hoffnung für den Iran?)
Kerstin ist hässig – und das hat unter anderem hormonelle Gründe. Aber sie ist vor allem verärgert über Männer im Reality-TV, die noch nie vom weiblichen Zyklus gehört haben, über die Typen hinter OpenAI, die ihre KI dem Pentagon überlassen und sich anscheinend nicht um ihre Verantwortung scheren, und über Influencer:innen aus Dubai, die Mitgefühl erwarten, während sie sich taktlos – und manchmal einfach dumm – verhalten.
Besonders nervig ist dieses Verhalten, weil die Situation im Iran so belastend und komplex ist. Kerstin fragt sich: Gibt es für die Menschen im Iran überhaupt Hof...
Wer trägt die Scham? (oder: Wie misogyn Popkultur sein kann)
Von Reality-TV, das Frauen zu Objekten macht, bis zu Gisèle Pelicot, die sich weigert, die Scham zu tragen, die nicht ihre ist – in dieser Folge nimmt sich Kerstin den grössten popkulturellen Debatten der letzten Tage an. Und stellt dabei eine unbequeme Frage: Warum reproduzieren Frauen, die es an die Spitze geschafft haben, oft genau die Standards, die sie selbst brechen wollten?
Kerstin beginnt mit «Wuthering Heights» und erklärt, warum es problematisch ist, wenn das Publikum nicht Heathcliff aus Emily Brontës Klassiker sehen will, sondern nur Jacob «El Horny» Elordi.
Ausserdem: Die neue Netfl...
Bad Bunny und Dating mit einer Behinderung (oder: Wie wir 2026 lieben können)
In dieser Valentinstagsfolge spricht Kerstin über Bad Bunny's kraftvolle Superbowl Halftime Show, die zum Statement gegen Trumps Politik wurde. "The only thing more powerful than hate is love" war die Botschaft des puerto-ricanischen Stars, der bewusst auf US-Konzerte verzichtet, um sein Publikum vor ICE-Razzien zu schützen. Trump bezeichnete die Performance als "absolutely terrible" und nannte die Tanzeinlagen "disgusting, especially for young children". Kerstin kontert mit einem Faktencheck: Über 41 Millionen Menschen sprechen in den USA Spanisch, fast 20% der Bevölkerung sind hispanisch.
Ausserdem berichtet Kerstin über die dramatischen Entlassungen bei der Washington Post, wo Jeff Bezos ein Dritt...
Eskapismus in Zeiten des Faschismus (oder: Warum ich trotzdem Bridgerton schaue)
Diese Woche wusste Kerstin nicht, ob sie über schöne Menschen in schönen Kleidern oder über Faschismus sprechen soll. Also spricht sie über beides.
Diese Woche startet die neue Staffel von Bridgerton und Kerstin freut sich auf den üppigen Pomp in der Serie von Shonda Rhimes. Gleichzeitig erreichen sie Bilder aus Minneapolis – ICE-Razzien, Menschen, die erschossen werden, Kinder, die als Lockmittel benutzt werden. Ihr Bekannter aus Minneapolis schreibt ihr: «Bitte teile weiterhin Bilder und Artikel. Wir alle müssen darüber reden.»
Kerstin spricht über das, was gerade in den USA passiert und warum der Journalis...
Austern-Roulette und News-Overload (oder: Die Kunst, nichts zu wissen und trotzdem mitzureden)
Wir leben im Zeitalter der Information – und trotzdem kann man das Gefühl haben, dass wir noch nie so wenig verstanden haben. Die ersten Tage von 2026 haben das besonders deutlich gemacht. Crans Montana brennt, und plötzlich wissen alle, wie man sich im Brandfall verhält. Die Videos von Renee Good aus Minnesota gehen um die Welt, und sofort haben alle die Wahrheit gepachtet.
In dieser Folge spricht Kerstin Hasse darüber, wann wir eigentlich verlernt haben zu sagen: «Ich weiss es nicht.» Und sie redet über die Empörungsökonomie, die Geschwindigkeit über Genauigkeit stellt. Über epistemische...
Unapologetic ins 2026 (oder: Was ich mir für das nächste Jahr wünsche)
Die letzte Folge des Jahres. Kerstin Hasse hasst Silvester, aber ausweichen kann man dem Wechsel der Jahre nicht. Deshalb denkt sie darüber nach. Über ein Jahr, das manchmal wild war, manchmal wunderschön und manchmal unerträglich. Ein Jahr wie ein funky, überraschend guter Orange-Wein.
2025 war das Jahr, in dem Katy Perry ins All flog und Menschen für Labubus Schlange standen. Das Jahr, in dem Elon Musk den Hitlergruss machte und Hollywood brannte. Das Jahr von performative Male, Louvre-Diamanten, von gefühlt 500 Millionen Wicked-Interviews und Sydney Sweeneys Blue Jeans.
In dieser...
Erwachsen sein ist anstrengend (oder: Warum das Leben kein Weihnachtsfilm ist)
Weihnachtsfilme geben uns die Illusion, dass am Ende alles gut wird. Aber Erwachsensein? Ist leider kein romantischer Weihnachtsfilm. Kerstin spricht darüber, warum sich erwachsen sein so verdammt anstrengend anfühlt und warum sie manchmal immer noch das Gefühl hat, Erwachsene zu spielen.
Sie reflektiert über die magische und stressige Zahl 35, gesellschaftlichen Druck rund um Fruchtbarkeit, verlorene Corona-Jahre und die Frage: Wann fühle ich mich eigentlich erwachsen?
Ausserdem gibt's eine Special Edition von Hasse dies und liebe das zu romantischen Weihnachtsfilmen – und warum wir kitschige Happy Ends manchmal einfach brauchen. Plus: Kerstins ultimative Geschen...
Go Doxx Yourself (oder: Wenn Sichtbarkeit zur Gefahr wird)
Kopenhagen ist stylish, Love is Blind Italy startet bald und Ronaldo schlendert durch das Weisse Haus. So viel zu den Internet-News der Woche. In dieser Episode spricht Kerstin Hasse aber vor allem über ein Thema, das sie nicht loslässt: Online-Belästigung und Doxxing.
Nachdem sei nämlich Thomas Gottschalk kritisiert hat, wurde sie vor ein paar Tagen mit Beleidigungen auf Social Media konfrontiert. In Kopenhagen traf Kerstin dann an einer Konferenz Dr. Rebecca Whittington, Online Safety Editor bei Reach Media. Sie hat den ersten Job dieser Art in Grossbritannien – und schützt Journalist:innen vor Online-Gewalt.
Di...
Ist es peinlich, einen Freund zu haben? (oder: Das Ende der Couple-Goals-Ära)
Ist es heutzutage peinlich, einen Boyfriend zu haben? Diese Frage stellte die britische Journalistin Chante Joseph in der Vogue – und ging damit viral. Alle diskutieren plötzlich darüber, warum Frauen ihre Partner nur noch unscharf posten, mit Emojis abdecken oder gleich ganz auf ihren Posts weglassen. Kerstin Hasse schaut sich in der neuen Folge an, warum dieser Artikel so einen Nerv getroffen hat, erzählt was ihre Community dazu sagt und warum wir tatsächlich vielleicht gerade die Post-Couple-Goals-Ära einläuten.
Ausserdem: Kerstin holt Mariah aus der Gefriertruhe, Rosalía droppt ein Album, das uns weghaut...
Schere, Kleber, Glaubenssätze (oder: Was will ich eigentlich wirklich?)
Was lösen Vision Boards in dir aus? Rollst du mit den Augen oder packst du sofort den Glitzerkleber aus? Beides ist okay. Kerstin Hasse sitzt heute mit Zeitschriften, Kleber und einer brennenden Frage da: Ist das hier jetzt Selbstreflexion oder neokapitalistischer Bullshit?
Spoiler: Es kommt darauf an.
Sie nimmt dich mit in den Bastelprozess (ja, wirklich – live!), erzählt von ihrer Schwester, die ihr eine leidenschaftliche Voice Message zum Thema geschickt hat, und von ihrer inneren Kritikerin, die ihr die Idee eigentlich sofort ausreden wollte.
In dieser Folge geht es a...
97 Prozent Sample Size (oder: Wer entscheidet eigentlich, wie Frauen aussehen sollen?)
Die Fashion Weeks in Paris und Mailand sind gerade zu Ende gegangen – und Kerstin Hasse fragt: Wer entscheidet eigentlich, wie Frauen aussehen sollen? Sie nimmt dich mit zu ihren eigenen Fashion-Week-Erfahrungen, erzählt von der Diane-Keaton-Energie, die sie heute lieber channelt, und analysiert, warum 97 Prozent der gezeigten Mode nur in Grösse 32-34 produziert wird.
Es geht in dieser Folge ausserdem um Taylor Swift und Kapitalismus, um Gisèle Pelicot und echte Stärke, und um die Frage: Warum sind 12 von 13 neuen Designer bei grossen Modehäusern weisse Männer – und welche Konsequenzen hat das für das Frauenb...
La la la la la (oder: Über alte Systeme und kleine Rebellionen)
La la la la la – na, erkennst du diese Melodie? Kerstin Hasse nimmt dich in dieser Folge mit nach Stars Hollow, denn die Serie «Gilmore Girls» wird diese Tage 25 Jahre alt. Kerstin spricht über Lorelai und Rory und über das, was die Serie ihr über starke Frauen, schnelle Dialoge und gut erzählte Geschichten beigebracht hat.
Es geht in dieser Folge ausserdem um Trump, der Müttern die Schuld für Autismus zuschiebt, um Chiara Ferragnis neuen Fashion-Brand und um ein Thema, das Kerstin in letzter Zeit immer häufiger beschäftigt: Die Müdigkeit gegenüber grossen System...
Nobody wants Hass, everybody needs Empathie (oder: von Dunja Hayali, Stephen Colbert und reproduktiven Rechten)
Dunja Hayali benennt Tatsachen und bekommt Todesdrohungen. Stephen Colbert kritisiert seinen Sender und wird abgesetzt. Und Donald Trump verklagt die New York Times auf 15 Milliarden Dollar. Warum ist das wichtig und was macht das mit der Arbeit von Journalistinnen? Darüber spricht Kerstin Hasse in der neuen Folge von Hasse mit Liebe.
Ausserdem fragt sie sich: Warum wird Empathie gerade zum Politikum? Und: Wann begreifen wir, dass Hass nicht die richtige Antwort auf Hass sein? Dazu gibts gute (popkulturelle) News: Nobody Wants This kommt zurück und Love is Blind France startet très französisch mit wegz...
Sommer, Sonne, Weichen stellen (oder: The Summer I Turned Thirty-Something)
Es ist September, und Kerstin Hasse blickt zurück: Was hat ihr dieser Sommer beigebracht? Welche Fragen haben sie begleitet – von Kinderwunsch bis Karriere, von Freundschaft bis Endlichkeit?
In dieser Folge geht es um Weichenstellungen im Leben und die Gleichzeitigkeit von Ferien und Flucht, Leichtigkeit und Schwere. Ausserdem spricht Kerstin über Medienthemen, die sie bewegt haben: von Sexismus-Skandalen in Italien über die neue Vogue-Chefin Chloe Malle bis hin zu Sabrina Carpenters neuem Album.
Und dazu ein Dating Uptate aus der Promi Welt - denn Harry Styles lustwandelt nicht alleine durch Rom!
Tipp von Kerst...
The Life of a Showgirl (oder: wie echt geben wir uns auf Instagram?)
Kerstin kann es in dieser Folge kaum erwarten, über ein ganz besonderes Thema zu sprechen: Taylor Swift bringt im Oktober ihr neues Album heraus! Passend dazu trägt sie nicht nur ein festliches oranges Top – die Farbe der neuen Swift-Era –, sondern analysiert für euch auch, wie Swift die Platte „The Life of a Showgirl“ angekündigt hat.
Dann begrüsst Kerstin ausserdem ihre Freundin Nathalie Ochalek im Studio um mit ihr über Authentizität auf Social Media zu sprechen. Die beiden reden über den Mythos vom echten Ich im Internet, über kuratierte Gefühle, Strategien der Sichtbarkeit – und...
Es bist nicht du, es ist das Genre (oder: Sind wir too much?)
In dieser Folge wirft Kerstin Hasse einen ehrlichen Blick auf romantische Komödien – von Pretty Woman bis Too Much – und analysiert, wie sich das Bild der Frau darin verändert hat: vom charmanten Love-Interest zur widersprüchlichen Heldin. Sie fragt sich: Warum finden wir es so romantisch, wenn uns jemand so liebt, wie wir sind? Wäre das nicht eigentlich the bare minimum?
Ausserdem: Klettverschlüsse gegen ein Doppelkinn, ein Goodbye an Carrie Bradshaw und Wetterapp-Fatigue.
Lesetipp: Bossypants von Tina Fey und der Artikel «Too loud’, ‘too messy’, ‘too much’ … why should women be expected to shrink and shut up...
Leben in den USA: Zwischen Freiheit, Fahnen und Fassade
Was passiert da gerade wirklich in den USA? Und wie lebt man in einem Land, das sich selbst als frei bezeichnet – und dabei immer autoritärer wirkt?
In dieser Folge empfängt Kerstin die Journalistin Jacqueline Krause-Blouin, die in Los Angeles lebt. Gemeinsam sprechen sie über das Leben in den USA, über Trump-Fahnen im Vorgarten, über Verdrängung als Überlebensstrategie – und über den neuen, glänzend verpackten Konservativismus in der Popkultur.
Ausserdem in der Rubrik Hasse dies & liebe das:
Warum eigentlich so viel Schuld? Kerstin plädiert für eine neue Definition von Guilty Pleasure...
Frauen EM: Rollt der Ball auch in Sachen Gleichberechtigung?
Frauenfussball boomt und die EM 2025 in der Schweiz rückt das Spiel endlich ins verdiente Rampenlicht. Doch was bedeutet dieser Aufschwung gesellschaftlich, politisch und kulturell? In dieser Folge spricht Kerstin Hasse mit Laura Yuri Rivas Kaufmann – Fotografin, Journalistin und leidenschaftlicher Fussballfan – über Fankultur, über Sichtbarkeit im Sport, über Vorbilder und über die Frage: Warum war Frauenfussball so lange unsichtbar?
Ausserdem: PMS sorgt bei Kerstin für Pop-Tränen und die letzte Frage der Woche hat die Gemüter ordentlich erhitzt.
Zum Video von Lewis Capaldi gehts hier: https://www.tiktok.com/@lewiscapaldi/video/7521067584746229014?is_from_webapp=1&sen...
Das erste Mal übers erste Mal
Woran denkt ihr, wenn jemand vom ersten Mal spricht? Und warum ist dieses eine Mal so überladen mit Erwartungen, Mythen und falschen Bildern?
In der allerersten Folge von Hasse mit Liebe nimmt Kerstin Hasse euch mit in eine kleine Kulturgeschichte des ersten Mals: von Stereotypen über das berüchtigte Jungfernhäutchen bis zu Serien- und Film-Momenten, die unseren Blick geprägt haben — sei das American Pie oder O.C. California.
Sie fragt: Warum wird das erste Mal in der Popkultur nicht besser besetzt?
Ausserdem im Gepäck: Warum Sydney Sweeney jetzt ihr Badewasser verkauft...