NZZ Geopolitik

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By: NZZ

Globale Krisen, neue Allianzen, eskalierende Handelskonflikte: «NZZ Geopolitik» bringt Ordnung in eine unruhige Welt. Marlen Oehler und David Vogel analysieren die weltpolitischen und wirtschaftlichen Fragen unserer Zeit. Mit ihren Gästen setzen die Hosts das geopolitische Puzzle zusammen, um das grosse Ganze zu verstehen. Immer mittwochs.

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Nach den Midterms: Trump als «lame duck» – ein Risiko für die Welt? (Live)
Nach den Midterms: Trump als «lame duck» – ein Risiko für die Welt? (Live) episode artwork
Today at 12:16 AM

Erdrutschsieg, "landslide", blaue Welle - egal, mit welchem Bild man das Ergebnis bei den Zwischenwahlen zum US-Kongress beschreiben möchte: Am Ende steht immer der in dieser Deutlichkeit doch überraschende Sieg der Demokraten über die Republikaner von Präsident Donald Trump.

Welche Konsequenzen hat es für seine letzten zwei Jahre im Amt, wenn sowohl das Repräsentantenhaus als auch der Senat fest in demokratischer Hand sind? Wird deswegen der dicke schwarze Filzstift noch mehr zum Einsatz kommen, mit dem Trump seine "executive orders", seine präsidialen Erlasse, zu unterschreiben pflegt? Oder geht er, wie überraschend angekündigt, au...


US-Midterms (3): Hält die amerikanische Demokratie dem Druck von Trump stand?
US-Midterms (3): Hält die amerikanische Demokratie dem Druck von Trump stand? episode artwork
Last Tuesday at 1:30 AM

Donald Trumps zweite Amtszeit stellt die Gewaltenteilung in den USA auf eine harte Probe. Durch das Regieren mit Dekreten, Eingriffe in die Justiz und offene Angriffe auf Andersdenkende geraten fundamentale Kontrollmechanismen ins Wanken. Droht der US-Demokratie dauerhafter Schaden oder erweisen sich die föderalen Institutionen bei den Zwischenwahlen als widerstandsfähig? Der Politikwissenschaftler Johannes Thimm von der Stiftung für Wissenschaft und Politik (SWP) zieht in dieser Sonderfolge Bilanz und analysiert, wie belastbar die amerikanische Rechtsstaatlichkeit wirklich noch ist.

Heutiger Gast: Dr. Johannes Thimm, Forschungsgruppenleiter SWP Host: Marlen Oehler Redaktion: David Vogel

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US-Midterms (2): Warum die Minderheiten Trump abstrafen werden
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10/28/2026

Bei den US-Zwischenwahlen wächst der Druck auf Donald Trump, denn vor allem bei den Minderheiten droht ein spürbarer Stimmungsumschwung: Viele Latinos wenden sich angesichts der rigorosen Migrationspolitik und der anhaltenden Inflation ab. Der Politikwissenschaftler Stephan Bierling analysiert im Gespräch mit David Vogel, warum Wählergruppen wie Hispanics, Muslime und Afroamerikaner bei den US-Midterms 2026 wahlentscheidend sein können und wie sich die Dynamik in traditionell umkämpften Bundesstaaten zuspitzt.

Heutiger Gast: Stephan Bierling, Professor für Internationale Politik Universität Regensburg Host: David Vogel Redaktion: Marlen Oehler

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Wie die Zalando-Mentalität die Demokratie bedrängt
Wie die Zalando-Mentalität die Demokratie bedrängt episode artwork
10/21/2026

Politik wirkt in unserer durch digitalisierte Prozesse beschleunigten Zeit oft wie getrieben. Wenn Erwartungen schneller geweckt werden, als sie die Demokratie erfüllen kann, entsteht Frustration. Der Soziologe Matthias Quent erläutert im Gespräch mit David Vogel, wie diese ständige Eile populistische Kräften in die Hände spielt und etablierte Parteien schwächt, warum radikale Versprechen scheitern und was der Einzelne tun kann, um im Alltag wieder das Gefühl von Selbstwirksamkeit zu erlangen.

Gast: Matthias Quent, Professor Soziologie Ernst-Abbe-Hochschule Jena Host: David Vogel Redaktion: Marlen Oehler

Matthias Quents Buch «Keine Macht der Ohnma...


US-Midterms (1): Wie Trumps disruptive Aussenpolitik die Wahlen beeinflusst
US-Midterms (1): Wie Trumps disruptive Aussenpolitik die Wahlen beeinflusst episode artwork
10/14/2026

In der ersten Episode unserer Serie zu den US-Midterms 2026 nehmen wir die Aussenpolitik in den Blick. Welchen Effekt hat Donald Trumps laute Aussenpolitik auf die anstehenden Zwischenwahlen am 3. November? Der chaotische und disruptive Kurs des US-Präsidenten sorgt nicht nur international für grosse Unruhe, sondern hinterlässt auch tiefe Spuren im Alltag der amerikanischen Bevölkerung. Vom umstrittenen Krieg im Iran bis hin zur aggressiven Handelspolitik: Belastungen wie steigende Preise und wirtschaftliche Unsicherheiten erreichen längst das Portemonnaie der Wählerinnen und Wähler. Welche Rolle spielt die wachsende Kritik aus den eigenen Reihen der Republikaner? Wie positionieren sich di...


7. Oktober: «Israel hat einige Schlachten gewonnen, nicht aber den Krieg»
7. Oktober: «Israel hat einige Schlachten gewonnen, nicht aber den Krieg» episode artwork
10/07/2026

Drei Jahre nach dem Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 zieht der Nahost-Experte, Journalist und Autor Richard C. Schneider eine ernüchternde Bilanz für Israel. Zwar erzielte die israelische Armee auf dem Schlachtfeld in Gaza, im Libanon und im Juni 2025 gegen den Iran erhebliche militärische Erfolge. Doch das von Premierminister Benjamin Netanyahu ausgerufene Ziel eines „totalen Siegs“ bleibt unerreicht. Ein Ziel, das im Angesicht einer Terrororganisation sowieso nicht erreichbar sei, so Schneider. Eine Terrororganisation lässt sich rein militärisch nicht besiegen, sie will nur überleben.
Statt Sicherheit sieht sich Israel mit einer tiefen internationalen Isolation, wachsendem politische...


Brasiliens Blockfreiheit steht auf dem Spiel: Unter Druck der USA, abhängig von China
Brasiliens Blockfreiheit steht auf dem Spiel: Unter Druck der USA, abhängig von China episode artwork
09/30/2026

Am 4. Oktober steht in Brasilien eine richtungsweisende Wahl an: Der 80-jährige Präsident Lula da Silva tritt gegen Flavio Bolsonaro an, den Sohn seines früheren Rivalen Jair Bolsonaro. Trotz historisch niedriger Arbeitslosigkeit und stabilem Wirtschaftswachstum präsentiert sich das Land tief gespalten und politisch müde. Diese Wahl ist aber auch geopolitisch richtungsweisend. Der deutsch-brasilianische Politologe Oliver Stuenkel analysiert im Gespräch mit David Vogel, warum Interventionen aus Washington in Brasilien eine nationalistische Abwehrreaktion auslösen, wie das Land seine engen Wirtschaftsbeziehungen zu China verteidigt und was der lateinamerikanische Rechtsrutsch für die gesamte Region bedeutet.

Gast...


Singapur als Vorbild? Wie ein Stadtstaat zur Lieblingsautokratie wurde
Singapur als Vorbild? Wie ein Stadtstaat zur Lieblingsautokratie wurde episode artwork
09/23/2026

In nur sechs Jahrzehnten entwickelte sich Singapur von einer von Krankheiten geplagten Region zu einer der reichsten Nationen weltweit. Die Bewohner gehören Umfragen zufolge zu den glücklichsten Asiens. Dieser beeindruckende wirtschaftliche Aufstieg beruht jedoch auf einem politischen System, das Experten als elektorale Autokratie bezeichnen. Die langjährige Regierungspartei sichert sich ihre Stellung durch ungleiche Bedingungen im politischen Wettbewerb. In dieser Folge von «NZZ Geopolitik» spricht der Politologe Marco Bünte darüber, warum das Modell aus finanziellem Erfolg und autoritärer Kontrolle als Vorbild für Machthaber auf der ganzen Welt dient. Es zeigt auf, wie Wohlstand für die B...


Russlands hybride Kriegsführung: Ist Deutschland bereit für den Ernstfall?
Russlands hybride Kriegsführung: Ist Deutschland bereit für den Ernstfall? episode artwork
09/16/2026

Sabotageakte an Flughäfen, geklonte Medienwebsites und verdächtige Drohnenflüge über Militärkasernen: Die hybride Kriegsführung Russlands gegen Deutschland verschärft sich. Warum steht ausgerechnet Deutschland so stark im Fokus der Angriffe aus Moskau? Und wie gut ist der Staat darauf vorbereitet, Angriffe abzuwehren, die sich meist knapp unterhalb der Schwelle einer offenen militärischen Konfrontation bewegen? In der neuen Folge von "NZZ Geopolitik" ordnet der sicherheitspolitische Analyst Ferdinand Gehringer die Lage ein. Er erklärt, wie Russland sogenannte Wegwerfagenten rekrutiert, um Verunsicherung in der Bevölkerung und Politik zu schüren, und warum Gesetzesanpassungen sowie eine stärkere ge...


9/11: Die eigentliche Tragödie begann danach – mit dem «War on Terror»
9/11: Die eigentliche Tragödie begann danach – mit dem «War on Terror» episode artwork
09/09/2026

Vor genau 25 Jahren erschütterten die Anschläge vom 11. September die USA und lösten den globalen «War on Terror» aus. Doch anstatt Stabilität zu bringen, entpuppte sich die militärische Reaktion der Amerikaner als strategischer Fehler. Ihr Vorgehen gegen al-Kaida in Afghanistan wurde allseits unterstützt. Doch mit dem anschliessenden Einmarsch in den Irak wendete sich das Blatt. Die amerikanische Führung glaubte nach dem ersten Erfolg in Afghanistan, auch andere Länder und Systeme nach ihren Vorstellungen formen zu können - und scheiterte. Für den Terrorismusexperten Peter Neumann war dies «wahrscheinlich der ultimative Moment der amerikani...


Chinas stiller Krieg um Taiwan hat längst begonnen
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09/02/2026

Der Angriff auf Taiwan hat längst begonnen. Dieser Überzeugung ist der Sinologe, ehemalige Spiegel-Journalist und Geheimdienstexperte Jürgen Kremp. Im Gespräch mit David Vogel berichtet Kremp von eigenen Erfahrungen mit Beschattungen durch chinesische Agenten und erläutert, wie Peking versucht, Taiwan ohne militärische Waffengewalt zu unterwandern. Jeden Tag sieht sich Taiwan mit rund 2,6 Millionen Cyberangriffen konfrontiert. Parallel dazu schüren gezielte Falschmeldungen in den sozialen Medien Misstrauen in der Bevölkerung. Zudem sorgt der Einfluss auf Parteien und Medienkonzerne für eine zunehmende gesellschaftliche Spaltung. Jürgen Kremp ordnet die Lage ein und erklärt, warum das Schicks...


Iran und Ukraine: Verschmelzen die beiden Konflikte zu einem Gigakrieg?
Iran und Ukraine: Verschmelzen die beiden Konflikte zu einem Gigakrieg? episode artwork
08/26/2026

Die Kriege in der Ukraine und im Iran sind längst nicht mehr voneinander zu trennen. Ein ukrainischer Drohnenangriff auf ein iranisches Frachtschiff im Kaspischen Meer zeigt, wie weit sich der Konflikt ausdehnt. Militär- und Sicherheitsexperte Sascha Bruchmann erklärt, warum die Ukraine inzwischen iranische Lieferketten ins Visier nimmt, welche Rolle russische Drohnen, Satelliten und chinesische Technologie spielen und weshalb Russland und Iran immer enger zusammenarbeiten. Droht uns nun ein globaler Grosskonflikt, der nicht mehr aufzuhalten ist? «Je länger und mehr Akteure, Technologien und Ressourcen betroffen sind, desto globaler wird dieser Krieg», sagt Bruchmann im Podcast. Noch handle...


Europas trockene Zukunft: Drohen jetzt Wasserkriege?
Europas trockene Zukunft: Drohen jetzt Wasserkriege? episode artwork
08/19/2026

Europa leidet unter einer beispiellosen Trockenheit und historischen Niedrigwasserständen. Selbst Regionen wie das „Wasserschloss Schweiz“ stossen an Grenzen, während sich die geopolitischen Folgen der Wasserknappheit immer deutlicher zeigen. Werden künftige Konflikte nicht mehr um Öl, sondern um Wasser geführt? David Vogel spricht mit der Wasserexpertin Susanne Schmeier darüber, wie grenzüberschreitendes Wassermanagement funktioniert, warum Staudämme oft als Konfliktauslöser dienen und weshalb der Sommer 2026 ein drastischer Aufwacheffekt für Europa ist.

Heutiger Gast: Prof. Dr. Susanne Schmeier Host: David Vogel

Die Folge über das Walliser Dorf findest du hier

Fragen? F...


Geoökonomie: Warum die neoliberale Globalisierung ihr Ende erreicht hat (Wh.)
Geoökonomie: Warum die neoliberale Globalisierung ihr Ende erreicht hat (Wh.) episode artwork
08/12/2026

Seit einigen Jahren wird über das Ende der Globalisierung gesprochen. Spätestens mit der Einführung von «reziproken Zöllen» durch US-Präsident Donald Trump sehen sich Ökonomen darin bestätigt und sprechen vom «Sargnagel der Globalisierung». Der Politökonom Milan Babic stimmt nicht in den Chor ein: «Die Globalisierung ist nicht zu Ende. Wir steuern stattdessen auf ein neues, ein geoökonomisches Zeitalter zu.» Was Geoökonomie genau bedeutet, erklärt Babic in der neuen Folge von «NZZ Geopolitik».

Heutiger Gast: Milan Babic, Politökonom Universität Amsterdam Host: David Vogel

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Gotteskrieger im Weissen Haus: wie christliche Rhetorik den Iran-Krieg befeuert (Wh.)
08/05/2026

Religiöse Narrative spielen im aktuellen Iran-Konflikt eine zentrale Rolle – besonders in der politischen Kommunikation der USA. In dieser Folge wird analysiert, wie biblische Bilder, Endzeitvorstellungen und Begriffe wie „heiliger Krieg“ oder „auserwählte Nation“ gezielt eingesetzt werden, um militärisches Handeln zu legitimieren. Doch wenn Geopolitik auf radikale Theologie trifft, kann diese Rhetorik zum Brandbeschleuniger werden, warnt der Historiker und Theologe im Podcast.

Gast: Michael Hochgeschwender, Professor für nordamerikanische Kulturgeschichte an der LMU München und katholischer Theologe Host: Marlen Oehler Redaktion: David Vogel

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Warum das Platzen der KI-Blase auch geopolitisch verheerend wäre (Wh.)
07/29/2026

Kolonialismus, Antisemitismus und Populismus: Der Blick in die Geschichte zeigt, wie verheerend das Platzen der KI-Blase wäre.

Heutiger Gast: Markus Städeli, Wirtschaftsredaktor NZZ Host: David Vogel

Die Analyse von NZZ Chefökonom Peter A. Fischer liest du hier

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Macht vor Recht: Ist es vorbei mit der globalen Kooperation? (Wh.)
07/22/2026

Internationale Organisationen wie die UNO, die NATO oder die WTO wurden nach 1945 geschaffen, um Frieden, Stabilität und die globale Zusammenarbeit zu sichern. Doch heute stehen sie massiv unter Druck. Immer mehr Staaten verhalten sich unkooperativ, blockieren Entscheidungen, brechen Regeln oder ziehen sich ganz aus internationalen Abkommen zurück. Allen voran die USA.

In dieser Episode von «NZZ Geopolitik» erklärt die Politikwissenschaftlerin Stefanie Walter, warum Staaten kooperieren, was dabei Kooperationsgewinne sind; sie zeigt aber auch auf, weshalb gerade mächtige Länder auf nationale Alleingänge setzen und warum wir uns in einer Ära zunehmender Nicht-Kooperation befinden...


Vom Friedens- zum Machtprojekt: warum die EU jetzt sogar den Rechtspopulisten gefällt
07/15/2026

Ein Gruppenbild voller ernster Mienen beim jüngsten NATO-Gipfel zeigt es deutlich: Von der oft beschworenen Harmonie der europäischen Familie ist wenig zu spüren. Doch ist das europäische Projekt gescheitert? Der Wirtschaftshistoriker, Politikberater und Publizist Joseph de Weck ist im Gespräch mit David Vogel vom Gegenteil überzeugt. Europa befindet sich in einer historischen Übergangsphase. Während Russland massiven Druck ausübt, ziehen sich die USA als traditioneller Schutzpatron zunehmend zurück. In diesem neuen Machtvakuum wandelt sich die EU unaufhaltsam von einem reinen Friedens- und Rechtsprojekt zu einem pragmatischen, rücksichtsloseren Machtprojekt. De Weck erklärt, warum de...


Die Schweiz als Mediatorin: Ein Auslaufmodell in der neuen Weltordnung?
07/08/2026

Die Guten Dienste und die Neutralität gelten als zentrale Pfeiler der Schweizer Aussenpolitik und der Identität des Landes. Doch in einer sich fundamental verändernden Weltordnung gerät dieses Erfolgsmodell zunehmend unter Druck. Am Beispiel der Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran zeigt sich, dass die Schweiz ihr Alleinstellungsmerkmal als diplomatischer Vermittler verloren hat. Neue Akteure drängen auf den Markt der internationalen Mediation. Wie muss sich die Schweizer Aussenpolitik neu positionieren? Der Leiter des Thinktank CSS der ETH Zürich, Daniel Möckli, analysiert in der neuen Folge von “NZZ Geopolitik" die aktuellen Herausforderungen und erklärt...


Westsahara: Warum sich die Welt wieder für den vergessenen Konflikt interessiert - sogar Trump
07/01/2026

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Seit fast 50 Jahren ist der Konflikt um die Westsahara ungelöst. Lange galt er als einer der «vergessenen Konflikte» der Weltpolitik. Doch geopolitische Entwicklungen der vergangenen Jahre verändern die Dynamik zunehmend. Marokkos internationale Position wird stärker, während Algerien und die Polisario-Bewegung unter Druck geraten.

In der neuen Folge von «NZZ Geopolitik» analysiert die Nordafrika-Expertin der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) Isabelle Wehrenfels, wie Marokko durch strategische Diplomatie und einflussreiche Verbündete seine Position stärken konnte und nun einen weitreichenden Autonomiepl...


Iran-Gespräche: Nur das Regime in Teheran frohlockt über Trumps Scheinsieg
06/24/2026

Ein Gala-Dinner im prunkvollen Schloss Versailles bildet die Kulisse für Donald Trumps jüngsten diplomatischen Coup: die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Beendigung des Iran-Kriegs. Während der US-Präsident die Einigung lautstark als historischen Durchbruch feiert, zeichnet der Iran-Experte Simon Wolfgang Fuchs ein gänzlich anderes Bild. Das Abkommen erweise sich bei genauerem Hinsehen als massives Zugeständnis an das Regime in Teheran. Der Iran profitiere von wirtschaftlichen Erleichterungen, einem gigantischen Wiederaufbaufonds und der Freigabe eingefrorener Vermögenswerte, während zentrale westliche Kriegsziele wie das iranische Atom- und Raketenprogramm verschoben wurden. Das Memorandum treibe ausserdem einen tiefen Keil zwis...


Aus für FCAS: Was das Ende des deutsch-französischen Kampfjets bedeutet
06/17/2026

Das deutsch-französische Rüstungsprojekt FCAS sollte Europas Antwort auf die Dominanz der USA im Bereich moderner Luftverteidigung werden und die europäische Sicherheit erhöhen: ein Kampfjet der nächsten Generation, ergänzt durch Drohnen, Datennetzwerke und ein vernetztes Luftkampfsystem. Neun Jahre später ist das Projekt, das von Merkel und Macron 2017 lanciert wurde, gescheitert. Es kam zum Grounding noch vor dem ersten Start.

In dieser Folge von «NZZ Geopolitik» analysieren wir Gründe und Ursachen des Scheiterns dieses grössten und ambitioniertesten europäischen Rüstungsprojekts der Geschichte. Warum schafften Deutschland und Frankreich keinen Konsens - trotz wachs...


Putin steckt ein, Selenski schreibt Briefe: Steht der Ukraine-Krieg vor einer Wende?
06/10/2026

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine dauert nun schon über vier Jahre. Doch an der Front zeichnet sich eine neue Phase ab. Mit präzisen Drohnenangriffen bis weit ins russische Hinterland wie nach St. Petersburg setzt die Ukraine den Kreml zunehmend unter Druck. Die russische Frühjahrsoffensive wurde so im Keim erstickt und endete in einem Desaster. Der Russland- und Sicherheitsexperte Nico Lange erklärt im Gespräch mit David Vogel, warum sich Wladimir Putin in einer strategischen Bredouille befindet und wieso die Ukraine nun eine gewisse Überlegenheit im Drohnenkrieg besitzt. Während die USA signalisieren, sich diplomatisch zurückzuzieh...


Weltraum-Anarchie: Wer kontrolliert die Tausenden neuen Satelliten?
06/03/2026

Manchmal herrscht auch auf der Internationalen Raumstation ISS plötzlich angespannte Stimmung. So wie im November 2021, als die Raumfahrer evakuiert werden mussten, weil eine russische Anti-Satelliten-Rakete Trümmerteile im All hinterliess. Der Vorfall zeigt ein wachsendes Problem: Die zunehmende Kommerzialisierung des Weltraums führt zu einem echten Dichtestress im Orbit.

In dieser Live-Aufzeichnung von «NZZ Geopolitik» an der ETH Zürich sprechen die Experten über die Chancen und Risiken der neuen «New Space Era». Dank wiederverwendbarer Raketen von Firmen wie SpaceX sinken die Transportkosten rasant, was die Zahl der Satelliten explodieren lässt. Doch wem gehören die Daten u...


Söldner, Gold und Einfluss: Wie erfolgreich ist Russland in Afrika wirklich?
05/27/2026

Ein Rückzug russischer Söldner im Norden Malis wirft ein Schlaglicht auf das Engagement Moskaus auf dem afrikanischen Kontinent. Oft als antiwestliche Retter herbeigeholt, bleibt die Bilanz der russischen Präsenz ernüchternd. Wie kam es dazu, dass private Milizen wie die Wagner-Truppe in Ländern wie Libyen, der Zentralafrikanischen Republik und Mali so aktiv wurden? Der Friedens- und Konfliktforscher Tim Glawion erklärt die historischen Wurzeln aus der Sowjetzeit und die heutige Taktik Russlands, die vor allem auf den Schutz fragiler Regime, den Zugang zu Rohstoffen und gezielte Desinformation setzt. Doch während Russland vor allem mit Eliten...


Zerrieben zwischen Israel, USA und Iran: Wie der Krieg die Balance am Golf stört
05/20/2026

Der brüchige Waffenstillstand im Krieg gegen den Iran zwingt die Golfstaaten zu einer radikalen Neuausrichtung ihrer Aussen- und Sicherheitspolitik. Nach den iranischen Angriffen auf den strategisch wichtigen Hafen von Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten wird deutlich, dass die traditionelle Pendelpolitik der Golfmonarchien an ihre Grenzen stösst. Das historische Novum, dass das israelische Iron-Dome-System erstmals in einem arabischen Staat zum Einsatz kommt, signalisiert eine tiefgreifende Veränderung der regionalen Dynamiken. Gleichzeitig wächst am Golf die Frustration über den langjährigen Sicherheitsgaranten USA. Die Herrscherhäuser stehen vor der Herausforderung, ihre ambitionierten wirtschaftlichen Modelle und die gesellschaftliche Resilie...


Von Nixon bis Trump: wie der «War on Drugs» geopolitisch wurde
05/13/2026

Als Richard Nixon 1971 Drogen zum «public enemy number one» erklärte, war der „War on Drugs“ noch kein Krieg im eigentlichen Sinn, sondern ein politisches Programm, eine innenpolitische Offensive gegen Drogenmissbrauch. Unter Ronald Reagan dann wurde der Kampf gegen Drogen stärker militarisiert. Die USA bekämpften nicht mehr nur Konsum und Kriminalität im Innern, sondern griffen auch die Produktions- und Schmuggelrouten im Ausland an – etwa in Bolivien oder Panama. Aber erst unter Donald Trump wurde der "War on Drugs" geopolitisch und wandelte sich zu einem echten Krieg, sagt Andreas Ernst in dieser Episode von "NZZ Geopolitik". Es zeigt sich...


Fussball-WM 2026 im Schatten von Trump: Die unzerstörbare Macht der Fifa
05/06/2026

In wenigen Wochen startet mit der Fussball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada das grösste Sportereignis der Welt. Doch die Vorfreude wird von massiven geopolitischen Spannungen und einer hochgradig aufgeladenen Stimmung begleitet. In dieser Folge von «NZZ Geopolitik» analysiert der Sozialwissenschaftler Henk-Erik Meier von der Universität Münster, warum die Vorstellung eines unpolitischen Sports eine naive Illusion ist. Wir sprechen über den bemerkenswerten «FIFA Friedenspreis» für Donald Trump, die enorme Macht des Weltverbands und die Frage, warum die Fifa oft als Staat im Staate agiert.

Ein zentrales Thema ist die Instrumentalisierung des Fussballs durch die Polit...


Atomares Vakuum: Die Gefahr des vertragslosen Zustands zwischen USA und Russland
04/29/2026

Der New Start Vertrag zwischen den USA und Russland ist ausgelaufen – erstmals seit den 1970er Jahren gibt es damit keine verbindliche Begrenzung strategischer Atomwaffen mehr. Was bedeutet das für die globale Sicherheit? In dieser Episode von «NZZ Geopolitik» analysiert David Vogel mit der Sicherheitsexpertin Lydia Wachs von der Universität Stockholm, warum das Ende von New START die Weltordnung verändert, weshalb kurzfristig kein neues Wettrüsten droht und warum die langfristigen Risiken dennoch steigen.

Im Gespräch geht es um Russlands strategisches Denken, nukleare Abschreckung im Ukrainekrieg, Putins Drohrhetorik, die Rolle militärischer Eliten sowie Chinas wac...


Netanyahus Dilemma: Warum Israels Strategie im Nahen Osten wackelt
04/22/2026

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu präsentiert sich gerne als entschlossener Feldherr an der Front. Doch die Realität sieht anders aus: Ein einziger Tweet von Donald Trump hat ausgereicht, um die gesamte israelische Kriegsführung durcheinanderzubringen und den Ministerpräsidenten zum Einlenken zu zwingen. Das gilt sowohl für die zweiwöchige Waffenruhe mit Iran als auch die Angriffe in Südlibanon. In diesem Live-Gespräch analysiert der erfahrene Nahost-Experte Richard C. Schneider, warum Netanyahus Strategie des "totalen Sieges" bisher nicht aufgegangen ist.

Diese Folge wurde am Abend des 21. April live vor Publikum im Zürcher Bern...


Die Gotteskrieger im Weissen Haus: wie christliche Rhetorik den Iran-Krieg befeuert
04/15/2026

Religiöse Narrative spielen im aktuellen Iran-Konflikt eine zentrale Rolle – besonders in der politischen Kommunikation der USA. In dieser Folge wird analysiert, wie biblische Bilder, Endzeitvorstellungen und Begriffe wie „heiliger Krieg“ oder „auserwählte Nation“ gezielt eingesetzt werden, um militärisches Handeln zu legitimieren. Doch wenn Geopolitik auf radikale Theologie trifft, kann diese Rhetorik zum Brandbeschleuniger werden, warnt der Historiker und Theologe im Podcast.

Gast: Michael Hochgeschwender, Professor für nordamerikanische Kulturgeschichte an der LMU München und katholischer Theologe Host: Marlen Oehler

Das ist der Link zur Live-Veranstaltung von NZZ Geopolitik im Bernhardtheater in Zürich am 21.4...


KI auf dem Schlachtfeld: Wie das Silicon Valley den Iran-Krieg durchdringt
04/08/2026

Künstliche Intelligenz verändert die moderne Kriegsführung rasant. Systeme analysieren riesige Datenmengen, schlagen Ziele vor und beschleunigen militärische Entscheidungen auf ein bisher unbekanntes Tempo. Doch welche Risiken entstehen, wenn Algorithmen über Leben und Tod mitentscheiden? Und welche Rolle spielen Technologieunternehmen und Start-ups in diesem neuen militärischen Wettlauf?

In dieser Folge von «NZZ Geopolitik» spricht David Vogel mit der Politologin Elke Schwarz von der Queen Mary University London über die Auswirkungen von KI auf militärische Strategien, Entscheidungsprozesse und ethische Verantwortung. Diskutiert werden unter anderem die zunehmende Geschwindigkeit von Zielentscheidungen sowie die Frage nach internatio...


Der Iran-Krieg und die Türkei: Erdogans gefährlicher Balanceakt
04/01/2026

Der Krieg zwischen Iran, den USA und Israel bringt die Türkei in eine heikle Lage. Obwohl die Türkei keine direkte Kriegspartei ist, gerät das Land zunehmend zwischen die Fronten. Raketen fliegen über türkisches Gebiet, wirtschaftliche Belastungen steigen und die geopolitische Balance wird zur Zerreissprobe.

Präsident Erdogan vollführt in dieser angespannten Weltlage einen riskanten Drahtseilakt: zwischen NATO-Verpflichtungen, wirtschaftlicher Abhängigkeit von Russland und Iran sowie innenpolitischem Druck. In der Episode geht es auch um die Rolle der Türkei als unfreiwillige Pufferzone und die langfristigen Risiken für Sicherheit, Wirtschaft und Stabilität in der Re...


US-Kriegskosten in Iran: Warum die 2 Milliarden pro Tag nur der Anfang sind
03/25/2026

2 Milliarden US Dollar am Tag!? Der Iran-Krieg wird für die USA zunehmend zu einem finanziellen Kraftakt. In dieser Episode analysieren wir, warum moderne Kriege weit mehr kosten als Waffen, Munition und Logistik – und welche versteckten wirtschaftlichen Folgen sie nach sich ziehen.

Der Ökonom und Konfliktforscher Tilman Brück erklärt im Podcast, warum die milliardenschweren Militärausgaben der USA und Israels nur die Spitze des Eisbergs sind, wenn man die gesamten Kosten von Kriegen anschaut. Von steigenden Ölpreisen bis hin zu langfristigen Schäden für die globale Wirtschaft, Entwicklungen und Stabilität. Dabei wird klar, warum Krieg...


Die Hormuz-Falle: Wir sind Gefangene des Erdölzeitalters
03/18/2026

Die aktuelle Krise rund um die Strasse von Hormuz zeigt eindrücklich, wie abhängig die Weltwirtschaft noch immer vom Erdöl ist. Trotz Energiewende bleibt Öl ein zentraler Rohstoff – nicht nur für Treibstoffe, sondern für zahlreiche Produkte, Industrien und geopolitische Machtspiele. In dieser Episode wird beleuchtet, wie tief Erdöl in unserer Gesellschaft verankert ist – von Konsumgütern über Landwirtschaft bis hin zu globalen Lieferketten. Gleichzeitig geht es um die Rolle von Öl als geopolitisches Instrument und um die Frage, ob und wie ein Ausstieg aus der fossilen Abhängigkeit überhaupt realistisch ist.

Heutiger Gast: Dr. Benjam...


Chinas Kalkül am Golf: warum Peking Iran im Stich lässt
03/11/2026

Der Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran wirft eine zentrale geopolitische Frage auf: Warum unterstützt China seinen strategischen Partner Iran nicht militärisch? Obwohl Peking den Angriff rhetorisch scharf verurteilt, bleibt konkrete Hilfe aus.

In dieser Episode analysiert die Politikwissenschaftlerin Julia Gurol-Haller, wie eng die Beziehungen zwischen China und Iran tatsächlich sind. Sie erklärt, warum Ölhandel, Sanktionen und wirtschaftliche Abhängigkeiten eine wichtige Rolle spielen – und weshalb die Golfstaaten für China letztlich wichtiger sind als Teheran. Außerdem geht es um Chinas Strategie im globalen Machtwettbewerb mit den USA, mögliche Folgen für...


Iran: Regimewechsel aus der Luft? Eine amerikanische Strategie voller Widersprüche
03/04/2026

Am fünften Tag des Luftkriegs der USA und Israels gegen den Iran ordnen wir ein, was hinter der Eskalation steckt und warum die offiziellen Begründungen und Kriegsziele so widersprüchlich wirken. Im Fokus: die Regimewechsel-Rhetorik, die Logik (und Grenzen) militärischer Schläge aus der Luft und die Frage, ob am Ende doch ein Deal gesucht wird. Wir blicken auf Machtverschiebungen in Teheran und die Rolle von Revolutionsgarden und Übergangsgremien. Zudem: die massiven Folgen für Golfstaaten, Energie- und Transportknoten, die Kosten der Raketenabwehr, das Risiko eines Flächenbrands und die Rolle der iranischen Verbündeten.

Gast: S...


Warum Japans neue Sicherheitspolitik zum Konflikt mit China führt
02/25/2026

Ein Moment des Schocks für alle Panda-Freunde in Japan: Die kurzfristige Rückholung der letzten beiden Pandas nach China ist weit mehr als nur ein trauriger Abschied im Ueno Zoo von Tokio. Der Abzug der Tiere steht symbolisch für die schwere bilaterale Krise, in der Japan und China stecken.
Auslöser der aktuellen Krise war eine Aussage der neuen japanischen Premierministerin Sanae Takaichi am 7. November im Parlament zu einem möglichen Konflikt um Taiwan. China reagiert ungehalten, mit einer Mischung aus militärischem Säbelrasseln, wirtschaftlichem Druck und Tourismus- und Kulturboykotten. Was Japans „Zeitenwende“ in der Sicherheits...


Trump dreht Kuba den Ölhahn zu. Kollabiert nun das Regime?
02/18/2026

Seit Wochen erhält Kuba kaum noch Öl aus Venezuela. Nach der Festnahme von Nicolás Maduro verschärfen die USA unter Präsident Trump ihr Embargo – mit gravierenden Folgen: landesweite Blackouts, Treibstoffrationierung, ein kollabierender Tourismus und eine drohende humanitäre Krise. Lateinamerika-Korrespondent Thomas Milz ordnet ein, wie stark Kuba vom venezolanischen Öl abhängig war, warum Russland, China oder Brasilien nicht zu Hilfe eilen – und ob das sozialistische Regime in Havanna tatsächlich vor dem Kollaps steht. Im Zentrum stehen geopolitische Machtfragen, innenpolitische Motive in den USA und die Frage, wie lange die kubanische Bevölkerung die Dauerkrise noch erträgt...


Xi Jinping lockt Europa: Wie China die Krise des Westens für sich nutzt
02/11/2026

Europa steht geopolitisch unter Druck: Der Krieg in der Ukraine belastet die Sicherheitsordnung, gleichzeitig bröckelt das Vertrauen in die USA als verlässlichen Partner. In dieser Situation rückt China wieder stärker in den Fokus westlicher Staaten. Staats- und Regierungschefs aus Europa und Kanada reisen nach Peking, neue Handelsabkommen werden diskutiert, während Menschenrechte und Sicherheitsfragen in den Hintergrund treten.

In dieser Episode von «NZZ Geopolitik» ordnen wir ein, warum China derzeit vom transatlantischen Zerwürfnis profitiert und welche strategischen Ziele Peking verfolgt. Geopolitikexperte Alexander Görlach erklärt, weshalb China für die Nato inzwischen...