Handelsblatt Economic Challenges - Podcast über Wirtschaft, Konjunktur, Geopolitik und Welthandel

40 Episodes
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By: Professor Michael Hüther und Professor Bert Rürup, Handelsblatt

Im Podcast Handelsblatt Economic Challenges diskutieren Professor Bert Rürup, der Chefökonom des Handelsblatts, und Prof. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, aktuelle nationale wie globale wirtschaftliche Probleme sowie die politischen Optionen und deren Folgen. Handelsblatt Economic Challenges finden Sie auf allen relevanten Podcast-Plattformen - und natürlich auf der Handelsblatt-Website.  Jetzt reinhören: Jeden Freitag Bert Rürup, Handelsblatt-Chefökonom, im Gespräch mit Michael Hüther, dem Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft Logo-Design: Henrik Balzer, Michel Becker

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China-Schock 2.0: Warum die EU Zollpolitik neu denken muss
#346
Today at 1:00 AM

Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, analysieren den China-Schock 2.0: Zwei Jahrzehnte nach dem WTO-Beitritt Chinas am 11. Dezember 2001 sind chinesische Unternehmen in der Chemie-, Automobil- und anderen Schlüsselbranchen zu Weltmarktführern geworden – und verdrängen deutsche Konzerne aus ihren Positionen.

Der Kern des Problems liege laut Hüther nicht allein im technologischen Aufstieg Chinas, sondern auch in den staatlichen Subventionen und der Unterbewertung des Yuan. „Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit Chinas ist eine politische", sagt Hüther. Für ihn ist klar: Selbst wenn Deutschland alle wirtschaftspolitischen Hausaufgaben erledigt, reicht das nic...


Reformgipfel ohne Reformen? Warum Deutschlands wirtschaftspolitische Debatte ins Leere läuft
#345
06/12/2026

Am Mittwoch hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Gewerkschaften und Arbeitgeber zum Reformgipfel ins Kanzleramt eingeladen. In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, ob und wie dieser Gipfel heute überhaupt geeignet ist, die dringend nötigen wirtschafts- und sozialpolitischen Reformen in Deutschland anzustoßen.

Die beiden Ökonomen halten den Gipfel zwar nicht für gelungen, verweisen jedoch auf das „Bündnis für Arbeit" von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD). Das damalige Bündnis scheiterte, habe jedoch letztlich den Weg für die Agenda 2010 gee...


Sozialstaat am Limit: Warum die Reformdebatte nicht vorankommt
#344
06/05/2026

In dieser Folge von Economic Challenges nehmen Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, das Frühjahrsgutachten des Sachverständigenrates unter die Lupe. Im Mittelpunkt steht die Warnung vor einem kräftigen Anstieg der Sozialversicherungsbeiträge infolge von Alterung, schwachem Wachstum und steigenden Ausgaben in Renten-, Gesundheits- und Pflegeversicherung.

Beide Ökonomen halten die Analyse grundsätzlich für zutreffend. Dennoch bleibt bei Rürup Ernüchterung zurück: „Es gibt kein neues Argument.“ Das Gutachten beschreibe bekannte Herausforderungen und bekannte Reformoptionen, liefere aber kaum neue Impulse für die wirtschaftspolitis...


Warum der Kampf gegen den Populismus auf der kommunalen Ebene entschieden wird
#343
05/29/2026

In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über eine neue IW-Studie mit dem Titel „Geografien der Unzufriedenheit“ – die erste Untersuchung, die für alle 11.000 deutschen Gemeinden Versorgungslagen und Versorgungsempfinden kleinräumig erfasst und gegenüberstellt.

Das zentrale Ergebnis: Die Zufriedenheit mit staatlicher Daseinsvorsorge unterscheidet sich kaum zwischen Stadt und Land. Wer deutlich unzufriedener ist, sind AfD-Anhänger – und zwar unabhängig davon, wo sie leben. „Man kann politische Wahrnehmungen nicht widerlegen, indem man Fakten ausbreitet“, stellt Rürup fest. Hüther ergänzt, dass das Phänomen k...


Chinaschock: Verliert die deutsche Industrie ihre Kernkompetenz?
#342
05/22/2026

Im Podcast analysieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, wie sich das Verhältnis zwischen Deutschland und China grundlegend verändert hat. Was lange als Erfolgsmodell der Globalisierung galt, entwickelt sich zunehmend zu einer Belastung für die deutsche Industrie.

Verliert Deutschland durch den technologischen Aufstieg Chinas dauerhaft an industrieller Substanz? Und wie offen kann Freihandel bleiben, wenn wirtschaftliche Verflechtungen geopolitische Machtverhältnisse verschieben? Das diskutieren Rürup und Hüther in dieser Folge Economic Challenges.

Moderiert von Bert Rürup & Michael Hüther Produziert von Fabian Livr...


Akademische Freiheit unter Druck: Gefährdet die AfD den Wissenschaftsstandort Deutschland?
#341
05/14/2026

In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, welche wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen Eingriffe in die akademische Freiheit hätten. Ausgangspunkt ist die Debatte über Forderungen der AfD nach stärkerer politischer Kontrolle von Hochschulen, Einschränkungen bei Drittmitteln und einer Abkehr von internationalen Studienstrukturen.

Rürup erinnert daran, dass die Hochschulreformen seit den späten 1960er-Jahren maßgeblich zur Modernisierung und Demokratisierung der deutschen Universitäten beigetragen haben. Hüther warnt davor, die heutige Offenheit der Hochschulen infrage zu stellen: „Jeder Angriff auf die akadem...


Bargeldlos und digital abhängig? Wie Europas Bezahlsysteme zur geopolitischen Frage werden
#340
05/08/2026

In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über die Zukunft des Bargelds und die wachsende Abhängigkeit Europas von amerikanischen Bezahlsystemen. Ausgangspunkt ist der tiefgreifende Wandel der Zahlungsgewohnheiten: Während Bargeldnutzung und Geldautomatenzahlen sinken, dominieren Kartenanbieter wie Visa und Mastercard zunehmend den Alltag.

Rürup sieht darin mehr als nur einen Modernisierungsschub. Die Konzentration zentraler Zahlungsinfrastrukturen in den USA könne im geopolitischen Konfliktfall zum strategischen Risiko werden. „Deutschland oder die EU wären schlicht erpressbar, weil wir keine leistungsfähigen Bezahlsysteme haben“, warn...


Finanzplan der Bundesregierung: Schnürt uns die Zinslast die Luft ab?
#339
05/01/2026

Die Bundesregierung hat den aktuellen Entwurf des Bundeshaushalts sowie die Finanzplanung bis 2030 veröffentlicht. Für Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und IW-Direktor Michael Hüther ein guter Anlass, die damit verbundene Zinslast zu hinterfragen.

Rürup kritisiert, der Entwurf atme „keine finanzwirtschaftliche Nachhaltigkeit“, und warnt vor einer strukturellen Verengung des Haushalts. Denn für ihn sei nicht die absolute Höhe der Verschuldung entscheidend, sondern der Anteil der Steuereinnahmen, der für Zinsen gebunden werde.

Hüther wiederum stößt sich an der Selbstverortung der Bundesregierung: „Man tut so, als stünde man vor historisch einmalig...


Atomkraft-Debatte reloaded: Lösung oder Ablenkung?
#338
04/24/2026

Jedes Land hat seine Themen, die immer wieder im politischen Diskurs auftauchen. Für Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup gehört der Atomausstieg dazu. Im Podcast nennt er Jens Spahns Vorschlag, die Reaktivierung stillgelegter Kernkraftanlagen zu prüfen, "den vergeblichen Versuch, eine verlorene Schlacht ungeschehen zu machen."

Auch Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, findet: "Der Drops ist gelutscht". Zum einen sei der Rückbau der Atomkraftwerke bereits soweit fortgeschritten, dass das Vorhaben einem Neubau gleichkäme. Zum anderen seien sie keine Alternative zu Gaskraftwerken, da sie eine ganz andere Funktion erfüllen.

In dies...


Was die Bundesregierung gegen den Ölpreisschock tun sollte
#337
04/17/2026

Die Bundesregierung hat sich jüngst auf eine Entlastungsprämie in Höhe von 1000 Euro durch den Arbeitgeber sowie auf eine vorübergehende Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel geeinigt. Diese politische Reaktion auf den jüngsten Ölpreisschock im Zuge des Iran-Kriegs bewertet Handelsblatt-Chefökonom Bernd Rürup eher verhalten. Auch Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, fragt sich im Podcast, was die Bundesregierung, „damit eigentlich erreichen will“.

In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren die beiden Ökonomen die Maßnahmen der Bundesregierung auf die kriegsbedingte Energiepreiserhöhung. Ihr Befund ist deutlich: Die bisherigen Maßna...


Bezahlen die USA den Irankrieg mit ihrer Währungsmacht?
#336
04/10/2026

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch haben die USA und der Iran zunächst einen Waffenstillstand vereinbart – oder, wie Donald Trump es nennt, „einen zweiwöchigen Aufschub seines Ultimatums der totalen Vernichtung des Irans“. Diese „Trumpsche Kraftmeierei“, sagt Bert Rürup, der Chefökonom des Handelsblatts, werde langfristig zu einer Schwächung der USA und des Dollars führen. Warum er glaubt, dass die EU und der Euro zu den Gewinnern gehören könnten, hören Sie in dieser Folge.

Dagegen hält Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, diese Sicht für zu optimistisch. Er...


Krankenkassen unter Druck – was die neuen Reformpläne bringen könnten
#329
04/03/2026

Die gesetzliche Krankenversicherung steht finanziell massiv unter Druck. Deswegen hat die Finanzkommission 66 Maßnahmen vorgelegt, mit denen bis zu 64 Milliarden Euro eingespart werden könnten – allerdings ohne Priorisierung. Das zentrale Problem, so Bert Rürup, der Chefökonom des Handelsblatt: „keine der 66 Maßnahmen würde von allen Playern gleichzeitig angenommen“.

Im Gespräch erklären Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, warum die Kosten seit Jahren stärker steigen als die Einnahmen. Haupttreiber sind medizinischer Fortschritt, fehlender Wettbewerb und Fehlanreize im System. Deutschland leiste sich zu viele Krankenhausbetten und Behandlungen, ohne das die Bevö...


Krieg, Ölpreise, Reformdruck: Droht Deutschland noch eine Rezession?
#334
03/27/2026

Der Iran-Krieg bringt neue Unsicherheit in die ohnehin fragile deutsche Wirtschaft. Steigende Ölpreise, gestörte Lieferketten und geopolitische Risiken könnten die gerade erst begonnene Erholung schnell wieder abwürgen.

Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, skizziert im Gespräch mit Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes drei Szenarien – von einem kurzen Schock bis hin zu einer langen Rezession mit höherer Inflation. „Wenn der Krieg ins nächste Jahr hineingeht, dann sind wir zurück in der Rezessionswelt“, warnt Hüther.

Woher kann also Wachstum kommen? Darüber entfacht gerade eine Reformdebatte im Bundestag. Höhere Mehrwertst...


Preisschock bei Energie: Welche Maßnahmen helfen?
#333
03/20/2026

Der Iran-Krieg sorgt weiterhin für Unruhe an den Energiemärkten. Die Sperrung der Straße von Hormus treibt die Energiepreise nach oben und erhöht die Unsicherheit für Wirtschaft und Politik. Besonders Deutschland ist betroffen, weil es stark von den Energieimporten abhängig ist.

Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft diskutieren in dieser Folge Economic Challenges über den aktuellen Gesetzentwurf der Bundesregierung. Künftig sollen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal pro Tag – jeweils um zwölf Uhr – erhöhen dürfen, während Preissenkungen weiterhin jederzeit möglich b...


Der Sachverständigenrat in der Krise – Braucht Deutschland ein neues Modell der Politikberatung?
#332
03/13/2026

Die öffentlichen Konflikte im Sachverständigenrat haben eine Debatte über die Zukunft des wichtigsten wirtschaftspolitischen Beratungsgremiums in Deutschland ausgelöst. In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Jörg Rocholl, Präsident der internationalen Wirtschaftshochschule ESMT Berlin, über die Rolle und mögliche Reformen des Rates.

Im Zentrum der Diskussion steht eine grundlegende Frage: Soll der Sachverständigenrat vor allem die Öffentlichkeit über wirtschaftspolitische Zusammenhänge aufklären – oder die Bundesregierung stärker direkt beraten? Rocholl verweist auf das amerikanische Modell des Council of Economic Advisers, dessen Mitglieder eng mit dem Präsidenten zusamm...


Zwischen Partnerschaft und Rivalität: Deutschlands schwieriges Verhältnis zu China
#331
03/06/2026

In dieser Folge von Economic Challenges analysieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, warum Deutschland trotz gelockerter Schuldenregeln und staatlicher Impulse seit 2019 kaum wächst. Rürup verweist auf die demografische Lücke am Arbeitsmarkt und auf ein Exportmodell, das durch Trumps Zollpolitik und Chinas wachsende Konkurrenz an Grenzen stößt.

Deutsche Unternehmen bauen ihre Direktinvestitionen in China weiter aus. Gleichzeitig verschärft sich das Ungleichgewicht im Handel: Exporte nach China gehen zurück, Importe steigen, das Defizit wächst. Rürup warnt zudem vor einer „Überschussproduktion“ in China, die zusätz...


Krise des Sachverständigenrats nach Malmendiers Abgang – Hat sich das Gremium überlebt?
#330
02/27/2026

In dieser Folge von Economic Challenges sprechen Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über die jüngste Personalentscheidung im Sachverständigenrat und deren politische Hintergründe. Anlass ist die Nachricht, dass die Amtszeit von Ulrike Malmendier nicht verlängert wird – ein Schritt, der Fragen nach der Unabhängigkeit und Zukunft des Gremiums aufwirft.

Hüther erinnert daran, dass die Politisierung der Ratsberufungen begonnen habe, als man Lars Feld vonseiten der SPD nicht verlängern wollte. Nun wiederhole sich das Muster. Damit werde „Schaden angerichtet an den Personen und letztlich auch...


Sicherheitsforschung und Hochschulen: Braucht Deutschland eine wehrtechnische Kehrtwende?
#335
02/20/2026

In dieser Folge von Economic Challenges analysieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, das neue Jahresgutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI). Im Zentrum steht die sicherheitsrelevante Forschung – ein Feld, auf dem Deutschland aus Sicht beider Ökonomen erheblichen Nachholbedarf hat.

Rürup kritisiert, dass die Debatte über Wehrtechnik und Dual-Use-Forschung an deutschen Hochschulen bislang nur zögerlich geführt wird. „Wir leben hier im Schatten des Dritten Reichs“, sagt er – und stellt die Frage, ob historische Traumata noch immer notwendige Kooperationen zwischen Wissenschaft und Rüstungsindustrie blockieren. Hüther verweist auf...


Zerfällt der Westen? Geopolitik und ihre Folgen für unsere Wirtschaft
#328
02/13/2026

In dieser Folge von Economic Challenges analysieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die geopolitische Lage. Ausgangspunkt ist der Munich Security Report. Der Bericht erscheint jedes Jahr vor der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Autoren sprechen darin von einer Phase der „Wrecking Ball Politics“ – einer Politik der Zerstörung statt der Ordnung.

"Dieser Munich Security Report ist gnadenlos realistisch", sagt Hüther. Man müsse über neue Formen der Zusammenarbeit nachdenken. Der Begriff des Westens sei überholt. "Der Terminus 'der Westen' basiert auf einer bipolaren Welt", sagt Rürup, "und genau diese...


Armutsquote, Demografie, Sozialstaat – warum Deutschland das Problem anders diskutieren sollte
#327
02/06/2026

In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die jüngsten Zahlen zur Armutsgefährdung in Deutschland. Auslöser ist die Meldung des Statistischen Bundesamtes, wonach rund jeder sechste Mensch unterhalb der Armutsrisikogrenze lebt – ein Befund, der mit Warnungen aus der Politik über die Finanzierbarkeit des Sozialstaats zusammenfällt.

Die Hosts ordnen dies in die Langzeitentwicklung ein und besprechen Probleme des sozialen Sicherungssystems in Deutschland. Im Zentrum der Diskussion steht dann die Frage, welche politischen Konsequenzen daraus folgen. Beide plädieren dafür, die Debatte...


Streit um „Lifestyle-Teilzeit“: Wird in Deutschland wirklich zu wenig gearbeitet?
#325
01/30/2026

In dieser Folge von Economic Challenges nehmen Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, einen Vorstoß aus dem CDU-Wirtschaftsflügel zum Anlass, um über Arbeitszeit und Fachkräftemangel zu sprechen. Soll das seit 2001 geltende Recht auf Teilzeit zurückgedrängt werden – oder braucht Deutschland genau diese Flexibilität?

Hüther betont, dass Teilzeit in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Erwerbsbeteiligung deutlich erhöht habe. Gleichzeitig verschärfe der demografische Umbruch den Druck, Arbeitsvolumen zu mobilisieren. „Wir sind heute mit 61 Milliarden Arbeitsstunden und 46 Millionen Erwerbstätigen auf dem Höchststand“, sagt Hüther. Doch in...


Neuer Podcast: Handelsblatt Invest
Neuer Podcast: Handelsblatt Invest episode artwork
#326
01/28/2026

Handelsblatt Invest ist der neue Podcast für professionelle Investoren und ambitionierte Privatanleger. Astrid Dörner, Handelsblatt-Chefreporterin für Geldanlage und Märkte, spricht jede Woche mit internationalen Experten über die wichtigsten Trends an den Kapitalmärkten.

Ob Aktien, Anleihen, Krypto oder Rohstoffe – Handelsblatt Invest bietet echte Deep Dives statt nur Schlagzeilen. Damit auch Sie kommende Marktbewegungen früh erkennen – in Frankfurt, an der Wall Street und darüber hinaus.

Ab dem 28. Januar immer mittwochs ab 3 Uhr kostenlos für alle Handelsblatt-Abonnenten. Jetzt reinhören und abonnieren! Handelsblatt | Apple | Spotify


Davos als Wendepunkt? Wie Trump die globalen wirtschaftlichen Beziehungen privatisiert
#324
01/23/2026

In dieser Folge von Economic Challenges analysieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die politischen und ökonomischen Signale des jüngsten Weltwirtschaftsforums in Davos. Ein wichtiger Aspekt ist die von US-Präsident Donald Trump vorangetriebene Gründung eines „Friedensrats“, der aus Sicht der beiden Ökonomen weniger auf Regeln als auf Macht, Loyalität und finanzielle Beiträge setzt. Rürup sieht darin ein Symptom für das Ende der Nachkriegsordnung.

Hüther spricht von einer Privatisierung der weltwirtschaftlichen Beziehungen: „Das ist der Rückfall in eine vormoderne Politikstruktur, wo man über Vetternw...


Unabhängigkeit der Fed in Gefahr – droht dem Dollar der Abstieg als Weltwährung?
#323
01/16/2026

In dieser Folge von Economic Challenges analysieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die zunehmenden Angriffe der US-Regierung auf die Unabhängigkeit der US-Notenbank Federal Reserve. Ausgangspunkt ist die Frage, ob politische Einflussnahme auf die Geldpolitik den Status des US-Dollars als globale Leitwährung untergraben könnte.

Rürup warnt, dass eine Unterordnung der Fed unter das Weiße Haus die Glaubwürdigkeit der amerikanischen Geldpolitik beschädigen und langfristig das Vertrauen internationaler Investoren schwächen würde. „Trump ist durchaus gewillt und in der Lage, den Dollar zu instrumenta...


Macht oder ökonomisches Gesetz – Warum das Regelwerk der Weltwirtschaft brüchig geworden ist
#322
01/09/2026

In dieser Folge von Economic Challenges greifen Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die zentrale Frage des österreichischen Ökonomen Eugen von Böhm-Bawerk aus dem Jahr 1914 auf: Setzt sich am Ende Macht oder das ökonomische Gesetz durch? Ausgangspunkt ist Rürups Diagnose, dass die Ära einer liberalen, regelbasierten Weltwirtschaft zu Ende geht – und damit auch das deutsche Modell des exportgetriebenen Wachstums ins Wanken gerät.

Rürup warnt, dass politische Macht längst wieder Vorrang vor ökonomischen Gesetzen habe. Die USA unter Präsident Donald Trump würden das Ideal offener...


Zwischen Demokratiekritik und Standortdebatte: Was Deutschland wirklich schwächt
#321
12/19/2025

In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die Kritik prominenter US-Techmanager an Europa und Deutschland. Ausgangspunkt ist ein Handelsblatt-Interview mit Palantir-Chef Alex Karp, das aus Sicht von Rürup ein verzerrtes Bild von Demokratie, Migration und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit zeichne.

Hüther widerspricht der Gegenüberstellung eines dynamischen Amerikas und eines angeblich im Niedergang befindlichen Deutschlands. Viele Aussagen der Tech-Eliten seien faktenarm und blendeten soziale Verwerfungen in den USA aus. „Optimismus heißt ja nicht, unrealistisch zu sein, sondern zu sagen, was geht und w...


Zwischen den USA und China – wie viel geopolitische Eigenständigkeit kann und muss Europa sich leisten?
#320
12/12/2025

In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die strategischen Verwerfungen zwischen den USA und Europa, die sich unter einer erneuten Präsidentschaft Donald Trumps abzeichnen. Rürup warnt, dass „das Vertrauensband zwischen den USA und Europa kurz davor ist, zu zerreißen“ – unabhängig davon, wie lange Trump im Amt bleibt. Hüther verweist auf die neue amerikanische Sicherheitsstrategie, die Europa kulturelle Schwäche attestiert und eine grundlegend veränderte transatlantische Rollenverteilung nahelegt.

Im Zentrum steht die Frage, wie Europa ökonomisch und militärisch wider...


Standort Deutschland im Stresstest – was Politik und Unternehmen gegen die Industrieschwäche tun sollten
#319
12/05/2025

In dieser Folge von Economic Challenges ordnen Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die Warnungen des BDI ein. Rürup teilt den Befund der Industrieschwäche, betont aber gleichzeitig, dass äußere Faktoren wie das Ende des Globalisierungsschubs, Chinas Konkurrenz und der demografische Wandel den politischen Spielraum stark begrenzen.

Hüther spricht in dem Zusammenhang von einem „perfekten Sturm“, in dem externe Belastungen und eine unklare wirtschaftspolitische Linie zusammenwirken. Er verweist auf fehlende Planungssicherheit für Transformationsinvestitionen und geringe Produktivitätsimpulse. Und Rürup warnt: „Ohne qualifizierte Zuwanderung werden wir kein b...


Globale Klimapolitik im Dilemma: Wer investiert in die Staaten, die es am nötigsten haben?
#317
11/28/2025

In dieser Folge von Economic Challenges analysieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die strukturellen Herausforderungen verschuldeter Entwicklungsstaaten. Hohe Geburtenraten, geringe Wachstumsdynamik und fragile Institutionen erschweren eine doppelte Transformation: wirtschaftliche Modernisierung und Dekarbonisierung zugleich.

Zentral ist die Frage, wo öffentliche Mittel den größten Klimanutzen bringen. Rürup betont, dass gerade der Klimaschutzbereich dadurch gekennzeichnet sei, „dass die positiven Effekte eines investierten Euro oder Dollars nicht im Land des Zahlers stattfinden“. Investitionen in Infrastruktur, Energie und Bildung im Globalen Süden erzeugen höhere Wachstums- und Klimaeffekte als in reifen Vol...


Neuer Podcast: Meckel & Matthes – über Macht, Märkte und Maschinen
Neuer Podcast: Meckel & Matthes – über Macht, Märkte und Maschinen episode artwork
#318
11/24/2025

Jeden Freitag sprechen die Publizistin, Unternehmerin und Professorin Miriam Meckel und Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes über die wichtigsten Themen der Woche aus Politik, Wirtschaft und Technologie – und ordnen sie im Kontext der großen Zukunftsfragen ein.

Sie berichten von Begegnungen mit Politikerinnen, Unternehmerinnen und Technologievordenkern – aus den Machtzentren dieser Welt, von großen Konferenzen und ihren Reisen.

Die beiden analysieren, diskutieren, sezieren: Was bleibt vom Menschen, wenn Künstliche Intelligenz den Arbeitsmarkt umkrempelt? Welche Rolle spielt Europa im globalen Technologie-Wettlauf? Und wie schützen wir die Demokratie, wenn ihre Gegner digital, ökonomisch und ideologisch aufrüsten? Meckel & Ma...


Jahresgutachten der Wirtschaftsweisen – fehlt der große wirtschaftspolitische Kompass?
#316
11/21/2025

Der Sachverständigenrat hat sein neues Jahresgutachten veröffentlicht. Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, diskutieren die Ergebnisse.

Rürup betont, dass der breite Konsens im Gremium bemerkenswert sei und hebt besonders die Reformvorschläge zum Vermögensaufbau sowie zur Erbschafts- und Schenkungsteuer hervor.

Hüther bewertet das Gutachten zurückhaltender. Er kritisiert die Trennung in Frühjahrsteil und Herbstteil, weil dadurch die Finanzpolitik uneinheitlich erscheine. Zudem fehle ein grundlegendes Kapitel, das die Leitlinien der Wirtschaftspolitik bündelt und Prioritäten klar benennt.

Im Mittelpunkt s...


Klimaschutz oder Schadensbegrenzung: Braucht die Welt einen neuen Klimaclub?
#315
11/14/2025

Die Klimakonferenz 2025 ist im brasilianischen Belém gestartet. In der neuen Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die laufenden Verhandlungen und den Kurswechsel in der deutschen und europäischen Klimapolitik.

Die Ziele des Pariser Abkommens sind nicht mehr erreichbar. Rürup erwartet, dass der Anspruch nicht länger ist, die Schäden – wie Hochwasser, Hitzewellen und Waldbrände – zu vermeiden, sondern sie bloß zu bewältigen. Großkonferenzen mit 50.000 Teilnehmern, die extra anreisen, hält er für klimapolitisch fragwürdig und plädiert für einen konz...


Doppelkrise aus Demografie und Deglobalisierung – wie kommt Deutschland zurück zum Wachstum?
#314
11/07/2025

In dieser Folge diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die strukturellen Ursachen der Flaute: Das exportgetriebene Geschäftsmodell trägt weniger, die Industrieproduktion sinkt seit Jahren, zugleich beschleunigen Energiewende, Geopolitik und Alterung den Anpassungsdruck. Rürup spricht von einer „Doppelkrise“ und erinnert: „Das Trendwachstum liegt bei 0,3 Prozent“ – zu wenig, um die Lasten der Demografie zu finanzieren.

Hüther setzt dagegen auf eine „investitionspolitische Offensive“ der Unternehmen – gestützt von verlässlichen Rahmenbedingungen: Planungssicherheit in Klima- und Energiepolitik, schnellere Netze und Speicher sowie eine klare Linie bei der Strom- und Ladekostenpoli...


Dollar-Dominanz im Stresstest – Wie Europa den Euro strategisch stärken könnte
#313
10/31/2025

In dieser Folge von Economic Challenges analysieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die Robustheit des Dollar-Zeitalters. Ausgangspunkt für die Diskussion sind eine unberechenbare US-Wirtschaftspolitik, sinkendes Vertrauen in Institutionen und die Herabstufung der amerikanischen Kreditwürdigkeit.

Michael Hüther ordnet die Leitwährungsrolle in drei Funktionen ein: Reserve-, Transaktions- und „sicherer Hafen“-Währung. Trotz politischer Risiken bleibe der Dollar mangels Alternativen dominant; der US-Kapitalmarkt sei groß, liquide und tief. Zugleich verweisen steigende Goldnachfrage und Tendenzen zur Entdollarisierung auf wachsende Unsicherheit. „Die Risiken nehmen zu, der Dollar bleibt vorerst...


Drei Megatrends, ein Problem: Wie Deutschland auf Alterung, Deindustrialisierung und Klimawandel reagieren muss
#312
10/24/2025

Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, analysieren in dieser Folge von Economic Challenges die drei großen Strukturveränderungen, die Deutschlands Wohlstand herausfordern: das Ende des multilateralen Freihandels, die teure Dekarbonisierung und die Alterung der Gesellschaft.

Rürup warnt, dass diese „Trias der Megatrends“ das Trendwachstum deutlich senke und die industrielle Basis gefährde. Hüther betont, dass die Globalisierung für Deutschland lange ein Selbstläufer gewesen, diese Phase aber vorbei sei. „Keiner redet mehr vom grünen Wirtschaftswunder“, sagt er mit Blick auf eine zunehmend ernüchterte Industrie.<...


Wachstum durch „schöpferische Zerstörung“? Was die Politik aus der Nobelpreis-Verleihung lernen kann
#311
10/17/2025

In dieser Folge von Economic Challenges fragen Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, ob die vom österreichischen Ökonomen Schumpeter geprägte Vorstellung der „schöpferischen Zerstörung“ in einer Welt alternder Gesellschaften, globaler Konzerne und wachsender Standortkonkurrenz noch Orientierung bietet.

Rürup zeigt sich skeptisch: Multinationale Unternehmen hätten sich von nationalen Wachstumsbedingungen emanzipiert, die klassischen Innovationszyklen fänden zunehmend außerhalb Europas statt. „Diese Schumpeter-Theorie hat einen wichtigen historischen Wert“, sagt Rürup. „Aber politische Relevanz hat sie meines Erachtens in der heutigen Welt eigentlich nicht mehr.“

Hüther hingegen sie...


Wachstumsagenda ohne Wirkung? Was Reiches Ökonomen übersehen
#310
10/10/2025

Der neue Beraterkreis von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) legt mit seiner „Wachstumsagenda“ einen Plan für den Erhalt von Deutschlands Wohlstand und Stabilität vor: weniger Regulierung, mehr Markt, höhere Lebensarbeitszeit.

In dieser Folge von Handelsblatt Economic Challenges bemängeln Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, dass die Agenda trotz ihrer Konsistenz und der fundierten Analyse einige wesentliche Punkte außer Acht lasse. So fehle eine adäquate Berücksichtigung der fundamentalen Veränderungen durch die Dekarbonisierung und die geopolitische Zeitenwende, die die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Deutschlands grundlegend beeinflussten.<...


Multipolare Weltordnung: Droht das Ende des Freihandels?
#309
10/03/2025

In der aktuellen Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über den tiefgreifenden Wandel der Weltwirtschaft. Denn während die Dominanz der USA nach dem Kalten Krieg ungebrochen schien, so rücken heute China und Indien als neue Machtzentren auf.

„Seit dem Ersten Weltkrieg waren die USA die dominante Ökonomie – heute erleben wir eine Multipolarität“, betont Rürup. Hüther ergänzt, dass Chinas ehrgeizige Initiativen wie die "Belt and Road" oder die "Global Governance Initiative" auch ein Ergebnis des enormen demografischen Drucks seien.

Kr...


Warum Deutschland eine neue Industriepolitik wagen sollte
#308
09/26/2025

Die Diskussion über Industriepolitik hat in Deutschland an Bedeutung gewonnen, insbesondere angesichts der protektionistischen Signale aus den USA und der Herausforderungen durch den Klimawandel. In der aktuellen Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, wie Deutschland seine Standorte stärken und gleichzeitig die internationale Wettbewerbsfähigkeit seiner Unternehmen sichern kann. „Industriepolitik wird umso wichtiger, je weniger die Idee des Freihandels exekutiert wird“, sagt Bert Rürup im Podcast.

Historisch betrachtet, habe industrielle Intervention in Deutschland häufig als „ordnungspolitischer Schweinkram“ gegolten, während Länder wie Frankreic...


Rekordgewinne bei Dax-Konzernen trotz Rezession in Deutschland – wie passt das zusammen?
#307
09/19/2025

Die deutsche Wirtschaft befindet sich seit 2023 in einer Rezession, doch trotz dieser angespannten Lage melden einige Dax-Konzerne hohe Gewinne. 15 der 40 Dax-Unternehmen dürften in diesem Jahr sogar so viel verdienen wie noch nie. Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup nimmt diese Entwicklung zum Anlass, um die Frage aufzuwerfen, inwieweit der Leitindex noch als Indikator für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland herangezogen werden kann.

„Es ist sicherlich kein Indikator für die volkswirtschaftliche Entwicklung, aber für die Potenziale, die Unternehmen von diesem Standort aus erarbeiten können“, sagt Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft. „Wären diese Da...