Handelsblatt Crime - spannende Streitfälle der deutschen Wirtschaft
Korruption, Skrupellosigkeit, Größenwahn: In unserem Podcast Handelsblatt Crime berichten wir über die spektakulärsten Streitfälle der deutschen Wirtschaft. Begleiten Sie das Handelsblatt-Investigativ-Team ins Dunkle und Absurde der deutschen Wirtschaftswelt. Handelsblatt Crime finden Sie auf allen relevanten Podcast-Plattformen - und natürlich hier auf der Handelsblatt-Website. Jetzt reinhören: 14-tägig mit den Hosts Solveig Gode und Ina Karabasz sowie dem Handelsblatt Investigativ-Team unter der Leitung von Sönke Iwersen. Unser speziell für Handelsblatt Crime Hörer geschnürtes Abo-Angebot finden Sie hier: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Und falls Sie die Stimmen hinter Handelsblatt Crime gerne einmal live erleben woll...
Ende eines Alaska-Abenteuers - Warum „Ölbaron“ Kay Rieck ins Gefängnis muss
Öl- und Gasförderung als Kapitalanlage, das klingt in dieser Zeit hoher Benzinpreise wie eine vielversprechende Investition. Ein Deutscher, der schon vor fünfzehn Jahren auf die Idee kam, mit Bohrungen im US-Bundestaat Alaska sich selbst und andere Anleger reich machen zu wollen, steht im Mittelpunkt der neuen Folge von Handelsblatt Crime.
Der Unternehmer heißt Kay Rieck und ist 62 Jahre alt. Er wurde wegen seiner Geschäftsidee auch als „Ölbaron“ bezeichnet. Rund 10.000 Anleger sollen ihm einen dreistelligen Millionenbetrag zur Verfügung gestellt haben. Doch kaum waren die ersten Bohrungen abgeschlossen, geriet Riecks Wild-West-Abenteuer völlig außer Kontrolle...
Update für Handelsblatt Crime Live – Wir legen nach!
Das Programm Anfang Juni wird größer als geplant. Wir erzählen euch wie versprochen, wie die letzten 48 Stunden vor dem Zusammenbruch von Wirecard abgelaufen sind und der größte Bilanzskandal der deutschen Nachkriegsgeschichte sein Ende fand. Neu dazugekommen ist eine frische Cum-Ex-Recherche von Sönke und Volker, die gerade erst erschienen ist. Im Mittelpunkt steht ein ehemaliger Top-Banker der Schweizer Privatbank Sarasin: „Herr H.“. Er fälschte Rechnungen, log in einer eidesstattlichen Versicherung und bekam 250.000 Euro in einem Umschlag, von dem er nicht einmal seiner Frau erzählte.
Den Artikel dazu findet ihr auf Handelsblatt.com, und noch meh...
Diesel-Skandal bei Continental: Wer zahlt die Kosten von 300 Millionen Euro?
Mehr als zehn Jahre nach Beginn des Dieselskandals steht mit Continental ein zentraler Zulieferer im Fokus. Das Unternehmen lieferte Software für die Motorsteuerung, die manipulierte Abgaswerte ermöglichte. Interne Untersuchungen legen nahe, dass einzelne Mitarbeiter früh über kritische Funktionen informiert waren – unklar blieb lange, wie weit das Wissen im Konzern reichte. Einige Verfahren gegen ehemalige Manager wurden eingestellt.
Dennoch belaufen sich die Kosten für den Dieselskandal bei Continental auf rund 300 Millionen Euro. Nun versucht der Konzern, einen Teil davon von der zur Aufklärung beauftragten Kanzlei Noerr zurückzufordern – ein ungewöhnlicher Rechtsstreit mit offenem Ausg...
Neue Crime Live-Show Termine im Juni 2026: Die letzten 48 Stunden von Wirecard
Wir verlängern die Live-Tour mit unserem Podcast Handelsblatt Crime und kommen im Juni in drei weitere Städte:
Montag, 08.06.2026: Hamburg, Ohnsorg Theater Dienstag,09.06.2026: Köln, Gloria Mittwoch, 10.06.2026: Frankfurt, CLUB myticket Jahrhunderthalle
Tickets gibt’s hier
Dort können Sie das Handelsblatt-Crime-Team persönlich treffen, Geheimnisse aus investigativen Recherchen hören und einen Blick in unveröffentlichte Recherchedokumente werfen.
Das Thema des Live-Podcasts: Die letzten 48 Stunden des Skandalkonzerns Wirecard. Welche Textnachrichten hat Jan Marsalek kurz vor seinem Untertauchen verschickt? Wen rief Markus Braun an? Unsere Investigativjournalisten führen durch die letzten 48 Stunden vo...
Der Absturz des „Wolf of High Street“ – Uwe Reppegather und seine Centrum
Am 26. März 2026 rücken in sechs Ländern mehr als 400 Beamte aus. 49 Objekte werden durchsucht – darunter prachtvolle Anwesen, eine Cannabis-Firma und eine historische Segelyacht. Im Düsseldorfer Medienhafen sichern Ermittler die Zentrale des Projektentwicklers Centrum. Ihr Chef wird zeitgleich auf Ibiza von Spezialkräften der spanischen Polizei festgenommen.
Manche nennen ihn „König der Kö“, andere den „Wolf of High Street“: Uwe Reppegather. Vom Hauptschüler arbeitete er sich zu einem der mächtigsten Player der deutschen Immobilienbranche hoch. Er bewegte Milliarden, umgab sich mit Promis wie Boris Becker und Til Schweiger – und führte ein Leben im Luxus: Privat...
Bis zu 72 Prozent – Die fragwürdigen Gold-Rabatte der TGI
Der Goldhändler Helmut Kaltenegger verkauft Gold zu Kampfpreisen. Rabatte von bis zu 72 Prozent verspricht seine Liechtensteiner Firma TGI AG, wenn sich der Kunde bereit erklärt, drei Jahre auf die Auslieferung zu warten. Sein Motto: „Geht nicht, gibt’s nicht.“ Angeblich haben bereits 40.000 Menschen zugeschlagen. Rund 80 Millionen Euro an Rabatten will die TGI schon ausgeschüttet haben.
Die Zeiten sind gut für Goldhändler. Das Edelmetall gilt als sicherer Hafen – vor allem in Krisen. Das zeigt sich aktuell wieder: Der Goldpreis ist innerhalb eines Jahres um rund 50 Prozent gestiegen. Das zieht viele Menschen an, die sich fragen...
Blaulicht bei Tesla – wie eine Betriebsratswahl zur Schlammschlacht wurde
Blaulicht, beschlagnahmter Laptop, Vorwurf einer heimlichen Aufnahme – und mittendrin Unternehmenschef Elon Musk. Bei Tesla in Grünheide eskaliert ein Machtkampf, der die Grenzen des deutschen Arbeitsrechts austestet. Eigentlich wollte die IG Metall bei der Betriebsratswahl ihren Einfluss ausbauen. Die von Betriebsratschefin Michaela Schmitz angeführte Liste, die viele Beschäftigte als managementnah beschreiben, beschimpfte die Gewerkschafter als Störfaktor. Auf einer Betriebsfeier tauchte dann plötzlich Rapper Kool Savas auf – mitten in einem Arbeitskampf.
Der Konflikt eskalierte weiter: Weil ein Gewerkschafter eine Sitzung heimlich aufgenommen haben soll, rief Tesla die Polizei. Die IG Metall bestreitet das und spricht v...
Jens Lehmann: Vom WM-Helden zum vorbestraften Dauergast bei Gericht
Jens Lehmann schrieb als Nationaltorwart bei der Fußball-WM 2006 im Elfmeterschießen gegen Argentinien Geschichte. Doch nach seiner Karriere begann ein Abstieg abseits des Platzes. Immer wieder sorgte „Mad Jens“ mit aggressiven Ausbrüchen, bizarren Aktionen und juristischen Auseinandersetzungen für Schlagzeilen. Von Verkehrsdelikten über Streitigkeiten um Geld bis hin zum spektakulären Kettensägen-Angriff auf die Garage eines Nachbarn am Starnberger See: Lehmann ist Dauergast vor Gericht.
In dieser Folge von Handelsblatt Crime spricht Host Solveig Gode mit den Investigativ-Reportern René Bender und Volker Votsmeier über ihre Recherchen zu Lehmann. Sie erzählen, wie sie auf Akten der Steu...
Die Millionen-Pleite der Degag: Jetzt spricht der letzte Vorstand
Vor einem Jahr kollabierte die Immobiliengruppe Degag aus Hannover. Der Schaden könnte im dreistelligen Millionenbereich liegen. Den 4500 Privatanleger droht der Totalverlust. Der letzte Vorstand der Degag, Bernd Klein, macht nun etwas, das Vorstände in vergleichbaren Situationen vermeiden. Er bekennt sich zu seiner Verantwortung und hat exklusiv mit Handelsblatt Crime über die Geschäfte und die Pleite der Degag gesprochen.
Nachdem Host Ina Karabasz und Investigativ-Reporter Lars-Marten Nagel in der vergangenen Folge skizziert haben, wie es zu dem Skandal kommen konnte, steht diesmal das Interview mit Bernd Klein im Mittelpunkt der Folge.
Kleins Aussagen habe...
Die Millionen-Pleite der Degag wird zum nächsten Krimi am Immobilienmarkt
Das Geschäftsmodell der Degag-Gruppe aus Hannover schien einfach: Es sah vor, Schrottimmobilien zu kaufen, sie leerzuziehen, zu sanieren und neue Mieter zu finden. Am Ende sollten die Häuser gewinnbringend an Großinvestoren verkauft werden.
In den guten Jahren der Immobilienbranche florierte das Geschäft. Die Degag wuchs, sammelte Millionen von Privatinvestoren und Firmengründer Birger Dehne feierte sich als Visionär. Nach einem Megadeal 2021 machte er Kasse und zog sich als Berater in die zweite Reihe zurück. Es war der Höhepunkt in der Firmengeschichte und zugleich der Wendepunkt.
Vor einem Jahr kollabie...
Cum-Ex bei der LBBW – die Chefetage bleibt verschont
Schwere Steuerhinterziehung beginnt bei 50.000 Euro. Die LBBW verursachte mit Cum-Ex-Geschäften einen Schaden von 150 Millionen Euro. Bei diesen Aktienkreisgeschäften mit (cum) und ohne (ex) Dividende ging es den Beteiligten ausschließlich darum, sich nicht bezahlte Kapitalertragsteuern erstatten zu lassen. Als die LBBW ertappt wurde, zahlte sie das Geld – samt Zinsen 200 Millionen Euro – zurück.
Für die Verantwortlichen, die Boni kassierten, folgten keine Konsequenzen. Dem Handelsblatt liegt ein bislang nicht veröffentlichter Bericht der Stuttgarter Steuerfahndung vor. Er legt nahe, dass es in Baden-Württemberg neben dem Steuerskandal auch ein Justizversagen gibt.
Bei Handelsblatt Crime sprich...
Cum-Ex-Skandal: Die Memoiren des ehemaligen Kronzeugen Kai-Uwe Steck
Kai-Uwe Steck ist einer der wichtigsten Köpfe der Cum-Ex-Affäre, des größten Steuerskandals der vergangenen Jahrzehnte. Zum einen hat der Wirtschaftsanwalt an entscheidender Stelle daran mitgewirkt, den Staat um viele hundert Millionen Euro zu betrügen, zum anderen kooperierte er mit der Staatsanwaltschaft. Steck war der erste Kronzeuge und half bei der Aufklärung des Falls.
Dafür wurde er vom Gericht belohnt. Trotz des immensen Steuerschadens wurde er im Sommer 2025 nur zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Das milde Urteil verwunderte auch deshalb viele Beobachter, weil Steck nachweislich vor Gericht log. Als Zeuge hat er versproc...
Abmahnungen, Klagen, Grauzonen: Der Crime-Jahresrückblick mit unseren Handelsblatt-Anwälten
Zum Jahresende blicken wir nicht auf einen einzelnen Fall, sondern hinter die Kulissen von Handelsblatt Crime – gemeinsam mit denen, die sonst im Hintergrund arbeiten. Zu Gast sind Chefjustiziar Peter Koppe und Justiziarin Marie Wollschlaeger – nachdem die erste Folge im Sommer mit Peter so gut ankam. Sie erzählen von Abmahnungen über Klagen bis hin zu skurrilen Beschwerden.
Es geht außerdem um einen „Trend", den die beiden als ein wiederkehrendes Muster vor Gericht ausmachen: mächtige Manager, die sich in guten Zeiten mit großen Titeln schmücken – und im juristischen Konfliktfall plötzlich als klein und ohne Einfluss i...
Familienunternehmer: Der falsche Baron von Krupp
In den sozialen Netzwerken tritt Peter von Bohlen und Halbach so auf, wie man es von einem Baron erwartet: Er jettet um die Welt, speist in teuren Restaurants und übernachtet in luxuriösen Hotels.
Von Bohlen und Halbach hat sich Großes vorgenommen. Der Mann, dessen Name an den Industrieriesen und Stahlhersteller Krupp erinnert, will die Welt retten und den Klimawandel aufhalten. Dafür hat er ein Klimainstitut gegründet und berät in Brasilien mehrere Bundesstaaten bei der Vermarktung von CO₂-Zertifikaten.
„Ich trage den Namen nicht als Behauptung, sondern als verbriefte, verantwortungsvolle Realität“, schreib...
Neue Crime Live-Show Termine im Februar 2026: Die letzten 48 Stunden von Wirecard
Ihr wollt das Handelsblatt Crime Team persönlich treffen, Geheimnisse aus investigativen Recherchen hören und einen Blick in unveröffentlichte Recherchedokumente werfen?
Dann laden wir euch herzlich zu unseren Veranstaltungen ins Babylon Berlin am 26. Februar 2026 und in den Club im Capitol Theater Düsseldorf am 27. Februar 2026 ein.
Handelsblatt Crime bringt den Skandalkonzern Wirecard auf die Bühne. Welche Textnachrichten hat Jan Marsalek kurz vor seinem Untertauchen verschickt? Unsere Investigativjournalisten führen durch die letzten 48 Stunden vor dem Zusammenbruch – E-Mail für E-Mail, Chat für Chat. Eine Minute absurder als die andere!
Also, komm...
Henry O’Sullivan: Der Schattenmann im Wirecard-Skandal
Er gilt als der heimliche Strippenzieher im Wirecard-Skandal schlechthin: James Henry O´Sullivan. Der britische Geschäftsmann fädelte als externer Berater insbesondere in Asien viele Deals für den Zahlungsanbieter ein und feierte viele Nächte mit dem früheren und heute noch immer flüchtigen Wirecard-Vorstand Jan Marsalek durch.
Jetzt sprach ein Gericht in Singapur O´Sullivan und einen Komplizen wegen Kontenfälschungen in Milliardenhöhe schuldig.
Das Gericht zeichnete detailliert nach, wie O´Sullivan falsche Saldenbestätigungen für jene Konten organisiert hatte, auf denen die angeblichen Wirecard-Milliarden liegen sollten. Dass sich das als falsc...
Frühere Cum-Ex-Chefermittlerin Anne Brorhilker: „Die Finanzbranche leistet sich einen unglaublichen Lobbyapparat“
Elf Jahre lang führte Anne Brorhilker die Ermittlungen im größten Steuerbetrugsskandal Deutschlands. Als Chefermittlerin der Staatsanwaltschaft Köln brachte sie zentrale Akteure der Cum-Ex-Geschäfte vor Gericht – jener Aktiendeals, bei denen sich Banken, Fonds und Berater Kapitalertragsteuer mehrfach erstatten ließen, obwohl sie nie gezahlt wurde. Dem deutschen Staat entstand dadurch ein Schaden in zweistelliger Milliardenhöhe.
Brorhilker hat Ermittlungen geführt, Anklagen geschrieben, Urteile erwirkt – und gleichzeitig viel Kritik einstecken müssen: Sie habe zu wenig delegiert und gegen zu viele Beschuldigte Ermittlungen eingeleitet. Vor etwa eineinhalb Jahren verließ sie den Staatsdienst und schloss sich der Bürge...
Neuer Podcast: Catching Chris - Auf der Spur des Millionenbetrügers
Ein Mann. Viele Identitäten. Unzählige Opfer und ein mutmaßlicher Millionenschaden.
Fast eineinhalb Jahre lang suchen die Handelsblatt-Journalisten Michael Verfürden, Lars-Marten Nagel und Solveig Gode einen der dreistesten Serienbetrüger Deutschlands: ein Mann wie ein Phantom. Er gibt sich mal als Adliger aus, mal als Selfmade-Millionär. Er bricht Frauen das Herz, zerstört Existenzen und bringt Anleger um Millionen. Nichts an ihm ist echt – kein Job, kein Name, kein Gefühl.
Wir verfolgen ihn quer durch Deutschland und über drei Ländergrenzen. Die Spuren führen zu Luxusvillen, Golfplätzen und Gerichtssälen...
Hotels, Reisen, Dienstwagen: Spesenskandal bei der Fraunhofer-Gesellschaft
Die Fraunhofer-Gesellschaft ist ein Leuchtturm in der deutschen Wissenschaftslandschaft. Für die Forschung stellen Bund und Länder Milliarden Euro bereit. Doch zuletzt wurde die Reputation der Fraunhofer-Gesellschaft stark beschädigt. Denn der Bundesrechnungshof hat festgestellt, dass Führungskräfte der Organisation jahrelang gegen Spesen- und Reisekostenregeln verstoßen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Untreue.
Im Zentrum: der frühere Präsident, der sein Budget offenbar immer wieder überschritten und sich teure Eskapaden gegönnt haben soll. Er musste das Unternehmen schließlich verlassen. Auch die Aufarbeitung des Skandals und die Rolle einer heutigen Vorständin sorgt für Fragen...
Auf der Spur eines Phantoms: Die neue Live-Show von Handelsblatt Crime
Ein Hochstapler auf der Flucht verspricht Reichtum, Liebe und Erfolg – doch nichts an ihm ist echt. Nach dem großen Erfolg im Juni kommt die zweite Live-Show von Handelsblatt Crime! Am **20.11.2025 **um 19 Uhr im Bergson Kunstkraftwerk München präsentieren die Investigativreporter Lars-Marten Nagel und Michael Verfürden ihre neue, bisher unveröffentlichte Recherche gemeinsam mit Podcast Host Solveig Gode.
Tickets gibt´s über den Link.
Zwei Jahre Haft für „Wunderwuzzi“ René Benko – Niederlage für die Staatsanwaltschaft?
Der österreichische Immobilieninvestor René Benko muss für zwei Jahre ins Gefängnis, weil er 300.000 Euro seiner Mutter geschenkt hat, anstatt sie seinen Gläubigern zu geben. Es wirke, als habe Benko versucht, das Geld beiseitezuschaffen, sagte die Vorsitzende Richterin vergangenen Mittwoch bei der Urteilsverkündung. Benko hat mit der Signa-Gruppe einen der größten Handels- und Immobilienkonzerne Europas aufgebaut. 2023 folgte die Milliarden-Pleite.
Jetzt will die österreichische Justiz ihn für mutmaßliche Straftaten zur Rechenschaft ziehen. Das Landesgericht Innsbruck verhandelte nur zwei Tage. Am Ende fiel das Urteil milder aus als gedacht: Die Staatsanwaltschaft hatte ihn in zwei Pun...
Von der Medizintechnik-Hoffnung zum Fall für die Staatsanwaltschaft: Syntellix und Utz Claassen
Er war einst ein Wunderkind der deutschen Wirtschaft: Abitur mit 0,7, Oxford-Absolvent, McKinsey-Berater, später Vorstandschef bei EnBW. Utz Claassen galt als Überflieger und knallharter Sanierer – bis Vorwürfe von Abzocke und ständige Auseinandersetzungen vor Gericht seinen Ruf massiv beschädigten.
Heute ist Claassen Chef der Medizintechnikfirma Syntellix – einem Unternehmen, das vor allem durch leere Versprechungen, verfehlte Ziele sowie nicht gezahlte Gehälter und Rechnungen auffällt. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt Claassen inzwischen des Betrugs und der Insolvenzverschleppung.
Er weist das empört zurück. Und zeigt auf den ehemaligen Deutsche Bank Chef Jürgen Fitschen. Diese...
Teure Symbolpolitik: Warum die Sanktionen gegen die Megajachten mutmaßlicher Putin-Freunde scheitern
Der Plan der Politik klang einfach – und spektakulär: Wer den Reichen ihre Megajachten, Privatjets und Luxusvillen abnimmt, setzt sie unter Druck. Ohne ihre Unterstützung sei Putins Krieg womöglich schnell vorbei.
Vor allem die Megajachten sollten festgesetzt, beschlagnahmt oder eingefroren werden, wie der damalige US-Präsident Joe Biden in einer Rede im TV verkündete.
Nach drei Jahren Krieg hat sich ein Team des Handelsblatts eine einfache Frage gestellt: Was haben die Sanktionen gegen die Megajachten tatsächlich bewirkt?
In der aktuellen Ausgabe von „Handelsblatt Crime“ spricht Host Solveig Gode mit Osteuropa-Ko...
Millionenstrafe für Tesla nach Tod in Florida: Der Autopilot-Prozess
Im April 2019 rast ein Tesla Model S mit eingeschaltetem Autopiloten über ein Stoppschild in Florida und rammt ein Liebespaar, das in den Sternenhimmel schaut. Die junge Frau stirbt, ihr Freund überlebt schwer verletzt. Nun hat eine Jury entschieden: Tesla muss über 240 Millionen Dollar Schadensersatz zahlen – ein historisches Urteil.
In dieser Folge von Handelsblatt Crime spricht Solveig Gode mit ihren Investigativ-Kollegen Sönke Iwersen und Michael Verfürden, den Autoren von "Die Tesla Files". Sie erklären, wie die Kläger im Prozess beweisen konnten, dass Teslas Autopilot versagt hat – und wie der Konzern versuchte, entscheidende Daten zu verschweige...
English Version: Arrested at the Airport – The Case Against US Tech Entrepreneur Daniel Starr
Note: The voices of Gode, Iwersen, and Votsmeier are AI-generated to make this English version accessible to an international audience.
Paris, November 2022: Tech millionaire Daniel Starr is reading on his private jet when heavily armed police storm the plane. Minutes later, he’s face down on the runway, pinned between two officers with their hands on their weapons.
The arrest should never have happened. It was based on a European warrant issued by German prosecutors – later overturned as unlawful. Yet the investigation goes on, pursued with unusual toughness and sparking growing political backlash, even among alli...
Der Fall Daniel Starr: Deutsche Justiz jagt US-Unternehmer – und der weiß jahrelang nicht, warum
Heute sprechen wir bei Handelsblatt Crime über strafrechtliche Ermittlungen, die für Aufsehen sorgen: Es geht um den US-Tech-Unternehmer Daniel Starr. Er gründete, kaufte und verkaufte Dutzende Firmen, spendete Millionen an die Ukraine und verkaufte eine Villa in Beverly Hills an Rihanna. Seit mittlerweile fünf Jahren ermittelt die Bonner Staatsanwaltschaft gegen ihn – der Vorwurf lautet Steuerhinterziehung.
Das Verfahren sticht heraus: Die Ermittler gehen mit einer Härte vor, die in vergleichbaren Fällen selten zu beobachten ist. Der Fall Daniel Starr ist so brisant, dass sich inzwischen sogar Politiker aus dem engen Kreis von Donald Trump in...
Hanno Berger – ein Gespräch mit dem inhaftierten Steueranwalt
In seinem ersten Interview hinter Gittern spricht Berger mit den Handelsblatt-Investigativreportern Sönke Iwersen und Volker Votsmeier über seine Sicht auf den Skandal, seine Flucht in die Schweiz – und über die Frau, die ihn zu Fall brachte: die Kölner Ermittlerin Anne Brorhilker.
Moderiert von Ina Karabasz, beleuchtet diese Folge von Handelsblatt Crime, wie aus einem Star-Anwalt der Hauptangeklagte im größten Steuerskandal Deutschlands wurde.
Berger gibt spannende Einblicke in seinen Alltag als Gefangener. Zu seinen rechtskräftigen Verurteilungen hat er eine klare Meinung – und auch zu seinem früheren Ziehsohn und Partner Kai-Uwe Steck, der mit sein...
René Benko angeklagt: Einblicke in Versteckspiele rund um eine Milliardenpleite
Seit Januar sitzt René Benko in Untersuchungshaft. Nun soll er sich schon bald vor Gericht verantworten. Die Wiener Staatsanwaltschaft hat den einstigen Milliardär angeklagt. Sie wirft Benko betrügerischen Bankrott vor. Der Mann, der nach seinem kometenhaften Aufstieg als „Wunderwuzzi“ gefeiert wurde und als vermeintlicher Retter der Kaufhauskette Galeria galt, soll Vermögen verschleiert und beiseitegeschafft haben. Jetzt drohen ihm bis zu zehn Jahre Gefängnis.
Die Anklage, Ermittlungsakten und Zeugenaussagen gewähren tiefe Einblicke in Benkos mutmaßliches Versteckspiel rund um die größte Pleite der österreichischen Geschichte.
Welche Rolle eine abrutschende Villa auf der Innsbr...
Showdown um Sympatex: Zwei Spitzenberater auf der Anklagebank
In München hat einer der wohl spannendsten Wirtschaftsstrafprozesse des Jahres begonnen. Verantworten müssen sich zwei der bekanntesten Berater der Republik, der Sympatex-Eigner Stefan Sanktjohanser und der Restrukturierungsexperte Frank Günther sowie zwei weitere Manager.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Betrug in fast 100 Fällen vor. Sie sollen zusammen mit anderen eine drohende Insolvenz und einen Verkauf des Textilherstellers Sympatex inszeniert haben, um Investoren einer Anleihe zum Verzicht auf 90 Prozent ihres Kapitals zu bewegen. Es könnte ein Mega-Verfahren werden. Rund 170 Zeugen hat die Staatsanwaltschaft benannt. Anberaumt sind 67 Verhandlungstermine bis Ende Juni 2026.
Der Fall schlägt sch...
Wir suchen Testhörer für einen neuen Podcast
Wir produzieren gerade einen brandneuen Podcast und brauchen Ihre Mithilfe. Es geht um exklusive Investigativrecherche für einen Doku-Podcast.
Haben Sie Lust, ihn vor allen anderen zu hören und mitzugestalten? Und Sie haben am 28.07.2025 oder 05.08.2025 Zeit, mit uns darüber zu sprechen? Dann melden Sie sich jetzt hier bis zum 13.07.2025 an. Sie können sich ganz entspannt per Videocall zuschalten. Für die Teilnahme gibt es auch eine kleine Aufwandsentschädigung. Unter allen Anmeldungen werden die Teilnehmer ausgelost und anschließend von uns benachrichtigt.
Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Ha...
Insolvenz der Gröner Group: Der tiefe Sturz eines Baulöwen
Die Situation um den Bauunternehmer Christoph Gröner spitzt sich zu: Vor wenigen Wochen hat ein Gericht das Insolvenzverfahren über die Gröner Group eröffnet, eine zentrale Dachgesellschaft seiner Firmen. Auch hinter Gröners Privatvermögen sind Gläubiger her. Hier läuft ein vorläufiges Insolvenzverfahren. Und dann interessiert sich auch noch die Staatsmacht für seine Geschäfte. Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt wegen mutmaßlicher Verschleppung von Insolvenzen und Veruntreuung von Arbeitsentgelt.
Dabei äußerte sich Gröner noch im August 2024 bei Handelsblatt Crime sehr optimistisch zur Zukunft seiner Unternehmungen. Das Handelsblatt griff das Thema damals in...
Wirecard, Sophia Thomalla, EY: Handelsblatt-Chefjurist erzählt von seinen spannendsten Fällen
Was passiert, wenn dem Handelsblatt bereits mit einer Millionenklage gedroht wird– noch bevor überhaupt ein Artikel veröffentlicht wurde? In dieser Crime-Sonderfolge spricht Host Solveig Gode mit Peter Koppe, dem Chefjuristen der Handelsblatt Media Group. Die beiden werfen einen Blick hinter die Kulissen der Investigativarbeit – die juristisch nicht selten heikel ist. Bevor Handelsblatt-Recherchen ans Licht kommen, prüfen Koppe und sein Team die Artikel und Podcasts. Und wenn es doch mal hart auf hart kommt, verteidigen sie das Handelsblatt vor Gericht.
Koppe erzählt von realen Fällen aus seiner Arbeit: von Fax-Abmahnungen, aggressiven Anwaltsschreiben und Gerichtsprozessen rund um W...
Überraschung im Cum-Ex-Prozess gegen den Kronzeugen
Trotz schwerer Steuerhinterziehung in Millionenhöhe muss der Angeklagte Kai Uwe-Steck nicht ins Gefängnis. Das Urteil - ein Jahr und zehn Monate auf Bewährung - fiel für viele Beobachter überraschend mild aus. In unserer aktuellen Folge Handelsblatt Crime sprechen wir darüber.
Wir blicken auf das Urteil gegen Steck und seine Rolle im Cum-Ex-Komplex. Warum fiel das Strafmaß so moderat aus? Erfahren Sie mehr darüber, wie das Gericht seine Entscheidung begründet – und warum die Entscheidung für Irritationen sorgt. Steck hat dem Staat zwar geholfen, hunderte Millionen Euro zurückzuholen. Doch nur einen Bruchte...
Digitale Schutzgelderpressung: der Fall Gomopa
In dieser Folge von Handelsblatt Crime geht es um Klaus Maurischat, den Medienmanager hinter dem Finanzportal Gomopa. Zwei Jahrzehnte lang war das Portal eine zentrale Anlaufstelle für Warnungen vor unseriösen Finanzprodukten und Skandalen – von Wirecard bis Dolphin Trust.
Doch hinter der Fassade der Enthüllungen steckt eine andere Geschichte: Das Amtsgericht Saarbrücken hat Maurischat wegen Erpressung per Strafbefehl verurteilt, nachdem er sich von dubiosen Finanzjongleuren eines Schneeballsystems kritische Berichterstattung abkaufen ließ.
Maurischat sagt dazu: “Wer ein Nutzungsrecht an einem journalistischen Beitrag kauft, kann über dessen Verwendung entscheiden. Das gilt auch, wenn der Text dadur...
Der Skandal um die Greensill Bank – Teil 2: Wie es zur Insolvenz kam und der finanzielle Schaden aufgearbeitet wird
Der rasante Aufstieg der Bremer Greensill Bank gehört zu den bemerkenswertesten Geschichten in der Historie des deutschen Finanzmarkts – ebenso wie ihr rapider Niedergang.
Für deutsche Sparer war es die größte Bankenpleite seit Lehman Brothers. Sie traf mehr als 20.000 Privatanleger, die mit Milliardensummen entschädigt werden mussten. Kommunen haben dagegen bis heute Forderungen von mehr als 330 Millionen Euro offen.
Unmittelbar nach dem dramatischen Aus im März 2021 begann die Suche nach den Ursachen und Verantwortlichen für das Desaster. Greensill-Führungskräfte gerieten unter Druck, aber auch Entscheidungsträger von Kommunen, die für die Investi...
Der Skandal um die Greensill Bank – wie ein kleines Bremer Finanzinstitut Anleger und Kommunen um Milliarden brachte
In nur wenigen Jahren machte der Australier Lex Greensill aus einer unscheinbaren Bremer Bank eine Größe am Finanzmarkt. Das Geldhaus machte Großbanken Konkurrenz und lockte mit seinen Konditionen mehr als 20.000 deutsche Sparer und dutzende Kommunen an.
Greensill wurde Milliardär, in Großbritannien als Unternehmer des Jahres gefeiert und das Königshaus zeichnete ihn für seine Verdienste um die Wirtschaft aus. Dann fanden sich Hinweise, dass hinter dem rasanten Aufstieg mutmaßlich ein Betrug mit milliardenschweren Luftbuchungen steckte. Greensills gesamte Finanzgruppe samt der Bremer Bankentochter kollabierte.
Knapp vier Jahre später steht die Aufar...
Wolfgang Hoeft: Der Puppenspieler und das 50-Millionen-Euro-Rätsel
*** Handelsblatt Crime kommt live auf die Bühne: am 5.6. im Bergson Kunstkraftwerk in München. Wir freuen uns auf euch! Tickets gibt es hier: ***
Seit sechs Jahren ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Wolfgang Hoeft. Der Verdacht: Der Strippenzieher der MW-Gruppe soll ein Schneeballsystem betrieben haben, das 1200 Anleger um rund 50 Millionen Euro gebracht haben soll.
In Hochglanzbroschüren warben die Verkäufer der MW-Gruppe offenbar einst mit Renditen von 20 Prozent. Heute berichten viele Anleger, dass sie ihre Ersparnisse verloren haben – und vor dem finanziellen Ruin stehen. Eine ehemalige Anlegerin, die anonym bleiben möchte, beschreibt ihre Situation gegenüb...
Marsaleks Chaos-Spione im Einsatz – wie der Ex-Wirecard-Vorstand sechs Russland-Agenten dirigierte
*** Handelsblatt Crime kommt live auf die Bühne: am 5.6. im Bergson Kunstkraftwerk in München. Wir freuen uns auf euch! Tickets gibt es hier: https://bergson.com/event/aufgedeckt-die-spektakulaersten-streitfaelle-der-deutschen-wirtschaft ***
Und nun zur Folge: Es war einer der spektakulärsten Spionage-Prozesse unserer Zeit, der seit Ende November im Londoner Strafgericht Old Bailey verhandelt wurde. Die britischen Behörden verfolgten sechs Bulgaren, vier Männer und zwei Frauen, weil diese unter Anleitung des flüchtigen Ex-Wirecard-Asienvorstands Jan Marsalek für russische Nachrichtendienste spioniert und Anschlagspläne ausgeheckt haben sollen – unter anderem auch in Deutschland.
Das Urteil ist nun gefall...
Blackbox Tesla: Was geheime Unterlagen und ein Enthüllungsbuch über Elon Musk verraten
Elon Musk greift nach der ganzen Welt. Tesla machte ihn zum dreihundertfachen Milliardär. Mit Starlink beeinflusst er Kriege. Mit der Onlineplattform X kontrolliert er die öffentliche Meinung. Im Herbst 2024 kaufte er sich in die US-Regierung ein. 300 Millionen Dollar für Trumps Wahlkampf. 150 Milliarden Dollar mehr auf Musks Konto nach dessen Sieg. Jetzt kürzt er die Budgets der Behörden, die ihn beaufsichtigen sollen. Die Kontrolle schwindet – seine Macht wächst. Wie konnte es so weit kommen?
Die Handelsblatt-Investigativ-Journalisten Sönke Iwersen und Michael Verfürden erhielten 2022 von einem Whistleblower 100 Gigabyte interner Tesla-Daten zugespielt. Eine zweijährige Reche...
300 Millionen Euro gedreht – Picam-Chef muss fast sechs Jahre in Haft
Ein Jahr hat die Hauptverhandlung gedauert. Nun steht fest: Der Picam-Chef Thomas Entzeroth muss fünf Jahre und zehn Monate ins Gefängnis, weil er 3000 Anleger betrogen hat und rund 300 Millionen Euro durch ein Schneeballsystem rotierte.
Einst klangen die Offerten von Picam nach dem perfekten Investment. Die Vermögensverwalter versprachen ihren Geldgebern, mit Wertpapierhandel zwischen 15 und 20 Prozent Rendite zu erwirtschaften. Möglich mache das ein Wundercomputer in der Schweiz, der Handelssignale auswertet.
Rund 3000 Investoren glaubten die Geschichte und legten im Zeitraum von 2007 bis 2017 an. Hunderte werden ihr Geld nicht mehr wiedersehen. „Es entstand ein Geldkreislauf, und le...