Wort zum Tag

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By: Wort zum Tag

Beginnen Sie jeden Tag mit einem neuen «Wort zum Tag». Gedanken zur Inspiration, zum Glauben und Kontemplation. Das «Wort zum Tag» ist überkonfessionell und bietet täglich kurze Gedanken, Andachten, Predigten zur Inspiration und Einkehr.

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Wort zum Tag - Toni Zulauf, Initiator Wort zum Tag, Ranflüh BE
Today at 4:21 AM

Die flasche Kasse

Toni Zulauf, Initiator Wort zum Tag, Ranflüh

Drei Kassen sind offen. Natürlich stelle ich mich dort an, wo die Schlange am kürzesten ist.

Und prompt geht nichts mehr. Ein Preis stimmt nicht, die Kassiererin muss jemanden rufen. Nebenan läuft es wunderbar. Soll ich die Schlange wechseln?

Eigentlich geht es nur um zwei oder drei Minuten. Trotzdem tun wir manchmal, als hätten wir wertvolle Lebenszeit verloren.

Wir versuchen ständig, Zeit zu sparen: schneller fahren, eine Abkürzung nehmen...


Wort zum Tag von Pfarrerin Kathrin Rehmat, Predigerkirche Zürich, ZH
Last Wednesday at 10:00 PM

Frederick – Vorräte für den Winter

Die Feldmäuse sammeln fleissig Vorräte für den Winter. Nur Frederick scheint untätig zu sein: Er sammelt Sonnenstrahlen, Farben und Wörter. Als im Winter die Nahrung knapp und es den Mäusen kalt und still wird, schenkt Frederick ihnen mit seinen Geschichten, Bildern und Gedichten Wärme, Farben und Freude. So wird deutlich: Nicht nur das, was wir zum Überleben brauchen, ist wichtig – auch Worte, Bilder und Geschichten können uns durch schwierige Zeiten tragen.

#WortZumTag #Frederick #Geschichten #Wärme #Farben #Wörter #Poesie #Winter #Zuversich...


Wort zum Tag von Pfarrer Andreas Nufer, Theologischer Leiter Kloster Kappel, ZH
Last Tuesday at 10:00 PM

Die Sprache der Blumen

Andreas Nufer geht der Frage nach, wie Menschen vom Göttlichen sprechen können. Neben Worten gibt es dafür auch die Sprachen der Kunst – Musik, Bilder, Skulpturen und sogar Blumen. In der Tradition der Blumensprache können Blumen ganz unterschiedliche Botschaften übermitteln: von Liebe und Hoffnung bis zu Misstrauen oder Ablehnung. So wird ein Blumenstrauss zu einer Sprache, die ohne Worte auskommt und direkt ins Herz spricht.

#WortZumTag #Blumensprache #Blumen #Glaube #Göttliches #Sprache #Kunst #KlosterKappel #AndreasNufer #Hoffnung #Liebe

Blumensprache, Blumen, rote Rose, Blumenkirchen, Erntedank, Kunst, Sprache...


Wort zum Tag von Pfarrerin Susanna Meyer Kunz, Leitende Spitalseelsorgerin Universitätsspital Zürich, ZH
Last Monday at 10:00 PM

Nicht vom Brot allein

Susanna Meyer-Kunz erzählt von einer Wanderung zu einem Bergsee, die ihr nach einem intensiven Spitalalltag hilft, Abstand zu gewinnen, durchzuatmen und einfach da zu sein. Ausgehend vom biblischen Satz «Der Mensch lebt nicht vom Brot allein» erinnert sie daran, dass zum Leben auch Sinn, Beziehungen, Hoffnung und geistliche Nahrung gehören. Gerade wer gewohnt ist zu leisten und produktiv zu sein, braucht Zeiten ohne Agenda und Zeitdruck: zum Staunen, Geniessen, Zusammensein und sogar zum «Verblödeln». Solche Unterbrechungen können zu kostbaren Oasen im Alltag werden.

#WortzumTag #NichtVomBrotAllein #Oase #Achtsamkeit #Auszeit...


Wort zum Tag von Pfarrer Stephan Bieri, Vor im Holz, Grossaffoltern, BE (Wdh)
Last Sunday at 10:00 PM

Getragen und frei

Ein Drachen im Herbstwind wird zum Bild für unser Leben: Wir sehnen uns nach Freiheit und möchten uns nicht eingeengt fühlen. Gleichzeitig brauchen wir Halt – einen Faden der Liebe und ein Netz der Mitmenschlichkeit. Wie die Schnur den Drachen trägt und seine Kräfte ins Gleichgewicht bringt, sind auch wir auf Menschen angewiesen, die uns halten und unterstützen. Der Blick auf Gottes schützende Hand führt zu der Frage, wie wir selbst für andere zu einem solchen Halt werden können – besonders für Menschen, die übersehen, abgeschrieben od...


Wort zum Tag von Pfarrerin Barbara Steiner, aktuell unterwegs auf der Via Francigena
Last Saturday at 10:00 PM

Gemeinsam unterwegs – und doch wieder getrennt

Barbara Steiner erzählt von ihren Erfahrungen auf der Via Francigena. Obwohl sie alleine aufgebrochen ist, begegnen ihr immer wieder Menschen, mit denen sie ein Stück des Weges teilt. Manche begleiten sie nur wenige Minuten, andere mehrere Tage. Unterschiedliche Tempi, Pausen und Lebensweisen führen dazu, dass sich die Wege immer wieder trennen – und doch hinterlässt jede Begegnung etwas: ein Lachen, einen Satz, eine Frage oder eine besondere Erinnerung.

Für Barbara Steiner wird der Pilgerweg zu einem Bild für das Leben. Menschen kommen unverhofft in unser Lebe...


Wort zum Tag von Pfarrer Bernard Kaufmann, Zofingen, AG
09/25/2026

Nicht auslachen, sondern hinsehen

Bernard Kaufmann erzählt von seinen eigenen Erfahrungen damit, wegen seiner roten Haare ausgelacht zu werden, und verbindet sie mit der Frage, wie schnell wir Menschen auslachen oder abwerten, die nicht unseren Vorstellungen und Normen entsprechen. Er erinnert daran, dass Jesus sich gerade den Menschen am Rand der Gesellschaft zugewandt hat. Ein Impuls, die eigenen Reaktionen auf Anderssein wahrzunehmen und anderen mit mehr Respekt und Offenheit zu begegnen.

#WortZumTag #BernardKaufmann #Auslachen #Respekt #Anderssein #Nächstenliebe #Jesus #Achtsamkeit #Mitmenschlichkeit

Auslachen, Anderssein, rote Haare, persönliche Erfahrung, Vorurteile, Normen, Aus...


Wort zum Tag - Toni Zulauf, Initiator Wort zum Tag, Ranflüh BE
09/24/2026

Einfach aus Freude

Toni Zulauf, Initiator Wort zum Tag, Ranflüh BE

Manchmal beobachte ich meine Hunde, wenn sie draussen herumtollen. Plötzlich geht es los: Einer springt, der andere hinterher, eine Runde über die Wiese, eine scharfe Kurve – und wieder zurück.

Ohne Ziel. Ohne Grund. Einfach aus Freude.

Und ich frage mich: Wann habe ich das letzte Mal etwas gemacht, einfach weil es Freude macht?

Wir Menschen brauchen oft einen Grund. Wir bewegen uns für die Gesundheit, treffen Freunde...


Wort zum Tag von Laienpredigerin Ruth Heller, Tenniken, BL
09/23/2026

Ein Rätsel über Gottes Geduld

Ruth Heller liest die Geschichten aus dem Buch der Richter heute mit anderen Augen. Am Beispiel von Gideon zeigt sie, wie sich hinter einer zunächst verstörenden Geschichte auch die unendliche Geduld und Treue Gottes entdecken lässt. Gideon ist keineswegs ein selbstsicherer Held: Er zweifelt, fürchtet sich und bittet Gott mehrfach um Zeichen. Dennoch wird er zum Retter Israels. Nach seinem Tod beginnt das Volk jedoch wieder, sich von Gott abzuwenden. Am Ende bleibt die Erinnerung an einen Gott, der barmherzig und gnädig, geduldig und von grosser Güte is...


Wort zum Tag von Pfarrer Andreas Nufer, theologischer Leiter Kloster Kappel, ZH
09/22/2026

Verbunden mit der Schöpfung

Andreas Nufer lädt dazu ein, die Vorstellung zu hinterfragen, wir Menschen seien autonome Wesen. Schon der Atem macht deutlich, wie sehr wir mit der Welt um uns herum verbunden sind. Pflanzen, Tiere und Menschen gehören zu einem grossen Netz des Lebens, das in der Religion als Schöpfung bezeichnet wird. In alten Kirchen finden sich zahlreiche Darstellungen von Pflanzen, Tieren und dem sogenannten „Green Man“ – einem Kopf, aus dem Blätter oder Äste wachsen. Dieses Bild steht für die Fülle und Kraft des Lebens und verweist auf die tiefe Verbindu...


Wort zum Tag von Pfarrerin Susanna Meyer Kunz, Leiterin Spitalseelsorge Universitätsspital Zürich, ZH
09/21/2026

Gemeinsam beten

Susanne Meyer-Kunz erzählt von einem interreligiösen Gottesdienst im Universitätsspital Zürich, den sie gemeinsam mit einer jüdischen Rabbinerin und einem muslimischen Seelsorger gestaltet hat. Die drei widmeten sich den Themen Bitten, Busse und Danken. Dabei wurde deutlich, wie viele Gemeinsamkeiten die monotheistischen Religionen verbinden. Besonders berührt hat Susanne Meyer-Kunz der Gedanke, dass wir manchmal jemanden brauchen, der für uns betet und für uns einsteht, wenn es uns selbst nicht gut geht. Das Thema Busse versteht sie als Einladung, innezuhalten und zu prüfen, ob im eigenen Leben ein...


Wort zum Tag von Pfarrer Stephan Bieri, vor im Holz, Grossaffoltern, BE
09/20/2026

Beikraut statt Unkraut

Stefan Bieri beobachtet nach einem Regentag seinen Garten und entdeckt zwischen den gewünschten Pflanzen allerlei sogenanntes Unkraut. Doch der Begriff lässt ihn nachdenken: Pflanzen, die wir als störend oder unerwünscht bezeichnen, sind Teil der Vielfalt und können durchaus nebeneinander wachsen. Aus dieser Beobachtung entsteht eine weiterführende Frage: Was geschieht, wenn wir Menschen ähnlich einordnen, beurteilen und ausgrenzen? Mit dem biblischen Bild vom Weizen und Beikraut erinnert Bieri daran, dass Unterschiedliches nebeneinander bestehen darf. Nicht vorschnelles Aussortieren, sondern Geduld und Hoffnung prägen seine Gedanken – denn in jedem Mens...


Wort zum Tag von Pfarrerin Barbara Steiner, unterwegs auf der Via Francigena
09/19/2026

Titel: Ruhe spüren

Barbara Steiner erzählt von ihren Erfahrungen als Pilgerin auf der Via Francigena. In der Po-Ebene erlebt sie die endlosen Reisfelder, die Stille und die unspektakuläre Landschaft als wohltuenden Kontrast zur Reizüberflutung des Alltags. Erst in den Städten wird ihr bewusst, wie viele Eindrücke ständig auf uns einwirken. Sie lädt dazu ein, Ruhe und Stille bewusst zuzulassen, Radio und Fernseher auch einmal abzuschalten und die „Langweiligkeit“ auszuhalten. Denn wenn es draussen stiller wird, darf auch der Kopf zur Ruhe kommen. Manchmal reicht es, einfach nur zu sein.

...


Wort zum Tag von Pfarrer Bernard Kaufmann, Zofingen, AG
09/18/2026

Sapperlot – Staunen als Anfang des Glaubens

Bernhard Kaufmann erinnert an das fast vergessene Wort «Sapperlot», das ihm bei einem Besuch im Altersheim wieder begegnet. Von den alten Ausdrücken für Überraschung und Verwunderung kommt er zum Staunen – und damit zu einer grundlegenden Erfahrung des Glaubens. Staunen öffnet den Blick für das Unerwartete und kann helfen, Spuren Gottes in der Welt und im eigenen Leben zu entdecken. An biblischen Geschichten zeigt sich, wie Menschen durch das Wirken Jesu ins Staunen geraten und Gott preisen. Für Kaufmann ist deshalb klar: Wo wir nur in unseren eige...


Wort zum Tag - Toni Zulauf, Initiator Wort zum Tag, Ranflüh BE
09/18/2026

Der leere Stuhl

Toni Zulauf, Initiator Wort zum Tag, Ranflüh

In einem vollen Café ist an meinem Tisch noch ein Stuhl frei. Ein älterer Mann fragt, ob er sich setzen darf. Zuerst trinken wir schweigend unseren Kaffee. Dann kommen wir ins Gespräch. Über das Wetter, die Gegend und schliesslich ein wenig über sein Leben.

Beim Gehen sagt er: «Danke für das Gespräch. Ich habe heute noch mit niemandem gesprochen.»

Dieser Satz bleibt mir. Ich hatte keinen Rat gegeben und kein Problem gelöst. Ich hatte nur einen f...


Wort zum Tag von Laienpredigerin Ruth Heller, Tenniken, BL
09/16/2026

Ein eifersüchtiger Gott?

Ruth Heller setzt sich mit der Bitte aus dem Unservater auseinander: «Führe uns nicht in Versuchung.» Beim Lesen von Richter 2 entdeckt sie darin eine neue Bedeutung. Die Israeliten wenden sich von Gott ab und anderen Göttern zu – mit Folgen für ihr Leben. Doch Gott lässt sie trotz ihres Ungehorsams nicht fallen. Besonders beschäftigt Ruth Heller das Bild vom «eifersüchtigen Gott». Was zunächst nach Zorn und Rachsucht klingt, kann auch als Ausdruck einer leidenschaftlichen Liebe verstanden werden: Gott möchte den Menschen nahe sein, ihn schützen und ih...


Wort zum Tag von Pfarrer Andreas Nufer, theologischer Leiter Kloster Kappel, ZH
09/15/2026

Zusammenstehen und füreinander beten

Andreas Nufer erzählt von einem lebendigen Tag im Kloster Kappel: Menschen kommen zusammen, um sich auszutauschen, sich neu auszurichten und gemeinsame Projekte vorzubereiten. Besonders berühren ihn die kunstvollen Stickereien aus Palästina, die mitten aus einem Kriegsgebiet entstanden sind. Im Mittelpunkt steht anschliessend der bevorstehende Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag. Für Nufer ist die ursprüngliche Idee dieses Tages weiterhin aktuell: Über konfessionelle, religiöse und politische Grenzen hinweg gemeinsam für das Land und sein Zusammenleben zu beten. Im Kloster Kappel werden Menschen verschiedener Religionen und Tradit...


Wort zum Tag von Pfarrerin Susanna Meyer Kunz, leitende Spitalseelsorgerin Universitätsspital Zürich, ZH
09/14/2026

Letzte Hilfe – füreinander da sein, wenn das Leben zu Ende geht

Was Erste Hilfe für Menschen in akuten Notlagen bedeutet, kann die «Letzte Hilfe» für Menschen am Lebensende sein. Susanna Meyer-Kunz erzählt von einem Letzte-Hilfe-Kurs in Arosa und davon, was dort über Sterben, Vorsorge, Leidenslinderung und Abschiednehmen vermittelt wird. Sterben wird dabei als Teil des Lebens verstanden – und als etwas, auf das wir uns vorbereiten und worüber wir sprechen können. Neben medizinischem Wissen spielen auch Gebet, Musik, Berührung, Düfte und andere Formen der Zuwendung eine wichtige Rolle. Der Beitrag ermutigt dazu...


Wort zum Tag von Pfarrer Stephan Bieri, vor im Holz, Grossaffoltern, BE (Wdh)
09/13/2026

Unser Name bleibt

Stephan Bieri erzählt von einer Frau, die sich nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes vergessen und namenlos fühlt. Sie hat den Eindruck, als sei sie aus Gottes Inventarliste gestrichen worden. Dem stellt Bieri ein Jesuswort aus dem Lukasevangelium gegenüber: «Freut euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.» Unser Wert und unsere Zugehörigkeit hängen nicht davon ab, ob andere Menschen uns sehen, schätzen oder sogar schlecht über uns reden. Bei Gott bleibt unser Name bewahrt und kann nicht einfach ausgelöscht werden. Darin liegt ein hoffnungsvoller Gedanke – gerade für Me...


Wort zum Tag von Pfarrerin Barbara Steiner, unterwegs auf der Via Francigena
09/12/2026

Das Netz, das trägt

Auf ihrem Pilgerweg nach Rom entdeckt Barbara Steiner in den Kirchen entlang des Weges einen Ort, der überall da ist und immer offensteht: einen geschützten Raum, in dem sie willkommen ist, zur Ruhe kommen, beten und neue Kraft schöpfen kann. Für sie wird die Kirche damit zum Zeichen der weltweiten Gemeinschaft, die wie ein Netz trägt und auffängt. Sie wünscht den Hörenden, dass sie dieses Netz auch dann spüren können, wenn sie es gerade nicht brauchen – und besonders in den Momenten, in denen sie darauf an...


Wort zum Tag von Pfarrer Bernard Kaufmann, Zofingen, AG
09/11/2026

Striche spazieren führen

Bernard Kaufmann erzählt von seiner eigenen Erfahrung mit dem Zeichnen: Als Kind glaubte er, nicht zeichnen zu können. Erst ein Lehrer, der ihm beim Gestalten freie Hand liess, weckte seine Freude und Fantasie. Zeichnen versteht Kaufmann als «Striche spazieren führen» – als Möglichkeit, etwas aus dem Inneren sichtbar werden zu lassen, das über das unmittelbar Sichtbare hinausweist. Eine ähnliche Funktion haben für ihn die Gleichnisse Jesu: Sie machen etwas sichtbar und verständlich, das nicht einfach auf der Hand liegt. Als Beispiel erzählt er die Geschichte der Frau, die beim Ehebr...


Wort zum Tag - Toni Zulauf, Initiator Wort zum Tag, Ranflüh BE
09/11/2026

Zehn Sekunden Zeit

Toni Zulauf, Initiator Wort zum Tag, Ranflüh

Manchmal braucht es nicht viel.

An einer Tür sehe ich eine Frau, die noch ein paar Schritte entfernt ist. Gehe ich weiter – oder halte ich ihr die Tür auf? Ich warte. Vielleicht zehn Sekunden.

Sie lächelt und sagt: «Danke, Sie hätten nicht extra auf mich warten müssen.»

Dieser Satz bleibt mir.

Wir sind gewohnt, dass alles schnell geht. Das Handy soll sofort reagieren, an der Kasse suchen wir die kürzeste S...


Wort zum Tag von Laienpredigerin Ruth Heller, Tenniken, BL
09/09/2026

El Roi – ein Gott, der mich sieht

Ruth Heller erzählt die Geschichte von Hagar aus dem 1. Buch Mose. Hagar, eine ägyptische Sklavin, wird von ihrer Familie verkauft und später von Abraham als Leihmutter eingesetzt. Nach Konflikten mit Sara flieht sie schwanger in die Wüste – ohne Perspektive und mit einer ungewissen Zukunft. Dort begegnet ihr Gott. Der Engel spricht sie mit ihrem Namen an und fragt: «Hagar, Magd Sarais, woher kommst du, wohin gehst du?» Für Heller liegt darin eine zentrale Botschaft: Gott kennt Hagar, sieht ihre Not und wendet sich trotz ihrer Verletzungen und ihres e...


Wort zum Tag von Pfarrer Andreas Nufer, Theologischer Leiter Kloster Kappel, ZH
09/08/2026

Die Sprache der Blumen

Andreas Nufer steht im Klostergarten und fragt, was wir von Blumen lernen können. Sie wachsen dem Licht entgegen, blühen, verwelken und erwachen immer wieder neu. Sie sind widerstandsfähig und bringen Menschen zum Lächeln. Blumen haben ihre eigene Sprache: Sie schenken Freude, drücken Dankbarkeit und Wertschätzung aus und machen Schönheit sichtbar.

Im Kloster Kappel lädt ab dem 25. September die Blumenkirche dazu ein, den Kirchenraum durch eine grosse Blumeninstallation neu zu erleben. Verschiedene Angebote wie Ausstellungen, Podcasts, Vorträge, Konzerte und Begegnungsmöglichkeiten laden zum Verweilen...


Wort zum Tag von Pfarrerin Susanna Meyer Kunz, leitende Seelsorgerin Universitätsspital Zürich, ZH
09/07/2026

Herzensgebet – Gedanken ziehen lassen

Susanna Meyer-Kunz erzählt vom Herzensgebet, einer alten christlichen Meditationsform, bei der ein kurzer, persönlicher Satz im Rhythmus des Atems wiederholt wird. Für sie ist es der Psalmvers «Dein Wort ist meines Fusses Leuchte und ein Licht auf meinem Weg», den sie seit ihrer Konfirmation begleitet. Das Herzensgebet hilft ihr, im Alltag zur Ruhe zu kommen, Sorgen und Anspannungen loszulassen und sich Gottes Gegenwart bewusst zu werden. Dabei auftauchende Gedanken müssen nicht bekämpft werden – sie dürfen wie Wolken am Himmel vorbeiziehen. Susanna Meyer Kunz lädt dazu ein, das Herzensge...


Wort zum Tag von Pfarrer Stephan Bieri, Vor im Holz, BE (Wdh)
09/06/2026

Hinschauen

Stephan Bieri spricht über die Bilder von Krieg und Gewalt, die uns täglich erreichen. Wir können uns daran gewöhnen, wegzuschauen – aus Hilflosigkeit oder weil das Schreckliche zu viel wird. Anhand einer Szene aus dem Schulalltag erzählt er von Markus, dessen Znüni von einem Mitschüler zerquetscht wird, während die anderen Kinder zuschauen oder wegschauen. Die Geschichte macht deutlich: Gewalt geschieht nicht nur irgendwo weit entfernt, sondern kann auch ganz nah sein. Entscheidend ist, dass wir hinschauen und nicht einfach wegsehen.

#Hinschauen #Gewalt #Wegschauen #Zivilcourage #Achtsamkeit #Verantwortung #WortZumTag...


Wort zum Tag von Pfarrerin Barbara Steiner, zurzeit am Pilgern auf der Via Francigena
09/05/2026

Langsam ist manchmal schneller

Barbara Steiner berichtet von ihrer Pilgerreise auf der Via Francigena von Besançon nach Rom. Die ersten Tage sind anstrengend, besonders ihre schmerzenden Füsse bringen sie dazu, ihr Tempo zu überdenken. Dabei wird ihr ein Gedanke wichtig: Vielleicht kommt man langsam schneller ans Ziel.

Wenn ein Weg weit ist, bringt es wenig, möglichst viel auf einmal zu schaffen und dabei die eigenen Kräfte zu überfordern. Entscheidend ist, auf sich selbst zu achten, Pausen zu machen und Schritt für Schritt weiterzugehen. Als Bild dafür erinnert Barbara Steiner an Bepо...


Wort zum Tag von Pfarrer Bernard Kaufmann, Zofingen, AG
09/04/2026

Es kommt darauf an, von wo man schaut

Viele Streitigkeiten beginnen damit, dass zwei Menschen überzeugt sind, recht zu haben. Was als unterschiedliche Meinung beginnt, kann schnell zu einem heftigen Streit werden – und manchmal sogar dazu führen, dass Beziehungen abbrechen.

Bernhard Kaufmann erzählt dazu die Geschichte von Röseli und Liseli, die sich darüber streiten, wo das Abwaschmittel steht. Beide sind überzeugt, es richtig gesehen zu haben – bis sie feststellen: Das Abwaschmittel steht tatsächlich für die eine Person im hinteren, für die andere im vorderen Gestell. Beide haben recht, weil sie aus...


Wort zum Tag - Toni Zulauf, Initiator Wort zum Tag, Ranflüh BE
09/04/2026

Was gibt uns Sicherheit?

Toni Zulauf, Initiator Wort zum Tag, Ranflüh

Krieg, politische Spannungen, Klimaveränderungen, wirtschaftliche Sorgen und eine Technik, die sich immer schneller entwickelt: Viele Menschen erleben unsere Zeit als unsicher.

War früher alles sicherer?

Wahrscheinlich nicht. Unsere Eltern und Grosseltern kannten Krieg, Krankheit, Armut und wirtschaftliche Krisen. Aber manche Sicherheiten waren andere: Familie, Nachbarschaft, das Dorf, die Kirche, ein Beruf fürs Leben und vertraute Gewohnheiten gaben Halt und Struktur.

Heute haben wir viel mehr Möglichkeiten. Wir können wählen, verglei...


Wort zum Tag von Laienpredigerin Ruth Heller, Tenniken, BL
09/02/2026

Darf ich Gott rechtfertigen?

Ruth Heller ringt mit der Frage, ob und wie wir schwierige und verstörende Bibeltexte auslegen dürfen. Darf der Mensch versuchen, Gott zu rechtfertigen? Und wie viel persönliche Interpretation verträgt die Bibel, wenn doch jeder getaufte Mensch einen eigenen Zugang zu Gott hat?

Zwei Bibelstellen geben ihr Orientierung: Psalm 84,11 erinnert an die kostbare Nähe zu Gott, und 1. Korinther 1,27 daran, dass Gott gerade durch die Schwachen wirkt.

Anschliessend überträgt Ruth Heller den Abschnitt aus 1. Korinther 1,18–31 in eine humorvolle Szene: Drei Pfarrpersonen sitzen zusammen und werden Zeugen ei...


Wort zum Tag von Pfarrer Andreas Nufer, theologischer Leiter Kloster Kappel, ZH
09/01/2026

Was braucht es für den Frieden?

Angesichts der zahlreichen bewaffneten Konflikte weltweit stellt Andreas Nufer die Frage, wie wir heute über Frieden und Gewalt denken. Während Aufrüstung und militärische Verteidigung in Europa zunehmend als notwendig gelten, haben pazifistische Stimmen einen schweren Stand. Im Kloster Kappel wird deshalb am Bettagswochenende an der «Schule des Friedens» gemeinsam darüber nachgedacht, was Frieden braucht – für die Welt, für die Schweiz und für jeden Menschen persönlich. Der Beitrag lädt dazu ein, die eigene Haltung zu Gewalt, Frieden und Verantwortung zu hinterfragen.

#WortZumTag...


Wort zum Tag von Pfarrerin Susanna Meyer Kunz, leitende Spitalseelsorgerin Universitätsspital Zürich
08/31/2026

Schale für Wertvolles

Susanna Meyer Kunz erzählt von einer besonderen Schale, die Vertiefungen auffängt und mit Gold ausgekleidet wird – eine „Schale für Wertvolles“. Im Spital begleitet sie diese Schale zu Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Gemeinsam sammeln sie darin symbolisch kostbare Erinnerungen, Erfahrungen und Dinge, für die sie trotz allem dankbar sind. Die Schale wird so zu einem Gegengewicht zu Schmerz und Verlust. Der Gedanke aus dem 2. Korintherbrief erinnert daran, dass wir einen Schatz in zerbrechlichen Gefässen tragen und Gottes Kraft uns auch in bedrängenden Zeiten hält. Die Schale für Wertvolles ka...


Wort zum Tag von Theologin Christine Schliesser, Bern und Zürich
08/30/2026

Das Ende der Geschichte?

Francis Fukuyamas These vom «Ende der Geschichte» und dem endgültigen Siegeszug der liberalen westlichen Demokratie wirkt heute überholt. Krisen der Marktwirtschaft, Nationalismus, Krieg und gesellschaftliche Unsicherheit zeigen die Grenzen dieses Modells. Christine Schliesser beschreibt drei Krisen der Gegenwart: eine Krise des Vertrauens, der Sicherheit und der Vision. Dahinter erkennt sie eine noch tiefere Krise von Liebe, Hoffnung und Glauben. Diese drei christlichen Tugenden könnten auch heute Orientierung und Weisheit für die Zukunft geben.

#WortZumTag #ChristineSchliesser #EndeDerGeschichte #Demokratie #Vertrauen #Sicherheit #Vision #Liebe #Hoffnung #Glaube #Zukunft

Franci...


Wort zum Tag von Pfarrer Luzius Rohr, Kirchgemeinde Bern-Bethlehem, BE
08/29/2026

Danke für das letzte Mal

Wie oft fragen wir einander «Wie geht’s?», ohne wirklich zu erwarten, dass unser Gegenüber ehrlich erzählt, wie es ihm geht. Lucius Rohr entdeckt in einer schwedischen Begrüssungsformel eine schöne Alternative: «Tack för sist» – «Danke für das letzte Mal». Damit richtet sich der Blick auf eine gemeinsame Begegnung und das, was Menschen miteinander verbindet. Diesen Gedanken nimmt er mit ins Gebet: Auch Gott können wir zunächst «Danke für das letzte Mal» sagen – für einen besonderen Moment, für ein Staunen, einen Genuss oder eine Situation, in der wir...


Wort zum Tag von Pfarrer Bernard Kaufmann, Zofingen, AG
08/28/2026

Es ist was es ist - sagt die Liebe

Bernhard Kaufmann nimmt das Gedicht «Es ist, was es ist» von Erich Fried zum Ausgangspunkt für eine nachdenkliche Betrachtung über unsere Gewohnheit, schwierige Situationen zu verharmlosen oder uns mit ihrer scheinbaren Unveränderbarkeit abzufinden. Das Gedicht fordert dazu auf, Unglück, Schmerz und Angst nicht einfach hinzunehmen, sondern die Welt mit den Augen der Liebe zu betrachten und Stellung zu beziehen. Am Beispiel des Krieges in der Ukraine und des Klimawandels wird deutlich: Liebe bedeutet nicht Gleichgültigkeit, sondern Verantwortung, Versöhnung und Friedensbereitschaft. Auch die Aussage «Krieg soll nach Gott...


Wort zum Tag von Pfarrer Michel Müller, Teil-Kirchgemeinde Rigi-Südseite, LU
08/27/2026

Getragen durch den Tag

Michel Müller erzählt von einer bevorstehenden Taufe und dem beliebten Taufspruch: «Gott wird dir seine Engel schicken, um dich zu beschützen, wohin du auch gehst.» Doch was bedeutet dieser Schutz, wenn trotzdem Unfälle geschehen oder Menschen leiden? Engel sind keine Garantie dafür, dass uns niemals etwas passiert. Vielleicht begegnen sie uns vielmehr in den vielen Momenten, in denen etwas gut ausgeht: wenn wir Glück haben, bewahrt werden oder jemand für uns da ist. Der Gedanke an die Engel kann deshalb zu Dankbarkeit führen – für das Leben, für das Bewah...


Wort zum Tag von Diakon Bernd Siemes, Seelsorger Universitätsspital Zürich, ZH
08/26/2026

Gott macht keine Ferien

«Ihr Gott ist aber lange in den Ferien.» Diese Aussage einer leidenden Frau bringt Bernd Siemes zu einer schwierigen Frage: Wo ist Gott, wenn Gebete scheinbar nicht erhört werden und Menschen trotz ihres Glaubens leiden? Auch Petrus ringt mit dem Willen Gottes, als Jesus sein Leiden und Sterben ankündigt. Siemes macht deutlich, dass Zweifel und Klage zum Glauben gehören dürfen. Wir müssen Gott nicht rechtfertigen können, sondern dürfen mit unseren Fragen und unserem Schmerz in Beziehung zu ihm bleiben. Jesus zeigt einen Weg, der das ganze Leben mit Freude, L...


Wort zum Tag von Laienpredigerin Ruth Heller, Tenniken, BL
08/25/2026

Ein Gott, der auch zornig sein darf

Die Geschichte von den Giftschlangen in der Wüste wirft eine schwierige Frage auf: Was ist das für ein Gott, der Menschen bestraft? Gerade diese Geschichte zeigt, dass Gott nicht nur als immer lieber und sanfter Gott verstanden werden kann. Die Bibel erzählt von einem mächtigen und heiligen Gott, der zugleich unendlich geduldig, gnädig und treu ist.

Ein Blick auf die Geschichte des Volkes Israel macht deutlich, wie oft Gott seinem Volk beisteht: Er befreit es aus der Sklaverei in Ägypten, teilt das Rote Meer...


Wort zum Tag von Pfarrer Kaspar Kunz, Kirchgemeinde Zillis-Schamserberg, GR
08/24/2026

Durch die Nacht – Tras la notg

Rund 30 Konfirmandinnen und Konfirmanden wandern gemeinsam durch die Nacht im Engadin – von Sils Baselgia bis Samedan. Unterwegs bieten Kirchen Räume zum Innehalten, Beten, Singen und Ausruhen. Besonders berührt Kaspar Kunz die gemeinsame Feier des Abendmahls mitten in der Nacht. Die Wanderung wird für ihn zu einem Bild für den eigenen Lebensweg: Auch wenn es dunkel wird und wir durch ein finsteres Tal gehen, sind wir nicht allein. Gott geht mit – durch die Nacht hindurch.

#WortZumTag #TrasLaNotg #DurchDieNacht #Nachtwanderung #Glaube #Gemeinschaft #Gebet #Abendmahl #Engadin #Vertrauen #GottIstBeiUns #Hoffnung<...


Wort zum Tag von Pfarrer Luzius Rohr, Kirchgemeinde Bern-Bethlehem, BE
08/22/2026

Alter, Endlichkeit und die Schönheit des Lebens

Luzius Rohr spricht über den Umgang mit Alter, Krankheit und Sterben. Während die moderne Medizin Krankheiten präzise diagnostizieren und behandeln kann, fehlen uns oft die Worte, wenn Therapien nicht mehr helfen und wir mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert sind. Im 12. Kapitel des Kohelet findet Rohr eine Sprache, die das Alter ungeschönt, aber zugleich mit Humor und Würde beschreibt. Körperliche Einschränkungen werden in poetischen Bildern dargestellt: zitternde Arme, schwächer werdende Beine, nachlassende Zähne sowie Augen und Ohren, die ihre Funktionen verlieren. Doch der Rückga...