betroyt - Der Podcast für rechtliche Betreuer
Wenn Personen nicht mehr in der Lage sind ihr rechtlichen Angelegenheiten selbst zu regeln, dann helfen rechtliche Betreuer in den verschiedenen Lebensbereichen zur Bewältigung der Anforderungen im Leben. Im Ehrenamt sowie in der Berufsbetreuung werden in Deutschland Stand 2015 mehr als 1,25 Mio. Betreuungen geführt. Hierbei stehen etwa 16.000 Berufsbetreuern mehr als 550.000 ehrenamtlichen Betreuern gegenüber. Dieser Podcast soll eine Unterstützung der täglichen Arbeit sein.
Folge 268 Cockpit - Vergütung, Liquidität und Steuern im Griff
Wie Berufsbetreuer den Einstieg durchrechnen, Zahlungseingänge planen und mögliche Steuerlücken erkennen können.
Thema:
Wirtschaftliche Planung in der Berufsbetreuung mit dem Betreuercockpit: Simulation des
Klientenstamms, Cashflow, Steuern, Sozialversicherung und Rücklagen. Dazu die Vorstellung des neuen
Shops im Campus und der Kooperation.
Kernaussage:
Zwischen Vergütungsanspruch, Abrechnung und Zahlungseingang liegt eine Verzögerung von
mehreren Monaten. Wer sie nicht einplant, gerät im ersten Jahr in finanzielle Schwierigkeiten.
Wirtschaftliche Klarheit schafft Freiraum für gute Betreuung.
Praxis Tipps:
<...Folge 267 Lippoth vs. Winter - Battle Runde 6
Thema
Meldepflichten gegenüber dem Jobcenter in der rechtlichen Betreuung: Schwarzarbeit des Betreuten,
Zugang von Bescheiden, Belehrung, Nebenkostenerstattungen ohne Vermögenssorge und Meldetermine.
Rechtsgrundlagen
von Änderungen)
• §§ 60 ff. SGB I (Mitwirkungspflichten des Leistungsberechtigten, insbesondere Angabe und Mitteilung
• § 17 Abs. 4 SGB I: Soziale Rechte dürfen nicht deshalb abgelehnt, versagt oder eingeschränkt werden,
weil ein rechtlicher Betreuer nach § 1814 Abs. 1 BGB bestellt worden ist oder bestellt werden könnte.
Kernaussage
Deine Meldepflicht entsteht mit deiner Kenntnis und ist dann unverzüglich zu erfüllen, nachweisbar und...
Folge 266 Revisor - Befugnisse, Fristen und Rechtsmittel
Thema
Der Bezirksrevisor im Betreuungsverfahren: Aufgaben, Befugnisse, Prüfung der Betreuervergütung,
Beschwerde der Staatskasse und Rechtsmittel aus Betreuersicht, im Gespräch mit Rechtspfleger Jörg Felix.
Rechtsgrundlagen
• § 304 Absatz 2 FamFG (Beschwerde der Staatskasse, Frist drei Monate)
• § 15 Absatz 2 und 3 FamFG (Bekanntgabe und formlose Mitteilung)
• § 8 VBVG und § 9 VBVG (Feststellung, Wohnform; § 9 VBVG durch das KostBRÄG 2025 mit Wirkung zum
1.1.2026 geändert)
• § 90 Absatz 2 SGB XII (Schonvermögen)
• GNotKG, FamGKG, GKG und JVEG (Kostenrecht)
Kernaussage
Die Stellungnahme des Bezir...
Folge 265 Lippoth vs. Winter - Battle Runde 5
Thema
Wer entscheidet über Impfungen bei Betreuten, und welche Rolle spielen Einwilligungsfähigkeit, Aufklärung, mutmaßlicher Wille, STIKO-Empfehlungen und die persönliche Haltung des Betreuers?
Rechtsprechung
BGH, Beschluss vom 03.05.2017, XII ZB 157/16 (Pressemitteilung Nr. 082/2017 vom 23.05.2017). Vorinstanzen: OLG Jena, Beschluss vom 07.03.2016, 4 UF 686/15; AG Erfurt, Beschluss vom 28.10.2015, 34 F 1498/14.
Gemeinsam sorgeberechtigte Eltern stritten darüber, ob ihre Tochter die von der STIKO empfohlenen Schutzimpfungen erhalten soll. Der BGH hat entschieden, dass Schutzimpfungen keine Alltagsangelegenheit im Sinne des § 1687 Abs. 1 BGB sind, sondern eine Angelegenheit von erheblicher Bedeutung, sodass das Familiengericht die Entscheidung nach §...
Folge 264 Wegepauschale - Wenn SGB V und SGB XI zusammentreffen
Thema
Wegepauschalen beim Zusammentreffen von SGB V und SGB XI: Wie du Abrechnungen ambulanter Pflegedienste prüfst und das Sachleistungsbudget deiner Betreuten schützt.
Rechtsgrundlagen
§ 37 SGB V (häusliche Krankenpflege, Behandlungspflege) § 132a SGB V (Rahmenvereinbarungen, Vergütung) § 36 SGB XI (Pflegesachleistungen) § 89 SGB XI (Vergütung ambulanter Pflegeleistungen)Kernaussage
Treffen Leistungen nach dem SGB V und dem SGB XI in einem Einsatz zusammen, wird die Wegepauschale nur einmal und nur zur Hälfte angesetzt. Das gilt auch bei nachträglich bewilligtem Anspruch und bei gemeinsamer Versorgung mehrerer Personen. Fehler in der Abrechnung mindern das Sachlei...
Folge 263 Lippoth vs. Winter - Battle Runde 4
Thema Lippoth vs. Winter, Battle Runde 4: Vorsorgebevollmächtigter hebt regelmäßig Geld vom Konto der Mutter ab. Was tun, wenn du als Betreuer davon erfährst, obwohl du die Vermögenssorge nicht hast?
Kernaussage Wer als Betreuer Kenntnis von möglichem Vermögensabfluss hat, muss das Gericht informieren und eine Klärung ermöglichen. Wegsehen ist haftungs- und strafrechtlich riskant, eine vorschnelle Strafanzeige kann betreuungsrechtswidrig sein. Der tragfähige Weg ist ein besonnenes, kommunikatives Vorgehen über das Gericht mit dem Ziel, gelebte Praxis auf eine legale Grundlage zu stellen.
Praxis Tipps • Fertige nach einem solchen Gespräch ein...
Folge 262 Einblicke - Wie Rechtspfleger wirklich arbeiten
Thema:
Der Rechtspfleger als Ansprechpartner im Betreuungsverfahren: Zuständigkeiten, Kommunikation, Genehmigungspflichten, Rechnungslegung und Handlungsmöglichkeiten bei Konflikten.
Rechtsgrundlagen:
§ 1849 BGB (Genehmigungspflicht bei Verfügung über Geldleistungen und Rechte auf Geldleistungen; vormals §§ 1812, 1813 BGB alt), § 1833 BGB (persönliche Anhörung bei Wohnungskündigung/Wohnungsverkauf), Rechtsprechung der Landgerichte Berlin und Hamburg zur Vorlage von Originalkontoauszügen.
Kernaussage:
Rechtspfleger und Betreuer verfolgen im Idealfall dasselbe Ziel im selben Team, mit unterschiedlichem Fokus. Offene, direkte Kommunikation, insbesondere per Telefon, sowie ein waches Auge für die häufig übersehene Genehmigungspflicht nach § 1849 BGB verhindern die meisten praktischen Prob...
Folge 261 Lippoth vs. Winter: Der erste echte Streit
Thema: Vertretungsmacht bei getrennten Aufgabenkreisen — darf eine Betreuerin oder ein Betreuer mit Gesundheitssorge ohne Vermögenssorge einen Pflegevertrag abschließen?
Rechtsgrundlagen: In der Folge wurden keine Paragrafen ausdrücklich zitiert. Angesprochen wurden der betreuungsrechtliche Erforderlichkeitsgrundsatz, die Begrenzung der Vertretungsmacht des Betreuers auf den gerichtlich zugewiesenen Aufgabenkreis, die Konstellation „Vertrag zulasten Dritter“, der Straftatbestand des Eingehungsbetrugs sowie die einstweilige Anordnungsbefugnis des Betreuungsgerichts bei Verhinderung des zuständigen Aufgabenkreisinhabers. Eine Prüfung der aktuell einschlägigen Vorschriften des reformierten Betreuungsrechts (u. a. zu Aufgabenkreis, Erforderlichkeit und Vertretungsmacht) wird vor praktischer Verwertung empfohlen, da im gesprochenen Text keine Normen benannt wurden.
...Folge 260 Pflegecheck - Was sich beim Pflegestand jetzt ändert
Thema: Änderung des Beratungseinsatzes (Pflegeeinsatz) nach § 37 Absatz 3 SGB XI zum 1. Januar 2026 und ihre Bedeutung für rechtliche Betreuer.
Rechtsgrundlagen: § 37 Absatz 3 SGB XI (Beratungseinsatz bei Bezug von Pflegegeld); Gesetz zur Modernisierung und Entbürokratisierung in der Pflege (in Kraft seit dem 1. Januar 2026).
Kernaussage: Für die Pflegegrade 2 bis 5 gilt seit dem 1. Januar 2026 ein einheitlicher, halbjährlicher Rhythmus für die Beratungseinsätze. Bei den Pflegegraden 4 und 5 werden aus vier Terminen jährlich damit nur noch zwei, während bei Pflegegrad 2 und 3 der bisherige Rhythmus unverändert bleibt.
Praxis Tipps:
Termine für die Beratungs...
Folge 259 Lippoth vs. Winter
Thema
Mutmaßlicher Wille ohne Patientenverfügung und die Rolle des Ethikkonsils, Umgang mit Geschenken von Betreuten, Unterstützung und rechtliche Voraussetzungen beim Betreuerwechsel – Lippoth vs. Winter, Folge 2.
Rechtsgrundlagen
§ 1818 Abs. 4 BGB (Betreuung durch die Betreuungsbehörde, wenn keine natürliche Person oder kein Betreuungsverein zur Verfügung steht); § 1821 BGB (Pflichten des Betreuers, Wunschbefolgungspflicht); § 1868 Abs. 4 BGB (Entlassung des Betreuers auf eigenen Antrag bei Unzumutbarkeit).
Kernaussage
Ohne schriftliche Patientenverfügung ersetzt eine sorgfältige, mehrquellige Ermittlung des mutmaßlichen Willens die fehlende Urkunde nicht vollständig, entbindet den Betreuer aber auch nicht von der P...
Folge 258 Nachbarkreis - Betreuungsbehörde als Schlüssel zum Erfolg
Thema: Zwei praxisnahe Fragen aus dem Campus plus Q&A: der Zugang zu Betreuungen außerhalb des eigenen Registrierungsbereichs sowie der Umgang mit unrealistischen Erwartungen an die Betreuertätigkeit.
Rechtsgrundlagen:
In dieser Folge werden keine konkreten Gesetzesnormen zitiert oder ausgelegt. Im Mittelpunkt steht die praktische Zusammenarbeit mit der Betreuungsbehörde bei der Bezirkserweiterung sowie das Aufgabenverständnis des rechtlichen Betreuers gegenüber Dritten.
Kernaussage: Der Zugang zu Betreuungen außerhalb des eigenen Bezirks führt über die Betreuungsbehörde, nicht über das Gericht, und verlangt eine persönliche Vorstellung sowie eine anfängliche Bewährungsph...
Folge 257 Lippoth vs. Winter: Der Auftakt
Thema
Auftakt des neuen Formats „Lippoth vs. Winter“ mit Vorstellung von Rechtsanwalt Jochen Winter, einem Fall von Vorsorgevollmachtsmissbrauch sowie zwei Praxisfragen zur Beförderung Betreuter und zur Hausarztsuche nach Klinikentlassung.
Rechtsgrundlagen
Vorsorgevollmacht und Verbot des Insichgeschäfts, § 181 BGB; Kontrollbetreuung; Grundbuchwiderspruch; Personenbeförderungsgesetz (PBefG) bei gewerblicher Personenbeförderung; Eingliederungshilfe nach dem SGB IX; Entlassmanagement nach § 39 Abs. 1a SGB V.
Kernaussage
Rechtliche Zuständigkeit, insbesondere im Bereich der Anschlussversorgung und bei der Nutzung privater Ressourcen des Betreuers, muss von tatsächlicher Handlungsnotwendigkeit im Einzelfall unterschieden werden, ohne dass dabei die Sorgfaltspflicht des Betreuer...
Folge 256 Erbwohnung - Was passiert mit der Wohnung bei Tod des Ehepartners
Diese Folge behandelt die Auflösung einer nicht mehr bewohnten Ehewohnung nach dem Tod des Ehepartners in der rechtlichen Betreuung. Im Mittelpunkt stehen der Mietereintritt und das Ablehnungsrecht nach §§ 563, 563a BGB, die Genehmigungspflicht nach § 1833 BGB sowie die Abstimmung mit der Erbengemeinschaft und dem Sozialhilfeträger.
Folge 255 Lücke - Probleme beim Übergang Grundsicherung zu ALG I
In dieser Folge wird aufgezeigt, welche Probleme beim Übergang von der Grundsicherung nach dem SGB II zum Arbeitslosengeld I entstehen können. Es wird erklärt, warum durch den Wechsel von vorschüssiger zu nachschüssiger Zahlung eine praktische Zahlungslücke entstehen kann. Außerdem wird eingeordnet, welche Handlungsmöglichkeiten rechtliche Betreuer haben und weshalb insbesondere eine frühzeitige Planung sowie ein rechtzeitiger Vorschussantrag nach § 42 SGB I wichtig sein können.
Folge 254 KI - Welche Tools ich im Alltag nutze
In dieser Folge werden drei KI-Systeme systematisch für den Berufsalltag rechtlicher Betreuer eingeordnet. Die Folge beleuchtet Stärken und Schwächen jedes Systems, liefert eine datenschutzrechtliche Einordnung nach DSGVO und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für einen sicheren und effizienten KI-Einsatz im Betreuungsbüro. KI kann erheblich Zeit sparen – wenn man die richtigen Werkzeuge kennt und die richtigen Grenzen zieht.
Folge 253 Q&A - Vergütung und sensible Daten bei Drittanbietern
In dieser Folge geht es um zwei typische Praxisprobleme rechtlicher Betreuer: die offene Vergütung nach dem Tod eines vermögenden Betreuten und den richtigen Umgang mit Unterlagen, Eigentum und Datenschutz. Zusätzlich wird eingeordnet, welche Risiken bei cloudbasierter Betreuungssoftware bestehen und worauf Betreuer bei DSGVO, Haftung und sensiblen Daten achten sollten.
Folge 252 Strom - Wer zahlt was bei Angabe eines falschen Zählers?
In dieser Folge geht es um die Verwechslung von Stromzählern und die Frage, wer zahlen muss, wenn eine Person Abschläge auf den falschen Zähler geleistet hat. Entscheidend sind die richtige Zuordnung des Verbrauchs, die Frage der Erfüllung, mögliche Rückzahlungsansprüche aus § 812 BGB und die Aufrechnung nach § 387 BGB. Für Betreuer ist wichtig, nicht vorschnell Zahlungen zu verweigern, sondern Buchungen, Vertragskonten und Bereicherungsansprüche sauber auseinanderzuhalten.
Folge 251 Bagatellgrenze - Wann eine Rückzahlung an das Jobcenter entfällt
Diese Folge erklärt, wann Rückforderungen des Jobcenters im SGB II wegen der Bagatellgrenze nicht geltend gemacht werden dürfen. Im Mittelpunkt stehen die Grenze von 50 Euro für die gesamte Bedarfsgemeinschaft, der maßgebliche Bewilligungszeitraum, die Besonderheiten bei vorläufigen Bewilligungen nach § 41a SGB II und die Haftungsbeschränkung volljährig gewordener Kinder nach § 40 Absatz 9 SGB II.
Folge 250 Zuflussprinzip - Ist zurückgefordertes Kindergeld Einkommen?
Die Folge beleuchtet die Frage, ob zugeflossenes Einkommen im SGB II auch dann bestehen bleibt, wenn es vollständig zurückgezahlt werden muss. Im Fokus stehen das Zuflussprinzip, die Gegenauffassung zur wirtschaftlichen Betrachtung sowie konkrete Rechtsprechung von BSG, LSG und SG.
Folge 249 Neubeginn - 2026: Neustart der Vergütung bei Wechsel
In dieser Folge geht es um die Frage, wie übernommene Betreuungen seit dem 1.1.2026 vergütungsrechtlich einzuordnen sind. Im Mittelpunkt steht, ob bei einem Betreuerwechsel erneut die ersten 12 Monate ansetzen oder ob auf die Gesamtdauer der Betreuung abzustellen ist. Die Folge ordnet die neue Rechtslage ein, zeigt die praktische Konsequenz für Übernahmen und benennt die Grenzen einer abweichenden Auslegung.
Folge 248 Doppelmiete - Kostenübernahme bei Heimunterbringung
In dieser Folge geht es um die Frage, unter welchen Voraussetzungen doppelte Mietaufwendungen im Betreuungsrecht sowie nach dem SGB II und SGB XII übernommen werden können. Im Mittelpunkt stehen die Erforderlichkeit des Umzuges, die Unvermeidbarkeit der Kosten und die Pflicht zur Schadensminderung.
Folge 247 Aufhebung - Die klügere Beendigung des Mietverhältnisses
In dieser Folge wird der Aufhebungsvertrag als Alternative zur Kündigung im Betreuungsrecht erläutert. Es wird dargestellt, welche rechtlichen Voraussetzungen gelten und warum die nachträgliche Genehmigung einen erheblichen praktischen Vorteil bietet. Zudem wird aufgezeigt, wie Betreuer durch den Einsatz von Aufhebungsverträgen Kosten und Zeit sparen können.
Folge 246 Kündigung - Vermögenssorge oder Wohnungsangelegenheiten
In dieser Folge des betroyt Podcast geht es um eine häufige Praxisfrage im Betreuungsrecht: Wer darf eine Wohnung kündigen, wenn eine rechtliche Betreuung besteht? Die Folge erklärt die rechtliche Einordnung der Aufgabenbereiche Aufenthaltsbestimmung und Wohnungsangelegenheiten und zeigt, warum eine Kündigung grundsätzlich weiterhin durch den Betroffenen selbst möglich ist, solange kein Einwilligungsvorbehalt besteht. Zudem wird erläutert, welche Bedeutung die Rechtsprechung des BGH vom 06.07.2016, XII ZB 131/16 für die Praxis der Betreuer hat.
Folge 245 Zuständigkeit - Struktur der Zuständigkeiten im Betreuungsrecht
In dieser Folge werden die sachliche und örtliche Zuständigkeit im Betreuungsrecht systematisch dargestellt. Es wird erläutert, welche Aufgaben dem Betreuungsgericht und der Betreuungsbehörde zugewiesen sind und nach welchen Kriterien die örtliche Zuständigkeit bestimmt wird. Zudem wird aufgezeigt, welche praktische Bedeutung § 271 und § 272 FamFG für die tägliche Arbeit rechtlicher Betreuer haben.
Folge 244 Gerichtskosten - Wann Betreute an das Gericht zahlen müssen
Thema Gerichtskosten und Jahresgebühren in Betreuungssachen Rechtsgrundlagen: § 80 FamFG§ 23 Nr. 1 GNotKGGNotKG Anlage 1 Nr. 11001, 11002GNotKG Anlage 2§ 90 Abs. 2 Nr. 8 SGB XII
Kernaussage:
Die Höhe der Gerichtskosten in Betreuungssachen hängt entscheidend von der Vermögenssorge und dem Reinvermögen des Betreuten ab.
Praxis Tipps:
• Kostenrechnungen des Gerichts immer inhaltlich prüfen• Aufgabenkreise genau mit der Gebührennummer abgleichen• Vermögensgrenze von 10.000 Euro seit 01 06 2025 beachten • Mindestgebühr von 230 Euro bei Vermögenssorge einkalkulieren • Deckelung auf 300 Euro ohne Vermögenssorge konsequent anwenden
Weiterführend:
o betroyt campus plus: cp.betroyt.de o Mentorenprogramm Sta...
Folge 243 Straftäter - Wenn der Betreuer selbst vor Gericht steht
In dieser Folge geht es um strafrechtliche Verfehlungen von Betreuern und deren Bedeutung für die weitere Amtsführung. Erläutert wird, unter welchen Voraussetzungen eine Entlassung droht und welche Rolle Prognose, Verhältnismäßigkeit und Nachtatverhalten spielen. Der Fokus liegt auf einer klaren rechtlichen Einordnung jenseits moralischer Bewertungen.
Folge 242 Korrektur - Vermögensverfügungen im Betreuungsrecht
In dieser Folge wird erläutert, wie mit bereits vorgenommenen Vermögensverfügungen in der rechtlichen Betreuung umzugehen ist. Es wird aufgezeigt, wann eine nachträgliche Genehmigung rechtlich möglich ist, wo ihre Grenzen liegen und welche gesetzlichen Maßstäbe dabei maßgeblich sind. Zudem wird dargestellt, wie Betreuer Pflichtverletzungen sachgerecht aufarbeiten können, ohne sich selbst Haftungsrisiken auszusetzen.
Folge 241 2026 - Neue Strukturen bei betroyt
Diese Folge ordnet die Weiterentwicklung von betroyt aus strategischer Sicht ein und zeigt, warum sich die Angebotsstruktur verändert. Erläutert wird, weshalb individuelle Begleitung und kompakte Mentoringformate den Bedürfnissen vieler Betreuer besser entsprechen als langfristige Gruppenmodelle. Gleichzeitig wird deutlich, wie Campus, Campus Plus, Startrampe und Space Taxi ineinandergreifen und welche Rolle sie jeweils beim Einstieg und bei der fachlichen Stabilisierung in der rechtlichen Betreuung spielen. Die Folge hilft Betreuern, ihre eigene Entwicklungsphase realistisch einzuordnen und das passende Format auszuwählen.
Folge 240 Campusfragen - Wohnung,Vergütung und Zuständigkeit im Fokus
In dieser Folge werden drei aktuelle Fragen aus dem betroyt Campus vertieft besprochen. Es werden die Besonderheiten bei jungen Volljährigen im Bürgergeldsystem, die vergütungsrechtlichen Folgen von Betreuungslücken und die sozialrechtliche Behandlung von Versorgungslücken beim Wechsel vom SGB II zum SGB XII herausgearbeitet. Betreuer erhalten klare Orientierungen, wie sie Anträge stellen, Widersprüche begründen und Beratungspflichten der Behörden in der Praxis nutzen können.
Folge 239 Zustellung - Warum Bescheide an den Betreuer gehen müssen
In dieser Folge erläutere ich anhand einer Entscheidung des Sozialgerichts Chemnitz, wann Behörden ihre Bescheide wirksam zustellen und warum der Betreuer in Behördenangelegenheiten der maßgebliche Adressat ist. Im Mittelpunkt steht § 13 SGB X und die Frage, welche Folgen es hat, wenn das Jobcenter oder eine andere Behörde weiterhin nur den Betreuten anschreibt. Die Folge zeigt praxisnah, wie Betreuer fehlerhafte Zustellungen erkennen und zur Wahrung von Fristen und zur Abwehr von Sanktionen nutzen können.
Folge 238 Wechsel - Erstbehörde bleibt vorläufig leistungspflichtig
Ein Betreuter verliert seine Leistungen, weil Sozialamt und Jobcenter sich über die Zuständigkeit streiten. Das Sozialgericht Lüneburg entscheidet eindeutig: Existenzsichernde Leistungen dürfen nicht unterbrochen werden. Der erstangegangene Träger zahlt weiter, muss den Antrag weiterleiten und die Erwerbsminderung prüfen. Die Folge erklärt den Fall, die Rechtslage und die praktischen Konsequenzen für Betreuer.
Folge 237 Alle 3 Jahre - Mitteilungs - u. Nachweispflicht nach dem BtOG
In dieser Folge erfährst du, welche Mitteilungspflichten und Nachweispflichten du als beruflicher Betreuer nach dem BtOG hast. Du lernst, welche Änderungen du alle sechs Monate melden musst, welche Ereignisse unverzüglich mitzuteilen sind und welche Nachweise du alle drei Jahre unaufgefordert einreichen musst. Außerdem bekommst du klare Handlungsempfehlungen, wie du Fristen sicher einhältst und Beanstandungen vermeidest.
Folge 236 Kontozugriff - Wenn alte Gewohnheiten rechtlich heikel werden
In dieser Folge wird aufgezeigt, wie Betreuer mit Barabhebungen durch Angehörige umgehen müssen. Es wird erläutert, wann alte Vollmachten fortgelten und wann sie ruhen sollten. Abschließend wird dargestellt, wie rechtliche Sicherheit mit dem Wunsch des Betreuten in Einklang gebracht werden kann.
Folge 235 Fehlbuchung - Wenn das Jobcenter an den falschen Vermieter zahlt
Die Direktzahlung der Miete durch das Jobcenter wird anhand eines Umzugsfalls verständlich erklärt. Es wird aufgezeigt, wann zivilrechtlich nach § 812 BGB oder öffentlich-rechtlich nach § 50 SGB X zurückgefordert wird und wer Adressat der Erstattung ist. Abschließend werden konkrete Schritte für die Betreuungspraxis genannt, um Fehlüberweisungen zu vermeiden und Rückforderungen korrekt zu adressieren (inkl. BGH: VIII ZR 39/17).
Folge 234 Verbot - Wenn der Betreuer nicht vertreten darf
In dieser Folge wird erklärt, wann Betreuer ihre Betreuten nach § 1824 BGB nicht vertreten dürfen. Es wird aufgezeigt, welche familiären und wirtschaftlichen Beziehungen zu Interessenkonflikten führen können und wann die Ausnahme der „Erfüllung einer Verbindlichkeit“ greift. Besonders beleuchtet werden Pflegedienste, Mietverhältnisse, Schadensfälle und juristische Personen, an denen Angehörige beteiligt sind.
Folge 233 Wohngeld - Was passiert wenn ein Haushaltsmitglied stirbt
In dieser Folge erfährst Du, wie das Wohngeld nach einem Todesfall rechtlich weiterläuft – und welche Besonderheiten § 6 Abs. 2 WoGG vorsieht. Roy erklärt, warum die Haushaltsgröße für zwölf Monate unverändert bleibt, wann die Bewilligung endet und wie Du Rückforderungen vermeiden kannst. Außerdem geht es um typische Praxisfehler: Was gilt bei Wohnungsaufgabe, bei neuen Sozialleistungen und bei Überzahlungen? Eine Folge voller Klarheit und Sicherheit für Deine Arbeit als rechtliche Betreuerin oder rechtlicher Betreuer.
Folge 232 Entlastung - Wofür man die 131 EUR der Pflegekasse nutzen könnte
In dieser Folge des betroyt-Podcasts wird die aktuelle Diskussion über eine mögliche Abschaffung des Pflegegrad 1 aufgegriffen. Im Mittelpunkt steht der Entlastungsbetrag nach § 45b SGB XI, der ab 2025 monatlich 131 Euro beträgt. Es wird erklärt, wofür der Betrag eingesetzt werden darf, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wie Betreuer sicherstellen können, dass das Budget sinnvoll genutzt wird. Anhand von zehn praktischen Beispielen werden die wichtigsten Einsatzmöglichkeiten vorgestellt – von Haushaltshilfe bis Umwandlungsanspruch. Praktische Tipps für rechtliche Betreuer runden die Folge ab.
Folge 231 Pauschale - Vergütungsregelung bei Tod in der Verfahrenspflege
In dieser Folge wird eine aktuelle Entscheidung des LG Neuruppin zur Pauschalvergütung für Verfahrenspfleger besprochen. Dargestellt wird, wie das Gericht die Bindungswirkung einer einmal zugesprochenen Pauschale betont und den Einfluss späterer Entwicklungen – etwa den Tod des Betroffenen – ausschließt. Für Verfahrenspfleger wird verdeutlicht, welche praktischen Konsequenzen sich für die eigene Abrechnung und Verfahrensführung ergeben.
Folge 230 Jubiläum - Rückblick auf fünf Jahre Podcast
Am 16. September 2020 ging unsere erste Folge online. Seitdem sind es 230 Episoden geworden. In dieser Jubiläumsfolge nehmen wir euch mit auf eine Zeitreise: von den Anfängen über besondere Momente bis hin zur Entwicklung des Podcasts in den letzten fünf Jahren. Außerdem werfen wir einen Blick auf den aktuellen Stand und die kommenden Schritte.
Folge 229 Transport - Zahlt die Kasse ohne (vorherigen) Antrag?
In dieser Folge wird ein aktuelles Urteil des Bundessozialgerichts zu Krankentransporten vorgestellt. Thematisiert wird die Frage, ob eine vorherige Genehmigung der Krankenkasse zwingend erforderlich ist. Der Sachverhalt, die rechtlichen Hintergründe und die praktischen Konsequenzen für Betreuer werden Schritt für Schritt erläutert.