NZZ Akzent
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Iran-Krieg: Was bedeutet die Waffenruhe für den Nahen Osten?
Nachdem US-Präsident Trump via Truth Social mit der Vernichtung der iranischen Zivilisation gedroht hatte, überraschte er kurz vor Ablauf der Frist mit einer zweiwöchigen Waffenruhe. Während sich sowohl Washington als auch Teheran bereits als glorreiche Sieger feiern, bleibt die Lage in der Region extrem fragil. NZZ-Korrespondent Daniel Böhm berichtet aus Beirut über eine Region im Schockzustand, in der trotz offizieller Feuerpause weiterhin Raketen einschlagen – insbesondere im Libanon, der von der aktuellen Vereinbarung kaum profitiert.
In dieser Folge von NZZ Akzent analysieren wir, wie fest das iranische Regime nach den Bombenkampagnen noch im Sattel sitzt un...
Tony - ein Kenianer kämpft für Russland
Ein junger Kenianer reist für einen vermeintlichen Job nach Russland – und landet im Krieg gegen die Ukraine. Tony wird nach seiner Ankunft gezwungen, einen Militärvertrag zu unterschreiben und an die Front geschickt.
Afrika-Korrespondent Samuel Misteli erzählt, wie solche Rekrutierungen ablaufen – und wie Tony nur knapp überlebt. «Oft schickt Russland sie als Kanonenfutter», sagt er. Heute ist Tony zurück in Kenia, immer noch verletzt und verschuldet.
Heutiger Gast: Samuel Misteli Moderation: Dominik Schottner Redaktion: David Vogel
Samuels Porträt zum Lesen findet hier auf der Seite der NZZ.
Lust auf noc...
Deepfake-Pornos und Stalking: Warum digitale Gewalt so schwer zu bekämpfen ist
Digitale Gewalt gegen Frauen nimmt massiv zu und erreicht durch Fake-Profile und Deepfakes eine neue Dimension. Am Beispiel einer betroffenen Frau wird deutlich, wie verheerend solche Angriffe für die Opfer sein können. Die Betroffene litt unter Angstzuständen und Panikattacken.
Besonders erschreckend ist, dass die Täter häufig aus dem nahen Umfeld stammen und das Internet als Werkzeug zur Erniedrigung nutzen. Ein wegweisendes Urteil des Bundesgerichts gibt zwar Hoffnung auf Gerechtigkeit, doch die Gesetzgebung hinkt der technologischen Entwicklung bei Deepfakes und KI-Pornografie noch immer hinterher.
Gast: Patrizia Messmer, Redaktorin NZZ am Sonntag Host...
Nach dem Sturz von Nicolás Maduro: Wie hat sich Venezuela verändert?
Drei Monate nach der Entmachtung von Nicolás Maduro durch die USA zeigt sich Venezuela verändert: Der Alltag in Caracas wirkt normaler, sicherer und überraschend entspannt. Menschen kehren in Cafés und Parks zurück, Versorgungsengpässe lösen sich langsam auf. Gleichzeitig bleibt politische Unsicherheit bestehen, da Teile des alten Regimes weiterhin Einfluss haben.
Im Gespräch analysiert Südamerika-Korrespondent Alexander Busch die Lage vor Ort.
Heutiger Gast: Alexander Busch, Korrespondent Lateinamerika Host: Alice Grosjean
Alexanders Text bei NZZ Pro lesen.
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Energiekrise in Asien: Wie Politiker von Thailand bis China reagieren
Die Lage in Asien ist dramatisch. Fast das gesamte Erdöl für Länder wie Thailand, Südkorea oder die Philippinen stammt aus den Golfstaaten. Dass Iran noch immer die Strasse von Hormuz blockiert, sorgt weltweit für einen massiven Preisschock beim Erdöl und Treibstoffen. Doch in Asien beeinflussen diese Kosten den Alltag der Menschen viel stärker als in westlichen Ländern.
In dieser Folge von "NZZ Akzent" beleuchten wir, welche Folgen die Treibstoffpresie für die Menschen in Südostasien hat. Von Taxifahrern in Manila, die sich das Tanken nicht mehr leisten können, bis h...
Russische Geheimdienstpanne: wie Google Translate einen Killer enttarnte
Ein russischer Geheimdienst-Offizier wird in Kolumbien festgenommen. Er soll Mordaufträge gegen tschetschenische Oppositionelle in Europa koordiniert haben. Die US-Ermittler kamen ihm durch eine Kette von Fehlern auf die Spur, so hat ein angeheuerter serbischer Auftragsmörder alle geheimen Nachrichten mit Google Translate übersetzt.
Das FBI konnte so die gesamte Planung der Attentate mitlesen, was schliesslich zur Verhaftung von beiden Beteiligten führte. Trotz dem dilettantischen Vorgehen dürfe man den russischen Geheimdienst nicht unterschätzen, sagt der Auslandredaktor Andreas Rüesch im Podcast. Denn längst nicht alle Aktionen könnten so einfach aufgedeckt werden.
Gast: A...
Iranische Drohnen über der Glitzerwelt: Überlebt das System Dubai den Krieg?
Der Angriff iranischer Drohnen auf Dubai erschüttert das Fundament von Dubai. Lange galt die Metropole als sicherer Hafen in einer turbulenten Region, doch der Iran-Krieg erschüttert dieses Bild. Und damit gerät das gesamte Geschäftsmodell aus Luxustourismus und Steuerfreiheit unter Druck.
Die Folgen des Angriffs sind bereits spürbar: Reiche Expats verlassen das Land, der Immobilienmarkt bricht ein und der wichtige Flugverkehr über das Drehkreuz Emirates kommt zum Stillstand. Die Herrscherfamilie setzt alles daran, den Zustand von dem Krieg schnell wieder herzustellen. Wohl auch mit viel Geld.
Gast: Moritz Kaufmann, Wirtschaftsredaktor Host: Antoni...
Korrespondent in Frankreich: Daniel Steinvorth über die Wahlen, das RN und die Krise der politischen Mitte
Frankreich steht ein Jahr vor den Präsidentschaftswahlen politisch unter Spannung. Die Kommunalwahlen zeigen eine zunehmende Polarisierung: Während die gemäßigte Linke große Städte wie Paris und Marseille behauptet, gewinnt das rechtspopulistische Rassemblement National (RN) vor allem auf dem Land an Zustimmung. Gleichzeitig verliert das politische Zentrum rund um Präsident Emmanuel Macron deutlich an Einfluss.
In dieser Episode erzählt unser Frankreich-Korrespondent Daniel Steinvorth von seinen Beobachtungen in Marseille und Paris. Sie gibt Einblicke in gesellschaftliche Spannungen und politische Dynamiken, die für die kommenden Wahlen entscheidend sein könnten.
Heutiger Gast: Dani...
Wütende Fussballfans: Wie Multiklub-Netzwerke den Sport verändern
Multiklub-Netzwerke verändern den internationalen Fussball grundlegend. Immer mehr Vereine gehören globalen Investorenstrukturen, die mehrere Klubs gleichzeitig kontrollieren. Am Beispiel von Crystal Palace und Olympique Lyon zeigt diese Episode, wie solche Netzwerke sportliche Wettbewerbe beeinflussen können – bis hin zum Ausschluss eines qualifizierten Teams aus der Europa League.
Die Investoren erhoffen sich Vorteile durch gemeinsame Scouting-, Transfer- und Entwicklungsstrukturen erhalten. Gleichzeitig wird diskutiert, welche Risiken für Fairness, Wettbewerb und Identität der Vereine entstehen. Besonders Fans kritisieren zunehmende Abhängigkeiten, mögliche Marktverzerrungen und den Verlust traditioneller Klubstrukturen. Und die UEFA steht da in der Mitte, zw...
Iran-Krieg: Wie weiter nach Trumps Rückzieher?
Der Konflikt zwischen den USA und Iran spitzt sich zu: Donald Trump setzte ein 48-Stunden-Ultimatum, drohte mit Angriffen auf kritische Infrastruktur und ruderte kurz darauf zurück. Was steckt hinter dieser Kehrtwende? In dieser Episode analysiert der Auslandredaktor Andreas Rüesch die Hintergründe der Eskalation rund um die Strasse von Hormuz und er nennt die strategischen Optionen beider Seiten.
Heutiger Gast: Andreas Rüesch, Auslandredaktor Host: Simon Schaffer
Die neusten Texte zum Iran-Krieg findet ihr hier bei der NZZ. Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? Probier`s drei Monate aus.
Warum die Menschen im Südlibanon trotz Krieg ausharren
Der Krieg an der Grenze zwischen Israel und der Hizbullah trifft im Südlibanon vor allem die, die ihn nie gewählt haben: Zivilistinnen und Zivilisten. NZZ Libanon-Korrespondent Rewert Hoffer ist in den Süden Libanons gereist, an den Rand der sogenannte Todeszone. In unmittelbarer Nähe bekämpfen sich israelische Streitkräfte und die Hizbullah-Miliz, mit Bombardierungen und Bodenkämpfen. Doch viele Menschen wollen ihre Heimat trotz der Gefahr nicht verlassen.
Gast: Rewert Hoffer, Libanon-Korrespondent Host: Nadine Landert Redaktion: David Vogel
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Wahl in Ungarn: Orban kämpft ums Überleben
In knapp drei Wochen finden in Ungarn Parlamentswahlen statt. Es ist eine richtungsweisende Wahl, die ganz Europa beeinflussen könnte. Viktor Orban, der seit 16 Jahren amtierende Ministerpräsident und dienstälteste Regierungschef der EU, sieht sich mit Peter Magyar seinem bisher gefährlichsten Herausforderer gegenüber. Während Orban auf eine Angstkampagne setzt und vor einer Verwicklung in den Ukraine-Krieg warnt, verspricht Magyar ein Ende der Vetternwirtschaft, mehr Transparenz und eine unabhängige Justiz.
Die Stimmung im Land ist aufgeheizt: Ein emotionaler Streit um unterbrochene Öllieferungen durch die Ukraine und gegenseitige Drohungen zwischen Budapest und Kiew prägen die S...
Warum Iraner trotz Krieg zurückwollen
Diese Episode begleitet Iranerinnen und Iraner an einer Busstation in Istanbul, die trotz Bombardierungen die Heimreise antreten. Korrespondentin Nicole Anliker spricht mit Reisenden, die zwischen Angst, Hoffnung und Pflichtgefühl stehen – und auf den Bus warten müssen.
Heutiger Gast: Nicole Anliker, Korrespondentin für die Türkei und Südosteuropa Host: Simon Schaffer
Nicole Anlikers ganzer Text, hier bei der NZZ lesen. Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? Probier`s drei Monate aus.
Korrespondent Volker Pabst: Im Zug durch die Ukraine
NZZ-Korrespondent Volker Pabst fährt gemeinsam mit Fotograf Dominik Nahr von Dnipro in der Ukraine Richtung Westen und spricht unterwegs mit Mitreisenden, Eisenbahnern und Familien. In den engen Abteilen entstehen Gespräche über Alltag, Angst und Hoffnung in einem Land immer noch mitten im Krieg. Die Episode zeigt, warum die Eisenbahn heute mehr ist als nur ein Verkehrsmittel: Ohne Flugverkehr ist sie zur wichtigsten Verbindung im Land geworden und zu einem Symbol für Durchhaltewillen und Zusammenhalt der Ukraine.
Gast: Volker Pabst, Korrespondent Host: Simon Schaffer
Die neusten Texte von Volker gibt es zu lesen bei...
Armeniens «Trump-Route» soll Frieden bringen – die Anwohner sind skeptisch
In dieser Folge von NZZ Akzent reisen wir in den kargen Süden Armeniens, genauer gesagt nach Meghri . Dort treffen wir den Kaki-Händler Harut Chatschatarjan, dessen Geschäft schwer unter der Geopolitik und dem Krieg in der Ukraine leidet. Seine Hoffnung ruht auf einem ambitionierten Projekt: der sogenannten Trump-Route. Diese rund 43 Kilometer lange Verkehrsverbindung soll aserbaidschanisches Territorium verknüpfen und gleichzeitig die Grenzen für den regionalen Handel öffnen.
Doch während die Händler auf neue Exportwege hoffen, wächst bei anderen die Angst. Wir hören die Geschichte von Gajane Awanesjan, die aus ihrer Heimat Kar...
Israel-USA: Warum die enge Allianz im Iran-Krieg bröckelt
Israel und die USA stehen im Krieg gegen den Iran so eng zusammen wie nie zuvor. In dieser Folge geht es um die historische militärische Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten, die gemeinsame Kriegsführung und die Frage, warum die Allianz trotz demonstrativer Nähe von Donald Trump und Benjamin Netanyahu unter Druck gerät.
Heutiger Gast: Johannes C. Bockenheimer, Israel-Korrespondent Host: Nadine Landert Redaktion: Marlen Oehler
Infos zu den laufenden Entwicklungen rund um den Iran-Krieg findet ihr hier.
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Kann ein Rapper Nepal in eine bessere Zukunft führen?
Er ist die Hoffnung der Gen Z: Der Rapper Balendra Shah, alias Balen, hat die Parlamentswahlen in Nepal haushoch gewonnen. Damit ist ihm das Amt des Ministerpräsidenten auf sicher. Trotzdem gibt es Zweil daran, ob der 35-Jährige tatsächlich dafür bereit ist.
Unser Korrespondent Ulrich von Schwerin berichtet regelmässig über Nepal. In dieser Folge erzählt er, womit Balen bekannt wurde, für welche Werte er einsteht und wie es dazu kommen konnte, dass dieser bald das Staatsoberhaupt von Nepal ist.
Im Moment sei der Rapper vor allem eines, sagt von Schwerin...
Trotz Asylangebot: Wieso Irans Fussballerinnen in den Krieg zurückkehren
Während der Asien-Meisterschaft in Australien wird das iranische Frauen-Nationalteam plötzlich zum politischen Symbol. Einige Spielerinnen verweigern vor einem Spiel das Mitsingen der iranischen Hymne – ein stiller Protest, der weltweit Schlagzeilen macht. Kurz darauf bietet ihnen die australische Regierung humanitäre Visa an. Einige nehmen den Schutz an, andere reisen, womöglich unter Druck, mit dem Team weiter und zurück in den Iran. Diese Episode von «NZZ Akzent» zeichnet nach, wie eng insbesondere der Fussball im Iran mit dem Regime verbunden ist und welche Konsequenzen selbst kleine, kritische Gesten haben können.
Heutiger Gast: Ronny Blaschke,S...
Gewalt gegen Beamte nimmt zu: Wie Betroffene damit umgehen
Staatsangestellte werden immer häufiger Opfer von Gewalt und Hass. Amtstierärztin Céline Bouldoires wurde etwa von hinten angegriffen und stürzte zu Boden, sie verlor das Bewusstsein. Beschimpfungen und Drohungen sind denn auch Alltag in ihrem Job. Und damit ist sie nicht alleine: Viele Beamte und Beamtinnen leiden unter dem Hass, die Anzahl der Anzeigen steigt.
Dennoch machen viele ihre Arbeit weiterhin mit Überzeugung. Sie suchen Strategien, wie sie mit dieser Belastung umgehen können. Die Betreibungsbeamtin Alicia Lopez etwa setzt auf die persönliche Beziehung, auf Verständnis und Empathie. Karin Fischer, Chefin einer Kinder...
Wie Nahost-Korrespondent Rewert Hoffer in Libanon den Krieg erlebt
Rewert Hoffer ist seit 2024 NZZ-Korrespondent für den Nahen Osten, und seit letztem Dezember lebt er in der libanesischen Hauptstadt Beirut. Nachdem die USA und Israel vor zwei Wochen Iran bombardiert und den geistlichen Führer Khamenei getötet hatten, trat auch die proiranische Hizbullah-Miliz in Libanon überraschend in den Krieg ein und bombardierte ihrerseits Israel. Seitdem ist auch Beirut, von wo aus Rewert arbeitet, wieder in diesen Krieg verwickelt. In dieser Samstagsfolge von «NZZ Akzent» erzählt er, wie nach dem Kriegseintritt ganze Stadtteile evakuiert wurden und wie er sich mühsam durch die chaotischen Strassen voller flüchtender...
Welche Folgen hat der Iran-Krieg für die Ukraine?
Der israelisch-amerikanische Angriff auf Iran erschüttert den Nahen Osten und die Golfregion. Auch die Ukraine spürt die Folgen – und die dürften negativ sein. Das sagt Volker Pabst, unser Korrespondent für die Ukraine.
Dabei könnte man meinen, dass der Krieg mit dem Iran den Ukrainern auch hilft. Denn im Abwehrkampf gegen iranische Drohnen sind spezialisiertes Know-how und die Erfahrung gefragt, welche sich die Ukrainer in den letzten Jahren aufgebaut haben. Präsident Wolodimir Selenski hat den Amerikanern bereits seine Hilfe angeboten.
Doch langfristig könnten vor allem der gestiegene Erdölpreis und den Uk...
Fukushima 15 Jahre später: Warum kehren Menschen zurück?
15 Jahre nach der Katastrophe von Fukushima zeigt sich in der japanischen Kleinstadt Futaba, nahe des Atomkraftwerks ein widersprüchliches Bild: verlassene Gebäude, gesperrte Strassenzüge und kontaminierte Erde auf der einen Seite, neue Wohnhäuser, staatliche Anreize und erste Rückkehrer auf der anderen.
Auslandredaktor Marco Kaufmann ist nach Futaba gereist und hat Menschen getroffen, die sich entschieden haben, in Futaba zu leben. Wie gehen sie mit dem Risiko möglicher Strahlenbelastung und dem Stigma rund um die Reaktorkatastrophe um?
Heutiger Gast: Marco Kaufmann, Auslandredaktor Host: Nadine Landert Redaktion: Marlen Oehler
Den Artike...
Wie die Geheimdienste Khamenei in Iran aufspürten
Hinter der Tötung von Ayatollah Ali Khamenei steckt jahrelange Geheimdienstarbeit. Mossad und CIA haben Informanten rekrutiert, um an Informationen zu gelangen. Weiter setzen sie auf sogenannte Sigint (Signals-Intelligence). Dafür werden Telefonate abgehört, der Internetverkehr überwacht.
Auch öffentlich zugängliche Quellen werden angezapft, wie Social-Media-Videos oder Satellitenbilder. Diese riesigen Datenmengen werden dann zusammengeführt und mit Software analysiert. Daraus dann Informationen zu gewinnen und ein umfassendes Bild zu zeichnen: «Das ist die grosse Kunst der Geheimdienste», erklärt Marco Seliger im Podcast.
Gast: Marco Seliger, Redaktor für Sicherheits- und Verteidigungspolitik Host: Simon Schaffer Re...
Pentagon vs. Anthropic - Wieso der Streit um KI im Krieg das Silicon Valley nervös macht
Künstliche Intelligenz wirkt im Alltag oft harmlos – etwa bei Reiseplanung oder zur Unterhaltung. Doch im Militär spielt sie längst eine zentrale Rolle. Im aktuellen Konflikt im Nahen Osten wird KI unter anderem zur Analyse von Daten und zur Identifizierung möglicher Angriffsziele eingesetzt. Eine wichtige Rolle spielte dabei bisher die KI-Firma Anthropic.
Doch nun ist ein ungewöhnlicher Streit zwischen dem Unternehmen und dem US-Kriegsministerium ausgebrochen. Anthropic weigert sich, seine KI ohne Einschränkungen für militärische Zwecke freizugeben. Vor allem beim Einsatz autonomer Waffen und bei möglicher Massenüberwachung zieht das Unternehmen...
Wie der Iran-Krieg den Erdölmarkt in Schock versetzt
Brennende Öl-Raffinerien und Drohungen gegen Öl-Tanker. Das iranische Militär nimmt bewusst Öl- und Gasinfrastruktur ins Visier. Es ist ein starkes Druckmittel, das die ganze Weltwirtschaft betrifft.
So blockiert Iran im Moment die wichtige Strasse von Hormuz. Der grösste Teil des Öls aus den Golfstaaten muss über dieses Nadelöhr transportiert werden. Fällt diese Route weg, gelangt weniger Öl auf den Markt. Das treibt die Preise in die Höhe, gerade beim Heizöl. Je länger der Krieg dauert, desto stärker der Effekt.
Gast: Benjamin Triebe, Wirtschaftsredaktor Host: Antonia Moser Redaktion: Marlen Oehler<...
Korrespondentin im Silicon Valley: Marie-Astrid Langer im Tech-Herzen der Welt
Das Silicon Valley steht unter Strom. In dieser Samstagsfolge berichtet die NZZ-Korrespondentin Marie-Astrid Langer von der Veränderung in der Bay Area um San Francisco. KI-Rausch, politische Richtungswechsel und Startups, die so schnell verschwinden, wie sie aufgetaucht sind: In Marie-Astrids Alltag zeigt sich die Zukunft bereits heute, denn hier bezahlen Leute per Handfläche, man sieht auf der Strasse selbstfahrende Robo-Taxis und Menschen, die mit Chatbots spazieren gehen. Gleichzeitig prägen Massenentlassungen, die Hire-and-Fire-Kultur und die Fentanylkrise die Region.
Gast: Marie-Astrid Langer, USA-Korrespondentin Host: Simon Schaffer
Die neusten Artikel von Marie-Astrid könnt ihr hier bei...
Nach Kim Jong Un: Bekommt Nordkorea eine Diktatorin?
In Nordkorea zeichnet sich ein ungewöhnlicher Wandel ab. Während Diktator Kim Jong Un die Fäden in der Hand hält, rücken zwei Frauen aus seinem engsten Familienkreis ins Rampenlicht: seine Schwester Kim Yo Jung und seine junge Tochter Kim Ju Ae.
Auf dem jüngsten Parteitag wurde die Schwester, Kim Yo Jung, in höchste Gremien befördert. Sie gilt nun als die mächtigste Frau des Landes. Gleichzeitig inszeniert die staatliche Propaganda immer häufiger die Teenager-Tochter an der Seite des Führers – sogar im Partnerlook bei militärischen Zeremonien.
Ostasien-Korre...
Der Alltag in Irans Krieg: Gesperrtes Internet und Hoffnung auf einen Regimesturz
Nach dem Tod von Ayatollah Ali Khamenei und dem Beginn militärischer Angriffe befindet sich Iran in einem emotionalen Ausnahmezustand. Während die einen in den Strassen jubeln und den Sturz des Regimes herbeisehnen, trauern andere um den verstorbenen Führer.
Der Journalist Teseo La Marca konnte trotz Internetsperren mit Menschen in Iran sprechen. Viele berichten, sie würden sich weniger vor Krieg und Bomben fürchten, als vor dem islamistischen Regime. Deshalb befürworten sie den Krieg. Eine Minderheit jedoch ist bereit, für das System zu kämpfen, bis zum Tod. Trotz dieser Spaltung und der Unge...
Ein Drogenboss ist tot – doch nun droht Mexiko ein noch blutigerer Krieg
Die Tötung des mexikanischen Drogenbosses El Mencho gilt als schwerer Schlag gegen das Jalisco-Kartell. Doch statt Entspannung droht Mexiko eine neue Welle der Gewalt. Nach der Militäraktion kam es landesweit zu Brandanschlägen, Strassensperren und Plünderungen.
Lateinamerika-Korrespondent Thomas Milz ordnet ein, wie mächtig das organisierte Verbrechen in Mexiko tatsächlich ist, warum Kartell-Zerschlagungen oft interne Machtkämpfe auslösen – und weshalb dadurch sogar mehr Drogen exportiert werden könnten. Zudem geht es um die Rolle der USA, den politischen Druck durch Donald Trump und die sicherheitspolitischen Herausforderungen für Präsidentin Claudia Sheinbaum – auch mit Blick...
Krieg gegen Iran: Warum Trump hoch pokert
Im Wahlkampf positionierte sich Donald Trump als Friedensstifter. In seiner Antrittsrede versprach er, Kriege zu beenden und keine zu starten. Nun aber zieht er ohne Zustimmung des Kongresses in den Krieg gegen Iran und geht damit ein grosses Risiko ein. Warum pokert Trump so hoch?
Gast: Isabelle Jacobi, USA-Redaktorin Host: Nadine Landert
Alle Infos und aktuellen Entwicklungen zum Angriff auf Iran findet ihr im Live-Ticker bei der NZZ
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Angriff auf Iran: Wie nahe ist das Ende der Islamischen Republik?
Nach massiven Luftangriffen der USA und Israels auf iranische Ziele ist Ayatollah Ali Khamenei tot. War dies der Auftakt zum Sturz der Islamischen Republik – oder unterschätzen Beobachter die Widerstandskraft des Regimes? In dieser Episode analysiert der Nahost-Redaktor Jonas Roth die Operation „Epic Fury“, die strategischen Ziele von Washington und Jerusalem sowie die möglichen Folgen für das iranische Machtgefüge.
Gast: Jonas Roth, Ausland-Redaktor Host: Simon Schaffer
Alle Infos und aktuellen Entwicklungen zum Angriff auf Iran findet ihr im Live-Ticker bei der NZZ.
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Wie unser Korrespondent Thomas Milz fast nach Venezuela entführt wurde
Zwei Wochen nach dem Sturz von Nicolás Maduro reist der NZZ-Korrespondent Thomas Milz an die Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela. Auf der internationalen Brücke bei Cúcuta wird er von mutmasslichen Colectivos angegriffen, sein Fotograf kurzzeitig festgesetzt. Diese Samstagsfolge beleuchtet die angespannte Sicherheitslage und die Rolle paramilitärischer Gruppen. Aber welche Interessen verfolgen die USA nach der Entführung Maduros?
Gast: Thomas Milz, Korrespondent für Lateinamerika Host: Simon Schaffer
Der Artikel von Thomas, in dem noch viele weitere Venezolanerinnen und Venezolaner zu Wort kommen, gibts zu lesen bei der NZZ.
Lust a...
Wirkt Australiens Social-Media-Verbot?
Die Welt schaut sehr genau auf das Verbot von Social Media in Australien, das für alle Kinder unter 16 Jahren gilt. Aber taugt es als Vorbild für andere Länder? Unser Korrespondent war auf Reportage. In dieser Episode erzählt Andreas Babst, wie er am Strand nahe Bondi Beach mit Shay und seiner 13-jährigen Tochter Emily diskutiert, und später in einem Jugendtreff nachfragt, ob sie sich überhaupt an das Verbot halten.
Gast: Andreas Babst, Korrespondent Host: Simon Schaffer
Der ganze Text mit noch mehr Stimmen zum australischen Verbot von Social Media gibts bei der...
Kinder als Drogendealer – wie Gangs auch in Europa auf Minderjährige setzen
Kinder als Drogendealer – diese Methode verwenden kriminelle Gangs längst auch in Europa. Ein Fall aus dem Wallis zeigt, wie kriminelle Banden gezielt Minderjährige anwerben und erpressen. So zum Beispiel Eron: Der Teenager lebt in Siders in der Cité Aldrin – einer Hochhaussiedlung neben der Autobahn. Hier verkauft Eron Haschisch, weil er von älteren Gangmitgliedern dazu gezwungen wird.
Die NZZ-Redaktoren Stefanie Pauli und Mirko Plüss haben Erons Fall aus den Gerichtsakten rekonstruiert. Er steht stellvertretend für Hunderte, vielleicht Tausende weitere Kinder, die in den Fängen krimineller Banden zu Drogendealern werden.
In dieser Folge erklä...
Cotti Coffee: Die chinesische Starbucks-Alternative will Europa erobern
Jahrzehntelang hat Starbucks den Kaffeemarkt im Westen dominiert. Chinesische Ketten wie Cotti Coffee oder Luckin Coffee halten dagegen. Im Fall von Cotti Coffee heisst das: eine aggressive Expansionsstrategie und Kaffee zum Discounterpreis.
Unser Wirtschaftskorrespondent in Deutschland hat sich in der Berliner Filiale von Cotti Coffee umgesehen. Bisher war die chinesische Kette Cotti Coffee europaweit in Spanien, Frankreich und Grossbritannien vertreten.
In dieser Folge analysiert Jannik Belser die Erfolgschancen von Cotti Coffee auf dem europäischen Markt. Und er verrät, welche «Signature-Getränke» die Läden im Angebot haben, um die hiesige Kundschaft zu überzeugen.
H...
Trumps Friedensrat will die Hamas entwaffnen – aber wie?
US-Präsident Trump startete in Washington sein „Board of Peace“ und erklärt den Krieg in Gaza für „vorbei“ – übrig seien nur noch „kleine Flammen“. Nahostexperte Richard C. Schneider ordnet ein: Der Waffenstillstand hält zwar brüchig, doch von Ruhe kann keine Rede sein. Im Zentrum steht Phase 2 des Gaza-Friedensplans. Doch immer deutlicher zeigt sich, dass Trumps Friedenskonzept das Fundament fehlt. Denn die Realität widerspricht noch immer den Hoffnungen auf eine geordnete Entwaffnung der Hamas.
Gast: Richard C. Schneider, Nahostexperte Host: Nadine Landert
Richards Analyse gibts zu lesen bei der NZZ](https://www.nzz.ch/internatio...
Wie Musks Starlink eine entscheidende Rolle im Ukraine-Krieg spielt
Ein abgestürztes russisches Drohnenwrack in der Ukraine – auf dem Rücken ein weisser Kasten: ein Starlink-Terminal. Das Satelliteninternet von Elon Musk ist im Krieg zu einer Schlüsseltechnologie geworden. Es ermöglicht schnelle Datenübertragung, Live-Videobilder und die präzise Steuerung von Drohnen. Beide Seiten nutzten das System – bis vor wenigen Wochen. Dann griff Musk ein - zugunsten der Ukraine.
Auslandredaktor Andreas Rüesch erklärt, wie Starlink die Kriegsführung verändert hat.
Gast: Andreas Rüesch, NZZ-Auslandredaktor Host: Simon Schaffer
Andreas Berichterstattung zum Ukraine-Krieg findest du in der NZZ.
Lust auf noch...
Korrespondent Andreas Scheiner zwischen Chicagos «The Bear», ICE und Homeland Security
Andreas Scheiner ist seit Oktober 2025 NZZ-Korrespondent für Nordamerika und lebt in Chicago. In dieser Folge erzählt er, wie es ist, in einer politisch aufgeheizten Zeit in die USA zu ziehen – mitten in Proteste gegen die Migrationsbehörde ICE, Einsätze der Nationalgarde und einen Regierungs-Shutdown. Er berichtet von Begegnungen mit Stars aus der Serie The Bear, mit obdachlosen Bodybuilder, sowie von einer kafkaesken Erfahrung mit Homeland Security.
Gast: Andreas Scheiner, Korrespondent Nordamerika Host: Simon Schaffer
Die neusten Texte von Andreas Scheiner kannst du hier bei der NZZ finden. Hier ist der Text über die erw...
Die Epstein-Assistentin aus Zürich – Opfer oder Täterin?
Eine Bankangestellte aus Zürich vermittelte jahrelang junge Frauen an Jeffrey Epstein. Der bezahlte ihr dafür das Studium. Die NZZ konnte die Kommunikation zwischen Alina Selnowa und Epstein rekonstruieren. Die Mail- und Chatverläufe stammen aus den neusten Akten der Epstein-Files, die das US-Justizministerium Ende Januar veröffentlichte. Alina Selnowa ist ein Pseudonym.
Spätestens ab 2011 standen Selnowa und Epstein in engem Kontakt. Sie tauschen sich über Alltägliches aus, Epstein unterstützt die junge Studentin auch finanziell. Und es gibt Hinweise auf eine sexuelle Beziehung zwischen den beiden. Im Podcast erzählt der Gesellschaftsredaktor Florian Schoop, w...
Mojtaba Khamenei: Wird er Irans neuer Revolutionsführer?
Wer folgt auf den 86-jährigen Ali Khamenei? Während der iranische Revolutionsführer seine Macht seit fast 40 Jahren zementiert, rückt sein Sohn Mojtaba immer stärker in den Fokus der Spekulationen. Obwohl er offiziell kein Amt bekleidet und kaum öffentlich in Erscheinung tritt, gilt er als einer der einflussreichsten Strippenzieher im Machtzentrum von Teheran.
Doch eine dynastische Nachfolge widerspricht den Grundwerten der Islamischen Revolution von 1979 und könnte den Unmut der Bevölkerung in einer ohnehin instabilen Phase weiter anheizen. In dieser Episode beleuchten wir, wie Mojtaba Khameneis Chancen stehen – und warum seine Unbekanntheit paradoxerweise ein Vortei...