NZZ Akzent
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Dank Trump: Kuba stemmt die Energiewende von unten
Kuba steht vor dem energetischen Kollaps. Nach dem US-Embargo und dem Ausbleiben von Treibstofflieferungen aus Venezuela ist das Land fast vollständig lahmgelegt. Der Energieminister gibt offen zu: Es gibt absolut nichts mehr. Die Folge sind Stromausfälle von bis zu 22 Stunden am Tag, die das öffentliche Leben in Havanna und in den Provinzen massiv beeinträchtigen. Doch die Not macht erfinderisch. Immer mehr Kubaner nehmen die Energiewende selbst in die Hand. Vor allem mithilfe von Solarenergie, und mit Hilfe aus China.
Gast: Sandra Weiss, Reporterin Host: Simon Schaffer
Die ganze Reportage von Sandra Weiss gibt...
Regierungskrise in Grossbritannien: Wer beerbt Keir Starmer?
Nach nur zwei Jahren im Amt steckt der britische Premierminister Keir Starmer in einer tiefen Krise. Angetreten mit dem Versprechen, das politische Chaos der konservativen Vorgänger zu beenden, gilt der Labour-Chef heute selbst als Sinnbild der Stagnation. Massive Staatsverschuldung, hohe Lebenshaltungskosten und die ungelöste Migrationsfrage belasten das Land. Starmer selbst wirkt führungsschwach und verstrickt sich in politische Kehrtwenden.
Während er versucht, den Druck auszusitzen, bringen sich parteiinterne Rivalen bereits für seine Nachfolge in Stellung. Die tiefe Unzufriedenheit der Bevölkerung mit dem politischen Establishment ebnet jedoch einer ganz anderen Kraft den Weg. Nigel...
Grönland: Wie Trump seine Macht ausbaut, ohne die Insel zu kaufen
Seit den heftigen Drohungen von Donald Trump, Grönland zu annektieren oder gar zu kaufen, herrscht auf der arktischen Insel ein spürbares Misstrauen gegenüber dem US-Präsidenten. Doch statt einer offenen Konfrontation setzen die USA nun auf diplomatische Gespräche mit Dänemark und Grönland, um ihre militärische Präsenz im strategisch wichtigen Nordatlantik zu erweitern. Die Skandinavien-Korrespondentin Linda Koponen erklärt, warum Dänemark und Grönland trotz dem Vertrauensbruch kaum Nein sagen können und was die Expansion der USA bedeuten könnte.
Host: Nadine Landert Redaktion: Sarah Ziegler
Lindas Artikel...
Geheimfabrik: wo die Ukraine ihre gefährlichsten Waffen herstellt
In einer geheimen Fabrik in der Zentralukraine produziert Firepoint Langstrecken-Drohnen für Angriffe auf russische Ziele weit hinter der Front. Jonas Roth berichtet von strengen Sicherheitschecks, improvisierten Produktionshallen und einer Firma, die seit 2022 vom Start-up zum wichtigen Rüstungsakteur gewachsen ist. Die Fabrik liefert ein potenzielles Zukunftsmodell für die internationale Rüstungsindustrie.
Host: Nadine Landert Redaktion: Dominik Schottner
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KI als Dating-Coach: Wenn Chat-GPT beim Flirten hilft
Wer schon mal gedatet hat, kennt das Gefühl von Unsicherheit und Anspannung. Manche nutzen darum künstliche Intelligenz als persönlichen Dating-Berater. Sie ordnet ein, erkennt Muster und mögliche Red Flags und hilft beim Kommunizieren mit dem Date. Oder doch nicht? Warum vertrauen Menschen einer Maschine ihre intimsten Chatverläufe und Traumata an?
Wir begleiten Jana, die nach einer schmerzhaften Trennung bei ChatGPT nach Antworten sucht. Bastian, der nach elf Jahren Beziehung wieder Single ist, lernt durch die KI, Beziehungsdynamiken aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Experten warnen jedoch vor blindem Vertrauen: Eine Studie der Uni S...
NZZ Geopolitik: Von Nixon bis Trump - wie der «War on Drugs» geopolitisch wurde
Der wöchentliche Podcast NZZ Geopolitik ist diesen Sonntag zu Gast hier bei NZZ Akzent. Wenn dir das Format gefällt: Eine neue Folge von NZZ Geopolitik erscheint immer mittwochs auf deiner Lieblingsplattform. Abonnier uns gerne.
Und darum geht es diesmal: Als Richard Nixon 1971 Drogen zum «public enemy number one» erklärte, war der „War on Drugs“ noch kein Krieg im eigentlichen Sinn, sondern ein politisches Programm, eine innenpolitische Offensive gegen Drogenmissbrauch. Unter Ronald Reagan dann wurde der Kampf gegen Drogen stärker militarisiert. Die USA bekämpften nicht mehr nur Konsum und Kriminalität im Innern, sondern grif...
Korrespondentin in Ungarn: Meret Baumann bei den Magyar-Wählern und den alten Orban-Fans
Nach 16 Jahren an der Macht ist die Ära von Viktor Orban und seiner Fidesz-Partei in Ungarn zu Ende gegangen. In dieser Samstagsfolge von NZZ Akzent blicken wir hinter die Kulissen eines historischen Machtwechsels. Wie fühlt sich dieser Umbruch für die Menschen im Land an? Unsere Korrespondentin Meret Baumann war nach der politischen Wende in Ungarn unterwegs. Sie erlebte eine tiefen Erleichterung in Teilen der Bevölkerung, aber hörte auch von den Sorgen in den ländlichen Gebieten, die einst als sichere Hochburgen Orbans galten. Und Meret erzählt vom Tag der feierliche Vereidigung des neuen Regierungschefs Peter Magyar...
Wenn Touristen zur Last werden: Die Schweiz kämpft gegen den Overtourism
Die Schweiz ist als Reiseziel beliebter denn je, doch der Erfolg hat seine Schattenseiten. In dieser Episode beleuchten wir das wachsende Phänomen des Overtourism und warum in idyllischen Orten wie Grindelwald oder Luzern die Stimmung allmählich kritischer wird. Wenn das Verhältnis zwischen Einwohnern und Übernachtungsgästen extrem auseinanderklafft, entstehen Konflikte, die weit über kleine Ärgernisse hinausgehen.
Wir diskutieren über «Benimm-Videos» von Schweiz Tourismus, die Besuchern sanft die hiesigen Gepflogenheiten beibringen sollen, und schauen uns an, warum asiatische Fans einer Netflix-Serie plötzlich ein kleines Dorf am Brienzersee stürmen. Es geht um Drohnenverbote, den Stopp von Ho...
Sozialstaat und Terrorismus: Wie sich der Hizbullah an der Macht hält
In Klaileh, im Süden Libanons tragen Hunderte Menschen 16 Särge durch das Dorf. Es sind die Särge getöteter Hizbullah-Kämpfer. Doch die Stimmung ist anders als früher: weniger Euphorie, weniger Siegesgewissheit, mehr Erschöpfung. Die Hizbullah im Libanon ist so stark unter Druck wie seit Jahren nicht mehr. Und doch noch lange nicht am Ende. Libanon-Korrespondent Rewert Hoffer erläutert, wie sich der Hizbullah an der Macht halten kann.
Host: Nadine Landert Redaktion: Antonia Moser
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Die Spur der Velomafia: Was mit gestohlenen E-Bikes passiert
Jeden Tag werden in der Schweiz im Schnitt 140 Fahrräder und teure E-Bikes gestohlen. Doch was passiert dann mit ihnen? Die NZZ-Reporter Sascha Batthyany, Rafaela Roth und ein Team von "SRF Investigativ" haben den Selbstversuch gewagt. Sie haben mehrere hochwertige E-Bikes mit versteckten GPS-Trackern in Schweizer Städten als Köder ausgesetzt. Wie viele von ihnen gestohlen wurden und welchen Weg sie dann genommen haben, erzählt Batthyany im Podcast. Dabei wird klar: Das System des Fahrradklaus funktioniert auch, weil Polizei und Versicherungen wenig Handhabe haben.
Gast: Sacha Batthyany, NZZ-Reporter Host: Sarah Ziegler Redaktion: Antonia Moser
Du...
Obst essen und Arbeiten: Warum junge Chinesen ihren Alltag filmen und posten
Chinesische Alltagsvlogger zeigen auf YouTube und TikTok ihr Leben – Pakete schleppen, Geschirr spülen, schweigend in einer WG wohnen. Was banal klingt, zieht im Westen Hunderttausende an. Denn was aus China nach außen dringt, ist meist durch Medien gefiltert – diese Vlogs wirken wie ein direktes Fenster in einen fremden, aber erstaunlich vertrauten Alltag.
Doch das Bild bleibt selektiv: Politik kommt nie vor – aus Kalkül. Wer die Regierung kritisiert, riskiert Kontolöschung oder Schlimmeres. Was diese Videos über China verraten und was sie verschweigen, erklärt Asien-Redaktorin Katrin Büchenbacher.
Gast: Asien-Redaktorin Katrin Büchenbacher Hos...
NZZ Geopolitik: Fussball-WM 2026 im Schatten von Trump - Die unzerstörbare Macht der Fifa
Der wöchentliche Podcast NZZ Geopolitik ist diesen Sonntag zu Gast hier bei NZZ Akzent. Wenn dir das Format gefällt: Eine neue Folge von NZZ Geopolitik erscheint immer mittwochs auf deiner Lieblingsplattform. Abonnier uns gerne.
Und darum geht es diesmal: In wenigen Wochen startet mit der Fussball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada das grösste Sportereignis der Welt. Doch die Vorfreude wird von massiven geopolitischen Spannungen und einer hochgradig aufgeladenen Stimmung begleitet. In dieser Folge von «NZZ Geopolitik» analysiert der Sozialwissenschaftler Henk-Erik Meier von der Universität Münster, warum die Vorstellung eines unpolitischen Sports eine na...
Das Drama um Timmy: Warum die Walrettung in der Ostsee zum Fiasko wurde
Wochenlang hielt das Schicksal des gestrandeten Buckelwals Timmy die Öffentlichkeit in Atem. Ein beispielloser Rettungsversuch sollte das geschwächte Tier von der deutschen Ostseeküste zurück in den offenen Ozean bringen. Trotz der Warnungen zahlreicher Wissenschaftler setzten sich private Aktivisten und die Politik über fachliche Bedenken hinweg.
Nach der Freilassung im Atlantik herrscht nun jedoch Ungewissheit statt Erleichterung. Der GPS-Tracker ist verstummt, Bildmaterial von der entscheidenden Freilassung fehlt und die Rettergruppe ist zerstritten. Experten vermuten, dass der geschwächte Wal die Tortur nicht überlebt hat.
Gast: Martin Amrein, Wissenschaftsredaktor Host: Alice Grosjean Redaktion: Antonia Moser<...
Lego-Propaganda: Wie sich die USA und Iran auf Social Media bekämpfen
Ohrwürmer der Beach Boys gepaart mit Tarnkappenbombern: Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat sich ein neues, bizarres Schlachtfeld auf den sozialen Medien etabliert. Mit KI-generierten Videos und popkulturellen Referenzen buhlen beide Seiten um die Aufmerksamkeit eines Millionenpublikums. Während das Weisse Haus auf heroische Hollywood-Ästhetik setzt, kontert der Iran mit satirischen Lego-Animationen und eingängigen Rap-Songs, die gezielt westliche Kritik an Donald Trump aufgreifen.
Hinter der bunten Fassade steckt eine kalkulierte Strategie zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Junge Social-Media-Teams nutzen den Algorithmus von TikTok, X und Instagram, um Reichweiten zu generieren, die herkö...
«Project Freedom»: Trumps riskanter Plan in der Strasse von Hormuz
Die Strasse von Hormuz ist das Nadelöhr der Weltwirtschaft und seit über zwei Monaten herrscht hier Stillstand. Mehr als 2000 Schiffe und 20000 Seeleute sitzen fest. Mit dem Start von "Project Freedom" versucht US-Präsident Donald Trump nun, die Blockade zu durchbrechen und die festsitzenden Schiffe unter militärischem Schutz aus dem persischen Golf zu leiten. Doch er könnte damit den Krieg eher verschärfen.
Denn die US-Marine hat trotz ihrer Übermacht Schwierigkeiten, die Sicherheit der Handelsrouten zu garantieren und der Iran reagiert bereits mit Drohnenangriffen Handelsschiffe auf die Emirate.
Gast: Jonas Roth, Nahost-Redaktor Host: Nadine...
Wie Schottlands Separatisten friedlich für die Unabhängigkeit kämpfen
Fast die Hälfte der Schotten wünscht sich die Unabhängigkeit von Großbritannien. In dieser Folge berichtet der Korrespondent David Signer von friedlichen Protesten in Edinburgh und erklärt, warum sich der schottische Nationalismus als «bürgerlich» und weltoffen definiert. Im Gegensatz zu anderen Bewegungen ist diese Strömung immigrationsfreundlich und stark durch den Wunsch geprägt, nach dem Brexit in die EU zurückzukehren. Ausserdem ordnet er ein, warum Schottland eine «Willensnation» ist und ob ein Zerfall Großbritanniens bevorsteht.
Gast: David Signer, Korrespondent für Grossbritannien und Irland Host: Simon Schaffer
«Die schottischen...
Die konservative «Anti-Harvard»-Uni will alles anders machen. Funktioniert das?
Die University of Austin at Texas (UATX) präsentiert sich als „Anti-Harvard“ und verspricht eine Rückkehr zu klassischen Werten sowie eine freie Debattenkultur ohne Angst vor Ausgrenzung. Die Hochschule wurde 2021 von einflussreichen Konservativen gegründet, zu den wichtigsten Geldgebern gehört der Tech-Milliardär Peter Thiel.
Doch der Anspruch der ideologiefreien Bildung gerät zunehmend unter Druck. Kritiker und ehemalige Weggefährten warnen bereits vor einem massiven Rechtsruck innerhalb der Institution. Anstatt den offenen Diskurs zu fördern, scheint die Universität zu einem konservativen Spiegelbild jener Einseitigkeit zu werden, die sie eigentlich bekämpfen wollte.
Gast: Ma...
NZZ Geopolitik: Atomares Vakuum - Die Gefahr des vertragslosen Zustands zwischen USA und Russland
Der wöchentliche Podcast NZZ Geopolitik ist diesen Sonntag zu Gast hier bei NZZ Akzent. Wenn dir das Format gefällt: Eine neue Folge von NZZ Geopolitik erscheint immer mittwochs auf deiner Lieblingsplattform. Abonnier uns gerne.
Und darum geht es diesmal: Der New Start Vertrag zwischen den USA und Russland ist ausgelaufen – erstmals seit den 1970er Jahren gibt es damit keine verbindliche Begrenzung strategischer Atomwaffen mehr. Was bedeutet das für die globale Sicherheit? In dieser Episode von «NZZ Geopolitik» analysiert David Vogel mit der Sicherheitsexpertin Lydia Wachs von der Universität Stockholm, warum das Ende von New STAR...
London: Korrespondent David Signer auf den Spuren der Gentrifizierung
In dieser Samstagsfolge begleiten wir den NZZ-Korrespondenten David Signer auf eine Reise nach Dalston, einem der spannendsten Viertel im Londoner Osten. Er besucht den alten Markt, der mit nigerianischen Perücken und Heilkräutern aus Haiti seine multikulturelle Seele bewahrt, und hört Anekdoten über höfliche Drogendealer vor legendären Jazzclubs.
Einst als Industrie- und Arbeiterviertel bekannt, durchlief der Stadtteil nach dem Zweiten Weltkrieg eine Phase der Verelendung, geprägt von Kriminalität und Drogen. In den 80er Jahren war die Gegend so berüchtigt, dass Taxifahrer sich weigerten, dort hinzufahren. Doch um die Jahrtausendwende änderte sich alles...
Über TikTok in den Krieg - Wie die Bundeswehr neues Personal anwirbt
Die Bundeswehr steht vor einer gewaltigen Herausforderung: Um die "stärkste konventionelle Armee Europas" zu werden, braucht sie dringend neues Personal. Doch seit dem Aussetzen der Wehrpflicht 2011 kämpft die Truppe mit Bewerbermangel und hohen Abbruchquoten. In dieser Folge von Akzent blicken wir hinter die Kulissen der aktuellen Recruiting-Strategien: Von professionellen TikTok-Auftritten bis hin zu privaten Profilen wie dem "Cinematic Sergeant" versucht die Bundeswehr, als moderner Arbeitgeber bei der Gen Z zu punkten. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Karriere, sondern um Werte wie Sinnhaftigkeit und Gemeinschaft.
Gast: Leon Igel, NZZ-Pro-Redaktor Host: Dominik Schottner Red...
Attentatsversuch auf Trump: Wer kann daraus politisches Kapital schlagen?
Nach dem versuchten Anschlag auf Donald Trump im Hilton-Hotel in Washington zeigt sich der Präsident zunächst überraschend versöhnlich. Doch wie lange hält diese neue Milde an? Politisch könnte Trump nun versuchen, den Anschlag zu nutzen. Aber anders als nach dem Attentat in Pennsylvania 2024 ist Trump heute regierender Präsident - und er ist in Bedrängnis.
Gast: Isabelle Jacobi, USA-Redaktorin Host: Nadine Landert Redaktion: Sarah Ziegler
Hier findet ihr Isabelles Artikel
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Low T: Wieso schlechte Spermien und Testosteronmangel Männer verunsichern
Ob skurrile Spermien-Rennen oder virale TikTok-Trends: Die Angst um die männliche Fruchtbarkeit ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Während Studien vor einem drastischen Rückgang der Spermienqualität durch Umweltgifte und Mikroplastik warnen, mahnen Mediziner zur Differenzierung. Sie sehen die Ursachen oft eher in einem ungesunden Lebensstil, etwa durch Übergewicht, Stress und Rauchen, als in einer unausweichlichen biologischen Apokalypse.
Gleichzeitig ist das Thema ein lukrativer Markt für fragwürdige Testosteron-Therapien geworden, die das Problem oft eher verschlimmern als lösen. Hinter dem Hype steckt dabei mehr als nur Medizin: In einer Zeit schwindender traditio...
Apple: Schafft der nächste CEO «the next big thing»?
Apple steht vor einer Zäsur: Am 1. September übernimmt John Ternus das Ruder als CEO. Der bisherige Hardware-Chef tritt ein gewaltiges Erbe an. Der frühere Apple-Chef Steve Jobs war der Visionär, sein Nachfolger Tim Cook baute das Unternehmen zu einer hocheffizienten Geldmaschine aus, mit einem Börsenwert von fast 4 Billionen Dollar.
Nun muss John Ternus Apple in die Zukunft führen. Einerseits warten Apple-Fans und Aktionäre schon lange auf ein neues revolutionäres Produkt. Andererseits droht das Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz den Anschluss zu verlieren. Apple hat bisher kein eigenes KI-Sprachmodell entwickel...
Korrespondentin in Griechenland: Nicole Anliker unterwegs mit Steuerfahndern und beim Immobilienmogul
Griechenland hat sich seit der Finanzkrise 2008 spürbar verändert. Doch wie nachhaltig ist der Aufschwung wirklich? Korrespondentin Nicole Anliker reist nach Athen und spricht mit Steuerfahndern über das erfolgreich digitalisierte Steuerwesen. Sie trifft einem Immobilienunternehmer, der vom Tourismus und reichen Anlegern profitiert, und einen jungen Angestellten mit kleinem Budget. Die Folge zeigt, wie der Staat Steuerhinterziehung heute digital bekämpft, warum Immobilienpreise explodieren und weshalb viele Menschen trotz Wachstum kaum über die Runden kommen.
Heutiger Gast: Nicole Anliker, Korrespondentin für die Türkei und Südosteuropa Host: Simon Schaffer
Nicole Anlikers Text über Athens Ka...
Warum tamilische Hindus in der Schweiz zum Beten in Keller ausweichen müssen
In einem fensterlosen, feuchten Kellerraum am Güterbahnhof in Thun treffen sich Gläubige in Daunenjacken, um ihre Religion zu feiern. Was wie ein Provisorium klingt, ist die Realität für viele der rund 70.000 Hindus in der Schweiz. Nach einem Brand in ihrem alten Tempel findet die tamilische Gemeinschaft keine neuen Räumlichkeiten mehr. Die Mieten sind zu hoch, die Anforderungen an grosse Feste spezifisch und die Vorurteile bei Vermietern oft gross.
Diese Folge von NZZ Akzent beleuchtet die paradoxe Situation einer Minderheit, die so gut integriert und unauffällig lebt, dass ihre Bedürfnisse in der Öff...
Gefangenenaustausch im Ukraine-Krieg: Wenn Familien auf Gewissheit hoffen
Ein Samstag im April im Norden der Ukraine: Hunderte Menschen warten vor dem Krankenhaus von Tschernihiw auf ein mögliches Wunder. Es ist der Tag eines Gefangenenaustauschs zwischen der Ukraine und Russland. Doch während die Hoffnung auf die Rückkehr von Ehemännern, Söhnen und Vätern riesig ist, bleibt die Ungewissheit bis zur letzten Sekunde bestehen. Wer wird unter den Freigelassenen sein? Ukraine-Korrespondent Volker Pabst hat mit den Familien gemeinsam gewartet.
Gast: Volker Pabst, Ukraine-Korrespondent Host: Nadine Landert
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Übri...
Inside Iran: Welche Folgen hat der Krieg für die Menschen?
Iranerinnen und Iraner sind Sanktionen gewohnt. Aber seit die Amerikaner auch iranische Häfen blockieren, hat sich die Situation nochmals verschärft. Lebensmittel sind weiterhin überall vorhanden, doch die Preise steigen merklich. So kostet Sonnenblumenöl im Moment dreimal so viel wie vor Kriegsbeginn.
Wegen des Krieges können viele Iraner momentan nicht arbeiten. Das Internet ist weiterhin gesperrt, was das Geschäft vieler Firmen beeinträchtigt. Hinzu kommen die Schäden an der Infrastruktur. In Isfahan etwa wurde ein Stahlwerk bombardiert und beschädigt – 40 000 Menschen haben ihre Arbeitsstelle verloren.
In dieseer Folge spricht der Journalist Te...
Zwischen Gebet und Geopolitik: Papst Leo XIV. vs. Donald Trump
Rund 10 Tage lang ist Papst Leo XIV. derzeit in Afrika unterwegs, zum ersten Mal in seinem Pontifikat. Doch obwohl der Kontinent mittlerweile mehr Katholiken zählen soll als Europa, so schafft er es bei dieser Reise doch nicht wirklich in den Mittelpunkt. Stattdessen löst der Papst bei einer Predigt in Kamerun einen Zwist mit dem US-Präsidenten Donald Trump aus. Er positioniert sich darin deutlich gegen den Iran-Krieg, warnt vor Tyrannen und verurteilt jene, die Religion als Vorwand für Kriege nutzen. Trump, der vom Papst nicht explizit genannt wird, fühlt sich sogleich angegriffen; er und seine Regie...
Zohran Mamdani: Hat der sozialistische Bürgermeister New York schon verändert?
Zohran Mamdani ist Anfang Januar als sozialistischer Shooting-Star ins New Yorker Rathaus eingezogen, mit dem Versprechen, die Mieten und Lebenshaltungskosten in der Stadt wieder erschwinglich zu machen. Nach seinen ersten rund 100 Tagen im Amt schauen wie, wie die New Yorker ihn nun wahrnehmen und was er in seinen ersten Monaten getan hat. Von der symbolträchtigen Reparatur des 100.000. Schlaglochs – von ihm selbst als Pothole Politics bezeichnet – bis hin zu den harten politischen Realitäten im Kampf um Mietpreisbremsen und kostenlose Kinderbetreuung. US-Korrespondent Andreas Scheiner berichtet von seinen Eindrücken vor Ort
Gast: Andreas Scheiner, USA-Korrespondent der NZZ Host: S...
EU-Korrespondent Antonio Fumagalli über vertrauliche Treffen, unbefriedigende Antworten und Gerangel am EU-Gipfel
Brüssel gilt oft als bürokratischer Elfenbeinturm. Für Antonio Fumagalli ist die Stadt ein hartes Pflaster für Informationen. Seit Sommer 2024 berichtet er für die NZZ aus der EU-Hauptstadt und muss sich seine Quellen und Informationen hart erarbeiten. In dieser Folge blicken wir hinter die Kulissen der EU-Hauptstadt.
Antonio erklärt, warum persönliches Vertrauen in der Brüsseler Bubble die wichtigste Währung ist und wie langwierig der Aufbau solcher Beziehungen sein kann. Wir erfahren, wie es sich anfühlt, bei nächtelangen EU-Gipfeln zwischen hunderten Journalisten im Ratsgebäude auszuharren, um einen kurzen Infor...
J. D. Vance wollte keinen Krieg mit Iran – jetzt soll er ihn beenden
J.D. Vance war einer der wenigen in Donald Trumps Umfeld, die sich klar gegen einen Krieg mit Iran ausgesprochen haben. Nun steht ausgerechnet der US-Vizepräsident im Zentrum der diplomatischen Bemühungen, diesen Konflikt zu entschärfen. Für Vance ist das eine politische Zwickmühle und es hat Folgen für seine politische Zukunft und eine mögliche Präsidentschaftskandidatur 2028.
Gast: Christian Weisflog, USA-Korrespondent Host: Nadine Landert Redaktion: Alice Grosjean
Die Analyse von Christian findet ihr hier.
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Mexikos verschwundene Kinder: Wenn Mütter selbst nach den Toten suchen
In Guadalajara im Bundesstaat Jalisco suchen Angehörige mit Schaufeln, Eisenstangen und unerschütterlicher Hoffnung nach ihren verschwundenen Familienmitgliedern. Rund 160'000 Menschen gelten in Mexiko offiziell als vermisst – besonders betroffen ist der Gliedstaat Jalisco, ein Zentrum der Gewalt durch Drogenkartelle. Weil staatliche Behörden oft nicht ausreichend ermitteln, organisieren sich Familien in Suchkollektiven und gehen selbst auf Spurensuche.
Der Lateinamerika-Korrespondent Thomas Milz begleitet die Gruppe Guerreros Buscadores de Jalisco und trifft Maria Guadalupe, die fünf ihrer neun Kinder vermisst. Ihre Geschichte zeigt, wie falsche Jobangebote, Zwangsrekrutierung und organisierte Kriminalität das Leben vieler Familien zerstören. Gleichze...
Syrien: Vom zerbombten Land zum funktionierenden Staat
Die neuen Herrscher stehen vor einer gigantischen Aufgabe, einen neuen Staat zu bauen. Und die Ausgangslage könnte kaum schlechter sein: Syrien ist zerbombt, fragmentiert, traumatisiert. Scheitern die Herrscher, droht ein neuer Krieg. Die NZZ-Reporterin Karin A. Wenger ist nach Syrien gereist, um herauszufinden, wie die Menschen in Syrien einen Staat von Grund auf aufbauen. Die Theorie der Staatsbildung prall in Syrien gerade auf die Realität, so Wenger.
Gast: Karin A. Wenger, Reporterin Host: Nadine Landert Redaktion: Simon Schaffer
Hier geht's zum aktuellen Folio](https://www.nzz.ch/folio/ausgabe-maerz-2026)):
Lust auf noch...
Ungarn: Orban ist weg, doch wie mächtig bleibt sein System?
Ungarn erlebt einen politischen Umbruch: Viktor Orban ist abgewählt, Peter Magyar übernimmt nach einem historischen Wahlsieg die Regierung. Doch die Herkulesaufgabe beginnt erst, denn das System Orban ist in sämtlichen ungarischen Institutionen und der Wirtschaft tief verankert. Entscheidend wird sein, ob Magyar nach dem Wahlsieg auch das Orban-System zurückbauen kann.
Gast: Meret Baumann, Osteuropa-Korrespondentin Host: Nadine Landert
Hier findet ihr weitere Informationen zur Wahl Magyars.
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Verfolgt von den Revolutionswächtern: wie Moji dem iranischen Regime entkam
Ein junger Iraner, nennen wir ihn Moji, möchte eigentlich nur ein normales Leben führen: Er hat einen Job, liebt die Kunst und lädt über Couchsurfing Reisende aus aller Welt zu sich nach Hause ein. Doch in einem Land, das von den Revolutionswächtern kontrolliert wird, ist diese Offenheit lebensgefährlich. Was mit einer Strafe von 80 Peitschenhieben für den Besitz von Alkohol beginnt, entwickelt sich zu einem jahrelangen Albtraum aus digitaler Überwachung, psychischer Folter und Verfolgung.
Samuel Meier berichtet in dieser Folge von NZZ Akzent, wie das iranische Regime modernste Technologie nutzt, um seine Bürger b...
Afrika-Korrespondent Samuel Misteli: Hinter der Grenze des Sudan, aus dem man kaum berichten kann
Die Menschen im Sudan durchleben seit Langem die größte humanitäre Katastrophe der Welt. Doch Berichte aus dem Inneren des Landes sind selten. NZZ-Afrika-Korrespondent Samuel Misteli ist es gelungen, über den Südsudan in die Nuba-Berge vorzudringen. Dort trifft er auf eine Bevölkerung, die sich vor ständigen Drohnenangriffen schütcode text herezt, und spricht mit Menschen, deren Leben durch körperliche und sexuelle Gewalt zerstört wurden.
Er lernt aber auch die andere Seite kennen und begegnet jungen Kämpfern der berüchtigten RSF-Miliz, denen schwerste Kriegsverbrechen und Völkermord vorgeworfen werden. In dieser Samstagsfolge...
Wenn der Mann auf See ist: das sorgenvolle Leben philippinischer Seemannsfrauen
Monatelang ist Estela Lolon mit ihren drei Kindern auf sich allein gestellt, während ihr Mann als Tellerwäscher auf einem Kreuzfahrtschiff arbeitet. Im Podcast erzählt Andreas Babst wie Estela als philippinische Seemannsfrau Alltag, Kinderbetreuung, Nachtschichten und Fernbeziehung gleichzeitig bewältigt. Im Mittelpunkt stehen Einsamkeit, finanzielle Hoffnungen, Misstrauen, digitale Nähe per Kamera und die emotionale Belastung, wenn Partner über Monate getrennt leben. Gast: Andreas Babst, Südostasien-Korrespondent Host: Nadine Landert Produktion: Antonia Moser Den Artikel findet ihr [hier](https://www.nzz.ch/international/philippinen-die-maenner-fahren-zur-see-die-frauen-organisieren-sich-online-ld.1927801). Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz...
Iran-Krieg: Was bedeutet die Waffenruhe für den Nahen Osten?
Nachdem US-Präsident Trump via Truth Social mit der Vernichtung der iranischen Zivilisation gedroht hatte, überraschte er kurz vor Ablauf der Frist mit einer zweiwöchigen Waffenruhe. Während sich sowohl Washington als auch Teheran bereits als glorreiche Sieger feiern, bleibt die Lage in der Region extrem fragil. NZZ-Korrespondent Daniel Böhm berichtet aus Beirut über eine Region im Schockzustand, in der trotz offizieller Feuerpause weiterhin Raketen einschlagen – insbesondere im Libanon, der von der aktuellen Vereinbarung kaum profitiert.
In dieser Folge von NZZ Akzent analysieren wir, wie fest das iranische Regime nach den Bombenkampagnen noch im Sattel sitzt un...
Tony - ein Kenianer kämpft für Russland
Ein junger Kenianer reist für einen vermeintlichen Job nach Russland – und landet im Krieg gegen die Ukraine. Tony wird nach seiner Ankunft gezwungen, einen Militärvertrag zu unterschreiben und an die Front geschickt.
Afrika-Korrespondent Samuel Misteli erzählt, wie solche Rekrutierungen ablaufen – und wie Tony nur knapp überlebt. «Oft schickt Russland sie als Kanonenfutter», sagt er. Heute ist Tony zurück in Kenia, immer noch verletzt und verschuldet.
Heutiger Gast: Samuel Misteli Moderation: Dominik Schottner Redaktion: David Vogel
Samuels Porträt zum Lesen findet hier auf der Seite der NZZ.
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Deepfake-Pornos und Stalking: Warum digitale Gewalt so schwer zu bekämpfen ist
Digitale Gewalt gegen Frauen nimmt massiv zu und erreicht durch Fake-Profile und Deepfakes eine neue Dimension. Am Beispiel einer betroffenen Frau wird deutlich, wie verheerend solche Angriffe für die Opfer sein können. Die Betroffene litt unter Angstzuständen und Panikattacken.
Besonders erschreckend ist, dass die Täter häufig aus dem nahen Umfeld stammen und das Internet als Werkzeug zur Erniedrigung nutzen. Ein wegweisendes Urteil des Bundesgerichts gibt zwar Hoffnung auf Gerechtigkeit, doch die Gesetzgebung hinkt der technologischen Entwicklung bei Deepfakes und KI-Pornografie noch immer hinterher.
Gast: Patrizia Messmer, Redaktorin NZZ am Sonntag Host...