ntv Politik
Mit Interviews und Berichten gut informiert durch den politischen Nachrichtentag.
Tobias Endler: "Trump hat ursprüngliche Idee der Gründerväter pervertiert"
Die USA befinden sich zum Nationalfeiertag an einem Scheideweg, sagt Tobias Endler. Der Politikwissenschaftler und Amerikanist hält fest: Präsident Trump "pervertiert die ursprüngliche Idee der Gründerväter." Eine "Ursünde" des Landes ziehe sich bis heute durch, so Endler.
Sandra Navidi: "Was Trump richtig gut gemacht hat, ist die Korruption"
Erst kürzlich kommt heraus, dass US-Präsident Trump 2,2 Milliarden US-Dollar innerhalb eines Jahres verdient. Finanzexpertin Sandra Navidi spricht von einem "absoluten Skandal" - "das wird zum Teil illegal sein", sagt sie. Derweil würden viele Menschen wegen steigender Preise und stagnierender Löhne unter Druck geraten.
Marcel Fratzscher: "Die allermeisten werden den Gürtel enger schnallen müssen"
Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, sieht in den von der Bundesregierung verkündeten Reformen "viele gute Elemente". Dass das Paket zu einem viel beschworenen Wiederaufschwung der Wirtschaft beiträgt, bezweifelt er jedoch.
Sandra Ebner: Gut laufende US-Wirtschaft "ist nicht Trump geschuldet"
Goldene Zeiten verspricht Donald Trump bei seinem Amtsantritt den Arbeitern im Land. Pünktlich zum 250. Jubiläum der Vereinigten Staaten blickt Volkswirtin Sandra Ebner für ntv auf die bisherigen wirtschaftlichen Errungenschaften des US-Präsidenten.
Thomas Jäger: "Trump will mit seiner Kritik zwei Signale senden"
Nachdem US-Präsident Trump deutsche NATO-Beiträge als "lächerlich" schimpft, hält sich die Zuversicht angesichts des anstehenden NATO-Gipfels in Ankara in Grenzen. Politikwissenschaftler Jäger meint, Trumps Verhalten sei sowohl Verhandlungstaktik, um die Partner ruhigzustellen, als auch eine Botschaft an NATO-treue Republikaner.
Thorsten Frei: Neue Attest-Pflicht "ist nicht zu viel verlangt"
Kanzleramtschef Thorsten Frei verteidigt im ntv Frühstart den umstrittenen Reformplan, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung schon ab dem ersten Krankheitstag vorweisen zu müssen. Weniger Vorschriften soll es hingegen in der Wirtschaft geben.
Oksana Huss: "Angriffe sollen Russen vom Kriegskurs überzeugen"
Die schweren Angriffe auf Kiew sehen laut Oksana Huss nach einem "symbolischen Zeichen" aus: Es sei der Versuch, Stärke zu demonstrieren, während in Russland der Unmut über die Kriegsfolgen wächst. Letztlich wolle Russland "die ukrainische Staatlichkeit auslöschen", sagt die Politikanalystin.
Lena Materna: So hoch ist der Krankenstand in Deutschland wirklich
Die Regeln zur Krankschreibung sollen deutlich verschärft werden. Schon ab dem ersten Krankheitstag könnte künftig eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Pflicht sein. ntv-Reporterin Lena Materna zeigt, was die Koalition damit erreichen will und wie hoch der Krankenstand in Deutschland tatsächlich ist.
Andrea Römmele: Reformpaket braucht "eine gewisse Gesellschaftsmelodie"
Die Koalition scheint sich einig: Über 30 Einzelmaßnahmen sollen Entlastung bringen. Das Paket sei "wohl austariert", sagt Andrea Römmele, seine Wirkung zeige sich jedoch erst in den kommenden Jahren. Die Politikwissenschaftlerin sieht dennoch ein wichtiges, psychologisches Signal.
Thomas Aßmann: "Werden wahnsinniges Chaos in den Praxen haben"
Um den Krankenstand in Deutschland einzudämmen, soll nach den Plänen der Bundesregierung eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung künftig ab dem ersten Tag vorgelegt werden. Hausarzt Thomas Aßmann hält wenig von dem Vorhaben und übt deutliche Kritik.
Gerhard Mangott: "Russland will signalisieren: Wir können Kiew zerstören"
Die nächtlichen Angriffe auf Kiew sind die wohl schwersten seit Kriegsbeginn und mehr als eine militärische Operation: Russland "will signalisieren: Ihr seid nicht sicher. Wir können Kiew zerstören", sagt Politologe Gerhard Mangott. Doch auch an die russische Bevölkerung sei eine Botschaft gerichtet gewesen.
Albrecht von Lucke: Regierung signalisiert, Zeiten werden härter
Für den Politologen Albrecht von Lucke ist das verkündete Reformpaket zwar kein großer Wurf, aber ein Anfang für notwendige Änderungen. Vor allem die Verschärfung der Krankschreibung soll ein Signal an Bürgerinnen und Bürger schicken.