ERF Plus - Bibel heute
Falscher Weg
Der Bibeltext Hosea 8,1-14 – ausgelegt von Norbert Höllstin.
Ein Weckruf zur rechten Zeit
Neulich habe ich einen Radfahrer beobachtet. Er fuhr neben dem eigentlichen Radstreifen auf der Fahrbahn. Von hinten näherte sich eine Polizeistreife. Plötzlich ertönte kurz das Martinshorn. Dann war aus dem Lautsprecher des Streifenwagens laut und für alle vernehmbar die Aufforderung zu hören: „Bitte fahren Sie auf dem Radweg!" Ein deutlicher Weckruf, dass die Person auf dem falschen Weg unterwegs ist.
Für die Israeliten ist es auch an der Zeit, dass sie aufgeweckt werden. Hosea soll in die...
Initiative ergreifen
Der Bibeltext Hosea 6,1-6 – ausgelegt von Renate Brunck-Rieger.
Aufruf zur Umkehr
Da ergreift einer die Initiative! „Hey Leute, lasst uns …“ So redet einer, der einen Plan hat. Einer, der andere für seine Idee gewinnen will. Ein Aufruf: „Auf,“ „kommt,“ „lasst uns …“ weckt eine Stimmung des Aufbruchs und des Gemeinschaftsgefühls. Menschen werden zusammengerufen, um gemeinsam etwas zu bewegen. Haben Sie sich auch schon mal durch einen Aufruf bewegen lassen? Es gibt Aufrufe, die zu einem Slogan geworden sind und sogar legendär wurden. Zum Beispiel: „Yes - we can.“ Das war 2008 der Wahlkampfslogan des früheren US-Präsidenten Barak Oba...
Die andere Seite der Medaille
Der Bibeltext Hosea 5,8-15 – ausgelegt von Benjamin Gies.
Gottes Reaktion auf Israels Ungehorsam
Was für ein Text. Gott ist so gar nicht einverstanden mit dem Verhalten des Volkes Israel. Psalmen, in denen von der Güte und Barmherzigkeit Gottes gesprochen wird, sind mir lieber. Sie sind einfacher zu lesen und auf das persönliche Leben anzuwenden. Aber es gibt sie, die andere Seite der Medaille. Es gibt sie bei uns Menschen und auch bei Gott. Gott bleibt barmherzig und gnädig. Er ist in diesem Text nicht plötzlich wesensverändert. Aber etwas hat Gott. Ist er e...
Verantwortliches Handeln verändert die Welt zum Besseren
Der Bibeltext Hosea 4,1-14 – ausgelegt von Andreas Hornung.
Gewaltenteilung als Grundprinzip – in Demokratie und
altem Israel
Die Basis einer jeden Demokratie ist die Gewaltenteilung. Dabei ist die staatliche Gewalt aufgeteilt in legislative (gesetzgebende), in exekutive (vollziehende) und in judikative (Recht sprechende) Gewalt.
Diese sollen sich gegenseitig kontrollieren und staatliche Macht begrenzen.
Ein ähnliches Schutz-System bestand schon im alten Israel. Dort herrschten Könige, die Priester waren die Gesetzeshüter und Richter und die Propheten waren das Korrektiv von allerhöchster Instanz, weil sie eine große Unmittelbarkeit zu Gott hatten. Sie durften (in der Regel) Könige u...
Gottes Treue zu seinem Bundesvolk
Der Bibeltext Hosea 3,1-5 – ausgelegt von Jürgen Baum.
Hoseas Botschaft und sein prophetischer Auftrag
Hosea stammt wahrscheinlich aus dem Nordreich. Seine Botschaft an Israel: Gottes treue Liebe zu seinem Bundesvolk trotz dessen Götzendienstes.
Ein Leben als Prophet ist gewiss nicht immer leicht. Sein Dienst besteht aus dem Verkündigen und Vorleben des Inhaltes der göttlichen Botschaft, entsprechend Gottes Anweisungen. Es ist gewissermaßen eine vorgelebte Bildersprache. Bei der Wiederherstellung seiner Ehe durch wahre Liebe geht es um die Darstellung von Gottes Verhältnis mit Israel. Weder bloße Zuneigung noch elterliche Liebe bew...
Der Bund bleibt!
Der Bibeltext Hosea 2,16-25 – ausgelegt von Thomas Brinkmann.
Hosea – Gottes Bote im untreuen Israel
Eigentlich ein armer Kerl. Der Prophet Hosea wird von Gott in den Norden geschickt. Das Volk Gottes ist ja inzwischen zweigeteilt. Der Süden, Juda, hat ein paar gute Könige, die sich an Gottes Wort orientieren und entsprechend gut und geistlich in ihrem Amt wirken. Der Norden, Israel, hat keinen einzigen König, der das Volk im Sinne Gottes führt. In Israel werden zu dieser Zeit, etwa 700 v. Chr., fremde Götter angebetet. Immer und immer wieder. Gott beruft Hosea, um einers...
Gott – eine Quelle
Der Bibeltext Psalm 36 – ausgelegt von Claudia Drechsel.
Ein altes Lied – zeitlos aktuell
„Psalmen sind Lieder aus uralten Zeiten. Psalmen sind Lieder aus dem Heiligen Land. Bettler und Könige sangen sie gerne und durch die Bibel sind sie weltbekannt."
So heißt es in einem Kinderlied von Hella Heizmann.
Insgesamt sind uns 150 Lieder in dem Buch der Psalmen überliefert. Lieder, die öffentlich gesungen werden. Liedtexte, die gerne zitiert werden. Lobpreis, der in die Anbetung führt.
Die meisten Psalmen sind von David. In seinen Liedtexten beschreibt er, was er wahrnimmt: gesellschaf...
Ich verstehe nur Bahnhof
Der Bibeltext Hosea 2,4-15 – ausgelegt von Horst Bergmann.
Ein wirres Durcheinander – und der Versuch, es zu entwirren
„Ich verstehe nur Bahnhof“ – so sagt man ja gelegentlich, und meint damit: es ist so, wie wenn ich in einem riesigen Bahnhofsgebäude stehe und hier den Fetzen einer Durchsage höre, dort einen anderen; dazwischen rauschen Züge vorbei, rufen Menschen – ein wildes Durcheinander an Sinneseindrücken – und ich verstehe letztlich: nichts.
So ging es auch mir, als ich den Bibelabschnitt erstmals las: Ich verstand „Bahnhof“, verstand nichts. Hurerei, Baale, Drohungen – alles wild durcheinander; was soll das?
Ich lade ein...
„Was für ein Text! Oh, Mann!“
Der Bibeltext Hosea 2,1-3 – ausgelegt von Antje Forster.
Ein erster Eindruck: Trocken und unverständlich?
„Was für ein Text! Oh, Mann!“
Hosea 2, 1–3 erscheint mir so richtig langweilig. Wie eine trockene Abhandlung von einem technischen Bericht, von dem ich eigentlich nichts verstehe. Natürlich habe ich auch Gott gebeten, dass er mir eine gewisse Idee eingeben möge. Aber es passierte nicht wirklich etwas. Meine Gedanken blieben nur immer wieder am letzten Vers „Nennt eure Brüder „Mein Volk“ und eure Schwestern „Erbarmen“ hängen.
Gottes Volk und seine Untreue – ein wiederkehrendes Thema
Ein Klassiker...
Ein Wort von Gott
Der Bibeltext Hosea 1,1-9 – ausgelegt von Edgar Schwarz.
Gottes Wort durch den Propheten Hosea
Als ich mir den Text aus dem Propheten Hosea ansah, war ich zunächst erschrocken. Dankbar war ich, dass mir das Wort des Apostels Paulus einfiel, das er seinem Schüler Timotheus schrieb: „Die ganze Heilige Schrift ist von Gott eingegeben. Sie soll uns unterweisen; sie hilft uns, unsere Schuld einzusehen, wieder auf den richtigen Weg zu kommen und so zu leben, wie es Gott gefällt." (2. Tim 3,16 HfA) Dieses Wort ermutigte mich, den vorgeschlagenen Text für die Sendung „Bibel heute" nicht wegz...
Zu guter Letzt
Der Bibeltext Hebräer 13,15-25 – ausgelegt von Volker Stücklen.
Hintergrund und Entstehung des Hebräerbriefs
Wir waren gerade Hörerinnen und Hörer oder Mitleser des Hebräerbriefs, der seit Anfang Mai in dieser Sendung „Bibel heute" in 13 Kapiteln in Tagesabschnitten besprochen wurde. Heute geht es um den Schlussteil des Briefes mit dem Kapitel 13. Erinnern Sie sich noch an den Anlass und die Herkunft des Briefes?
Er wurde vermutlich in den Jahren 70–80 n. Chr. geschrieben. Der Autor ist unbekannt, er war ein Vertreter der 2. frühchristlichen Generation, wahrscheinlich ein Lehrer. Genaueres wissen wir nicht. Der da...
Gestern, heute – ewig
Der Bibeltext Hebräer 13,7-14 – ausgelegt von Michael Jahn.
Glaubensvorbilder, die mich geprägt haben
Meine Mutter ist die Erste. Die Erste, die meine Lehrerin im Glauben an Gott ist. Nicht wie später meine geschätzte Deutschlehrerin in der Schule, sondern, zuerst und zuletzt eine Lehrerin, die nicht viele Worte braucht. Sie lehrt mich Glauben, durch ihr an Gott hingegebenes Leben. Für mich ist sie das erste Vorbild im Glauben, wie es der Hebräerbrief hier meint.
Später ist es unser Jungscharleiter, der begeistert von Jesus erzählt und mir konsequente Nachfolge...
Ein Feuerwerk an Verhaltensweisen
Der Bibeltext Hebräer 13,1-6 – ausgelegt von Annette Strunk.
Verhaltensregeln – Anlass und Hintergrund
Tut dies, denkt daran, macht das nicht … mich triggern diese Verse ein wenig! Ich fühle mich an meine Kindheit erinnert, als Belehrungen an der Tagesordnung waren. Ich werde widerständig. Schließlich weiß ich doch selbst, wie ich leben will – und was sich gehört, oder!?
Ich frage mich: Was veranlasst den Verfasser dieser Verse, solch ein Feuerwerk an Verhaltensregeln loszuschicken und wie ein Oberlehrer zu wirken? Ob da wohl etwas gehörig schief lief in der Gemeinde, die hier ermahnt wird? D...
Ein Umbruch wird zum Aufbruch
Der Bibeltext Psalm 76 – ausgelegt von Wolfgang Weidinger.
Gott als Schutz und Stärke in Zeiten des Umbruchs
Der Psalm 76 ist ein Dank und Lobpreis für den Gott Israels. Entstanden vermutlich nach einer Rettung vor den Assyrern. Davon geht jedenfalls ein Teil der Ausleger aus. Gott steht den Menschen, die ihm vertrauen, immer zur Seite, egal wann und wo auch immer. Er ist immer für seine Leute erreichbar, auch heute, für glaubende Menschen. Rund um die Uhr – sieben Tage die Woche. Es ist auch ein Mutmachpsalm. Gerade in Zeiten wie diesen, wo wir uns wieder e...
Die tägliche Nahrung
Der Bibeltext Hebräer 12,25-29 – ausgelegt von Jens Scholz.
Tägliche Nahrung für den Geist
So wie wir jeden Tag essen und trinken müssen, um uns zu erhalten, braucht auch unser Geist täglich Nahrung, wenn er zielgerichtet weiterleben will. Der Verfasser dieses Textes erinnert seine Glaubensgeschwister daran, indem er ermahnt und auf vergangene, ernste Geschehnisse hinweist. Menschen sind leider vergesslich und leicht vom Weg abzubringen. Wir neigen oft dazu, vom gesteckten Ziel abzuirren. Durch das tägliche Auseinandersetzen mit den heiligen Schriften haben wir aber eine gute Chance, unser Ziel dennoch zu erreichen. Gut, wen...
Vom Erschrecken zur Einladung – von der Angst zur Freude
Der Bibeltext Hebräer 12,18-24 – ausgelegt von Rolf Röhm.
Kindheitserinnerungen und ein beängstigender Gottesbegriff
„Gott sieht alles" – diesen Satz hörten Kinder meiner Generation immer wieder, und dieser Satz hat auch über viele Jahre meine Kindheit und Teile meiner Jugendzeit geprägt.
„Gott sieht alles" – dieser Satz war von meiner Mutter vermutlich gar nicht als Drohung gemeint, und doch war es für mich als kleiner Junge ein eher beängstigender Satz. Vor allem wenn ich nachts im Bett lag, der Tag vor meinen Augen vorbeizog, ich mich an all die Dinge erinnerte, die sic...
Gottes Geschenke achten
Der Bibeltext Hebräer 12,12-17 – ausgelegt von Damaris Hecker.
Bitterkeit und ihre Wurzeln
Kennen Sie Bitterkeit? Wie würden Sie diesen Zustand beschreiben? Das fällt schwer. Es fühlt sich an wie ein Knäuel verschiedener Stränge in der Gedanken- und Gefühlswelt, die kaum zu entwirren sind. Das sind Gefühle von Ohnmacht, Schmerz, Enttäuschung und Frustration.
Die bittere Wurzel ist ein Sinnbild aus dem Land- und Gartenbau. Fachkräfte kennen das Unkraut-Problem: Die Wurzel einer Pflanze kann größere Ausmaße haben als ihr sichtbares Erscheinungsbild. Wachstum steht hier für einen Proze...
„Darum auch wir …“
Der Bibeltext Hebräer 12,1-11 – ausgelegt von Jens Kreisel.
„Darum auch wir" – Mut zum Durchhalten
„Darum auch wir" – so beginnt der eben gehörte Text. Im Hebräerbrief finde ich dieses Wörtchen „darum" häufiger im Zusammenhang mit ermutigenden Worten, z. B.: Darum werft euer Vertrauen nicht weg! (Hebräer 10,35) Darum stärkt die müden Hände und die wankenden Knie! (Hebräer 12,12)
Das vorherige Kapitel endete mit den Worten (V.39–40): Diese alle … sollten nicht ohne uns vollendet werden. Und heute die Fortsetzung: „Darum auch wir" …
Doch können und wollen Sie sich mit den dort ge...
Belastbarer Glaube
Der Bibeltext Hebräer 11,32-40 – ausgelegt von Jan-Peter Graap.
Die machtvolle Seite des Glaubens
„Und was soll ich noch mehr sagen?" – mit dieser fast atemlosen Frage zieht der Verfasser des Hebräerbriefes das Tempo an. Bis hierhin hat er einzelne Glaubensgeschichten sorgfältig entfaltet: Abel, Henoch, Noah, Abraham, Mose. Nun aber reiht er Namen aneinander wie Schlaglichter einer ganzen Epoche: Gideon, Barak, Simson, Jeftah, David, Samuel und die Propheten. Mit wenigen Strichen durchmisst er die Geschichte Israels von der Richterzeit bis in die Königs- und Prophetenzeit. Es ist, als würde er sagen: Die Zeit reicht nich...
Glaube lohnt sich – versprochen
Der Bibeltext Hebräer 11,23-31 – ausgelegt von Johanna Kunz.
Werbung, Zweifel und der Glaube an Gott
„Nee, ich glaube nicht, dass das funktioniert. Das klingt zu gut, um wahr zu sein!“ „Doch, doch. Du kannst mir glauben! Ich habe es selbst ausprobiert und meine Freundin auch. Das stimmt echt.“ „Bist du wirklich sicher?“ „Ja, wirklich. 100%. Meine Freundin hat mir zuerst auch nicht geglaubt, aber dann hat sie es ausprobiert und war begeistert!“
Bei manchen Werbeversprechen muss ich zweimal nachfragen, denn ich bin skeptisch geworden. Wie oft habe ich schon Werbeversprechen geglaubt nur, um dann enttäuscht zu werde...
Auf Gott vertrauen
Der Bibeltext Psalm 56 – ausgelegt von Hans-Georg Häfele.
Davids Not: Bedrängnis von allen Seiten
„Du hast meine Seele vom Tod errettet, ja meine Füße vom Sturz, damit ich vor dem Angesicht Gottes im Licht der Lebendigen wandle."
Dieser Psalm führt Sie und mich mitten hinein in eine schwierige Lebenssituation Davids. Es ist eine Zeit großer Not. David steht unter Druck, er wird angegriffen, verfolgt und beobachtet. Seine Feinde sind ständig gegen ihn aktiv.
Er beschreibt das sehr eindrücklich: „Meine Feinde schnauben den ganzen Tag; viele bekämpfen mich in H...
Glaube prägt
Der Bibeltext Hebräer 11,8-22 – ausgelegt von Dirk Cehak.
Der rote Faden: Der Glaube
Manchmal suche ich in Bibeltexten nach einem roten Faden. Ich lese etwas und versuche zu verstehen, was der zentrale Gedanke sein könnte. Oder ich überlege, welche Überschrift dazu passt. Wahrscheinlich ist das als Hauptamtlicher auch eine kleine Berufskrankheit, wer weiß. Vielleicht geht es ihnen aber manchmal auch so wie mir. Hier aber scheint mir der Fall recht schnell klar zu sein. Der rote Faden scheint sich förmlich aufzudrängen. Es geht um den Glauben. Genauer gesagt um Menschen, die durch den Glaube...
Glaube in der Krise: Hoffnung finden
Der Bibeltext Hebräer 11,1-7 – ausgelegt von Karin Weishaupt.
Was bedeutet Glaube?
Der Glaube spielt in der gesamten Bibel eine zentrale Rolle. Er stellt die Antwort des Menschen auf Gottes Liebe und Gnade dar: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Johannes 3, 16) Aber was es bedeutet, an Gott bzw. an Jesus Christus zu glauben, wird in der Regel nicht weiter erläutert.
Dagegen widmet sich der Schreiber des Hebräerbriefs dieser Frage sehr ausführ...
Eine spannende Untersuchung
Der Bibeltext Hebräer 10,32-39 – ausgelegt von Michael Klaus.
Einführung: Eine Situationsanalyse des Glaubens
Eine spannende Untersuchung. Der Schreiber des Hebräerbriefes konfrontiert seine Leser mit einer Situationsanalyse. Es geht nicht um etwas Theoretisches. Es geht vielmehr um den Glauben. Es geht um die gelebte Vertrauensbeziehung zu Jesus Christus.
Drei Schritte finden sich in dieser Situationsanalyse. Es wird untersucht: 1.: wie es früher war. 2.: wie die Situation heute ist, und schließlich 3.: wie es in der Zukunft weitergehen kann oder soll. – Schauen Sie mal mit mir hin!
Erster Schritt: Der Glaube in...
Festhalten am Bekenntnis der Hoffnung
Der Bibeltext Hebräer 10,19-31 – ausgelegt von Thomas Neuer.
Wenn das Vertrauen fehlt – Gott begegnen in schwierigen Zeiten
Manchmal fehlt mir die Freundlichkeit und Muße, Gott zu begegnen. Mich beschäftigt eine Sache so, dass ich darüber nicht still werde. Es schnürt mir buchstäblich die Kehle zu. Ich kann es nicht vor Gott bringen und bei ihm loswerden. Ich bin so erschüttert, dass mir gerade das Vertrauen fehlt, dass Gott hier eingreift.
Und da soll ich mich daran erinnern, was Jesus für mich getan hat, damit ich neu unbekümmert...
Eigentlich will ich dir nah sein
Der Bibeltext Hebräer 10,1-18 – ausgelegt von Samuel Wolff.
Einleitung: Die Sehnsucht, Gott nahe zu sein
Früher war alles besser. Dem einen oder anderen ist dieser Satz wahrscheinlich schon mal über den Mund gekommen, nicht wahr. Und manchmal steckt da ja auch ein echtes Gefühl und eine echte Erfahrung drin.
Ich möchte Ihnen heute aber anhand unseres Bibeltextes zumindest eine Sache zeigen, die früher auf keinen Fall besser war. Und mit Früher meine ich hier das Alte Testament. Und was lief da nicht so gut? Wenn die Menschen zu Gott komm...
Hilfe erbeten, Gott vergessen
Der Bibeltext Psalm 81 – ausgelegt von Eduard Friesen.
Wenn die Krise vorbei ist – Was bleibt nach der Rettung?
Gebet in der Not – ein bekanntes Muster
Viele kennen das aus der Schulzeit oder dem Studium: Die Prüfungen kommen näher, plötzlich werde ich ernst. Ich bete mehr. Ich sage vielleicht: „Herr, bitte hilf mir. Wenn ich das schaffe, dann nehme ich dich wirklich ernst.“
Und dann kommt die Rettung: Die Prüfung ist bestanden. Die Erleichterung ist riesig. Aber schon nach kurzer Zeit ist das Gebet von damals vergessen. Nicht aus Bosheit — einfach, weil da...
Mehr als eine Randnotiz
Der Bibeltext Psalm 51 – ausgelegt von Dajka Krentz.
Ein Blick zurück: Davids Geschichte und Schuld
Seit ich die Bibel lese, pflege ich handschriftlich Bemerkungen hineinzuschreiben. Ich halte Gedanken, Hinweise oder auch Fragen fest, die mich beim Lesen bewegen.
Ganz zu Anfang meiner Zeit als Christ schrieb ich mir den Tag auf, wann ich einen Abschnitt gelesen habe. Beim Psalm 51 steht der 20.11.1974. Ich habe dieses Gebet also als 20-Jährige zum ersten Mal bewusst gelesen. Das ist mehr als 50 Jahre her! Es steht in meiner Bibel auch der Hinweis auf das 11. und 12. Kapitel im 2. Samuelbuch im A...
Christus – Mittler des neuen Bundes
Der Bibeltext Hebräer 9,15-28 – ausgelegt von Werner Dauner.
Das Chaos in der Werkstatt – und im Leben
Letzthin, in meiner Werkstatt, ist mir etwas passiert. Ich habe mir endlich die Zeit genommen, Ordnung zu schaffen. Da ist ein Karton mit Schrauben – ein wildes Durcheinander. Also habe ich sie alle rausgeholt und sauber sortiert. Nach Größe, nach Art – jede an ihren Platz, in eine Sortimentsbox. Das hat gedauert. Aber am Ende ist alles ordentlich. Übersichtlich. Genau so, wie ich es gern habe.
Und dann klingelt das Telefon. Ich greife zum Stift, will mir schnell etwas notier...
Das Opfer, das alles verändert
Der Bibeltext Hebräer 9,11-14 – ausgelegt von Mihnea Onofrei.
Menschliche Opfer und ihre Grenzen
Haben Sie schon einmal von einer Geschichte von wahrer Aufopferung gehört, die Sie einfach nicht mehr losgelassen hat? Ein Feuerwehrmann, der in ein brennendes Haus rennt, um ein Kind zu retten und dabei sein eigenes Leben riskiert. Oder eine Mutter, die alles für ihre Familie gibt. Das sind starke Bilder von Opfern, die mich berühren, weil sie etwas von bedingungsloser Hingabe zeigen. Doch jedes menschliche Opfer, so heldenhaft es auch sein mag, hat Grenzen. Es ist einmalig und irdisch.
I...
Wenn Altes neu wird
Der Bibeltext Hebräer 9,1-10 – ausgelegt von Gisela Wichern.
Die alte Ordnung: Gottesdienst hinter dem Vorhang
Wer die alte Ordnung kennt, der darf gespannt sein auf die neue. Es sind Menschen aus dem jüdischen Volk an die sich der Schreiber des Hebräerbriefes wendet. Menschen, die gut mit den jüdischen Gesetzen und Ritualen vertraut sind, die aber in Jesus ihren Herrn und Retter gefunden haben. Und gerade dieses Verständnis soll noch einmal vertieft werden. Worin unterscheidet sich die neue Ordnung von der alten?
Im Hebräerbrief wird die Stiftshütte beschrieben … eine Zeltan...
Jesus ist besser
Der Bibeltext Hebräer 8,1-13 – ausgelegt von Matthias Gerlach.
Jesus Christus – der Hohepriester höherer Ordnung
Der Hebräerbrief stellt Jesus Christus in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Anhand des Alten Testamentes wird begründet, warum Jesus so viel mehr ist als die Priester und die Leviten. Dieser Beweis wurde im vorigen Kapitel geführt. Jetzt kommt das Wesentliche. Die Hauptsache des ganzen Hebräerbriefs. An dieser Stelle wird auf den Anfang des Hebräerbriefs verwiesen, dort heißt es in Kapitel 1,3: „Er ist der Abglanz der Herrlichkeit Gottes … nachdem er die Reinigung der Sünden erwirkt hat, hat e...
Ewig und vollkommen
Der Bibeltext Hebräer 7,23-28 – ausgelegt von Jürgen Schmidt.
1. Eine vertraute Methode – und ein besserer Weg
Vor wenigen Monaten ist mein Vater im Alter von etwas mehr als 100 Jahren verstorben. Beim Lesen des Bibeltextes wurde ich an ihn erinnert. Mindestens einmal im Monat fragte er mich früher höflich: „Kannst Du mich mal zur Bank fahren?“ Er hatte ausgefüllte Überweisungsträger dabei und wollte gerne wieder seine Kontoauszüge abholen. Ich habe es für mich als „Ausflug mit dem Vater“ verbucht, denn ich kannte einen besseren Weg. So hat er irgendwann auch zugestimmt, dass ich...
Mehr als ein Handy
Der Bibeltext Hebräer 7,11-22 – ausgelegt von Kerstin Brunner.
Vom alten Handy zum Smartphone: Ein Bild für den Glauben
Erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Handy? Ich schon!
1996 – Ich schreibe meiner Freundin eine SMS. Ich muss mich kurzfassen, da ich nur 160 Zeichen nutzen kann, sonst fängt eine weitere SMS an, die weitere Kosten verursacht. Wir waren damals sehr erfinderisch, um die „kostbaren“ 160 Zeichen sinnvoll zu nutzen. Nur Buchstaben, Zeichen und eben Leerzeichen. Damals konnte man mit einem Handy im Großen und Ganzen telefonieren und Textnachrichten verschicken. Auch mit dem Empfang war es recht sim...
Wenn Dank und Lob mein Leben bestimmt
Der Bibeltext Psalm 92 – ausgelegt von Irmhild Schorre.
1. Gott danken und loben – morgens und nachts
„Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und Lobsingen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen auf dem Psalter mit zehn Saiten, mit Spielen auf der Harfe. Denn du Herr, du lässest mich fröhlich singen von deinen Werken und ich rühme die Taten deiner Hände.“
Der Schreiber des Psalms gebraucht zu Anfang den Begriff „ein köstlich Ding“ als Ausdruck der großen Begeisterung, die ihn ergreift, wenn er...
Hoch, höher, der Höchste
Der Bibeltext Hebräer 7,1-10 – ausgelegt von Matthias Bank.
Außerirdisches Leben – aus christlicher Perspektive
Glauben Sie eigentlich, dass es außerirdisches Leben gibt? Astronomen senden Signale ins Weltall und warten auf Antwort. Hallo, ist da jemand?
Christen glauben tatsächlich, dass es außerirdisches Leben gibt – natürlich nicht in Form von grünen Männchen mit roten Antennen, die auf einer Untertasse hereinschweben. Aber wir glauben an einen Schöpfergott, der selbstverständlich außerhalb dieser uns bekannten Erde lebt. Aus seiner Welt, die wir dann Himmel nennen, spricht er in unsere Welt und greift a...
Glauben im Wechselbad der Gefühle
Der Bibeltext Hebräer 6,9-20 – ausgelegt von Günther Röhm.
Der Schrecken des Abfalls und die Wende zur Gewissheit
Was ich vorgestern im Hebräerbrief in der fortlaufenden Bibellese gelesen habe, ließ mir einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen. Da hieß es: „Denn es ist unmöglich, die, die einmal erleuchtet worden sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und Anteil bekommen haben am Heiligen Geist und geschmeckt haben das gute Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt und dann abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, da sie für sich selbst...
Jeder auf seine Weise
Der Bibeltext Psalm 148 – ausgelegt von Beate Späinghaus.
Der Psalmdichter entzündet ein Feuerwerk des Lobes
Da sitze ich vor meiner Bibel und lese Psalm 148. Wir haben ihn gerade gehört.
Da steht ja immer dasselbe, denke ich: „Lobet ihn…“
Immer wieder: „Lobet ihn“. Ganz schön oft. Da scheint jemand total begeistert zu sein von dem Herrn der Heerscharen, den ich einfach Gott nenne. Der Psalmschreiber kriegt sich ja gar nicht mehr ein, es scheint, als wolle er ein Feuerwerk des Lobes zünden.
Er fordert den Himmel auf, „Lobet ihn“ und die...
Was mir hilft, Gott treu zu bleiben
Der Bibeltext Hebräer 5,11-6,8 – ausgelegt von Friedrich Windisch.
Zeuge bis zum Tod – Das Martyrium des Polykarp
„Der Prokonsul ermahnte den Bischof Polykarp in Smyrna: „Nimm Rücksicht auf dein Alter! Schwöre beim Glück des Kaisers, sprich ‚Fort mit den Gottlosen!‘ lästere Christus, und ich lasse dich frei!"
Da sprach Polykarp: „86 Jahre diene ich IHM, und ER hat mir nie ein Leid getan, wie kann ich meinen König lästern, der mich erlöst hat?" Der Prokonsul drohte: „Wilde Tiere stehen mir zur Verfügung, denen lasse ich dich vorwerfen, wenn du nicht nachgibst!"...
Das dreifache Amt Christi
Der Bibeltext Hebräer 4,14-5,10 – ausgelegt von Marion Christa Nickel.
Das dreifache Amt Christi: Prophet, Priester und König
Das dreifache Amt Christi als Priester, König und Prophet zeigt das Erlösungswerk von Jesus Christus. Als der Prophet Gottes liegt der Fokus von Jesus in der Verkündigung der Heilsbotschaft.
Ein Gnadenangebot, das an keine menschliche Vorleistung gebunden ist. Jesus verkündigt nicht nur das Wort Gottes. Er ist selbst das Wort Gottes. In seinem Amt als Prophet redet er prophetisch über das nahegekommene Reich Gottes und seine eigene Rolle im künftigen Königreich...