Standpunkte
Der NDR Info Podcast Standpunkte gibt einen Überblick, wie über das Topthema des Tages in Medien diskutiert wird. Sie hören täglich, wie Journalistinnen und Journalisten der "Zeit", "Welt" oder anderen Zeitungen die Dinge bewerten. Außerdem gibt es Kommentare aus Podcasts, Newslettern, Radio- und TV-Sendungen wie beispielsweise den Tagesthemen. Von konservativ bis liberal - NDR Info fasst die unterschiedlichen Positionen zusammen. Zum Mitreden, Mitdiskutieren und gerne auch zum Widersprechen! Wir fragen übrigens auch immer wieder Gast-Autorinnen und -Autoren nach ihrer Meinung. Die Standpunkte können Sie übrigens auch jeden Morgen auf NDR Info hören, einmal die Stunde zwischen...
VW-Sparprogramm - bis zu 100.000 Jobs weg?
Die Krise beim Autobauer Volkswagen könnte viel größere Folgen haben, als bisher gedacht. Nach NDR-Informationen wird im Konzern darüber gesprochen, weltweit rund 100.000 Arbeitsplätze zu streichen. Vier Werke könnten geschlossen werden. Wir haben für Euch Meinungen aus Medien dazu gesammelt. Von der Augsburger Allgemeinen, der Süddeutschen Zeitung oder der Neuen Zürcher Zeitung. Außerdem: Auch bei der Bahn gibt es Probleme. Es geht aber nicht um den Konzern, sondern um das Bahnhofs-Großprojekt Stuttgart 21. Denn jetzt ist offiziell: Die Eröffnung des neuen Tiefbahnhofs verschiebt sich noch einmal um fünf Jahre - auf Ende 2031...
Widerspruchsregel bei Organspende? (mit C. Schwennicke)
Der Bundestag hat gerade wieder darüber debattiert, ob die sogenannte Widerspruchslösung eingeführt werden soll. Im Moment müssen sich Menschen in Deutschland aktiv dafür entscheiden, dass ihnen nach dem Tod Organe entnommen werden sollen. Meinungen aus verschiedenen Medien dazu in den NDR Info Standpunkten. Mit Christoph Schwennicke, Politikchef von t-online.
Bahnchaos: Viele Fragen nach Totalausfall (mit Tatjana Heid)
Wer am späten Dienstagabend mit der Deutschen Bahn unterwegs war, brauchte viel Geduld und gute Nerven. Nichts ging mehr - wegen einer Funkstörung war der Zugverkehr für rund zwei Stunden komplett lahmgelegt. Auslöser war laut Bahn ein sogenannter Komponententausch beim digitalen Bahnfunksystem GSM-R. Viele Medien sehen in der Panne ein grundlegendes Problem. So auch unsere Gastautorin Tatjana Heid, stellvertretende Nachrichtenchefin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Sie meint, in Deutschland sei es längst ein Volkssport, sich bei Verspätungen und Pannen über das Staatsunternehmen zu mokieren oder aufzuregen. Das dürfe aber nicht über die Ernsthaftigkeit des Problems...
Die Rentenform - endlich Drive in der Regierung?
Die Bundesregierung will die Empfehlungen der Rentenkommission für eine Reform der Altersversorgung vollständig übernehmen. Laut Kanzler Merz müssen alle Elemente des Reformpakets jetzt zügig umgesetzt werden. Sinngemäß äußerte sich auch Bundesarbeitsministerin Bas vom Koalitionspartner SPD. Punktuelle Kritik kam neben anderen von Gewerkschaften und Grünen- und einigen Kommentatoren großer Medien.
Starmer geht - was passiert jetzt? (Mit Gordon Repinski)
Der 63-Jährige Starmer hat mit seinem angekündigten Rücktritt auf die andauernd schlechten Umfragewerte reagiert - und den wachsenden Druck aus seiner Labour-Partei. Starmers parteiinterner Konkurrent, Andy Burnham, erklärte, dass er neuer Regierungschef werden will. Der 56-Jährige hatte Starmer für Kürzungen in der Sozialpolitik kritisiert - und ist derzeit einer der beliebtesten Politiker Großbritanniens. Bis die Nachfolge geregelt ist, will Starmer im Amt bleiben. Der angekündigte Rücktritt von Starmer - viele Medien sehen darin eine Chance für Großbritannien, andere befürchten, dass es nur ein weiterer Regierungswechsel in einer Reihe von meh...
Rentenvorschläge: Und nun? (mit Miriam Hollstein, BILD)
Vor allem von den Gewerkschaften gibt es scharfe Kritik: Verdi-Chef Werneke sprach von einem Schritt in die falsche Richtung. So gehe ein höheres Renteneintrittsalter an der Lebenswirklichkeit der arbeitenden Menschen vorbei. Die IG Metall kritisierte vor allem die vorgeschlagene Abschaffung der Rente mit 63. Die Rentenkommission schlägt beispielsweise vor, das Renteneintrittsalter an die durchschnittliche Lebenserwartung zu koppeln. In den Medien beschäftigen sich die Kommentatoren vor allem mit der Frage, was die Bundesregierung nun machen sollte und machen muss.
Starmer vor dem Ende?
Weil ein innerparteilicher Konkurrent Keir Starmers ins Unterhaus einzieht, könnte es nun eng für den britischen Regierungschef werden. Wie denken Journalisten darüber? Außerdem: Was halten sie von dem Streit in der EU darüber, wer für die Ukraine bei Russland vermitteln sollte?
USA schimpfen und erhöhen Druck auf Nato-Partner
Papiertiger. Trittbrettfahrer. Mit deutlichen Worten hat US-Kriegsminister Hegseth in Brüssel noch einmal klar gemacht: Sein Land erwartet von allen Nato-Partnern mehr Engagement. Also: Mehr Geld für die Aufrüstung. Im kommenden halben Jahr werde man die US-Truppenstärke in Europa prüfen und bewerten, so Hegseth. Also wieder einmal die Drohung: Tut etwas, sonst sind wir (zu einem großen Teil) weg! Und auch die USA/Iran-Vereinbarung wird noch einmal in Kommentaren bewertet.
Die Folgen des Iran-Abkommens (mit Harald Likus)
An Ankündigungen über ein Ende des Krieges im Iran hat es in den vergangenen Monaten nicht gemangelt - jetzt aber scheint es wirklich ein Abkommen zu geben. Der gegenseitige Beschuss soll aufhören, die Straße von Hormus soll wieder für den Schiffsverkehr freigegeben werden. Viele Medien sehen darin eine Chance - einige befürchten aber auch schlimmste Folgen.
Hoffnung auf Ukraine-Frieden (mit Ulrich Schönborn)
Die Ukraine behauptet sich mehr und mehr im Kampf mit Russland, dort schwächelt die Wirtschaft - beim G7-Treffen im französischen Evian weht ein zarter Hauch von Hoffnung. Darauf, dass man Kremlchef Putin an den Verhandlungstisch zwingen kann. Man wolle den Druck auf Moskau erhöhen, heißt es. Aber alles steht und fällt nach wie vor mit den USA und Präsident Trump, der bei dem Treffen wieder von den anderen Staats- und Regierungschefs umgarnt wird. Schließlich ist auch bald Nato-Gipfel.
Iran-Deal: Friedenslösung oder heiße Luft? (mit Ronja Brier)
Schon mehrfach hat US-Präsident Trump es angekündigt, jetzt haben sich USA und Iran auf ein Abkommen für ein Ende des Kriegs geeinigt. Beobachter hegen allerdings Zweifel, dass die sogenannte Rahmenvereinbarung schnell umgesetzt wird. Als Knackpunkte gelten unter anderem ein Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon und das iranische Atom-Programm. Unsere Gastautorin heute ist Ronja Brier, Chefredakteurin des Online-Portals "Watson". Sie hadert in ihrem Kommentar mit den Rahmenbedingungen des Abkommens, die von US-Präsident Trump vorgegeben werden.
Schweiz: Nein zu Einwohner-Obergrenze (mit S. Schmollack)
Mehr als die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer haben die Initiative der rechtskonservativen SVP zur Begrenzung der Einwohnerzahl abgelehnt. Um etwa die Infrastruktur zu entlasten, wollte die Partei unter anderem Migration einschränken. Nach Meinung verschiedener Medien wirft das Ergebnis der Volksabstimmung auch Fragen auf - und darf nicht über tatsächliche Schwierigkeiten hinwegtäuschen.
Verschärfte EU-Asylregeln in Kraft getreten
Das Gemeinsame Europäische Asylsystem, GEAS, soll die Asylverfahren vereinheitlichen und schneller machen. Schon außerhalb der EU soll in geschlossenen Zentren ein Asylanspruch geprüft werden. Geflüchtete, die wenig Aussicht darauf haben, Asyl zu erhalten, sollen zügiger abgeschoben werden.
Reformringen im Schatten der EZB (mit Wiebke Hollersen)
Kaum hatte Kanzler Merz in seiner Regierungserklärung zu mehr Mut im Reformprozess aufgerufen, kam der nächste kalte Guss für die Wirtschaft: die Europäische Zentralbank erhöht erstmals seit 2023 den Leitzins. Unterschiedliche Meinungen dazu aus deutschen Medien
Anpfiff zur umstrittenen Riesen-WM (mit Maik Koltermann)
Mehr als fünf Wochen, 48 Mannschaften, 104 Spiele: Die WM in den USA, Mexiko und Kanada ist länger und größer als alle bisher. Und sie steht besonders in der Kritik: In Mexiko herrscht die Sorge vor Gewalt, in den USA will Präsident Trump das Turnier nutzen, um sich in ein besseres Licht zu stellen. Darum drehen sich auch viele Kommentare in deutschen Medien. Dass die WM ein reines Fußballfest für die Fans auf der ganzen Welt wird, scheint den meisten reichlich unwahrscheinlich.
Schafft die Koalition den Reform-Turbo? (mit Lars Haider)
Einkommenssteuer, Gesundheit, Rente - das sind nur einige Bereiche, in denen Reformen in Deutschland dringend nötig sind. Das von der schwarz-roten Koalition angekündigte Reformpaket soll jetzt endlich an Fahrt aufnehmen und noch vor der parlamentarischen Sommerpause auf den Weg gebracht werden. Dazu treffen sich die Koalitionsspitzen am Mittwochabend mit Gewerkschaften und Wirtschaftsvertretern im Kanzleramt in Berlin - Ende Juni soll das Paket dann fertig sein. Das ist Thema in vielen Kommentaren. Unser Gastautor Lars Haider etwa kritisiert die Bundesregierung. Der Chefredakteur des "Hamburger Abendblatts" meint, die schwarz-rote Koalition habe in puncto Reformen ein Grundsatzproblem.
Armenien hat gewählt - und nun? (mit Daniela Sepehri)
Die armenischen Wähler haben ihren Regierungschef im Amt bestätigt und sich dafür entschieden, den Westkurs des Landes fortzusetzen. Was bedeutet das für den kleinen Staat im Kaukasus? Unsere Gastautorin Daniela Sepehri und andere Journalisten analysieren die Situation der ehemaligen Sowjetrepublik.
Zank um Reformen ohne Ende?
Bundesratspräsident Bovenschulte wirft der Bundesregierung im „Spiegel“ vor, Erwartungen zu wecken, die nicht erfüllbar seien. Als Beispiel nannte Bremens Bürgermeister die Ankündigung des größten und umfassendsten Reformprogramms seit Jahrzehnten. Steuerreform, Gesundheitsreform, Pflege, Rente, Arbeit, Energie – das seien zu viele Themen bis zur politischen Sommerpause. Die Regierung solle sich auf die Dinge konzentrieren, die in der aktuellen wirtschaftlichen Lage für Wachstum und sichere Arbeitsplätze nötig seien – so Bovenschulte.
Ein offener Brief und eine offene Antwort
Putin nannte den Ton des Briefes flegelhaft. Solange es kein Friedensabkommen gebe, gebe es auch keinen Grund, sich zu treffen. Wie bewerten das die Medien? Einige sehen die Ukraine derzeit im Vorteil, andere halten das für eine Momentaufnahme und sehen auf beiden Seiten kein Interesse für ein Kriegsende.
Ist die Ukraine reif für die EU? (mit Beatrice Achterberg)
Nach zwei Jahren Pause schiebt die EU das Beitrittsverfahren für die Ukraine an. In den Medien wird darüber spekuliert, ob das Land bereit ist für die Aufnahme. Ein weiteres Thema in den Kommentaren: die Eckpunkte der Pflegereform, die Bundesgesundheitsministerin Warken vorgestellt hat.
UN-Sicherheitsrat: Abstimmungs-Schlappe für Deutschland
Tagelang hat Außenminister Wadephul in New York die Werbetrommel gerührt, genützt hat es nichts. Deutschland ist am Abend mit seiner Bewerbung um einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat gescheitert. Im Rennen gegen Österreich und Portugal ging Deutschland erstmals leer aus. Viele Medien sehen die Ursache dafür im Verhalten der Bundesregierung - und unter anderem auch bei Kanzler Merz. ARD-Hauptstadt-Korrespondent Georg Schwarte etwa nennt die Abstimmung eine ärgerliche Pleite. Er meint, in unruhigen Zeiten reiche es eben nicht, dass Deutschland vornehm schweige.
Abschiebung in Drittstaaten: Irrweg oder Notwendigkeit?
Die EU will abgelehnte Asylbewerber künftig in Drittstaaten unterbringen. Befürworter sehen darin ein wirksames Mittel gegen irreguläre Migration. Kritiker warnen vor hohen Kosten, fraglicher Umsetzung und möglichen Verstößen gegen die Grundwerte der Europäischen Union.
Bär-Äußerungen zum Bafög: Koalition streitet über Erhöhung
Kommt die Bafög-Erhöhung für Studierende - oder nicht? Nach kritischen Äußerungen von Unions-Politikern ist in der schwarz-roten Koalition eine Debatte entbrannt. Konkret geht es um Äußerungen von Fraktionschef Spahn und Forschungsministerin Bär, die die geplante Anhebung in Frage stellen. Die SPD hingegen pocht auf die Reform, darauf habe man sich im Koalitionsvertrag geeinigt. Viele Kommentare kritisieren Bärs Vorstoß als realitätsfern. Mit ihrer Aussage Studierende seien "privilegiert", verdrehe die CSU-Politikerin die Realität.
FDP: Comeback oder Desaster? (mit Simone Schmollack, taz)
Gefühlt war die FDP für viele schon länger in der Versenkung verschwunden, jetzt ist sie zurück und - zumindest medial - wieder präsent. Auf dem Bundesparteitag am Wochenende sollte mit der Wahl von Partei-"Urgestein" Wolfgang Kubicki zum neuen Vorsitzenden ein Aufbruch markiert werden. Übertönt wurde das allerdings von einer schrillen Abrechnung der beiden "alten Schlachtrösser" - wie sich Kubicki und Überraschungskandidatin Agnes Strack-Zimmermann selbst betitelt hatten. Unsere Gastautorin Simone Schmollack von der "taz" meint, Kubicki habe sich nach seiner Wahl als eingeschnappter, alter Mann präsentiert. Statt das denkbar knappe Ergebnis von knapp 60 z...
Falschaussage? Scheuer muss sich vor Gericht verantworten
Im Zusammenhang mit der gescheiterten Autobahnmaut muss sich der ehemalige Bundesverkehrsminister Scheuer (CSU) wegen einer mutmaßlichen Falschaussage vor Gericht verantworten. Und: Das KI-Unternehmen Anthropic wird nun mit 965 Milliarden Dollar bewertet. Damit liegt Anthropic jetzt vor seinem Konkurrenten OpenAI, der im März 852 Milliarden Dollar wert war.
EU: Kein neutraler Vermittler zwischen Kiew und Moskau!
Beim Treffen der EU-Außenminister auf Zypern stand erneut der russische Angriffskrieg auf die Ukraine auf der Tagesordnung. Dabei ging es auch um die Frage, ob die EU einen Vermittler zwischen den beiden Kriegsparteien stellen sollte. Bei dem Thema fanden die Außenminister keine gemeinsame Haltung. Die Außenbeauftragte der Europäischen Union, Kallas, lehnte den Vorschlag mehrerer EU-Staaten ab, einen Vermittler zu ernennen. Ihre Begründung: Neutralität sei unmöglich, denn die EU stehe an der Seite der Ukraine und verteidige zudem ihre eigenen Interessen. Wie sehen das die Meinungen in verschiedenen Medien? Unser Thema heute in den Standpu...
Wüst, der "Reservekanzler"? (mit Maik Koltermann)
Mehrere Medien berichten: Hinter gar nicht mal so vorgehaltener Hand wird in der Union über einen Wachwechsel im Kanzleramt getuschelt, sollten die schlechten Umfragewerte von Friedrich Merz noch tiefer in den Keller fallen. Hendrik Wüst heißt, den Gerüchten zufolge, der vermeintliche Heilsbringer. Könnte er die Union pushen? Oder wäre der derzeitige NRW-Ministerpräsident auch nur "das Gleiche in jung" - und würde an den Problemen von CDU/CSU bzw. der Regierungskoalition auch nichts ändern?
Keine Kinder - höhere Beiträge? (mit Christoph Schwennicke)
Nina Warken will bald ein Konzept zur Pflegereform vorstellen. Dazu könnte gehören, die Beitragssätze für Eltern stabil zu halten und für Menschen ohne Kinder leicht anzuheben. Ist das gerecht? Oder nur logisch? Unter anderem Christoph Schwennicke von t-online kommentiert.
Erste Enzyklika: Papst Leo XIV. warnt vor Risiken von KI
In der ersten Enzyklika von Papst Leo XIV. geht es um Künstliche Intelligenz und den Schutz der menschlichen Würde in Zeiten von KI. Leo schreibt unter anderem, die neuen Technologien könnten das Leben der Menschen verbessern, sie seien nicht per se schlecht. Das Problem sei jedoch, dass zunehmend private Akteure die Entwicklungen steuern würden und keine Staaten. Der Papst fordert strenge Richtlinien für den Umgang mit KI. In deutschen Medien erhält er dafür viel Zuspruch.
Nato-Treffen offenbart Risse im Bündnis
Im schwedischen Helsingborg sind die Außenminister der Nato-Staaten zusammengekommen, um den nächsten Nato-Gipfel Anfang Juli vorzubereiten, dann treffen sich die Staats- und Regierungscheffinnen und -chefs. Diskutiert wurde über den Irankrieg, die Verteidungsfähigkeit Europas - und natürlich über die Ankündigung von US-Präsident Trump, Truppen aus Europa abzuziehen bzw. von Deutschland nach Polen zu verlagern.
Rente mit 70 — eine richtige Diskussion? (mit Leila Al-Serori)
Laut eines Medienberichts will die Rentenkommission vorschlagen, das Renteneintrittsalter schrittweise auf 70 Jahre anzuheben. Journalisten sind uneins über den Nutzen einer solchen Maßnahme und die aktuelle Diskussion darüber.
US-EU Zolldeal: Schadensbegrenzung oder Unterwerfung?
Die EU hat einem asymmetrischen Zollabkommen mit den USA zugestimmt, um einen Handelskrieg zu verhindern. Während europäische Exporte weiterhin belastet werden, entfallen Zölle auf US-Importe. Deutsche Medien bewerten den Deal unterschiedlich – zwischen pragmatischer Diplomatie und Demütigung.
Putin in Peking: Bittsteller oder Partner? (mit Ronja Brier)
Kaum ist US-Präsident Trump abgereist, hat Chinas Präsident Xi den nächsten Staatschef zu Gast. Und mit Russlands Präsident Putin kommt kein beliebiger Besuch - sondern ein offenbar wichtiger, geopolitischer Partner. Xi und Putin inszenieren sich zwar immer wieder als enge Freunde. Um eine Verbindung auf Augenhöhe handelt es sich dabei allerdings nicht, meint etwa unsere Gastautorin, Ronja Brier, Chefredakteurin des Online-Portals "Watson". Russland sei längst zum Juniorpartner degradiert, abhängig von Chinas Wohlwollen. Ähnlich sehen es viele andere Medien, die etwa auch die Rolle Europas in der Gesamtsituation bewerten.
Milliarden für den Zivilschutz (mit Harald Likus)
Die Bundesregierung plant schon länger einen besseren Zivilschutz für die Bevölkerung. In den kommenden Jahren will Innenminister Dobrindt zehn Milliarden Euro in den Zivil- und Katastrophenschutz investieren, etwa in Personal, Technik oder ein verbessertes Warnsystem. Ist das sinnvoll? In den Medien beschäftigen sich die Kommentatoren mit der Frage.
Die Länder wappnen sich für eine AfD-Regierung - (mit Kaja Klapsa)
Die AfD könnte in Sachsen-Anhalt bei der Landtagswahl im September die absolute Mehrheit erreichen. Die Innenminister der Ländern wollen nun politisch vorsorgen, sie sorgen sich unter anderem darum, dass die Partei Zugang zu sicherheitsrelevanten Informationen bekommt. Wie bewertetet das unsere heutige Gastautorin Kaja Klapsa?
Trump trifft Xi: Viel Symbolik, wenig Konkretes
Das Gipfeltreffen von US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi war geprägt von freundlichen Zeremonien und schönen Bildern. Über konkrete Einigungen bei den Streitthemen wurde aber erst mal nichts bekannt. Und zeitweise klang es sogar so, als nähmen Trump und Xi an unterschiedlichen Treffen teil.
Neues Heizungsgesetz: Fortschritt oder Rückschritt?
Die Bundesregierung ersetzt das bisherige Heizungsgesetz durch ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz mit mehr Technologieoffenheit. Während Befürworter die größere Entscheidungsfreiheit loben, warnen Kritiker vor höheren Kosten, mehr Komplexität und einem möglichen Rückschritt beim Klimaschutz. Die Meinungen in den Medien gehen deutlich auseinander. Außerdem: US-Präsident Trump ist zu Besuch bei Chinas Staats- und Regierungschef Xi Xinping. Die Kommentare hoffen auf Entspannung - die Erwartungen sind allerdings nicht allzu hoch.
Pfiffe bei der Kanzlerrede (mit Beatrice Achterberg)
Kanzler Merz hat auf dem Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbunds für tiefgreifende Sozialreformen geworben - und dafür Pfiffe und Buhrufe kassiert. Mit seinem Appell, den Reformprozess als Chance statt alsw Bedrohung zu begreifen und daran mitzuwirken, drang der CDU-Chef bei den rund 400 DGB-Delegierten kaum durch. Das Echo in den deutschen Medien ist überwiegend kritisch - gegenüber den Gewerkschaftern.
Von der Ukraine lernen (mit Maik Koltermann)
Die beiden Länder wollen zum Beispiel gemeinsam Drohnen mit bis zu 1.500 Kilometern Reichweite entwickeln. Das hat Verteidigungsminister Pistorius bei seinem Besuch in Kiew angekündigt. In den Kommentaren deutscher Medien kommt das überwiegend positiv an.
Putin will Schröder als Vermittler: Provokation oder Ausweg?
Der Vorschlag von Russlands Präsident Putin, Altkanzler Schröder als Vermittler im Ukraine-Krieg einzusetzen, hat unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Innerhalb der Bundesregierung zeigt man sich skeptisch. Von einzelnen SPD-Politikern kommt die Forderung, das Gesprächsangebot aus dem Kreml mit Vermittler Schröder wenigstens zu prüfen. Dazu die Meinung von Daniela Sepehri, die als freie Autorin u.a. für die "taz" und den "Spiegel" schreibt sowie vom "Tagesspiegel", der "Süddeutschen Zeitung", der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und dem "Straubinger Tagblatt".