Blick in die Bibel

40 Episodes
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By: DOMRADIO.DE

Die Bibel steckt voller spannender Erzählungen – gemeinsam mit wöchentlich wechselnden Expertinnen und Experten sprechen wir über das Evangelium des Tages und was das Buch der Bücher für uns heute bedeuten kann.

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Auf das Wort Gottes hören - Gespräch mit Marie Euteneuer
Today at 5:04 AM

Was bedeutet es, „selig“ zu sein? Im Evangelium nach Lukas (11,27–28) wird deutlich: Selig sind  diejenigen, die das Wort Gottes hören und es befolgen. Für die katholische Theologin Marie Euteneuer ist das ein Aufruf zu einer bewussten Haltung. Glückseligkeit hängt nicht von Herkunft oder einer zugeschriebenen Nähe zu Gott ab, sondern davon, sich auf Gottes Wort einzulassen und danach zu handeln. Dieses Wort zeigt sich für Euteneuer besonders im Leben Jesu: in der Liebe zu Gott und zum Nächsten und in der Hinwendung zu Menschen am Rand der Gesellschaft. Die Bibel versteht sie dabei nicht als zeit...


"Mit Zeichen und Wundern tun wir uns schwer" - Gespräch mit Sandra Huebenthal
Yesterday at 10:26 AM

„Diese Generation ist eine böse Generation, weil sie ein Zeichen fordert." Jesu Worte aus Lukas 11,29 klingen hart. Doch Professorin Sandra Huebenthal, Professorin für Exegese und biblische Theologie an der Universität Passau, betont, dass es darauf ankommt, den Text aus dem Zusammenhang zu verstehen. der Prophet Jona, von dem Jesus hier spricht, war einer der Propheten, die kein Zeichen nötig hatten, sondern nur durch ihre Predigten gewirkt haben. Jona steht hier für eine Botschaft, die ohne spektakuläre Wunder auskommt. Jesus kritisiert nicht den Wunsch nach Zeichen, sondern die Haltung, mit der Menschen sie als Beweis oder Kon...


Von Dämonen und unreinen Geistern - Gespräch mit Marie Euteneuer
Yesterday at 5:04 AM

Marie Euteneuer versteht die Dämonen und unreinen Geister als Bilder für das, was Menschen gefangen nehmen kann – etwa eine Sucht oder andere Dinge, die von den Menschen Besitz ergreifen können. Jesus macht deutlich: Das Böse wird nicht durch das Böse überwunden. Entscheidend ist vielmehr die Befreiung durch Gottes Wirken. Doch frei zu sein von etwas bedeutet noch lange nicht, frei zu sein für etwas. Ein leer gewordener Raum kann wieder von dem eingenommen werden, was zuvor gefangen hielt. Deshalb brauchen gewonnene Freiräume eine neue, positive Gestaltung. Für Marie Euteneuer bedeutet das: Die Freiheit, d...


ich Zeit nehmen, um zuzuhören - Gespräch mit Marie Euteneuer
Last Thursday at 6:00 PM

Maria oder Marta – wer macht es richtig? Im Evangelium nach Lukas (10,38–42) scheint Jesus zunächst die fleißige Marta zu kritisieren, während Maria, die ihm einfach zuhört, den „guten Teil“ erwählt hat. Doch Marie Euteneuer, theologische Referentin beim Katholischen Gemeindeverband Düsseldorf, möchte die beiden Schwestern nicht gegeneinander ausspielen. Beides gehört zusammen: Marta sorgt für Gastfreundschaft und schafft den Raum, in dem Maria überhaupt zuhören kann. Und doch braucht es auch den Moment, in dem die Arbeit liegen bleiben darf und Zeit zum Hören ist. Besonders spannend ist dabei das Frauenbild der Erzählung: Maria ent...


"Ja, ich bete" - Gespräch mit Marie Euteneuer
Last Thursday at 6:00 PM

Für Marie Euteneuer, theologische Referentin im Katholischen Gemeindeverband Düsseldorf, ist das Vaterunser ein Gebet, das sie seit ihrer Kindheit begleitet. Besonders faszinierend findet sie, dass es das Große und das Kleine des Lebens miteinander verbindet: „Dein Reich komme“ steht neben der ganz konkreten Bitte um das tägliche Brot. Das Vaterunser ist für sie zugleich Dank-, Bitt- und Heiligungsgebet und so universell, dass so viele Menschen sich darin wiederfinden können. Beten bedeutet für Marie Euteneuer dabei nicht nur, vorgefertigte Gebete zu sprechen. Vielmehr geht es darum, mit Gott im Gespräch zu sein und die eigenen...


"Gott ist kein Wunschautomat" - Gespräch mit Marie Euteneuer
Last Thursday at 6:00 PM

Im Evangelium nach Lukas (11,5–13) ermutigt Jesus dazu, beharrlich zu bitten: „Bittet, dann wird euch gegeben.“ Für Marie Euteneuer bedeutet das jedoch nicht, dass Gebet wie eine Zauberformel funktioniert, die Gott zu einem Wunschautomaten macht. Vielmehr verspricht Jesus: Wir sind mit unseren Sorgen und Bitten nicht allein. Zugleich bleiben wir selbst in der Verantwortung. Wer etwa um Frieden bittet, ist auch aufgerufen, seinen eigenen Beitrag zum Frieden zu leisten. Das Evangelium verbindet so Vertrauen auf Gott mit menschlichem Handeln. Auch die Rede von den „bösen“ Menschen versteht Euteneuer nicht als endgültiges Urteil, sondern als Hinweis darauf, dass wir alle fehlerha...


Mit offenen Augen durch die Welt gehen - Gespräch mit Marie Euteneuer
Last Monday at 5:04 AM

Was bedeutet es, seinen Nächsten zu lieben? Im Evangelium nach Lukas (10,25–37) erzählt Jesus die Geschichte vom barmherzigen Samariter. Marie Euteneuer, theologische Referentin beim Katholischen Gemeindeverband Düsseldorf sagt, es sei hier wichtig zu wissen, dass ein Samariter damals nicht zum Volk Israel gehörte - sondern ein Fremder sei. Ausgerechnet er hilft dem verletzten Mann, während ein Priester und ein frommer Levit an ihm vorübergehen. Für Euteneuer liegt darin eine zentrale Botschaft: Nächstenliebe beginnt damit, hinzusehen. „Mit offenen Augen durch die Welt gehen“ und wahrnehmen, wer Hilfe braucht – darum gehe es. Jesus frage schließlich nicht: Wer g...


"Bei Gott ist kein Mensch vergessen" - Gespräch mit Norbert Bauer
10/03/2026

Im Lukasevangelium (10,17–24) berichten die Jünger begeistert, dass ihnen sogar die Dämonen gehorchen. Norbert Bauer, Leiter der Karl Rahner Akademie, versteht diese Dämonen als Bilder für das, was Menschen unfrei macht: "Dinge, die gefangen halten, niederdrücken und unglücklich machen". Besonders eindrücklich findet er Jesu Satz: „Ich sah den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel fallen.“ Der französische Philosoph René Girard hat dieses Bild zum Titel eines Buches gemacht und darin die Gewaltverstrickungen der Gesellschaft untersucht. Für Bauer liegt darin eine wichtige Botschaft: "Wenn das Böse seine Macht verliert, muss Gewalt nicht länger mit...


"Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder" - Gespräch mit Norbert Bauer
10/02/2026

„Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder“ – das Tagesevangelium aus Mt 18,1–5 stellt eine ungewöhnliche Forderung. Doch was bedeutet es, wie ein Kind zu werden? Norbert Bauer, Leiter der Karl Rahner Akademie, warnt zunächst vor einem allzu romantischen Kinderbild: Kinder seien keineswegs immer brav, vernünftig oder angenehm. Entscheidend sei vielmehr, was sie uns beim „Umkehren“ zeigen können. Im griechischen Original gehe es um ein neues, anderes Denken. Kinder hätten die Fähigkeit, Gewohntes zu verlassen, Neues auszuprobieren und die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten.Zugleich sei die Botschaft Jesu gesellschaftlich und kirchlich höchst provozieren...


"Die Welt ist von Gott gewollt" - Gespräch mit Norbert Bauer
10/01/2026

Das Evangelium nach Lukas klingt zunächst befremdlich: Jünger sollen ohne Geldbeutel und Schuhe und ohne zu grüßen aufbrechen, Häuser betreten und dort schlicht sagen: „Friede diesem Haus.“ Für Norbert Bauer, Leiter der Karl Rahner Akademie, steckt darin jedoch eine wichtige Botschaft: „Ihr sollt nicht alleine sein.“ Jesus schickt die Jünger zu zweit los. Christlicher Auftrag ist demnach kein einsamer Weg, sondern gemeinsames Unterwegssein.Zugleich begegnen die Jünger den Menschen mit grundsätzlichem Vertrauen. „Friede diesem Haus“ bedeutet: Ich komme in guter Absicht. Gerade im Umgang mit Fremden könne man daraus heute lernen, so Bauer, zunächst dav...


"Jesu Nachfolge ist eine Herausforderung" - Norbert Bauer im Gespräch
09/30/2026

Jesus erscheint in Lukas 9,57–62 als ein ungewöhnlich strenger Lehrer. Drei Menschen wollen ihm folgen, doch seine Antworten sind zunächst einmal irritierend. Dem ersten sagt er: „Der Menschensohn hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.“ Für Norbert Bauer, Leiter der Karl Rahner Akademie, wird darin deutlich: Nachfolge Jesu ist keine bequeme Veranstaltung. Wer sich zu Jesus bekennt, muss damit rechnen, dass dieser Weg herausfordernd und unbequem sein kann.Besonders verstörend ist die Aufforderung an einen anderen, die Beerdigung des eigenen Vaters zurückzustellen. Gerade für eine Kirche, der eine würdige Trauer- und Erinnerungskultur wichtig ist...


"Gott sei Dank ist der Himmel offen" - Norbert Bauer im Gespräch
09/29/2026

Jesus erkennt Nathanael, der unter einem Feigenbaum sitzt und betet. Norbert Bauer, Leiter der Karl Rahner Akademie in Köln sagt, der Feigenbaum könne für den Ort stehen, an dem fromme Menschen die Tora studierten. Nathanael erscheint so als ein Mensch, der tief in der jüdischen Tradition verwurzelt ist. Überhaupt, betont Bauer, darf die Szene nicht aus dem Blick verlieren, dass Jesus und seine ersten Jünger Juden waren.Am Ende der Begegnung spricht Jesus von Engeln, die über dem Menschensohn auf- und niedersteigen. Das erinnert Bauer an die Himmelsleiter aus dem Alten Testament: ein Bild dafür, dass...


"Wer der Kleinste ist, der ist groß" - Norbert Bauer im Gespräch
09/28/2026

Wer ist wirklich groß? Das fragen die Jünger im Tagesevangelium – und damit sind sie uns erstaunlich nah. Auch heute geht es oft darum, wer wichtig ist, wer gesehen wird, wer etwas zu sagen hat. Jesus beantwortet die Frage nicht mit einer langen Erklärung. Er stellt ein Kind neben sich. Für Norbert Bauer, Leiter der Kölner Karl Rahner Akademie, liegt darin eine starke Botschaft: „Das Neben-sich-Stellen eines Kindes finde ich so ein schönes Bild.“ Jesus macht damit aufmerksam, wie wichtig Kinder für unsere Gesellschaft sind. Wahre Größe zeigt sich deshalb nicht darin, selbst möglichst groß zu...


"Was, wenn wir Gott nicht verstehen?" - Gespräch mit Sandra Schnell
09/26/2026

Zum letzten Mal in dieser Woche ist Sandra Schnell zu Gast bei "Blick in die Bibel". Die Pfarrbeauftragte aus Altena erzählt in der Samstagsfolge, wie sie am Wochenende Kraft tankt: mit ihrer Familie, beim Spaziergang in der Natur und bei kreativen Hobbys. Dazu gehört auch ihre Hobby-Imkerei. Von den Bienen können wir lernen, was Gemeinschaft bedeutet: Jede hat ihren Platz, jede ihre Aufgabe – und alle arbeiten zusammen. Im Evangelium kündigt Jesus seinen Jüngern seinen Tod an. Sandra Schnell versteht seine Worte als Einladung, die gemeinsame Zeit bewusst zu nutzen. Doch wie gehen wir damit um, wenn wir...


"Bist du offen für Gottes Überraschungen?" - Gespräch mit Sandra Schnell
09/25/2026

Nachhaltig und fair – dafür steht die Pfarrei St. Matthäus in Altena. Die Pfarrbeauftragte Sandra Schnell erzählt am Freitag im Podcast "Blick in die Bibel", welche Regeln ihre Gemeinde deswegen eingeführt hat: kein Einweggeschirr, fairer Bio-Kaffee und Recyclingpapier. Dazu kommen Tauschbörsen, gemeinsame Gartenaktionen und Ideen, wie Dinge weiterverwendet werden können. Auch privat lebt Sandra Schnell Nachhaltigkeit. Aus alten Handtüchern macht sie waschbare Küchenrollen, aus Jeans Taschen und aus Papier Grußkarten. Im Tagesevangelium fragt Jesus seine Jünger: Für wen halten mich die Leute? Petrus erkennt in ihm den Christus Gottes. Sandra Schnell erklärt...


"Ich würde mit Jesus tanzen" - Gespräch mit Sandra Schnell
09/24/2026

Wie erreicht man Menschen, wenn die Kirche vor Ort geschlossen wurde? Sandra Schnell, Pfarrbeauftragte der Pfarrei St. Matthäus in Altena, berichtet darüber am Donnerstag im Podcast "Blick in die Bibel". Sie setzt dafür auf aufsuchende Pastoral. Mit einer quietschgrünen Ape fahren sie und ihr Team auf Wochenmärkte und zu Veranstaltungen. Bei Kaffee und Waffeln kommen die Menschen ins Gespräch, erzählen von ihrem Leben und bringen ihre Fragen mit. Auch der "Segen to go" gehört zu ihrem Angebot: Menschen lassen ihre Tiere, Fahrräder oder Rollatoren segnen. Im Evangelium fragt Herodes: Wer ist dieser Jes...


"Vertraust du auf Gottes Wege?" - Gespräch mit Sandra Schnell
09/23/2026

Wie wird man Gemeindereferentin – und was hält einen nach vielen Jahren im Beruf? Sandra Schnell erzählt am Mittwoch im Podcast "Blick in die Bibel", dass sie schon nach dem Abitur spürte: Das ist mein Weg. Sie versteht ihre Arbeit als Berufung und begleitet Menschen jeden Alters – von der Taufe bis zur Beerdigung. Dabei möchte sie nicht nur über Gott sprechen, sondern den Glauben auch im eigenen Leben zeigen. Im Tagesevangelium sendet Jesus seine Jünger aus, um Gottes Liebe zu verkünden und Menschen zu heilen. Sandra Schnell erklärt, dass die Heilungen damals ein Zeichen waren: Gott l...


"Wer gehört zu Jesu Familie?" - Gespräch mit Sandra Schnell
09/22/2026

Was bedeutet die Bibel für Sandra Schnell? Die Pfarrbeauftragte der Pfarrei St. Matthäus in Altena erzählt in der Dienstags-Folge des Podcasts "Blick in die Bibel", dass sie das Sonntagsevangelium oft durch die ganze Woche begleitet. Besonders schätzt sie das Bibelteilen, seit sie eine Zeit in Brasilien verbracht hat: Gemeinsam über einen Satz nachdenken und überlegen, was er für den eigenen Alltag bedeutet. Im Evangelium des Tages spricht Jesus über seine Familie. Als seine Mutter und seine Brüder ihn sehen wollen, sagt er: Seine Familie sind alle, die Gottes Wort hören und danach handeln. Sandra Schn...


"Wem schenke ich meine Zeit?" - Gespräch mit Sandra Schnell
09/21/2026

Beim Podcast "Blick in die Bibel" ist diese Woche Sandra Schnell die Gesprächspartnerin. Sie ist Pfarrbeauftragte der Pfarrei St. Matthäus in Altena. Was bedeutet das? Sie leitet die Pfarrei gemeinsam mit einem "moderierenden" Priester und übernimmt viele Aufgaben, die sonst beim Pfarrer liegen – von der Organisation bis zur Seelsorge. Dabei setzt sie besonders auf das Engagement der Ehrenamtlichen und neue Gottesdienstformen. In der Montagsfolge spricht Sandra Schnell über den Apostel Matthäus, den die katholische Kirche heute feiert und der zugleich Patron ihrer Gemeinde ist. Im Evangelium geht es um Jesus und den Zöllner Matthäus. Jesus ruft ihn...


"Gott lässt wachsen, wir dürfen vertrauen" - Gespräch mit Pater Maximilian Krenn OSB
09/19/2026

Im Podcast "Blick in die Bibel" reflektiert Pater Maximilian Krenn über seine Begegnungen im Kloster: "Ich habe gelernt, dass wir gemeinsam auf der Suche sind – ich bin genauso ein Lernender wie die anderen." Sein Lieblingsvers (Psalm 37,5) – "Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertraue ihm" – begleitet ihn auf seinem eigenen Weg, der oft überraschend und unplanbar war. "Gott kennt meinen Weg, und ich darf mich ihm anvertrauen", betont er.Im Gleichnis vom Sämann im Lukasevangelium erklärt Jesus seinen Jüngern die Bedeutung des Gleichnisses: Der Same, der auf guten Boden fällt, bringt Frucht. Pater Maximilian erklärt: "Es ist ein Myste...


"Gott nimmt uns mit all unseren Fehlern an" - Gespräch mit Pater Maximilian Krenn OSB
09/18/2026

Am heutigen Freitag spricht Pater Maximilian Krenn über die Spannung zwischen menschlicher Schwäche und göttlicher Annahme. Er betont, dass sich zu blamieren für ihn eine heilsame Erfahrung war: "Es geht nicht um das Bild, das ich vor mir hertrage, sondern darum, wer ich wirklich bin – und dass Gott mich so annimmt." Benediktinische Freiheit bedeutet für ihn: "Nicht ausweichen müssen – weder vor anderen noch vor mir selbst oder Gott." Auch ein "Nein" kann aus Gewissen und Ehrlichkeit kommen.Im Evangelium zieht Jesus durch Städte und Dörfer und verkündet das Reich Gottes, begleitet von den zwölf Apo...


"Wem viel vergeben wird, der liebt viel" - Gespräch mit Pater Maximilian Krenn OSB
09/17/2026

Im Podcast "Blick in die Bibel" erklärt Pater Maximilian Krenn heute, dass Menschen mit Lebensfragen ins Kloster kommen: "Wer bin ich? Wie lebe ich meinen Glauben?" Seine Methode der Bibelbetrachtung: "Erst den Text auf sich wirken lassen – dann erst die eigenen Gedanken einbringen."Im Evangelium salbt eine "Sünderin" Jesus die Füße. Pater Maximilian betont: "Es geht nicht darum, mehr zu sündigen, um mehr zu lieben – sondern um die Sünde bewusst zu bereuen." Jesus sagt: "Wem viel vergeben wird, der liebt viel." Die Botschaft von Pater Maximilian: "Wir sind alle Sünder – und doch bedarf jeder Gottes Barmhe...


"Nicht immer unzufrieden sein" - Gespräch mit Pater Maximilian Krenn OSB
09/16/2026

Seit rund 30 Jahren gehört das Pilgern zu den Leidenschaften von Pater Maximilian Krenn. Besonders fasziniert ihn daran die Freiheit: "Das Leben ist nicht einfach nur die Wiederholung desselben, sondern jeder Tag ist anders." Auch im Kloster gehe es darum, offen zu bleiben für Gottes Führung.Im Evangelium vergleicht Jesus die Menschen seiner Zeit mit Kindern, die mit nichts zufrieden sind: Zu Johannes dem Täufer ist er ihnen zu streng, Jesus selbst ist ihnen zu gesellig. Pater Maximilian kennt dieses Verhalten auch aus der Benediktsregel: "Das Murren" könne die Begegnung mit Jesus verhindern. Stattdessen gehe es darum...


"Wenn die Seele schmerzt" - Gespräch mit Pater Maximilian Krenn OSB
09/15/2026

Jugendhaus, Wallfahrtsseelsorge, Stiftsleitung und heute Prior und Novizenmeister – Pater Maximilian Krenn hat in seinen Klosterjahren ganz unterschiedliche Aufgaben übernommen. Gesucht habe er sie nicht, sagt er: "Sie kamen auf mich zu, und ich habe gelernt, Ja zu sagen, aber auch Nein." Darin erkennt er Gottes Führung. Seine eigentliche Berufung sieht er aber im Mönchsleben: "Das Wichtigste ist, in einer Gemeinschaft mit Brüdern Gott zu suchen."Am Gedenktag der Schmerzen Mariens geht es im Evangelium um die Worte des greisen Simeon: "Deine Seele wird ein Schwert durchdringen." Pater Maximilian deutet dieses Schwert als das Kreuz und spricht darüber, wa...


"Menschen ins Leben helfen" - Gespräch mit Pater Maximilian Krenn OSB
09/14/2026

Pater Maximilian Krenn ist Prior und Novizenmeister der Benediktinerabtei Maria Laach. Geboren in Wien, führte ihn eine persönliche Glaubenserfahrung schließlich ins Kloster: "Die große Liebe, die kommt von Gott – und die will ich suchen gehen." Heute begleitet er junge Männer auf der Suche nach ihrer Berufung. Für ihn bedeutet das, "Menschen ins Leben zu helfen, in das Leben der Berufung zu hören".Am Fest Kreuzerhöhung geht es im Evangelium um den Blick auf Jesus am Kreuz. Wie die von Mose erhöhte Schlange in der Wüste zum Zeichen der Heilung wurde, wird auch da...


"Es geht um die Frage unserer Grundüberzeugung" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber
09/12/2026

Heute feiert die Kirche das Fest Mariä Namen. Monsignore Wolfgang Hubers Lieblingsfigur in der Bibel ist Maria, die Mutter Gottes. Ihn fasziniert, wie sie als einfache Frau in einer schwierigen Zeit offen für Gott ist. In unserer schnelllebigen Zeit könnten wir von Maria lernen, innezuhalten und in Ruhe zu überlegen, wie wir angemessen auf bestimmte Situationen reagieren. Jesus spricht im Evangelium zu seinen Jüngern und sagt: Es gibt keinen guten Baum, der schlechte Früchte bringt, noch einen schlechten Baum, der gute Früchte bringt. Hierbei gehe es laut Monsignore Huber nicht darum, dass wir im Vorhinein festlege...


"Kritik aus liebender Geste heraus" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber
09/11/2026

Wenn das Wochenende vor der Tür steht, sind Monsignore Wolfgang Huber Rituale und feste Zeiten sehr wichtig. Gerade die Gebetszeiten erlebt er als Möglichkeit, zu entdecken, dass gerade die Dinge, die uns stressig und wichtig vorkommen, nach einem kurzen Innehalten deutlich besser von der Hand gehen. Der Bibeltext erzählt von einem Gleichnis Jesu. Darin fragt er: Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? Monsignore Huber denkt, dass eine gut gemeinte Kritik trotzdem erlaubt ist, wenn sie aus liebender Geste heraus ausgesprochen wird. "Wenn ein anderer spür...


"Schubladendenken vermeiden" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber
09/10/2026

Monsignore Wolfgang Huber ist in den Bergen zu Hause. Geboren in Reit im Winkl fühlt er sich den Bergen verbunden und verbringt seine Freizeit gerne mit Skifahren und Bergwandern. Man könne die Schönheit unserer Welt in ganz besonderer Weise entdecken, findet er. Im Evangelium spricht Jesus von der Feindesliebe. Der Text lädt zum Nachdenken ein, findet Huber: Wo können wir barmherzig sein? Wo können wir nicht nur auf uns schauen, sondern anderen entgegenkommen? Den anderen Menschen ins Gebet einschließen kann uns dabei helfen - und natürlich das bekannte Schubladendenken vermeiden. Neugierig geworden? Jetzt rein...


"Die Verheißung Gottes leuchtet allen Menschen" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber
09/09/2026

Monsignore Wolfgang Huber hat eine Zeit lang als Religionslehrer an einem Gymnasium gearbeitet. Ihn freut es, wenn er sieht, dass Kinder und Jugendliche aus dem Religionsunterricht etwas mitnehmen können. Besonders schön ist es dann, wenn Erwachsene anrufen, die er damals unterrichtet hat, und ihn fragen, ob er sie kirchlich trauen könnte, erzählt Huber.Jesus spricht im Evangelium mit seinen Jüngern und sagt: Selig sind die Armen, die Hungernden und Weinenden, die Ausgestoßenen. Ihr Lohn im Himmel würde groß sein. "Selig sein" ist hier kein moralischer Aufruf, sagt Huber. Es ist eher eine Feststellung von Jesu...


"Was kann der Wille Gottes für uns und für unser Leben sein?" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber
09/08/2026

Überall auf der Welt gibt es Kriege. Monsignore Wolfgang Huber denkt, dass die Menschen häufig nur auf sich selbst schauen und dadurch eine abgrenzende Haltung einnehmen. Die Würde des Menschen steht oft nicht im Mittelpunkt, auch aus machtpolitischen Gründen. Christinnen und Christen haben hier ein verbindendes Moment, sagt Huber, weil sie über Ethnien und Territorien hinweg überall auf der Welt miteinander verbunden sind. Im Evangelium wird der Ursprung Jesu Christi dargelegt. Die Aufzählung der vielen Namen - von Abraham bis hin zu Jesus selbst - zeigt uns die Geschichte Israels und wie Jesus in diesem Gottesvolk verwurze...


Die Gestaltung des Sonntags im Blick haben – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber
09/07/2026

Monsignore Wolfgang Huber ist im oberbayerischen Reit im Winkl geboren und schon mit Mitte 20 zum Priester geweiht worden. Als Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks missio in München sieht er viel von der Welt und zieht Kraft aus den Begegnungen mit den Menschen, denen er begegnet. Im Evangelium lehrt Jesus am Sabbat in einer Synagoge und heilt dort auch einen Mann. Die Pharisäer sehen das als Grund zur Anklage, denn der Sabbat soll der Tag der Ruhe sein - auch Heilen ist verboten. Monsignore Huber findet, dass das eher eine falsche Auffassung ist. "Ein Heilen an und für sic...


Dem Anderen mit Wohlwollen begegnen - Gespräch mit Katharina Sichla
09/05/2026

"Was ihr tut, das geschehe in Liebe" – dieser Bibelvers begleitet Katharina Sichla durch ihren Alltag. So versucht die leitende Redakteurin des St. Michaelsbundes im Erzbistum München-Freising, Menschen mit Wohlwollen zu begegnen. Ein praktischer Tipp hilft ihr dabei: Vor einem schwierigen Gespräch drei Dinge überlegen, die man am anderen Menschen schätzt. Auch der Sonntag ist für sie eine besondere Zeit. Nicht funktionieren müssen, keine Leistung bringen – sondern auf die eigenen Bedürfnisse hören und neue Kraft sammeln. Das passt auch zum Evangelium des heutigen Tages: Jesus erinnert daran, dass (religiöse) Regeln und Vorschriften den Menschen dienen...


Was darf sich verändern? - Gespräch mit Katharina Sichla
09/04/2026

Katharina Sichla sammelt die schönen Momente ihres Lebens – auf kleinen Zetteln in einem Glas. Ob eine kühle Cola, ein gutes Gespräch oder eine kleine Begegnung im Alltag: Für die leitende Redakteurin des St. Michaelsbundes in München ist Dankbarkeit ein Weg, den Blick immer wieder auf das Positive zu richten. Gleichzeitig weiß sie: Zum Leben gehören auch die traurigen Dinge. Im Evangelium geht es an diesem Freitag um neuen Wein und neue Schläuche – und damit um die Frage, was passiert, wenn Neues auf Bewährtes trifft und wie wir mit dieser Herausforderung im Sinne Jesu umgehen so...


Du bist die Bibel, die die Menschen lesen werden - Gespräch mit Katharina Sichla
09/03/2026

Was bleibt, wenn alle Anstrengungen scheinbar nichts bringen? Im Evangelium haben Petrus und seine Gefährten die ganze Nacht gearbeitet – ohne Erfolg. Katharina Sichla entdeckt darin eine tröstliche Botschaft: Der Wert eines Menschen hängt nicht davon ab, was er leistet. Auch sie kennt den beruflichen Druck, am Ende eines Tages das Gefühl zu haben, nicht genug geschafft zu haben. Vertrauen kann helfen, sich trotzdem noch einmal auf etwas Neues einzulassen. Und „Nachfolge“ muss für Katharina nicht gleich bedeuten, alles stehen und liegen zu lassen. Sie zeigt sich vielmehr im Alltag: darin, wie wir mit anderen umgehen und welche Ent...


Neugierig bleiben, bei sich bleiben - Gespräch mit Katharina Sichla
09/02/2026

Katharina Sichla ist neugierig – und das hält sie offen für Neues. Ob Kraftsport, Marathon, Gravelbike oder Eisbaden: Sie liebt es, sich selbst herauszufordern und die eigene Komfortzone zu verlassen. Im Evangelium begegnen Menschen Jesus, weil sie bei ihm Heilung und Hilfe suchen. Katharina versteht das auch als Frage an die Kirche heute: Sie kann Ansprechpartnerin sein und Menschen unterstützen, aber sie kann nicht alle Probleme lösen. Eigenverantwortung bleibt wichtig.Und noch etwas beschäftigt Katharina: Jesus zieht sich immer wieder zurück. Für sie gehören das Dasein für andere und die Sorge um sich selbst...


Wenn Worte etwas bewegen - Gespräch mit Katharina Sichla
09/01/2026

Katharina Sichla wollte nicht schon immer Journalistin werden. Nach einem begonnenen Jurastudium und dem Wechsel zur Germanistik führten sie Praktika und erste Erfahrungen schließlich zum Radio – und dort war sie sofort begeistert. „Das ist immer noch mein liebstes Medium. Da hängt mein Herz dran.“ Bis heute fasziniert sie am Journalismus, dass man immer wieder neuen Menschen und Themen begegnet und dadurch selbst neue Perspektiven gewinnt. Zwei besonders bewegende Begegnungen haben sie dabei geprägt: mit einer jungen Palliativpatientin und mit einer Mutter, die nach dem Unfalltod ihrer Tochter dem Unfallverursacher vergeben hat.Im Bibeltext von heute geht es schließl...


Wahrheit braucht Empathie - Gespräch mit Katharina Sichla
08/31/2026

Katharina Sichla ist in Köln geboren, lebt aber seit über 20 Jahren in München. Als leitende Redakteurin beim Sankt Michaelsbund, dem Katholischen Medienhaus der Erzdiözese München -Freising, verbindet sie in ihrer Arbeit Radio, Online, Print und Fernsehen. Zum Auftakt der Woche spricht sie über Jesus in seiner Heimatstadt Nazareth – und darüber, warum seine Botschaft dort auf Ablehnung stößt. Katharina findet den Text zunächst schwierig, weil Jesus wenig empathisch wirkt. Seine Botschaft ist zwar richtig, aber vielleicht hätte er sie anders vermitteln können?! Katharina vergleicht das mit alltäglichen Situationen, die wir alle selbst kennen u...


"Für Menschlichkeit eintreten." - Gespräch mit Tobias Schrörs
08/29/2026

Im DOMRADIO.DE-Podcast „Blick in die Bibel“ spricht der Theologe, Religions- und Lateinlehrer Tobias Schrörs über seinen Weg zum Diakon mit Zivilberuf befindet und erzählt er die Geschichte eines Kirchenliedes, das er als Student zur Seligsprechung von Kardinal Clemens August Graf von Galen geschrieben hatte. Das Lied wurde zunächst bei Feierlichkeiten in Rom aufgeführt und später sogar im Petersdom bei der Seligsprechung gesungen. Zu seiner großen Überraschung fand es schließlich ohne vorherige Rücksprache Eingang in den Münsteraner Regionalteil des Gotteslobs.Anschließend wenden sich die Gesprächspartner dem Tagesevangelium aus Markus 6,17–29 zu, das von der Ent...


"Die richtigen Momente erkennen und nicht verstreichen lassen." - Gespräch mit Tobias Schrörs
08/28/2026

Im DOMRADIO-Podcast „Blick in die Bibel“ spricht Tobias Schrörs aus Xanten, der sich auf die Diakonenweihe im November vorbereitet.Im Evangelium geht es um eine Hochzeit. Zehn Jungfrauen warten auf den Bräutigam. Im Gleichnis haben 5 Frauen Lampen mit Öl dabei, 5 weitere haben kein Öl für ihre Lampen. Wie bereits im Gleichnis des Vortages gehe es um Wachsamkeit. Christen seien aufgerufen, ihr Leben bewusst zu gestalten und auf die Wiederkunft Jesu Christi vorbereitet zu sein. Die klugen Jungfrauen hätten an alle Eventualitäten gedacht und ausreichend Öl mitgenommen, während die törichten dies versäumten. Daraus ergebe sich die...


"Ich nehme mir die Zeit für Gott." - Gespräch mit Tobias Schrörs
08/27/2026

Im Gespräch über das Evangelium Matthäus 24,42–51 betont Tobias Schrörs, Weihekandidat zum Diakon mit Zivilberuf, die Bedeutung einer lebendigen und persönlichen Auseinandersetzung mit der Bibel. Daraus entwickelt sich ein Austausch darüber, was Gottes Wort jedem Einzelnen in seiner aktuellen Lebenssituation sagen möchte. Im Mittelpunkt des Evangeliums steht der Aufruf Jesu zur Wachsamkeit. Schrörs erläutert, dass damit nicht gemeint sei, auf Planung zu verzichten. Vielmehr gehe es darum, Gott bewusst in den Alltag einzubeziehen und offen für sein Wirken zu bleiben. Das Leben lasse sich nicht vollständig kontrollieren oder vorausplanen, wie auch seine eigene E...