Blick in die Bibel
Die Bibel steckt voller spannender Erzählungen – gemeinsam mit wöchentlich wechselnden Expertinnen und Experten sprechen wir über das Evangelium des Tages und was das Buch der Bücher für uns heute bedeuten kann.
"Es geht um die Frage unserer Grundüberzeugung" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber
Heute feiert die Kirche das Fest Mariä Namen. Monsignore Wolfgang Hubers Lieblingsfigur in der Bibel ist Maria, die Mutter Gottes. Ihn fasziniert, wie sie als einfache Frau in einer schwierigen Zeit offen für Gott ist. In unserer schnelllebigen Zeit könnten wir von Maria lernen, innezuhalten und in Ruhe zu überlegen, wie wir angemessen auf bestimmte Situationen reagieren. Jesus spricht im Evangelium zu seinen Jüngern und sagt: Es gibt keinen guten Baum, der schlechte Früchte bringt, noch einen schlechten Baum, der gute Früchte bringt. Hierbei gehe es laut Monsignore Huber nicht darum, dass wir im Vorhinein festlege...
"Kritik aus liebender Geste heraus" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber
Wenn das Wochenende vor der Tür steht, sind Monsignore Wolfgang Huber Rituale und feste Zeiten sehr wichtig. Gerade die Gebetszeiten erlebt er als Möglichkeit, zu entdecken, dass gerade die Dinge, die uns stressig und wichtig vorkommen, nach einem kurzen Innehalten deutlich besser von der Hand gehen. Der Bibeltext erzählt von einem Gleichnis Jesu. Darin fragt er: Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? Monsignore Huber denkt, dass eine gut gemeinte Kritik trotzdem erlaubt ist, wenn sie aus liebender Geste heraus ausgesprochen wird. "Wenn ein anderer spür...
"Schubladendenken vermeiden" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber
Monsignore Wolfgang Huber ist in den Bergen zu Hause. Geboren in Reit im Winkl fühlt er sich den Bergen verbunden und verbringt seine Freizeit gerne mit Skifahren und Bergwandern. Man könne die Schönheit unserer Welt in ganz besonderer Weise entdecken, findet er. Im Evangelium spricht Jesus von der Feindesliebe. Der Text lädt zum Nachdenken ein, findet Huber: Wo können wir barmherzig sein? Wo können wir nicht nur auf uns schauen, sondern anderen entgegenkommen? Den anderen Menschen ins Gebet einschließen kann uns dabei helfen - und natürlich das bekannte Schubladendenken vermeiden. Neugierig geworden? Jetzt rein...
"Die Verheißung Gottes leuchtet allen Menschen" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber
Monsignore Wolfgang Huber hat eine Zeit lang als Religionslehrer an einem Gymnasium gearbeitet. Ihn freut es, wenn er sieht, dass Kinder und Jugendliche aus dem Religionsunterricht etwas mitnehmen können. Besonders schön ist es dann, wenn Erwachsene anrufen, die er damals unterrichtet hat, und ihn fragen, ob er sie kirchlich trauen könnte, erzählt Huber.Jesus spricht im Evangelium mit seinen Jüngern und sagt: Selig sind die Armen, die Hungernden und Weinenden, die Ausgestoßenen. Ihr Lohn im Himmel würde groß sein. "Selig sein" ist hier kein moralischer Aufruf, sagt Huber. Es ist eher eine Feststellung von Jesu...
"Was kann der Wille Gottes für uns und für unser Leben sein?" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber
Überall auf der Welt gibt es Kriege. Monsignore Wolfgang Huber denkt, dass die Menschen häufig nur auf sich selbst schauen und dadurch eine abgrenzende Haltung einnehmen. Die Würde des Menschen steht oft nicht im Mittelpunkt, auch aus machtpolitischen Gründen. Christinnen und Christen haben hier ein verbindendes Moment, sagt Huber, weil sie über Ethnien und Territorien hinweg überall auf der Welt miteinander verbunden sind. Im Evangelium wird der Ursprung Jesu Christi dargelegt. Die Aufzählung der vielen Namen - von Abraham bis hin zu Jesus selbst - zeigt uns die Geschichte Israels und wie Jesus in diesem Gottesvolk verwurze...
Die Gestaltung des Sonntags im Blick haben – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber
Monsignore Wolfgang Huber ist im oberbayerischen Reit im Winkl geboren und schon mit Mitte 20 zum Priester geweiht worden. Als Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks missio in München sieht er viel von der Welt und zieht Kraft aus den Begegnungen mit den Menschen, denen er begegnet. Im Evangelium lehrt Jesus am Sabbat in einer Synagoge und heilt dort auch einen Mann. Die Pharisäer sehen das als Grund zur Anklage, denn der Sabbat soll der Tag der Ruhe sein - auch Heilen ist verboten. Monsignore Huber findet, dass das eher eine falsche Auffassung ist. "Ein Heilen an und für sic...
Dem Anderen mit Wohlwollen begegnen - Gespräch mit Katharina Sichla
"Was ihr tut, das geschehe in Liebe" – dieser Bibelvers begleitet Katharina Sichla durch ihren Alltag. So versucht die leitende Redakteurin des St. Michaelsbundes im Erzbistum München-Freising, Menschen mit Wohlwollen zu begegnen. Ein praktischer Tipp hilft ihr dabei: Vor einem schwierigen Gespräch drei Dinge überlegen, die man am anderen Menschen schätzt. Auch der Sonntag ist für sie eine besondere Zeit. Nicht funktionieren müssen, keine Leistung bringen – sondern auf die eigenen Bedürfnisse hören und neue Kraft sammeln. Das passt auch zum Evangelium des heutigen Tages: Jesus erinnert daran, dass (religiöse) Regeln und Vorschriften den Menschen dienen...
Was darf sich verändern? - Gespräch mit Katharina Sichla
Katharina Sichla sammelt die schönen Momente ihres Lebens – auf kleinen Zetteln in einem Glas. Ob eine kühle Cola, ein gutes Gespräch oder eine kleine Begegnung im Alltag: Für die leitende Redakteurin des St. Michaelsbundes in München ist Dankbarkeit ein Weg, den Blick immer wieder auf das Positive zu richten. Gleichzeitig weiß sie: Zum Leben gehören auch die traurigen Dinge. Im Evangelium geht es an diesem Freitag um neuen Wein und neue Schläuche – und damit um die Frage, was passiert, wenn Neues auf Bewährtes trifft und wie wir mit dieser Herausforderung im Sinne Jesu umgehen so...
Du bist die Bibel, die die Menschen lesen werden - Gespräch mit Katharina Sichla
Was bleibt, wenn alle Anstrengungen scheinbar nichts bringen? Im Evangelium haben Petrus und seine Gefährten die ganze Nacht gearbeitet – ohne Erfolg. Katharina Sichla entdeckt darin eine tröstliche Botschaft: Der Wert eines Menschen hängt nicht davon ab, was er leistet. Auch sie kennt den beruflichen Druck, am Ende eines Tages das Gefühl zu haben, nicht genug geschafft zu haben. Vertrauen kann helfen, sich trotzdem noch einmal auf etwas Neues einzulassen. Und „Nachfolge“ muss für Katharina nicht gleich bedeuten, alles stehen und liegen zu lassen. Sie zeigt sich vielmehr im Alltag: darin, wie wir mit anderen umgehen und welche Ent...
Neugierig bleiben, bei sich bleiben - Gespräch mit Katharina Sichla
Katharina Sichla ist neugierig – und das hält sie offen für Neues. Ob Kraftsport, Marathon, Gravelbike oder Eisbaden: Sie liebt es, sich selbst herauszufordern und die eigene Komfortzone zu verlassen. Im Evangelium begegnen Menschen Jesus, weil sie bei ihm Heilung und Hilfe suchen. Katharina versteht das auch als Frage an die Kirche heute: Sie kann Ansprechpartnerin sein und Menschen unterstützen, aber sie kann nicht alle Probleme lösen. Eigenverantwortung bleibt wichtig.Und noch etwas beschäftigt Katharina: Jesus zieht sich immer wieder zurück. Für sie gehören das Dasein für andere und die Sorge um sich selbst...
Wenn Worte etwas bewegen - Gespräch mit Katharina Sichla
Katharina Sichla wollte nicht schon immer Journalistin werden. Nach einem begonnenen Jurastudium und dem Wechsel zur Germanistik führten sie Praktika und erste Erfahrungen schließlich zum Radio – und dort war sie sofort begeistert. „Das ist immer noch mein liebstes Medium. Da hängt mein Herz dran.“ Bis heute fasziniert sie am Journalismus, dass man immer wieder neuen Menschen und Themen begegnet und dadurch selbst neue Perspektiven gewinnt. Zwei besonders bewegende Begegnungen haben sie dabei geprägt: mit einer jungen Palliativpatientin und mit einer Mutter, die nach dem Unfalltod ihrer Tochter dem Unfallverursacher vergeben hat.Im Bibeltext von heute geht es schließl...
Wahrheit braucht Empathie - Gespräch mit Katharina Sichla
Katharina Sichla ist in Köln geboren, lebt aber seit über 20 Jahren in München. Als leitende Redakteurin beim Sankt Michaelsbund, dem Katholischen Medienhaus der Erzdiözese München -Freising, verbindet sie in ihrer Arbeit Radio, Online, Print und Fernsehen. Zum Auftakt der Woche spricht sie über Jesus in seiner Heimatstadt Nazareth – und darüber, warum seine Botschaft dort auf Ablehnung stößt. Katharina findet den Text zunächst schwierig, weil Jesus wenig empathisch wirkt. Seine Botschaft ist zwar richtig, aber vielleicht hätte er sie anders vermitteln können?! Katharina vergleicht das mit alltäglichen Situationen, die wir alle selbst kennen u...
"Für Menschlichkeit eintreten." - Gespräch mit Tobias Schrörs
Im DOMRADIO.DE-Podcast „Blick in die Bibel“ spricht der Theologe, Religions- und Lateinlehrer Tobias Schrörs über seinen Weg zum Diakon mit Zivilberuf befindet und erzählt er die Geschichte eines Kirchenliedes, das er als Student zur Seligsprechung von Kardinal Clemens August Graf von Galen geschrieben hatte. Das Lied wurde zunächst bei Feierlichkeiten in Rom aufgeführt und später sogar im Petersdom bei der Seligsprechung gesungen. Zu seiner großen Überraschung fand es schließlich ohne vorherige Rücksprache Eingang in den Münsteraner Regionalteil des Gotteslobs.Anschließend wenden sich die Gesprächspartner dem Tagesevangelium aus Markus 6,17–29 zu, das von der Ent...
"Die richtigen Momente erkennen und nicht verstreichen lassen." - Gespräch mit Tobias Schrörs
Im DOMRADIO-Podcast „Blick in die Bibel“ spricht Tobias Schrörs aus Xanten, der sich auf die Diakonenweihe im November vorbereitet.Im Evangelium geht es um eine Hochzeit. Zehn Jungfrauen warten auf den Bräutigam. Im Gleichnis haben 5 Frauen Lampen mit Öl dabei, 5 weitere haben kein Öl für ihre Lampen. Wie bereits im Gleichnis des Vortages gehe es um Wachsamkeit. Christen seien aufgerufen, ihr Leben bewusst zu gestalten und auf die Wiederkunft Jesu Christi vorbereitet zu sein. Die klugen Jungfrauen hätten an alle Eventualitäten gedacht und ausreichend Öl mitgenommen, während die törichten dies versäumten. Daraus ergebe sich die...
"Ich nehme mir die Zeit für Gott." - Gespräch mit Tobias Schrörs
Im Gespräch über das Evangelium Matthäus 24,42–51 betont Tobias Schrörs, Weihekandidat zum Diakon mit Zivilberuf, die Bedeutung einer lebendigen und persönlichen Auseinandersetzung mit der Bibel. Daraus entwickelt sich ein Austausch darüber, was Gottes Wort jedem Einzelnen in seiner aktuellen Lebenssituation sagen möchte. Im Mittelpunkt des Evangeliums steht der Aufruf Jesu zur Wachsamkeit. Schrörs erläutert, dass damit nicht gemeint sei, auf Planung zu verzichten. Vielmehr gehe es darum, Gott bewusst in den Alltag einzubeziehen und offen für sein Wirken zu bleiben. Das Leben lasse sich nicht vollständig kontrollieren oder vorausplanen, wie auch seine eigene E...
"Echter Glaube muss im Herzen verwurzelt sein." - Gespräch mit Tobias Schrörs
Im Podcast "Blick in die Bibel" vom 26. August spricht Tobias Schrörs, Religionslehrer, Diplom-Theologe und Weihkandidat aus dem Bistum Münster, zunächst über seine persönlichen Vorbilder und Glaubensquellen. Besonders gern hätte er den Schriftsteller Karl May kennengelernt. Tobias bewundert dessen bewegte Lebensgeschichte, die von Krisen, Gefängnisaufenthalten und einem Neuanfang geprägt war. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht anschließend das Evangelium aus Matthäus 23,27–32. Darin vergleicht Jesus die Schriftgelehrten und Pharisäer mit „getünchten Gräbern“, die äußerlich schön erscheinen, innerlich jedoch voller Unreinheit sind. Schrörs erklärt, dass diese Kritik auch heute noch hochaktuel...
"Du bist geliebt!" - Gespräch mit Tobias Schrörs
Tobias Schrörs ist Weihekandidat im Bistum Münster und wird im November 2025 zum Diakon mit Zivilberuf geweiht. In dieser Woche ist der Dipl. Theologe und Religionslehrer aus Xanten unser Gesprächspartner im Podcast "Blick in die Bibel".Im Gespräch über das Tagesevangelium aus Matthäus 23,13–22 betont Schrörs, dass Jesu scharfe Kritik an den Schriftgelehrten und Pharisäern auch heute aktuell bleibt. Menschen können sich selbst und anderen den Zugang zu Gott erschweren, wenn sie den Glauben zu eng auslegen und vorschnell über andere urteilen. Jesus hingegen stellt die Annahme des Menschen und die befreiende Botschaft des Reiches Gott...
"Du bist gewollt, geliebt, begnadet." - Tobias Schrörs im Gespräch
Im Gespräch über das Tagesevangelium aus Matthäus 23,13–22 betont Tobias Schrörs, dass Jesu scharfe Kritik an den Schriftgelehrten und Pharisäern auch heute aktuell bleibt. Menschen können sich selbst und anderen den Zugang zu Gott erschweren, wenn sie den Glauben zu eng auslegen und vorschnell über andere urteilen. Jesus hingegen stellt die Annahme des Menschen und die befreiende Botschaft des Reiches Gottes in den Mittelpunkt. Schrörs hebt hervor, wie wichtig Ehrlichkeit gegenüber den eigenen Fehlern ist. Christlicher Glaube bedeute nicht, sich moralisch über andere zu erheben, sondern die eigene Bedürftigkeit anzuerkennen und Gottes Barmherzigkeit anzunehmen. We...
"Den Glauben wirklich leben" - Tobias Schrörs im Gespräch
Tobias Schrörs ist Weihekandidat im Bistum Münster und wird im November 2025 zum Diakon mit Zivilberuf geweiht. In dieser Woche ist der Dipl. Theologe und Religionslehrer aus Xanten unser Gesprächspartner im Podcast "Blick in die Bibel".Eine Glaubenskrise in seiner Jugend und die Erfahrung, wie wichtig der Glaube für sein Leben ist, motivierten ihn, Religion zu studieren und seinen Glauben an junge Menschen weiterzugeben. Er betont, dass Religionsunterricht mehr sei als reine Wissensvermittlung: Er beschäftige sich mit Sinnfragen und dem Menschen selbst.Im Mittelpunkt steht das Evangelium Johannes 1,45–51, in dem Nathanael zunächst skeptisch auf Jesus reagiert...
"Wahre Größe zeigt sich im Dienst am Mitmenschen" - Georg Müller-Glunz im Gespräch
Zum Abschluss der Woche blickt Georg Müller-Glunz auf seine persönlichen Vorbilder in der Bibel und spricht über die Bedeutung des Sonntags als Tag der Ruhe und Besinnung. Das Evangelium (Mt 23,1-12) thematisiert die Spannung zwischen Worten und Taten. Jesus kritisiert Menschen, die andere belehren, selbst aber nicht entsprechend handeln. Müller-Glunz überträgt diese Botschaft auf Kirche, Gesellschaft und Politik und unterstreicht die Bedeutung von Glaubwürdigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Selbstreflexion. Im Mittelpunkt steht die christliche Tugend der Demut: wahre Größe zeigt sich nicht in Macht oder Ansehen, sondern im Dienst am Mitmenschen.Aus dem Matthäus Evangelium:In jener Z...
"Gottesliebe und Nächstenliebe gehören zusammen" - Georg Müller-Glunz im Gespräch
Im Fokus der Auslegung steht das Doppelgebot der Liebe aus dem Matthäusevangelium (Mt 22,34-40). Der Weihekandidat Georg Müller-Glunz erklärt, warum Gottesliebe und Nächstenliebe untrennbar zusammengehören und sich gegenseitig bedingen. Christlicher Glaube zeige sich nicht nur im Gebet oder Gottesdienst, sondern ebenso im Umgang mit anderen Menschen. Die Folge macht deutlich: Das Fundament des Christseins ist die Liebe zu Gott und zum Mitmenschen. Aus ihr entstehen Glaubwürdigkeit, Barmherzigkeit und das konkrete Handeln im Alltag.Aus dem Matthäus Evangelium:In jener Zeit, als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht h...
"Neid überwinden" - Georg Müller-Glunz im Gespräch
Georg Müller-Glunz spricht im "Blick in die Bibel" heute über seine bevorstehende Diakonenweihe und persönliche Wege, mit Nervosität umzugehen. Zudem gewährt er Einblicke in Freizeit, Familie und prägende Lebenserfahrungen. Im Zentrum steht das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,1-16a). Dabei geht es um Gottes Gerechtigkeit, die sich nicht an menschlichen Leistungsmaßstäben orientiert. Er ist überzeugt, dass Gottes Gnade allen offensteht, unabhängig vom Zeitpunkt der Berufung. Das Evangelium lädt dazu ein, Neid zu überwinden, dankbar auf das eigene Leben zu schauen und sich über das Gute zu freuen, das anderen gesch...
"Der Mensch kann sich nicht selbst erlösen." - Georg Müller-Glunz im Gespräch
In dieser Folge von „Blick in die Bibel" spricht Georg Müller-Glunz aus Münster über seinen Weg zum Diakonat mit Zivilberuf. Er erzählt von seiner Berufung, seinem kirchlichen Engagement und seinen Vorstellungen vom künftigen Dienst, insbesondere in der Begleitung von Menschen am Lebensende. Im Mittelpunkt der Bibelauslegung steht das Evangelium vom Kamel und dem Nadelöhr (Mt 19,23-30). Müller-Glunz erläutert, warum Besitz nicht das Problem ist, wohl aber die Gefahr, sein Vertrauen auf Reichtum statt auf Gott zu setzen. Die Botschaft: Der Mensch kann sich nicht selbst erlösen, doch Gottes Gnade macht möglich, was menschli...
"Was hält uns davon ab, Jesus nachzufolgen" - Georg Müller-Glunz im Gespräch
Im heutigen „Blick in die Bibel“ geht es um die Begegnung Jesu mit dem reichen Jüngling (Mt 19,16-22). Georg Müller-Glunz aus Münster, Finanzexperte und angehender Diakon, spricht über die Sehnsucht nach einem erfüllten Leben, das über die bloße Einhaltung von Geboten hinausgeht. Im Zentrum steht die Frage: Was hält uns davon ab, Jesus wirklich nachzufolgen? Dabei geht es nicht nur um Geld und Besitz, sondern auch um Dinge wie Anerkennung, Bequemlichkeit, Erfolg oder den Wunsch, Recht zu behalten. Müller-Glunz deutet Jesu Aufforderung zum Loslassen als Einladung, innere Freiheiten zu gewinnen und Gott mehr zu vertrauen...
Was bedeutet das Fest Mariä Himmelfahrt - Gespräch mit Matthias Drobinski
Für den Chefredakteur von Publik-Forum, Matthias Drobinski, steht am Hochfest Mariä Himmelfahrt viel mehr Maria als Person im Mittelpunkt - weniger das Dogma der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel. Mit den Jahren habe er sich der biblischen Frau angenähert: einer jungen, mutigen Mutter, die Ja zu Gottes Plan sagt, Leid aushält und bis unter das Kreuz ihres Sohnes geht. Die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel sei biblisch nicht belegt, könne aber als Hoffnungsbild verstanden werden – als Zeichen dafür, dass Gottes Erlösung den ganzen Menschen umfasst.Das Tagesevangelium von der Begegnung Marias mit Elisabeth...
Die Sehnsucht nach Sinn und Trost bleibt - Gespräch mit Matthias Drobinski
Religion verliert in Westeuropa an Bedeutung – doch die Sehnsucht nach Sinn, Trost und Orientierung bleibt. Für den Chefredakteur von Publik-Forum Matthias Drobinski beschreibt der Begriff der „religiösen Indifferenz“ zwar treffend, dass viele Menschen Gott nicht mehr aktiv suchen. Gleichzeitig verschwinden grundlegende Fragen des Lebens nicht, sondern richten sich auf andere Bereiche wie Familie, Gemeinschaft oder gesellschaftliches Engagement. Glauben lasse sich deshalb vor allem durch gelebte Erfahrungen weitergeben, weniger durch Belehrung. Auch wenn viele junge Menschen der Kirche den Rücken kehren, blieben Werte wie Solidarität oder Verantwortung oft erhalten.Mit Blick auf das Tagesevangelium vom 14. August plädiert er für...
Sie Spirale der Eskalation durchbrechen - Gespräch mit Matthias Drobinski
Mit dem Faltboot findet Matthias Drobinski einen entspannenden Ausgleich zum Alltag. In dieser Woche schauen wir mit dem Chefredakteur von Publik-Forum auf das jeweilige Evangelium vom Tage. Im Vorgespräch zum Evangelium am Mittwoch, den 13.08, erzählt Drobinski, dass er am liebsten auf stillen Flüssen und Seen unterwegs ist – etwa in Masuren oder auf der Peene. Für ihn ist das Paddeln mehr als ein Hobby: Es ist eine persönliche Form der Einkehr. Allein in der Natur, begleitet vom Rauschen des Wassers und dem Anblick von Seeadlern, erlebt er Gottes Schöpfung unmittelbar. Gleichzeitig erfüllt ihn die Klimakrise...
Das Gebet trägt und schenkt Kraft - Matthias Drobinski im Gespräch
Matthias Drobinski, Chefredakteur von Publik-Forum, ist unser Gesprächspartner im Podcast: "Blick in die Bibel" in dieser Woche. Vorab sprechen wir über die Zukunft der Kirche und Papst Leo. Drobinski sieht in Papst Leo einen leisen, aber profilierten Kirchenführer. Besonders dessen klare Haltung gegen Gewalt, Nationalismus und die Ideologien des Silicon Valley sowie seine kritische Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz seien wichtige Impulse. Innerkirchlich gehe Leo dagegen eher zurückhaltend und vorsichtig vor, um alle in der katholischen Weltkirche mitzunehmen. Reformen wie die stärkere Beteiligung von Frauen oder die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare blieben aus, was die Glaubwürdigkeit der Kir...
"Neid überwinden" - Georg Müller-Glunz im Gespräch - Cloned
Georg Müller-Glunz spricht im "Blick in die Bibel" heute über seine bevorstehende Diakonenweihe und persönliche Wege, mit Nervosität umzugehen. Zudem gewährt er Einblicke in Freizeit, Familie und prägende Lebenserfahrungen. Im Zentrum steht das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,1-16a). Dabei geht es um Gottes Gerechtigkeit, die sich nicht an menschlichen Leistungsmaßstäben orientiert. Er ist überzeugt, dass Gottes Gnade allen offensteht, unabhängig vom Zeitpunkt der Berufung. Das Evangelium lädt dazu ein, Neid zu überwinden, dankbar auf das eigene Leben zu schauen und sich über das Gute zu freuen, das anderen gesch...
Sich nicht so wichtig nehmen - Gespräch mit Matthias Drobinski
Matthias Drobinski ist Chefredakteur der Zeitschrift "Publik Forum" und begleitet uns in dieser Woche im Gespräch über das Tagesevangelium. Vorab stellen wir ihn in einem Interview vor. Er sagt, er versteh sich nicht als „katholischer Journalist“, sondern als Journalist, der katholisch ist. Für ihn gelten zunächst dieselben Maßstäbe wie für jeden guten Journalismus: Neugier, sorgfältige Recherche, das Prüfen von Quellen und die Verpflichtung, Geschichten wahrheitsgemäß zu erzählen. Seine Religiosität prägt seine Arbeit dabei weniger durch eine bestimmte Agenda als vielmehr durch eine innere Haltung. Sie schärft seinen Blick für Fragen nach Gere...
"Der Glaube kann Berge versetzen" - Gespräch mit Monika Kleine
Auch im Ruhestand gibt es für unsere Gesprächspartnerin im Podcast "Blick in die Bibel" Monika Kleine noch einen Unterschied zwischen Werktagen und Wochenende. „Ja, ich fühle Wochenende noch anders als die Woche“, sagt die ehemalige Geschäftsführerin des SkF. Das Wochenende beginnt mit einem späten Frühstück, mit Zeit ohne Arbeitstermine, mit Begegnungen, Festen und vor allem mit dem Lesen. Auf eine klassische „Bucket List“ blickt sie nicht zurück. Vieles, was ihr wichtig war, habe sie zur richtigen Zeit getan – manches auch später nachgeholt, wie den Motorradführerschein. Heute beschäftigt sie sich stärker mit Fragen...
"Ich bin eine Freundin der Nischen" - Gespräch mit Monika Kleine
Im Vorgespräch zum Tagesevangelium geht es um Reformen in der Kirche und manche Entscheidung aus Rom, mit der Monika Kleine hadert. Die langjährige Geschäftsführerin des SkF Köln ist jedoch überzeugt, dass in der Kirche bereits viele Veränderungen stattfinden – oft in Bereichen, die nicht offiziell vorgegeben, aber dennoch gelebt werden.Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könnte, Priesterin oder sogar Erzbischöfin von Köln zu werden, antwortet Kleine, dass sie diese Gestaltungsmöglichkeit durchaus reizvoll fände. Eine Kirche unter ihrer Leitung würde sie vor allem partizipativ gestalten: Viele unterschiedliche Menschen sollten gemeins...
"Fürchtet euch nicht" - Monika Kleine im Gespräch
„Monika kann vieles, nur keinen Smalltalk“, sagt ihre gute Freundin, die Bestsellerautorin Husch Josten über Monika Kleine. Selbst einer Karnevalskarawane an Weiberfastnacht durch eine volle Kneipe habe sie Tiefgang verliehen. Kleine selbst kann darüber schmunzeln: „Mich interessieren die Menschen, die mir gegenüberstehen. Über das Wetter kann man eben nicht zehn Minuten reden.“Als langjährige SKF-Geschäftsführerin hat sie viele herausfordernde Zeiten erlebt – besonders die Corona-Pandemie. Sie beschreibt diese Jahre als anstrengend, aber auch als eine Zeit großer Solidarität und Kreativität. „Wir mussten die Fragen lieben, um in die Antworten hineinwachsen zu können“, sagt sie rückblickend. Di...
Ich bin emanzipiert katholische - Monika Kleine im Gespräch
Für unsere Gesprächspartnerin im Tagesevangelium in der Woche vom 3.08- 08., Monika Kleine, ist der Glaube an Gott eine Entscheidung, ein Geschenk und lebenslange Erfahrung zugleich. Auch nach ihrem Ausscheiden als Geschäftsführerin des SkF Köln ist sie weiterhin in unterschiedlichen Gremien für die Kirche aktiv. So ist sie im Vorstand der Karl Rahner Akademie und des Katholikenausschusses der Stadt Köln. Kritisch setzt sie sich für ihre Kirche ein. Reformen gingen zu langsam voran, sagt sie, besonders mit Blick auf Frauen. Dennoch komme ein Austritt für sie nicht infrage: Kirche besteht für sie nicht...
"Ungerechtigkeit löst bei mir politischen Zorn aus" - Monika Kleine im Gespräch
Mit Monika Kleine sprechen wir in dieser Woche über das Tagesevangelium. Im Vorgespräch am Dienstag geht es um ihre Zeit beim SkF, dem Sozialdienst katholischer Frauen in Köln. Seit mehr als drei Jahrzehnten - bis 2024 - hat Monika Kleine den SkF Köln mit geprägt. Für sie ist der Verband vor allem eines: eine Organisation, die Frauen in unterschiedlichsten Notlagen unterstützt. Das Wachstum des SKF erklärt sie damit, dass die Mitarbeitenden genau hingehört und aus konkreten Problemen passgenaue Hilfen entwickelt haben – etwa für drogenabhängige Schwangere, die durch intensive Begleitung eine neue Perspektive g...
Keine Notlage ist beschämend und hoffnungslos - Monika Kleine im Gespräch
In der Woche vom 03. - 08. August ist Monika Kleine unsere Gesprächspartnerin beim Blick auf das jeweilige Tagesevangelium. In kurzen Vorgesprächen stellen wir die langjährige Geschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Köln vor. Ein Schlüsselerlebnis ihrer Jugend hat ihre Lebensweg geprägt. Mit 18 Jahren wurde sie kurz vor dem Abitur auf einem katholischen Internat im Schwarzwald schwanger. Sie rechnete fest damit, die Schule verlassen zu müssen. Stattdessen erlebt sie, was sie bis heute prägt: Die Ordensfrauen stehen hinter ihr, schenken ihr Vertrauen und ermöglichen ihr das Abitur. Als alleinerziehende Studentin arbeitet sie nachts i...
Zeugen der Wahrheit sein – Gespräch mit Schwester Anne Kurz
In dieser Folge vom "Blick in die Bibel" erzählt Schwester Anne Kurz aus Münster zuerst etwas Persönliches: Sie liest gerade einen packenden Krimi, obwohl sie sich sonst kaum für dieses Genre begeistern kann. Außerdem spricht die Ordensfrau der Gemeinschaft Verbum Dei darüber, wie sie im Alltag zur Ruhe kommt – durch Spazierengehen, Schreiben und manchmal Malen. Danach stellt Schwester Anne das Exerzitienhaus ihrer Gemeinschaft in Venne bei Münster vor. Passend dazu steht im Tagesevangelium Johannes der Täufer im Mittelpunkt, denn die Kirche in Venne steht unter dem Patronat dieses Heiligen. Schwester Anne erklärt, warum Jo...
"Wo der Wille Gottes zu finden ist" – Gespräch mit Schwester Anne Kurz
In dieser Folge vom "Blick in die Bibel" spricht DOMRADIO.DE-Redakteur Roland Müller mit Schwester Anne Kurz über den heiligen Ignatius von Loyola, der für sie und ihre Ordensgemeinschaft Verbum Dei sehr wichtig ist. Schwester Anne erzählt, wie Ignatius nach einer schweren Verletzung durch das Lesen von Heiligengeschichten innerlich verändert wurde. Daraus entstand seine geistliche Methode, genau hinzuspüren: Was gibt mir Frieden, Kraft und Trost? Danach legt Schwester Anne das Tagesevangelium aus: Jesus kommt in seine Heimat, doch die Menschen können kaum glauben, dass einer "von ihnen" wirklich von Gott gesandt ist. Schwester Anne erklärt...
"Dem Ruf Gottes folgen" – Gespräch mit Schwester Anne Kurz
In dieser Folge vom "Blick in die Bibel" spricht DOMRADIO.DE-Redakteur Roland Müller mit Schwester Anne Kurz von der Ordensgemeinschaft Verbum Dei über geistliche Begleitung. Sie erklärt, dass es dabei um vertrauliche Gespräche geht, in denen Menschen ihr Leben, ihren Glauben und wichtige Fragen betrachten können. Das ist nicht nur für Menschen möglich, die eine Priester- oder Ordensberufung in Betracht ziehen, sondern für alle Gläubige, die dem eigenen Weg mit Gott nachspüren wollen. Danach deutet Schwester Anne das Tagesevangelium, in dem es um das Fischernetz geht. Die Ordensfrau sagt: Unser Leben ist oft gem...
"Größere Gemeinschaft mit Jesus" – Gespräch mit Schwester Anne Kurz
Schwester Anne Kurz erzählt in dieser Folge vom "Blick in die Bibel", wie sie zwischen Münster und Hildesheim pendelt und dabei mit Verspätungen, Umstiegen und manchmal auch schwierigen Situationen im Zug zu tun hat. Im Bistum Hildesheim arbeitet sie als Referentin für Liturgie und Schöpfungsverantwortung. Im Rahmen dieser Tätigkeit begleitet sie etwa Ehrenamtliche, die Wort-Gottes-Feiern gestalten. Danach geht es um das Evangelium von Marta und Maria: Marta arbeitet, Maria hört Jesus zu. Schwester Anne deutet die Geschichte nicht als Gegensatz, sondern als Einladung, den eigenen Platz zu finden. Das Ziel muss immer eine größere...